Studium Kommunikationsdesign: Stimmungsbild

Dieses Thema im Forum "Freelancer Forum" wurde erstellt von Krill, 20.05.2005.

  1. Krill

    Krill Thread Starter Gast

    Kürzlich hab ich mit einer Studentin gesprochen, die an der gleichen Fachhochschule, an der ich vor 30 Jahren war, Kommunikationsdesign studiert - und ich war erstaunt, wie sich die Zustände dort mittlerweile verschlechtert haben. Mich interessiert, wie Ihr, die jetzt im Bereich Design und Bildende Kunst studieren oder noch nicht allzu lange damit fertig seid, Eure Studienbedingungen einschätzt. Seid Ihr frustriert, habt Ihr noch Spaß? Was wünscht Ihr Euch? Wo läuft´s gut?
    Ich weiß, so was an dieser Stelle zu fragen, ist nicht unbedingt naheliegend, aber ich habe den Eindruck, dass sich viele Grafik-Design-Studenten hier umsehen.
     
  2. gigiga

    gigiga MacUser Mitglied

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    naja ich bin soweit zufrieden nur die zahl der lehrkräfte könnte größer sein. ich werde mein grundstudium wahrscheinlich nicht in der regelzeit fertig bekommen weil der typokurs den ich noch brauche voll ist und mit mir ungefähr 40 andere nicht an diesem kurs teilnehmen können. es gibt keine ausweichtermine und alles betteln hat nichts genützt. es ist kein geld da, inzwischen zahlen wir sogar bei materialien in druckkursen wie siebdruck und hochdruck alles komplett selber, was vor einigen semestern noch nicht de fall gewesen ist. aber beschweren würd ich mich nicht. allemal besser als schule ist es an der FH schon ;)
    achja ich bin in dortmund am studieren :D
    es wird allerdings in manchen sachen sehr getrödelt und es gibt auch fächer die ich überflüssig finde. ein zeichenkurs ist mir der größte dorn im auge da ich ohne eine bestandene fachprüfung in diesem kurs mein diplom nicht bestehen kann. und ich finde aufs zeichnen kommts nun wirklich nicht mehr an. es wäre eine gute ergänzung zum grafik studium aber ein muss ist es meiner meinung nach wirklich nicht mehr.

    mfg simon
     
  3. shortcut

    shortcut MacUser Mitglied

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    armer kerl! da war ich früher auch. foto-design. wir mussten auch damals schon unsere eigene knips- sowie die laborausrüstung und das gesamte verbrauchsmaterial selbst finanzieren...mittlerweile also gleiches unrecht für alle :D
     
  4. gigiga

    gigiga MacUser Mitglied

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    jap
    so siehts aus, wenns da noch studiengebühren drauf gibt dann is aus die maus, ich hab so schon 200eur materialkosten pro semester :(
     
  5. shortcut

    shortcut MacUser Mitglied

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    heutzutage wird gerne und schnell auf hohem niveau geklagt. bei mir waren es vor 15 jahren auch locker um die 300 deutschmark pro monat an materialkosten (filme, chemie, papier...neue kameras oder objektive mal nicht eingerechnet). ich bin damals bei der westfählischen rundschau als freier fotograf anschaffen gegangen, um mich über wasser halten zu können.
     
  6. Krill

    Krill Thread Starter Gast

    Grafiker, die nicht zeichnen können...

    Ein gutes Beispiel, was dabei rauskommt, wenn man nur Photoshop kann, aber nicht zeichnen, ist die Salzgitter-Werbung im letzten Spiegel (Nr. 21 v. 21.5., Seite 37): Sie haben einen Londoner Doppelstockbus um 3 Etagen aufgestockt - aber die Perspektive ist falsch, die Spiegelungen&Reflexe sind unverändert von der 2. Etage übernommen, obwohl die sich von Etage zu Etage ändern würden, und den Schatten haben sie auch nicht verlängert, sondern im 2stöckigen Original belassen. Sowas sieht man oft, auch in teuersten Kampagnen: Fotomontagen, gebaut von GrafikerInnen, die zwar perfekt mit PS umgehen können, aber weder Ahnung von Perspektive haben noch eine Vorstellung von den Wechselwirkungen des einmontierten Gegenstandes auf die Umgebung, und wie sich dabei nicht nur Reflexe und Spiegelungen, sondern auch Licht und Farben verändern.
    Ich denke, wer Zeichnen und Malen lernt, ist im Vorteil.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 25.05.2005
  7. kemor

    kemor Banned

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    Kann Krill nur 100%ig zustimmen. Zeichnen ist mehr als nur bloßes rumgemale, es ist das Verstehen des Gesehenen. Viele Menschen (Grafiker usw.) tuen sich sehr schwer wirklich das zu sehen, was sie sehen und könnes das Gesehene so nicht gescheit wiedergeben - hört sich blöd an, ist aber leider so.

    Zum Zeichnen gehört eben das Durchdenken, Analysieren und somit das Verstehen des Gesehenen. Das lernt man in einen einfachen Zeichenkurs leider nur ansatzweise. Dazu bedarf es lange Zeit des Naturstudiens - beispielsweise Stilleben am Objekt und auch aus dem Gedächnis zeichnen, den fließenden Formen am Akt mit der Hand ujd nicht nur mit dem Auge folgen, den Knochenbau wie ein Konstrukteur begreifen, mit Licht und Schatten spielen ...

    Zum Thema Geld/Finanzierung z.B. der Verbrauchsmittel kann ich nur sagen, daß ich privat studiert habe, da sich vor 10 Jahren schon abzeichnete, daß die staatl. Einrichtungen meinem Anspruch an meine Ausbildung nicht gerecht werden können.

    Die zur Zeit diskutierten Semester-Studiengebüren habe ich damals pro Monat gezahlt und es bis heute nicht bereut, auch wenn ich sie immernoch zurückzahle. Verbrauchsmittel und andere Ausgaben kamen da noch obendrauf ...

    Bildung kostet halt Geld. Und für Qualität muß man auch bereit sein einiges an Geld auszugeben, zu investieren ... Auch und gerade in der eigenen Ausbildung (siehe Ausland).

    In dem Sinne.
     
  8. microboy

    microboy MacUser Mitglied

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    ich finde es wirklich etwas befremdlich wenn erwartet wird,
    dass der staat saemtliche kosten eines studiums traegt...

    grafiker muessen sich wie alle anderen studenten eben selbst
    um gewisses equipment kuemmern. ein jura-student hat sich
    seine buecher auch selbst zu kaufen!

    :rolleyes:
     
  9. Krill

    Krill Thread Starter Gast

    Ich hätte jetzt auch gedacht, es sei normal, Verbrauchsmaterialien selbst zu zahlen. Während meines Studiums konnten wir nur die teuren Geräte (z.B. MF-Kameras) ausleihen, aber das war´s dann auch.
     
  10. huetschemann

    huetschemann Banned

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    ;) ;) ;) ;) ;) ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 24.04.2006
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