Stockfotografie + Bildagentur lohnt das ?

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  1. black spirit

    black spirit Thread Starter Banned

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    Ich bin mittlerweile der Meinung, ganz gute Photos zu produzieren! ( Eigenlob stinkt ich weiß.....)
    Ein Freund von mir meinte ich sollte es mit einer Bildagentur ( Fotolia etc,)
    versuchen. Ich habe allerdings kein Interesse an komplizierten Zahlungsystemen und an Portalen, Agenturen die sich nicht rechnen.
    Fotos produzieren kostet Geld und Zeit, also wo bekomme ich vielleicht einen
    Gegenwert?

    Kennt sich einer mit dem Stockphotomarkt aus! ( was bringt das so ?)

    Für Tips und Erfahrungen wäre ich dankbar!
     
  2. falkgottschalk

    falkgottschalk MacUser Mitglied

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    In der Macwelt war kürzlich ein Bericht darüber.
    Fazit: die Sache hat keinen Haken, aber reich und berühmt wirst Du dabei so schnell nicht. Digi-Cams sei Dank haben Hundertausende die selbe Idee wie Du, entsprechend hoch sind die Ansprüche der Kunden/Betreiber der Portale.
    Unter 8 MP brauchst Du Bilder gar nicht erst einschicken, und dann ist Warten angesagt. Bei teilweise >800.000 Bildern der Agenturen muss es schon ein guter Zufal sein, wenn Deine Fotos jemand aussucht.
    Viel Erfolg dennoch!
     
  3. Wannseepirat

    Wannseepirat MacUser Mitglied

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    Das Urteil von falkgottschalk kann ich nicht bestätigen. Ich kenne einige Fotografen, die sehr sehr gut mit Stockfotografie verdienen. Am Interessantesten fand ich einen, der nur für istockphoto.com fotografiert. Da konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, daß sich das rechnet (als Kunde zahlt man dort 1-3 Dollar pro Foto). Er erzielt dort aber höhere Erlöse als bei Hochpreisagenturen.

    Die Kunst bei dieser Art von Stockfotografie ist es, die richtigen Motive zu finden, die sich einfach wahnsinnig oft verkaufen.
     
  4. Sterling

    Sterling Banned

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    Wie die Zeit vergeht. Ich habe erst kürzlich Studenten getroffen, die prahlen immer damit, wie leicht und toll sie doch ihre Fotos zu Geld machen können. Selbst die Agenturen, wo sie als feste Freier beschäftigt sind, würden die Motive für Kundenaufträge verwenden. Problem: Die Studenten saugen sich ganze CD-Packs voller Fotos von irgendwelchen dubiosen Webseiten aus Osteuropa auf ihre Computer und zahlen weder Nutzung- noch Lizenzgebühren. An der Hochschule ist regelrecht eine Sammlerwut ausgebrochen, ob Brand X, Comstock, Corbis, DigiTouch, Eyewire, Idream, Image Kit, Image Source, ImageDJ, Mixa Image, PhotoAlto, Photodisc, PlanetArt oder Datacraft Sozaijiten. Der Kostendruck hat längst die Skrupel beiseite geräumt, für eine regionale Fleischerzeitung Fotos aus einer Bildagentur aus Asien zu verwenden, die man per E-Mail an den Grafiker sendet. Die Fülle der Angebote ohne Wasserzeichen und in maximaler Auflösung, verführt Agenturen dazu, Wunsch-Motive zu verfälschen, Ausschnitte zu übernehmen oder neu zu kombinieren, ohne das es jemand bemerkt. Ich glaube schon längst nicht mehr daran, dass jeder Urheber zu seinem fairen Honorar kommt, denn was im Audiobereich längst passiert ist, nimmt auch beim Thema Bildagenturen unheimliche Formen an. Wenn Kunden nicht bereit sind, für ein gutes Motiv 499 Euro (inkl. Nutzung) zu bezahlen, dann wird es sicher trotzdem verwendet und der AD stellt es - zum Schein - mit 299 Euro in Rechnung. Auch das gehört zur dunklen Seite der Berufe, denn das Märchen von der freiwilligen Selbstkontrolle und der Glaube daran, das jedes Urheberrecht gewahrt wird, hat selten so gelitten, wie in Zeiten der großen Onlineangebote – und damit sind ganz sicher nicht die offiziellen Bezugsquellen der Bildagenturen gemeint. Selbst auf der IFA hatte ich den Eindruck, dass manche Flyer unglaublich teuer sein mussten, nach all den bekannten und weniger bekannten Motiven, die man darin fand. Auf die Frage, woher die Fotos denn stammen, kamen Antworten wie z. B.:

    Keine Ahnung!
    Haben wir von der Werbeagentur!
    Unser Mitarbeiter hat eine Digicam!
    Was geht Sie das an?

    Wo kein Kläger, da kein Richter, denn welcher japanische Fotograf erhält die Fleischerzeitung aus Nieder-Eschbach? Der Markt ist ziemlich grau geworden, wenn nicht sogar schwarz wie die Nacht. Wenn man einmal Webseiten aufruft, wo Privatleute und Amateur-Fotografen ihre Shots als lizensfreie Fotos zum Download anbieten und ganze CD voller Motive für 19,90 Euro anbieten, dann glaube ich nicht mehr an die vollen Kassen der Fotografen, die bisher von einem Wassertropfen fürstlich leben konnten, denn inzwischen gibt es mehr Wassertropfen als Abnehmer für dieses "abgelutschte" Motiv. Wer schaut sich von Euch auch so aufmerksam um und entdeckt dabei ähnliche Gradwanderungen, wo man sie zwar vermuten würde, aber niemals so offensichtlich für möglich hielt? Der kleine Mann und sein Urheberrecht? Eine Utopie. Selbst aus unseren Videoproduktionen waren Kunden so frech und mutig und haben Standbilder entnommen und in einem Heft abgedruckt, um sich den Fotografen zu sparen. Das Ergebnis sah einfach nur erbärmlich aus, denn sie wussten nichts von Mindestauflösung und Farbraum, aber peinlich war es ihnen kein Stück. Sie glaubten, mit dem Videobeitrag wären automatisch alle Rechte an sie übergegangen. Wir haben uns schließlich geeinigt und uns von solchen Kunden verabschiedet. Pfui! Kaum auszudenken, was mit Motiven geschehen kann, wo die Urheber in den USA oder in Japan sitzen, wenn in Nieder-Eschbach Poster gedruckt werden – für eine Neueröffnung einer Fleischerei.

    Mahlzeit!

    - Sterling
     
  5. Wannseepirat

    Wannseepirat MacUser Mitglied

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    Beim Printbereich kann ich nicht mitreden. Aber Online - so ist jedenfalls mein Eindruck - haben die großen, weltweit agierenden Agenturen das ganz gut im Griff. Die scheinen gute Suchtechnologien (bzw. Kooperationspartner mit selbiger) zu haben. Aus dem näheren Umfeld sind mir eine ganze Reihe Abmahnungen bekannt, die offenbar auf Eigenrecherche der Agenturen veranlaßt wurden.

    Schade, daß man sich in solchen Fällen selten an den eigentlichen Verursache (Agentur, die die Fotos verkauft hat) sondern in Gießkannenmanier an die Käufer richtet.

    Das könnte ich ja generell noch verstehen, wenn man sich AUCH den Verursacher vorknöpft. Aber der verkauft die nicht lizensierten Fotos noch heute öffentlich im Netz.

    Ein Schelm, der Böses dabei denkt ;-)

    Generell sehe ich global für Urheber kaum eine Chance, seine Rechte zu verteidigen. Was hier DE durchaus möglich ist, wird spätestens im Ostblock oder in Asien unmöglich. Dort wird teilweise einfach mal das halbe Web kopiert ;-)

    Viele Grüße vom Wannsee,

    Sebastian
     
  6. filzer

    filzer MacUser Mitglied

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    trotzdem - es gibt sie noch, die ehrlichen! und für solche nutzer ist ein service wie fotolia genial: gutes gewissen für wenig geld.

    ein kollege von mir stattet alle seine webarbeiten mit fotomaterial von dort aus, und freut sich darüber: gute bilder, und nichts geklaut.

    ich würde es probieren, zu verlieren gibt es nichts. für fotografen - die die qualität auch liefern können, scheint es sich sogar zu lohnen.
     
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