Rechnung falsch gestellt –*PEINLICH!!!

Dieses Thema im Forum "Freelancer Forum" wurde erstellt von Gonz, 17.03.2007.

  1. Gonz

    Gonz Thread Starter MacUser Mitglied

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    Oje, Leute, da hab ich Mist gebaut.

    Ich bin nebenberuflich als Grafiker selbständig und wickle pro Jahr etwa
    10–20 kleinere Aufträge ab. Bei dem geringen logistischen Aufwand
    schreibe ich meine Rechnungen händisch und errechne auch den Endbetrag
    ohne Automatisierung.

    Jetzt hab ich Volldepp bei der Umsatzsteuervoranmeldung gemerkt,
    dass ich bei der letzten Rechnung Nettobetrag und Umsatzsteuer falsch
    zusammengerechnet habe, so dass mir in der Differenz jetzt 50,– fehlen,
    die der Kunde (entsprechend meiner falschen Rechnung) zu wenig
    überwiesen hat.

    Wie komm ich denn jetzt da wieder raus? Der Umgang mit dem Kunden
    ist sehr locker, so dass ich sicher anrufen kann und die Differenz erstattet
    bekomme. Aber wie mache ich das fürs Finanzamt ersichtlich? Neue
    Rechnung erstellen? Dann stimmen Rechnungsnummer und Zahlungseingang
    nicht mehr überein. Ich möchte jetzt dem Kunden nicht noch Buchhaltungs-
    wirrwarr aufhalsen. Hmm, keine Ahnung...

    Vielleicht wisst ihr ja, wie man da vorgeht.

    Danke schon mal dafür...
    LG der Gonz
     
  2. ThoRo

    ThoRo MacUser Mitglied

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    Mach Dir die Arbeit und storniere die falsche Rechnung (Storno zu Rechnung Nr. ...) und schreib die Rechnung (mit neuer Rechnungsnummer) nochmal neu und korrekt.

    Storno und neue Rechnung an den Kunden schicken und als Kopie bei Dir aufbewahren. Das sind vier Blatt Papier und einmal Porto Kosten. Damit vermeidet man auf jeden Fall den Streß, nach Jahren (wenn tatsächlich mal eine Steuerprüfung ins Haus stehen sollte) herauszubekommen, warum man damals eine falsche Rechnung nicht richtig korrigiert hatte....

    MfG

    ThoRo
     
  3. Gonz

    Gonz Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo ThoRo,

    Danke für die Antwort! So werd ichs machen. Und der Kunde überweist dann den Fehlbetrag von 50,– unter Angabe der vorherigen Überweisung? Oder nur unter der neuen Rechnungsnummer?

    Viele Grüße, der Gonz
     
  4. kahler

    kahler MacUser Mitglied

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    ...oder du verbuchst die 50 EUR als Lehrgeld und legst sie aus eigener Tasche drauf.
    Damit stimmt zwar der Steuersatz immer noch nicht aber dein Kunde muss dir zumindest nicht mehr Geld überweisen. Ums stornieren und neu schreiben der Rechnung kommst du damit auch nicht rum.
     
  5. MacEnroe

    MacEnroe MacUser Mitglied

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    Das reicht doch, wenn man das auf der Rechnung ausbessert. Ist
    ja offensichtlich und nachvollziehbar, dass es nur falsch gerechnet
    wurde.
    Für das Finanzamt also mit Sicherheit kein Problem.

    Dem Kunden würde ich es nicht mehr berechnen, sondern nur den
    Nettobetrag nach unten korrigieren. Aber das musst du selbst entscheiden.
     
  6. Jack_Pot

    Jack_Pot MacUser Mitglied

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    Sehe ich genau so. Wenn du den gesamten Zeitaufwand rechnest, lohnt
    es sich eh nicht nochmal eine Rechnung zu stellen. Und besonders schlau
    sieht es auch nicht aus. Tus bei der nächsten Rechnung einfach drauf.
     
  7. Meeresgrund

    Meeresgrund MacUser Mitglied

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    Nein, das Ausbessern einer gedrucklten Rechnung reicht nicht, weil es eine verbotene Manipulation eines Beleges ist und so die Ordnungemäßigkeit der Buchführung verloren geht!!! Darum: Stornieren und mit einer neuen Rechnungsnummer neu ausstellen.

    Falls der Kunde eine Finanzbuchhaoltung führt, ist jetzt noch eine Gutschrift in Höhe der alten Rechnung notwendig, damit er die Zahlung in seiner Buchhaltung glattstellen stellen. Diese Gutschrift wird dann mit der neuen Rechnung verrechnet wird.
     
  8. MacEnroe

    MacEnroe MacUser Mitglied

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    In 99% der Fälle reicht es trotzdem. Das ist völlig egal, was in irgendwelchen Verordnungen wie drinsteht. Geschrieben steht viel. Was glaubst du, was passiert, wenn jemand dich damit erwischt? Nachzahlung sicher nicht, denn du hast dich ja nur selbst um 50 EUR betrogen.

    Ein bekannter Steuerberater baut immer extra ein paar "Kleinigkeiten" in die Steuererklärung ein, die nicht stimmen... "Damit die auch was finden...
    wenn die gar nichts finden, ärgern die sich bloß..." :)
     
  9. Meeresgrund

    Meeresgrund MacUser Mitglied

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    Das Problem: Die gedruckte Rechnung ist bereits beim Kunden. Woher weist Du, was der Kunde damit macht ??? Und im übrigen ist das Fälschen eines Beleges keine Kleinigkeit, wie z.B. ein Zahlendreher oder eine falsche Buchung, sondern ganz einfach eine Straftat. Der Umgang mit den Fakten liegt dann immer im Blickwinkel des Betrachters, der kann für einen positiv sein oder auch nicht. Ich persönlich würde mich nicht grundlos davon abhängig machen.
     
  10. toelpel

    toelpel MacUser Mitglied

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    Das 'Ausbessern' der Rechnung reicht Dir in 100% der Fälle um den strafrechtlichen Tatbestand der Urkundenfälschung zu begehen.
    Und bei diesem Tatbestand gibt es auch keine 'Unwesentlichkeitsgrenze' nach der ein solches Verfahren eingestellt würde.

    Ich habe früher in der Steuerberatung gearbeitet und vor ca. zehn Jahren ist eine Mandantin von uns dafür verurteilt worden, weil sie auf drei Belegen über insgesamt ca. 700,-- DM die Adresse von Kunden handschriftlich nachgetragen hatte. Die Verurteilung erfolgte wegen der Urkundenfälschung. Das Verfahren bzgl. der Steuerhinterziehung wurde fallengelassen.

    Mein dringender Rat ist 'Finger weg' von einem einfachen Ausbessern von Rechnungen. Das kann ganz schnell nach hinten losgehen.

    Rechnung stornieren und neue Rechnung schreiben. Das ist der rechtlich korrekte Weg und so sollte das gehandhabt werden. Dafür hat auch jeder Kunde Verständnis, weil ihm selbst sicherlich auch schon mal so ein Fehler unterlaufen ist.
     
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