Projekte und Künstlersozialabgabe: Wie sagt Ihr es Euren Kunden?

Dieses Thema im Forum "Freelancer Forum" wurde erstellt von 2nd, 01.02.2007.

  1. 2nd

    2nd Thread Starter MacUser Mitglied

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    So, ich heute schon wieder :D

    Die Frage brennt mir schon lange unter den Nägeln: Es müssen ja auf alle möglichen künstlerischen und multimedialen Dienstleistungen die Künstlersozialabgaben an die KSK gezahlt werden.

    Wenn Ihr einen neuen Kunden mit langfristigem (also nicht gelegentlichen Jobs, z. B. 2x im Jahr) Auftragspotenzial akquiriert - wie sagt Ihr es dem Kunden am Anfang, dass auf jedes/jede Honorar/Rechnung 5.x % aufgeschlagen und an die KSK abgeführt werden müssen?

    Oder sagt Ihr es gar nicht? Pflicht des Kunden, sich zu informieren? In die AGB eintragen?

    Ich bin da im Moment unsicher, zumal mir ein Ex-Kunde vor kurzem erzählt hat, dass sie KSK-Betriebsprüfung hatten und ordentlich nachzahlen mussten...

    2nd
     
  2. marlasinger

    marlasinger MacUser Mitglied

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    Das kommt ein bisschen auf den Kunden an.
    Wenn es sowieso schon ein schwieriger Kunde ist und man ständig
    feilschen muss, würde ich den Teufel tun, ihn dann noch darauf hinweisen...

    Bei entspannten Kundenverhältnissen kann man das schon eher mal auf
    die Tagesordnung bringen. Letzlich bringt es ja auch mir als KSK-Versicherter was.

    Aber ich denke, man gerät dann auch leicht in eine Position, die
    für das Aussneverhältnis zum Kunden problematisch werden kann.
    Denn plötzlich sieht der Kunde mich vielleicht als eine Art Kontrolleuse der KSK
    (ähnlich dem "GEZ-Mann", der abends an der Haustür klingelt...)

    Ich glaube, ich tendiere eher zum nichts sagen....
     
  3. levante

    levante MacUser Mitglied

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    Ich arbeite meistens für Agenturen, die wissen eh Bescheid, bzw fragen oft nach ob man bei der KSK ist. Den Kunden selber drauf hinzuweisen ist mir bisher ehrlichgesagt noch gar nicht in den Sinn gekommen.
     
  4. Difool

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    Den letzten Kunden, den ich darauf hinwies, bekundete folgendes:
    "Wat? KSK, ... von mir aus. :noplan:
     
  5. 2nd

    2nd Thread Starter MacUser Mitglied

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    Bei Auftragsarbeiten im kreativen Bereich ist es prinzipiell egal, ob der Auftragnehmer in der KSK ist. Die Künstlersozialabgabe muss bezahlt werden, egal ob ein KSK-Mitglied oder kein KSK-Mitglied mitarbeitet.

    Oder warum fragen die Agenturen nach?

    2nd
     
  6. Al Terego

    Al Terego MacUser Mitglied

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    "Im Falle einer Auftragserteilung berücksichtigen Sie bitte meine Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse.“
    Steht unter jedem meiner Angebote, direkt vor dem Verweis auf meine AGB. :)

    Es ist zwar nicht meine Pflicht, Kunden darauf hinzuweisen, denn die Informationspflicht liegt beim Kunde, soweit ich weiß. Dennoch halte ich es für fairer, diesen Schritt von meiner Seite aus zu gehen.

    Es hat sich noch niemand beschwert. Wohl aus dem Grund, dass die Firmen, die mich buchen, dies kennen und die Kunden, die ich in Eigenregie führe, noch nie als Verwerter behelligt worden sind. Auf jeden Fall muss ich mir so nichts nachsagen lassen. Es kann und darf sich jeder informieren, was es mit der Künstlersozialkasse auf sich hat oder bei mir vorher nachfragen.

    Gruß, Al
     
  7. mediendesign

    mediendesign MacUser Mitglied

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    Hallo,
    ich glaube, hier bin ich richtig.
    Ich bin seit 0107 selbständig und hadere immer noch damit den Antrag von der KSK, den ich seit letzter Woche vorliegen habe, auszufüllen. Da einer meiner Kunden von mir sagte, er würde, wenn ich in der KSK bin, die 5% von meinem Honorar abziehen, bin ich nun ein wenig ratlos, denn ich möchte den Kunden nicht verlieren.

    Frage: Muss ein großes unternehmen trotzdem KSK-Abgabe bezahlen, auch wenn ich jetzt nicht in der KSK aufgenommen werden/bin?

    Freue mich auf Antworten....
    Grüße
    Darfe er das?
     
  8. biblio

    biblio MacUser Mitglied

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    Ja! Die Aussage ist ja mal wieder der Kracher. Ich ziehe dem Angebot auch nicht den Rentenversicherungsanteil ab - der ist einfach da.

    Selbst Künstler, die ich engagiere, wollen manchmal keine KSK-Anteil - nur muß ich den am Ende des Jahres so oder so abführen. Dazu bin ich verpflichtet auch wenn es bei mir keine großen Summen sind.
     
  9. Fantômas

    Fantômas Gast

    Nein, das darf er nicht. Das ist völliger Schwachsinn.
    :hamma:
    Das muss wirklich ein sehr guter Kunde von Dir sein.
    Würde einer meiner Kunden so einen Spruch bringen, hätte der am
    nächsten Tag alle seine Unterlagen im Briefkasten...

    Unglaublich...

    Übrigens:
    Wieso erzählst Du ihm, wo Du Dich krankenversicherst?
    Das geht den doch gar nichts an.
     
  10. mediendesign

    mediendesign MacUser Mitglied

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    Ja, so ist es.....
    Klar, wollte ich dem Kunden nicht sagen, dass ich eventl. in die KSK aufgenommen werden, er fragte!

    Nur beim Antrag muss ich ja Arbeitsproben, Angebote, Rechnungen abgegeben und da ist der Kunde schon öfter dabei...
    Geht die KSK aufgrund der Unterlagen dann direkt auf den Kunden zu?

    Sorry, für mein LAIENHAFTES Gerede...

    Grüße
     
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