Korrekturabzug nötig?

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  1. Lorea

    Lorea Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo,

    wollte mal wissen wie ihr das so handhabt:
    Von meiner Ausbildung her kenne ich das so, dass alles was der Layouter gestaltet hat an der Signa ausgeschossen wurde und danach erstmal geplottet wurde. Dann wurde es dem Layouter nochmal vorgelegt, er hat alles geprüft und unterschrieben. Da das aber alles hausintern ablief, bin ich mir nicht sicher wie das normalerweise läuft. Ich habe jetzt konkret z.B. eine Anzeige für eine Zeitung gestaltet, als PDF verschickt. Würdet ihr euch da nochmal einen Ausdruck schicken lassen? Ich denke da hätten die viel zu tun wenn sie jedem nochmal die Anzeige zur Prüfung schicken. Oder ist das die Regel? Das nächste was jetzt ansteht ist eine Broschüre. Da hat mein Kunde so etwas wie einen "Druckbroker", d.h. die Daten gebe ich direkt an ihn und die Druckerei lern ich gar nicht kennen. Ich hätte ihm jetzt einen kompletten Ausdruck mitgegeben dass die Druckerei nochmal prüft ob alles richtig ist. Aber es ist halt ne unsichere Sache für mich. Würdet ihr euch die Filme schicken lassen oder einen Plott? Würdet ihr das dem Kunden nochmal gesondert als "Endkontrolle" berechnen?

    Gruss,

    Lorea
     
  2. MacPopey

    MacPopey MacUser Mitglied

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    Ich kann Dir aus Erfahrung nur sagen wie ich es handhabe.
    Bei mir bekommt jeder Kunde einen Korrekturabzug der Unterschrieben an mich zurück geht. Wenn es möglich ist, kommt der Kunde vorbei und erledigt das persönlich. Falls nicht gehört es bei mir zum Service das ich am Abend schnell vorbeifahre.
    Nach der Druckfreigabe lasse ich von der Druckerei noch einen Proof erstellen, der wieder Unterschrieben werden muss.
    So bin ich auf der sicheren Seite, und der Kunde weiß was er bekommt.
    Aber wie gesagt so handhabe ich es.
    Falls der Kunde wie in Deinem Fall, eine eigene Druckerei hat, empfehle Ihm das er einen Proof machen läßt. Und biete Ihm an Dir den Proof nochmals anzusehen.
    Denn, nur ein zufriedener Kunde ist ein guter Kunde.
     
  3. Lorea

    Lorea Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo Mac Popey,

    das mit der Freigabe beim Kunden handhabe ich auch so. Bei kleineren Sachen wie Flyer etc. schicke ich die Freigabe per PDF und bekomme dann per EMail oder Fax die Unterschrift. Bei größeren Sachen mache ich Ausdrucke und fahre vorbei. Ich habe letzt mal einen Proof machen lassen. Der hat den Kunden 45 Euro gekostet. War ok, denn es ging um Bilder. Was machst du aber bei ner kleinen Anzeige, VK etc. Das würde mir kein Kunde bezahlen.

    Gruss,

    Lorea
     
  4. j.edgarhoover

    j.edgarhoover MacUser Mitglied

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    Ich denke das die Druckerei davon ausgeht und ausgehen kann, das Daten in einem PDF verbindlich sind. Nötigenfalls musst du von dem PDF der Anzeige ein Proof anfertigen lassen, dir das unterschreiben lassen, und mit zur Druckerei oder zum "Druckboker" schicken. Der Rest liegt in der Verantwortung der Druckerei. Sollte was schief laufen hast du immer noch das Proof als Sicherheit.
     
  5. MacPopey

    MacPopey MacUser Mitglied

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    Ich weiß ja nicht wo Du Drucken lässt, aber ich habe noch nie mehr als 25 € für nen Proof bezahlt. Aber vielleicht ist bei Dir die Auflage so niedrig.
    Ich würde an Deiner Stelle mal eine Druckerei in Deiner Gegend aufsuchen, und mit denen mal in Verhandlung treten.
    Das ist ja fast Wucher.
     
  6. MacEnroe

    MacEnroe MacUser Mitglied

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    Meist (gerade bei Anzeigen etc.) reicht es, wenn ich zur eigenen Kontrolle einen PostScript-Ausdruck mache als "Proof".
    Bei Farbsachen bekommt der Kunde einen Proof vorab, ob es ein teurer IRIS-
    oder Chromalin sein muss, entscheidet sich nach Auflage, oder ob die Bilder
    evtl. schonmal geprooft wurden etc...

    Weitere Korrekturen, die nach einem Proof vorgenommen werden, z.B. im Text,
    lasse ich nicht mehr proofen sondern als PDF zusenden.

    Wichtig: Texte auch selber nochmal durchsehen!
    Auch wenn der Kunde am Ende den "Schwarzen Peter" hat - Fehler, die übersehen
    wurden fallen immer auch auf den "Verursacher" zurück. Nicht rechtlich, aber es
    bleibt ärgerlich und der nächste Grafiker steht vielleicht schon bereit.
     
  7. Lorea

    Lorea Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo MacEnroe,

    wie machst du denn einen PS-Ausdruck? Ich schreibe immer erst ein PS, generiere mein PDF und schaue dann in Acrobat nach Überdrucken-Vorschau und dem Preflight. Meinst du den Ausdruck vom PDF? Und wie ist das eigentlich: angenommen ich schreibe das PDF, auf dem Bildschirm ist alles ok: würde es dann im Ausdruck richtig angezeigt werden, d.h. wenn ich z.B. schwarzuen Text aus Versehen auf Aussparen gesetzt hätte. Würde der Drucker den Text dann weglassen?

    Zu dem Proof:
    Das war ein Iris-Proof. Sind dafür 45 Euro gerechtfertigt? Würde mich mal interessieren was man so bezahlt...

    Gruss,

    Lorea
     
  8. shortcut

    shortcut MacUser Mitglied

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    kurz und knapp: ja. 45.- sind m.e. sogar günstig (für a3 super). ein proof ist im zweifelsfalle sogar überlebensnotwendig. nicht immer sieht man bugs im pdf. da hilt nur ein proof, denn der simuliert nach dem rippen einen wirklichen druck und macht nicht nur ein composite deiner datei.
    abgesehen davon schiebst du mit einem vorhandenen proof den schwarzen peter der druckerei zu, wenn etwas in die grütze geht. "proof" bedeutet nicht umsonst "beweis". wenn die geproofte datei so vom kunden abgenommen worden ist, bist du im zweifelsfall aus dem schneider, da gedruckt wie gesehen. setz mal eine druckauflage von einigen 1000 exemplaren in den sand, dann weisst du, was ein proof wirklich wert ist...
     
  9. MacEnroe

    MacEnroe MacUser Mitglied

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    Ohne vorher ein PS zu schreiben, sondern über ein Postscript-RIP (PrintFab) direkt auf den Drucker. Oder über PS schreiben-->PDF--> drucken.

    Wieso weglassen? Aussparen heißt doch nur, dass er nicht überdruckt, oder? Wenn er sichtbar ist wird er auch gedruckt werden. In den Farbauszügen ist er dann jeweils ausgespart.
     
  10. Al Terego

    Al Terego MacUser Mitglied

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    25,-? 45,-?
    Ich möchte nur mal auf die unterschiedlichen Preisniveaus bei der Erstellung von Digitalproofs und richtigen Andrucken hinweisen, die von Lithos gezogen werden. Da liegen schon ein paar Euro zwischen.

    Meine Erfahrungen:
    Digiproof A4 _ 25,-
    Digiproof A3 _ 45,-
    Analogproof A4 _ ab 52,- (bis 70x100 _ 250,-)

    Gruß, Al
     
    Zuletzt bearbeitet: 10.05.2005
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