Kommunikationsdesign > Frage an Freiberufler

Dieses Thema im Forum "Freelancer Forum" wurde erstellt von peppermint, 03.03.2005.

  1. peppermint

    peppermint Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo

    viell. gibt es ja noch den einen oder andern alten Hasen da draussen, der auch freiberuflich für Büros arbeitet. ich hab ne Frage wegen der Honorare und würde gerne dazu was wissen..

    mein Ziel: Zufriedenheit bezüglich der Abrechnung, auf beiden Seiten


    - ich bin seit 4 jahren frei tätig für versch. Büros (nur Kommunikationsdesign, zb CI’s / Ausstellungen / Editorial Design / Messestände / Broschüren aller Art / Bücher / Film-Plakate / CD Cover / DVD Packages).
    - meist sitze ich in den Büros, in den Teams und leite auch mal ab und zu ein Projekt, je nachdem was anfällt..
    - stellte bis jetzt immer Rechnungen auf stundenbasierter Abrechnung egal welcher Aufwand/Kunde etc....da ich ausschliesslich den Agenturen "zu"-arbeite und verschwinde sobald ich das Projekt abschliesse.
    - mache tägl. Kundenkontakt & Bespr. vor jedem Auftrag
    - Am Anfang der 4 Jahre hatte ich fix ein Honorar von 36,- EUR/h
    - Im Lauf der Jahre fiel uns auf, dass er anscheinend sehr wenig verdiente an einigen Aufträgen, was er auf seine (selbstbezeichnete "nicht immer glückliche") Fähigkeit zur Auftragskalkulation / Angebotserstellung zurückführte.
    - da wir uns gut verstehen und ich wollte dass er nicht unglücklich ist damit, bot ich an, die Stunden zu ratifizieren und 1/3 weniger zu verlangen oder auch mal von der RE.Summe 500,- abzuziehen. war ok für mich da ich immer noch normal damit leben konnte.

    ich werde nun das büro wechseln und mach grad Aquise bzw hätte evtl. nächste woche ein neues Büro für das ich arbeiten könnte.

    was ich nun wissen wollte ist:

    - lieber ein Stundenhonorar vereinbaren oder ne Aufragspauschale?
    oder ganz anders ne Tagespauschale oder Wochenpauschale?
    wobei ich selbst die Stundenbasierte Abrechnung gar nicht mehr angenehm finde, da ich im lauf der zeit gemerkt habe, dass ich so gehetzt arbeite wenn ich immer auf die Uhr schauen muss, wenn ich mal ins Cafe zwischendurch gehe oder eine Spazierfahrt mache...

    sollte die Wochen/bzw Tagespauschale geringer sein als das Stundenhonorar?
    soll ich am anfang anbieten, ein Testhonorar ( - 1/3) zu verlangen, und bei weiterer Zusammenarbeit das volle Honorar?
    Dieses 4 Wochen Testhonorar klappte mal ganz gut als ich bei einer Zeitschrift frei war, aber das war 1999.

    Mir ist bewusst dass ich diese Fragen viel besser mit dem jeweiligen Büroinhaber bespr. kann und werde, nur bin ich einfach mal neugierig ob da draussen noch einer ist, der dazu einen interessanten Tipp hat?

    meine Philosophie ist abschliessend gesagt, dass mir am wichtigsten ist, dass beide Seiten zufrieden sind, das Geben und Nehmen in einer angenehmen Balance sind...was die Vergütung betrifft. ich will ja niemand abzocken, noch will ich selbst ausgenutzt werden)

    Um richtig verstanden zu werden, die Höhe meines Stundenlohns stelle ich nicht in Frage, nur die Art der Abrechnung...

    Danke und schönen Tag noch...
     
  2. Zora

    Zora MacUser Mitglied

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    Also,
    ich handhabe das mit einer Tagespauschale (und bleibe auch 10 stunden oder länger wenn es sein muß). Eben um nicht immer auf die uhr zu gucken, oder einer guckt blöd wenn ich länger in Pause war. Ich denke wenn du einmal einen günstigen "Test"preis machst kommst du da nie wieder hoch..oder nur schwer mit langen Gesichtern auf Büro Seite. Bei längeren Buchungen (ab 1 Woche) geh ich mit dem Tagespreis runter. Den kannst du nur mit deinem Gewissen und Können und dem Bürolevel vereinbaren :). Mit einer Projektpauschale (versuchen Büros sehr gerne) bist du die blöde, weil wen dann 10 Korrekturen kommen, weil es der Empfangsdame auch noch nicht gefällt, hast du mit deiner Zeit gerechnet, die du normalerweise für den job brauchst aber nicht mit den Befindlichkeiten der Entscheider. Und du zahlst zeitlich drauf. Also Projektpauschalen versuch ich zu umgehen...

    Zora ;)
     
  3. Nice

    Nice MacUser Mitglied

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    Ich arbeite sowohl auf Stunden- als auch auf Projektbasis. Dabei vereinbare ich mit den Agenturen einen Stundensatz, einen etwas reduzierten Tagessatz und einen Wochensatz. Bei diesen Sätzen handelt es sich immer um eine Arbeit vor Ort.

    Bei Projektbezogenen Angeboten fixiere ich immer sehr genau schriftlich, welche Leistungen mein Angebot beinhaltet. Unter anderem steht dort dann: "Inklusive zwei Autorenkorrekturen. Weitere Korrekturen werden auf Stundenbasis xx Euro/Std. abgerechnet".

    Das klappt immer sehr gut.

    Ich würde auch nicht in meinem eigenen Stundensatz runtergehen, weil die Agentur sich verkalkuliert. Das ist deren Risiko und nicht deines. Es gibt einen vereinbarten Stundensatz, an dem er sich ja orientieren kann.

    viele Grüße
    Nicole
     
  4. peppermint

    peppermint Thread Starter MacUser Mitglied

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    ok
    dann schlage ich lieber eine Tagespauschale mit einem kombiniertem Stundenhonorar vor.
    was ist der Grund bei mehreren Wochen mit der tagespauschale im Preis runterzugehen?
    würdet Ihr den Stundensatz flexibel halten, also je nach Aufwand/Intens. der Arbeit?
    oder lieber immer gleich viel?

    wieviel nehmt Ihr so in der Stunde?

    danke
     
  5. max188

    max188 MacUser Mitglied

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    Ohne jetzt in diesem Berufsfeld Erfahrung zu haben, muss man sich selbst doch im klaren sein und das auch dem Gegenüber klar machen, dass man sich nicht abzocken lässt.
    Also wird man eine Pauschale über ein Projekt immer hoch ansetzen, weil man ja schließlich nicht "draufzahlen" mag.
    Also zahlt in diesem Fall immer der Auftraggeber mehr als nötig.

    Gruß, Max
     
  6. cybermarti

    cybermarti MacUser Mitglied

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    ...In fast zehn Jahren Selbständigkeit habe ich mir angewöhnt, zu pokern. Ein fixer Stunden- oder Tagessatz ist sicher angebracht, aber wie viele Stunden oder Tage Du für den jeweiligen Job veranschlagst, ist natürlich Ermessenssache. Bei Kunden, von denen ich den Eindruck habe, dass sie "satt" sind, oder die eine Woche vor einer Messe noch ganz schnell einen ganz tollen Prospekt brauchen, schlage ich grundsätzlich was drauf. Bei anderen, die noch in den Startlöchern stehen und finanziell nicht so gut drauf sind, bin ich auch schon mal bereit, einen Nachlass zu geben, das hat dann meistens den positiven Nebeneffekt, dass Folgeaufträge kommen. Ob das so unbedingt moralisch zu verantworten ist, muss jeder selbst entscheiden – ich fahre ganz gut damit. :D

    Martin
     
  7. peppermint

    peppermint Thread Starter MacUser Mitglied

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    ich had grad nen ci-kunden (nicht über ne agentur)
    dummerweise hab ich für die entwürfe viel zu wenig zeit eingeplant, aber werde das nächste mal daraus lernen. das geht leicht ins dreifache der eingeplanten zeit.

    aber ich kenn das von den büros als ich früher angestellt war, da war das immer so.
    das doofe ist dass man entwurfsarbeit nicht abschätzen kann, da tagesform + ideen-abhängig. Umsetzung, Korrekturen und Reinzeichnung dagegen kann ich meist sehr gut zeitlich einschätzen..da hole ich dann wieder alles rein, was vorher futsch ging
     
  8. schuppentier

    schuppentier MacUser Mitglied

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    Um auch mal die Büroperspektive ins Spiel zu bringen: Büros machen das "gerne", weil sie selbst auch so arbeiten. Dein Stundenlohn kann so hoch oder niedrig sein wie er will - wenn Du nach 20 Stunden nichts Gescheites auf dem Papier hast, ist er in jedem Fall zu hoch :) Guter Kompromiss: genauso operieren, wie es auch die Agentur mit dem Kunden macht. Festpreis ja, aber genau definieren, was für Leistungen enthalten sind, und welche nachgelöhnt werden müssen. Das mildert den Eifer der Empfangsdame und Du kannst ohne Druck arbeiten. Und das ist doch schön, oder?
     
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