HELP: Wie SoundFX erstellen (Bsp. inside)???

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  1. 2nd

    2nd Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hi,

    ich bau grade an diversen Intros rum und muss unbedingt anfangen, Soundeffekte zu erstellen, da mich die Websamples nicht zufrieden stellen.

    Anbei 2 Bsp. - so etwas würde ich auch gerne machen, weiss aber nicht genau wie. Ich denke mal, dass man einen Synthesizer braucht???

    Es wäre super, wenn sich jemand mit so etwas auskennt und mir ein paar Tools nennen könnte, mit Garagenband und Soundtrack komm ich nicht weiter, ebensowenig mit Logic Express. Zur Not nehm ich auch einen PC und kauf mir die Dinger als PC Version, wenn es sowas nicht für den Mac gibt.

    Bitte helft, ist dringend.

    Unten noch die Samples.

    Danke,

    Frank
     
  2. GiantSonicRobot

    GiantSonicRobot MacUser Mitglied

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    Wenn du Logic Express hast, bist du doch schon ziemlich vollständig ausgestattet. Alle wichtigen Tools zur Klangformung sind da ja schon dabei. Das einzige was dir noch fehlt, wäre ein vollwertiger Sampler und ein brauchbares Mikrofon, denn um solche SoundFX wie in deinen Beispielen zu erzeugen fängt man allermeistens mit einer entsprechenden Aufnahme als Basis an. Wenn dir das zu aufwendig ist, musst du dich halt nach fertigem Basismaterial umschauen -- den EXSP als Sampleplayer hast du mit Logic Express ja schon.
    Was die anschließende Klangformung angeht hast du wie gesagt eigentlich alles was du brauchst. Am Anfang ist es oft eine sehr gute Idee, das Ausgangsmaterial extrem zu pitchen (nach oben oder unten). Das ist zusammen mit ein paar gezielten Filtereingriffen meistens schon die halbe Miete. In deinen beiden Beispielen hat's noch ne gute Portion Delay und Reverb, ansonsten seh ich da nicht so die Probleme.

    HTH

    Edit:
    um Missverständnissen vorzubeugen noch eine Klarstellung: Wenn ich oben geschrieben habe, dir würde noch ein Sampler fehlen, so ist das nicht als "Muss" zu verstehen. Wenn du sowas nicht regelmäßig vorhast, geht es natürlich auch ohne -- du kannst alles auch mit den Audiofiles direkt auf Spuren im Arrange veranstalten. Der Sampler ist halt für vieles komfortabler, das ist alles.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27.02.2005
  3. 2nd

    2nd Thread Starter MacUser Mitglied

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    Was nimmt man denn auf ein Micro auf? Zwoooosht man da rein und nimmt das als Sample? Und wegen dem pitchen -> geht das auch zeitversetzt? Dh, dass man die 1. 1/10 sec. z.B. mit einem Wert pitcht und dann die 2. 1/10 sec. einen anderen Wert?

    Oder die Geschwindigkeit dynamisch (am Anfang 100%, am Ende 125%) verändert? Im Video würde ich das über Keyframes machen. Aber beim Ton????

    Das ist ganz schön frustrierend, wenn man gar keine Ahnung hat. Aber hoffentlich nicht mehr lange.

    Frank
     
  4. GiantSonicRobot

    GiantSonicRobot MacUser Mitglied

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    Klar, das geht alles und es gibt viele Möglichkeiten, wie man das realisieren könnte. Auch hier ist der Sampler mal wieder das komfortabelste, denn hier kannst du das Pitching einfach (sogar in Echtzeit) über Midi-Controllerdaten steuern. Mit der Automation in Logic kannst du diese Controllerdaten auch aufzeichnen und nachträglich editieren oder sogar mit der Maus in eine Zeitleiste "malen". Wenn du willst kannst du hier auch sogenannte "HyperDraw Stützpunkte" setzen, die eigentlich nichts anderes als die dir bekannten "Keyframes" sind.

    Logic ist wie ein riesiger Lego-Baukasten. Man kann wirklich so gut wie ALLES damit bauen, aber es verlangt einem halt auch ab, dass man sich selber Gedanken darüber macht, wie man die Steinchen zusammensetzen muss um zu einem bestimmten Ergebnis zu kommen. (Natürlich muss man die Steinchen und ihre Möglichkeiten erst mal kennenlernen und das dauert leider seine Zeit.)
    Wenn man den Einstieg aber mal geschafft hat, ist man Herrscher über ein Imperium! ;)
     
  5. 2nd

    2nd Thread Starter MacUser Mitglied

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    Ok Giant, dann werd ich mir mal den EXSP ansehen, dort ein paar Samples (werd wohl welche kaufen) reinschmeissen und dann Filter drüberbasteln. Der EXSP ist also so ein Sampler, von dem Du redest? Was gibt es denn noch für Sampler, die gut sind für den Mac? Oder ist der EXSP sowas wie Photoshop mit Quasimonopol?

    Mit Midicontroller-Daten meinst Du sicherlich das Einspielen von Infos per externem USB Keyboard, die dann auf bestimmte Parameter umgesetzt werden. Also "Alle meine Entchen" umgesetzt auf den Pitchparameter pro Anschlag. So wie in Garagenband die Klötze unten erscheinen bei der Aufnahme. Die kann man ja dann noch hin- und herziehen und länger oder kürzer machen. Werd wohl Freitag mal in Hamburg mir ein Keyboard gönnen.

    Ist das eigentlich das selbe wie in Bias Peak einen Sound Effect per DSP zu verfremden? Damit habe ich schon rumgespielt und Apple Audio Units drübergelegt oder VST Effekte, aber irgendwie ist dabei nix richtiges rausgekommen. An den Filtern dreht man an einem Rad und alles knackst wie verrrückt. aber wie gesagt, das waren schon solche Effekte wie oben in Anhang gepostet.

    Wo lernt man sowas eigentlich? Oder wie? Ich habe HTML/CSS, Flash, VideoEditing und Compositing inklusive des Erschaffens von kompletten Intros/Webseiten aus dem Nichts autodidaktisch gelernt (meiner Meinung auch in brauchbarer Qualität/Niveau), aber diese Soundbearbeitung ist mir ein Rätsel mit sieben Siegeln. Gibt es da ein Buch?

    Danke für Deine tolle Mühe und Geduld :)

    Frank
     
  6. GiantSonicRobot

    GiantSonicRobot MacUser Mitglied

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    Du verwechseltst da was im Detail. Es gibt einen bedeutenden Unterschied zwischen EXS und EXSP. Ersterer (genaugenommen EXS24 mkII) ist ein vollwertiger Sampler, während letzterer (genaugenommen EXSP24 mkII) nur ein Sample-Player ist, d.h. er kann fertige Multisamples abspielen, aber nicht neu erstellen.
    Bei Logic-Express ist nur der EXSP dabei, während der volle EXS mit Logic-Pro ausgeliefert wird.
    Dass der EXS ein Quasimonopol hätte, würde ich so noch nicht sagen, obwohl er -- da mittlerweile Bestandteil des Logic-Pakets -- heute eine sehr weite Verbreitung auf der Mac-Plattform gefunden hat. Nichtsdestotrotz gibt es aber auch noch andere Produkte, die durchaus auch ihre Berechtigung haben und teilweise auch noch leistungsfähiger/flexibler sind (z.B. "Kontakt" von Native Instruments oder "HALion" von Steinberg)
    Wichtig ist allerdings, dass das Dateiformat vom EXS sehr weite Akzeptanz gefunden hat und auch von vielen Konkurrenzprodukten gelesen werden kann. Samples die man im Netz findet, liegen oft in diesem Format vor.

    Was du meinst sind die Note-On/Off-Befehle. Die beinhalten Informationen über den Zeitpunkt, die Notennummer (Tonhöhe), die Velocity (Anschlagsstärke) und die Länge einer gespielten Note.
    Darüberhinaus kann Midi aber noch viel mehr Informationen übertragen, wie z.B. SysEx-Daten, Sample-Dumps oder eben auch die Controller-Daten. Diese Controller müssen nicht unbedingt ein punktuelles Ereignis wie Noten-Events (das was du "Klötzchen" nennst) darstellen, sondern können auch kontinuierliche Werteänderungen vermitteln. Stell dir z.B. mal vor, du drehst kontinuierlich an einem Regler und änderst damit quasi stufenlos z.B. die Lautstärke, eine Filter-Eckfrequenz, eine Panoramaposition, ... oder eben die Tonhöhe bzw. Abspielgeschwindigkeit eines Samples.
    Wenn du dir wirklich ein Keyboard kaufen willst, würde ich dir auf jeden Fall raten darauf zu achten, dass das Gerät über entsprechende stufenlose Bedienelemente wie z.B. Dreh- oder Schieberegler verfügt. (Wenigstens ein Mod-Wheel und ein Pitchbend-Wheel sind eigentlich Standard.)

    Naja, Effekte auf ein Audiofile zu legen ist ja nur ein kleiner Ausschnitt der Möglichkeiten, die man hat. Da kann man bereits vorher 'ne Menge machen, deswegen hab' ich ja das Pitchen schon angesprochen und das war auch nur ein Beispiel. Allein durch das Schneiden von Audiofiles ist schon so wahnsinnig viel möglich. Z.B kann es total abgefahren klingen ein Schallereignis extrem kurz zu schneiden und diese "granularen" Schnipsel zu loopen. Oder die Loop-Position oder -Länge dynamisch zu modulieren. Oder ein Sample rückwärts zu spielen. Oder oder oder...
    Oft kommt man zu Ergebnissen, die mit dem Ausgangsmaterial nun wirklich gar nichts mehr gemeinsam haben. Vor kurzem brauchte ich z.B. eine Art SciFi-Maschinengeräusch. Gebastelt hab ich's letztendlich aus 'nem Sprachsample was ich extrem kurz geloopt habe -- würde man nie und nimmer erraten.

    Naja, wenn man an 'nem Filter schraubt sollte es eigentlich eher zwitschern oder fauchen oder kreischen oder blubbern... aber nicht knacksen ;)

    Ja, es gibt Bücher, aber die meisten kenn ich auch nur vom Hörensagen -- von daher kann ich dir leider nichts empfehlen. Aber die Logic Handbücher bringen einen doch auch schonmal weiter. Auch gibt es reichlich Ressourcen im Netz. Sehr gut sind zum Beispiel die Logic Notes bei SoundOnSound. (Allerdings auf englisch)
    Was auch sehr hilfreich sein kann: das Logicuser-Forum.

    Grüße vom GiantSonicRobot
     
    Zuletzt bearbeitet: 27.02.2005
  7. 2nd

    2nd Thread Starter MacUser Mitglied

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    Wow, danke :)

    Hast Du noch einen Kauftip für ein Keyboard, was für meine Zwecke einen guten Kompromiss aus Preis/Leistung darstellt?

    Frank
     
  8. GiantSonicRobot

    GiantSonicRobot MacUser Mitglied

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    Mit einer konkreten Empfehlung möchte ich mich da ehrlichgesagt lieber zurückhalten, denn die aktuell am Markt erhältlichen Geräte habe ich mir alle noch nicht so richtig angeschaut. Das liegt daran, dass sich bei mir über die Jahre bereits mehr als genug Tasteninstrumente angesammelt haben, so dass ich mich echt nicht mehr über neue Geräte auf dem Laufenden halten muss.
    Vielleicht kann dir ja noch jemand anderes hierzu was sagen. Möglicherweise gibt die Suchfunktion dazu auch was her.
     
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