Gekreuztes Ethernet auch über WLAN?

Dieses Thema im Forum "Internet- und Netzwerk-Hardware" wurde erstellt von hanselars, 24.03.2004.

  1. hanselars

    hanselars Thread Starter MacUser Mitglied

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    Moin,

    neben meinem iBook habe ich noch ein Wintel-Laptop. Bisher habe ich die beiden über ein gekreuztes Ethernet-Kabel miteinander verbunden.

    Geht das auch drahtlos, indem ich mein iBook mit Airport Extreme aufrüste und ins Wintel-Laptop eine entsprechende WLAN-Karte stecke und mit irgendeiner magischen Software die Kreuzung simuliere?

    Kann ich ins Laptop auch eine 802.11b-Karte stecken und dann halt mit eingeschränkter Geschwindigkeit mit dem 802.11g kommunizieren?

    Schon mal vielen Dank
     
  2. Donald Townsend

    Donald Townsend MacUser Mitglied

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    Es geht, keine Frage

    Eigentlich funktioniert beim WLAN alles analog zum Ethernet. Crossover brauchst du nicht, hättest du auch nicht bei deinem iBook gebraucht, wenn es eines der neueren (Dual USB) ist, da Macs die Signale eigenständig umdrehen. Über Funk reduzieren sich allerdings die Übertragungsgeschwindigkeit, sowie Zuverlässigkeit und Sicherheit gegenüber Netzwerkkabel.

    Donald
     
  3. hanselars

    hanselars Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo,

    Ich schlimmer Finger habe meinen Thread 2x mit verschiedenen Betreffs geöffnet...
     
  4. misc

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    :)
    brauchst keine Software. Ein Ventilator der die Luft dreht sollte reichen. Alternativ kann man bei ebay ein gekreuztes WLAN Kabel ersteigern. (Längen bis 50m)
    :)
    ernst:
    802.11g sollte es schon sein. Hab es mit 802.11b probiert und es war schnarch langsam. Da die Rechner sowie nicht sehr weit auseinander stehen sollten wegen der Signalpegel HF, kann man besser gleich ein Kabel nehmen und spart sich den Ärger mit den Verbindungsabbrüchen und langsamen Verbindungen.
    Also ich kann peer to peer via WLAN nicht empfehlen. Komischerweise habe ich wenn beide über einen AP verbunden sind weniger Probleme. (Keine Abbrüche und besserer Datendurchsatz)

    Grüße misc
     
  5. Rakor

    Rakor MacUser Mitglied

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    Bei TP verkabelten Netzwerken ist das Auskreuzen der Kabel eigentlich einen Behilfsmaßnahmen um Geld zu sparen wenn man nur zwei Rechner Verbinden will.
    Das ganze hat ganz einfach einen Physikalischen Hintergrund:

    TP Netzwerke sind eibentlich dedacht um viele Rechner zu verbinden. Die unterste Struktur einer solchen Verbindung ist dann im Allgemeinen ein Stern (die Sterne können dann unterschiedlich nochmals miteinander Verbunden werden). Den Knotenpunkt des Strens bildet dabei ein Switch oder Hub. Um mit Ethernet schnell Daten übertragen zu können hat jeder Rechner, jedes Kabel und jeder Switch/Hub ein Sende- und ein Empfangskabel. Anders wäre ein Fullduplex modus gar nicht möglich.
    Da die Kabel nicht gekreuzt sind ist die Sende Leitung auf beiden Seiten an der gleichen Stelle des Steckers. Das kann bei direktem Verbinden der Rechner natürlich nicht funktionieren (beide senden auf der selben Leitung und Lesen auf einer anderen). Schliesst man die Kabel jedoch über einen Swtich/Hub an so werden in dem Gerät die Sende- und Empfangsleitung der kommunizierenden Rechner verbunden und sie können kommunizieren.
    => Gekreuzes Kabel hatte den Sinn für die Verbindung von _nur_2_ Rechnern den Switch/Hub zu sparen.

    Wie bebreits gesagt ist das beim neuen iBook nicht mehr notwending, da es intern erkennt auf welcher Leitung der Gegenüber sendet und entsprechend intern die Anschlüsse vertauscht. (Sehr praktisch wie ich finde ;) ).

    WLan is da wieder was vollkommen anderes... Du könntest jetzt sagen: WLan über eine AirPort-Station müsste dann ja gehen... Die ist ja quasi sowas wie ein Switch/Hub. Ja das stimmt prinzipiell schon... Es geht aber auch ohne die Station ;)
    Da das WLan ein Funknetz ist, gibt es nicht den physikalischen Zwang zwei Kabel miteinander zu verbinden. Ich bin leider nicht so tiefgründig informiert wie WLan intern funktioniert, aber es unterliegt nicht diesen Beschränkungen.

    Zu WLan: Wie bereits gesagt wurde ist WLan recht langsam. Wenn du es mit einem Win Notebook verbinden willst musst du auf dem g-Satandard verzichten, hast also nur noch 11MBit/sek. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass WLan-Netze nciht nur bis zur Haustür gehn. Daher ist extremer Wert auf die Sicherheit zu legen! Auf jenden Fall sollten die Netze verschlüsselt sein, besser wenn man zusätzlich nur Rechner mit best. Hardwareadressen zulässt.

    Kurz und knapp => es gibt keine solche Software da du sie nicht benötigst.
     
  6. Donald Townsend

    Donald Townsend MacUser Mitglied

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    Hardwareadressen

    @ Rakor: Das mit den Hardwareadressen (MAC Adressen) ist leider nur bedingt sicher. Wer sich auskennt, der kann die Adressen leicht fälschen und surft im Netz mit. Auch WEP ist kein Thema mehr. In der Regel ist man vermutlich sicher, aber wenn man mal zufällig ins Visier von Leuten gerät, die sich da auskennen oder so jemanden in der Nachbarschaft hat, dann sieht es nicht mehr so gut aus. Du solltest dir zu dem Thema mal folgenden Artikel durchlesen zum Mythos der kabellosen Sicherheit (auf Englisch)

    Donald
     
    Zuletzt bearbeitet: 24.03.2004
  7. whiskeytumbler

    whiskeytumbler MacUser Mitglied

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    Sorry, aber ich verstehe einfach nicht das hier im Forum so oft von "nur b-Standard" geredet wird. Was für Datenmengen schiebt ihr denn den ganzen Tag hin und her? Das müssen ja bald ein paar TB sein.
    man kann alles übertreiben denke ich, aber ob der upload nun 30 Sekunden oder 50 dauert oder noch ein paar mehr ist doch wirklich Pappe denke ich.
    Schonmal zurückgedacht wieviel man früher übertragen konnte? und das nichteinmal kabellos? Ich denke die Datenmengen sind mit der durchschnittlichen Übertragungsrate in etwa gleich gestiegen über die Jahre, also ist doch alles in Butter.
     
  8. Rakor

    Rakor MacUser Mitglied

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    Re: Hardwareadressen

     

    Klar 100%ige Sicherheit wirst du NIE erreichen. Das cracken der MAC ist jedoch für die meisten Laien und Scriptkiddies schon nicht machbar. Da braucht es schon jemand der sich besser auskennt. Zudem sollte es _zusätzlich_ zur Verschlüsselung sein. Das eine Verschlüsselung crackbar ist sollte auch jedem bewusst sein. Du stellst so jedoch 2 Hürden die ein potentieller Angreifer überwinden muss. Mehr Möglichkeiten (schon gar keine die 100% sein sollten) sind mir nicht bekannt. Du kannst die Sendeleistung runter schrauben, dann sinkt aber auch der Datendurchsatz... WLan ist nicht vollkommen Sicher... Schade nur, dass man das viel zu selten in den Medien hört, die WLan doch so loben...

    Andere beharren vielleicht auf Ihrem Kabel, dass da keiner "reinfunkt" und haben dann keine Firewall laufen... ;) Die Verwundbarkeit eines jeden Rechners ist leider höher als die meisten meinen. Unterschied ist nur, dass es wohl zum Volkssport wurde "mal nach offenen WLan-Netzen zu scannen". Zufällige Angriffe auf irgendwelche IPs sind da eher schon ein geplanter Crackversuch...
     
  9. Rakor

    Rakor MacUser Mitglied

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    Hallo...

    ich setzte noch immer auf Kabel! Ich hatte einen Hub mit 10 MBit/s hier einige Zeit am laufen und bin jetzt auf ein geswitchets 100er Netzwerk umgestiegen. Bedenke, dass nicht jeder einmal am Tag 2 Bilder kopieren will....
    Ich arbeite z.B. per NFS. Sehr viele meiner Daten liegen auf dem Server und wollen nur zm bearbeiten hin- und herflitzen... Wenn d udas mit 10MBit machst gehst du lieber wieder auf eine lokale Lösung über... Die HDD is halt schneller ;)

    Des weiteren sollte man die kommerziell genutzten Netz nicht vergessen... "Zeit ist Geld" Und Bandbreite sind nunmal Daten pro Zeit... ;)

    Edit: Ich denke die Datenmengen sind bei weiten schneller gesteigen als die Bandbreiten ;) Und bedenke, dass auch die Hardware schenller wurde... Man kann ein lahmendes Netz kaum noch durch die CPU begründen ;)
     
  10. Donald Townsend

    Donald Townsend MacUser Mitglied

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    WLAN sells

    @ Rakor: WLAN verkauft sich gut. Es ist der Renner. Sicherheit wird da nicht an die große Glocke gehängt. Das ist wie bei HBCI beim Online-Banking. Würde man da zugeben, es ist nicht sonderlich sicher, so müsste man viel Geld in Neuentwicklungen und Umstellen bezahlen. Die kleineren und größeren Schäden durch die mangelnde Sicherheit von HBCI werden stillschweigend bezahlt, dass bloß nichts herauskommt.
    Aber schau mal in meinen Link, den ich beim voringen Beitrag nachträglich eingefügt habe. Ist wirklich äußerst lesenswert.

    Donald
     
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