Freie Mitarbeit

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  1. mawikabi

    mawikabi Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo alle zusammen

    Bin neu hier
    und auch auf dem Gebiet als Freiberufler

    Habe ein paar fragen...
    ... habe ein Angebot bekommen als Freier Mitarbeiter für ein Unternehmen zu arbeiten. Habe seit 1999 ein Gewerbeschein, aber nur für kleinere sachen mal hier und da ne Homepage (nur als Nebeninfo). Also kein Gewerbe mit dem überleben kann...

    Das Unternehmen möchte nun von mir eine Gehaltsvorstellung - doch leider habe ich noch keine Ahnung welche kosten überhaupt auf mich zukommen in sachen steuern und versicherungen

    ich soll einen Preis nennen und sagen wie viel ich dafür arbeite (monatspauschale) z.B. 3500€/Monat und dafür arbeite ich 40Std. die Woche

    könnt ihr mir da vielleicht helfen....

    Ebenso weiß ich nicht soll ich das gewerbe abmelden. kann man das ummelden auf freie arbeit /freiberufler (hab gelesen das freiberufler im Bereich grafik keine Umsatzsteuer bezahlen müssen)

    ich brauche dringend hilfe!!!

    hoffe auf eure antworten

    mawikabi
     
  2. im_norden

    im_norden MacUser Mitglied

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    Gehaltsvorstellungen kann man nur beurteilen, wenn man weiss was Du machen wirst, wo das ist und wie das Unternehmen positioniert ist (Billigheimer/Boutique, viele kleine/wenige große/viele große Kunden, ...?) - und natürlich: Was wirst Du machen, was brauchst Du dafür?

    Und was die gesamte steuerliche Seite angeht: Lass Dich nicht hier von fundiertem Halbwissen irre machen (ja, es gibt hier einige, die Bescheid wissen, aber Einzelfallbeurteilung über das Netz?), sondern gehe direkt zu einem Steuerberater. Es ändert sich gerade für Freiberufler jetzt zum 1.1. wieder einiges. Das ist gut investiertes Geld, glaube mir.

    Beispiel aus dem Leben: Ein befreundeter Fotograf hat sich vor ca. 7 Jahren selbständig gemacht und war blendend im Geschäft. Hat einen irren Umsatz gemacht, nur leider hat er versucht, alle Steuersachen basierend auf Tipps von Freunden selbst zu machen. Privatinsolvenz wg. Steuerschulden, es war einfach zu viel nach 5 Jahren Saus und Braus - da konnten sich Fiskus und Fotograf nicht einigen. Jetzt hat er noch 5 Jahre Existenzminimum vor sich.
     
  3. Krill

    Krill Gast

    Dem schliesse ich mich an: Ein(e) Steuer- oder Wirtschaftsberater(in) lohnt sich auch für eine gelegentliche Beratung.
    Ob Deine Tätigkeit als Gewerbe oder künstlerische Tätigkeit eingestuft werden muss, hängt von Faktoren ab, die Du auch in einer Beratung klären solltest. Einen Eindruck kannst Du Dir verschaffen, wenn Du die Diskussionen hier noch mal liest, es gibt schon etliche Threads dazu.
    Das Gleiche gilt für Honorarvorstellungen, auch dazu kannst hier Du etliche Threads mit wertvollen Links über die Suche finden.
    Für detalliertere Tipps müsstest Du nähere Einzelheiten nennen, was Du für wen tun möchtest.
     
  4. janpi3

    janpi3 MacUser Mitglied

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    hat der Freund keine guten verwandten? Auf die könnte er ja dan seine Besitztümer laufen lassen. (Nur mal so als Tipp am Rande)

    Zum Fragesteller:
    Es wäre von Vorteil wenn du uns schreiben würdest als was du da arbeiten würdest. (Freiberufliche Tippse, Grafiker, Webdesigner?)
     
  5. im_norden

    im_norden MacUser Mitglied

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    <OT>
    Ab dem Moment, in dem die Insolvenzsituation vorliegt, wäre ein Verschieben von Vermögenswerten rechtlich, hm, na nennen wir es mal *ungünstig* ;) Da wäre auch strafrechtlich noch einiges hinterher gekommen. Früher war so etwas einfacher, aber da winkte auch keine Schuldbefreiung bei Wohlverhalten. Bei ihm war das halt alles zu spät, bei der ersten Prüfung ist ihm alles um die Ohren geflogen. So muss er da jetzt durch.
    Aber er kommt schon irgendwie klar, und hat auch angefangen, wieder zu arbeiten. Der bei weitem größte Teil geht jetzt eben in die Tilgung.
    </OT>

    Also, noch einmal der dringende Rat: Bereite genau vor, was Du wie wann machen sollst/willst, und gehe damit zu einem kundigen Menschen. Das kostet nicht die Welt (wenn Du Mandant wirst, wird es wahrscheinlich gar nicht gesondert berechnet).
    Und wenn Deine Sachen etwas komplizierter sind, lass auch Deine gesamte Buchhaltung über das Steuerbüro laufen, wenn Du keine Ahnung davon hast und keine Lust, Dich einzuarbeiten. Du gibst einfach Deine Rechnungen und Belege ab, und die bereiten alles auf und schicken es fristgerecht ans Finanzamt. Für ein paar hundert Euro/Jahr hast Du Ruhe und kannst Dich auf Deine Arbeit konzentrieren.
    Ich weiss, wovon ich spreche. Eine Steuernachzahlung von über 100k Euro hat mich finanziell auch mal fast zur Strecke gebracht (bei dem Fotografen ist/war die Summe siebenstellig... - der hatte ein Geld verdient...). Nie wieder Do It Yourself.
     
  6. birddog

    birddog MacUser Mitglied

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    VORSICHT VORSICHT VORSICHT

    Eine solche Regelung ist per Definition SCHEINSELBSTÄNDIGKEIT.

    Die Gleichung Geld gegen Stunden ist in nahezu allen Fällen ein Angestelltenverhältnis. Ein Werkvertrag für einen Selbständigen oder freien Mitarbeiter muss sich immer auf das zu liefernde Produkt, die zu liefernde Dienstleistung beziehen. Also z.B. 3.500 Euro pro Monat für 6 Titelseiten-Entwürfe oder ähnliches.
     
  7. janpi3

    janpi3 MacUser Mitglied

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    Moment heißt er arbeitet für die Schulden die er hat? Falls ja dann macht er da etwas Falsch!
    Wir haben unsere Insolvenz hinter uns, und es ging eignetlich ganz gut am Ende hat es unser Insolvenzberater so gedeichselt das wir einen Steuerfreibtrag in höhe der Schulden hatten.

    Aber lassen wir das :)
     
  8. gester

    gester MacUser Mitglied

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    [ot]jeeeez, hat er gar keine steuer dazwischen bezahlt? :rolleyes: [/ot]

    zur sache: genau die vertragssache ist mit einer kompetenten person zu regeln (steuerberater, wie z.b. in österreich auch arbeiterkammer). von art des vertrages hängt ab, wer die sozialversicherungsbeiträge und/oder wie geteilt zahlen soll. und ein freier dienstvertrag (im grunde keine selbständigkeit) ist ja auch gesetzlich ok. muss er denn unbedingt als selbständiger wirken?
    rob
     
  9. Klauf

    Klauf MacUser Mitglied

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    Hallo und willkommen miwakabi,

    es ist richtig, dass Freiberufler von der Umsatzsteuer befreit sind, andererseits ist das nur ein Durchlaufposten. Macht also weder was teurer noch billiger.

    Ich moechte Dir aber auch dazu raten Dich erstmal bei verschiedenen Stellen, z.B.: IHK, HWK, Steuerberater, etc., genauer zu informieren, was wie moeglich und sinnvoll ist. Eine pauschale Antwort hier im Forum kann Dir nicht wirklich weiterhelfen.
    Eine genauere Beschreibung des Angebotes koennte aber hier schon mal klaeren, ob es sich um eine Scheinselbstaendigkeit oder echte Freie Mitarbeit handeln wuerde.

    Gruss
    Klauf
     
  10. gester

    gester MacUser Mitglied

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    nicht nur die mit dem kleinunternehmerstatus (d.h. mit limitiertem umsatz, die keine mwst-rechnnungen ausstellen)? irgendwie geht da hier was durcheinander. besser er informiert sich selber.
    rob
     
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