Grafik farbverbindlich mit pdfs

Dieses Thema im Forum "Grafik" wurde erstellt von worshipper, 20.10.2004.

  1. worshipper

    worshipper Thread Starter MacUser Mitglied

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    unter Freehand MX erstelle ich ein aktionsblatt im cmyk modus.

    Wie kann ich nun garantieren, dass meine kunden auf verschiedenen druckern das selbe farbergebnis bekommen?

    Kann man das mit pdf einstellen? Da der adobe reader kostenlos und weitverbreitet ist.
     
  2. avalon

    avalon MacUser Mitglied

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    No way, der reader ist dazu überhaupt nicht in der Lage, wie der Name schon sagt READER.

    PDF ist weit verbreitet zum Drucken und wird fast überall eingesetzt. Aber um auf allen Druckern dasselbe Ergebnis zu bekommen müssen alle Drucker mit denselben Farbprofilen arbeiten und das Profilo muss im PDF eingebettet sein.
    Dann ist aber immer noch nicht garantiert, das alles gleich aussieht.
     
  3. worshipper

    worshipper Thread Starter MacUser Mitglied

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    danke.

    und sonst gibt es keine möglichkeit?
     
  4. aro74

    aro74 MacUser Mitglied

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    Nee, das ist so nicht richtig. Grundsätzlich muss die Datei durch ein Profil beschrieben werden und der jeweilige Drucker ebenfalls. Color Management (beim Mac ColorSync) rechnet dann die Farben für den Drucker so um, dass der Druck idealerweise so aussieht wie die Datei. Das setzt aber voraus, dass der Drucker genauso brilliant bzw. brillianter drucken kann, als die Datei ohnehin schon ist. Auf Normalpapier mit einem 100-Euro-Tintenstrahler wird das schon schwierig.

    Die meisten Desktop-Drucker erwarten vom Computer in der Regel RGB-Daten. Die PDF-Datei würde ich daher nicht in CMYK anlegen, sondern in RGB, am Besten sRGB, konvertieren. sRGB hat zwar einen kleineren Farbumfang als CMYK und ist ganz bestimmt nicht der Weisheit letzter Schluss, aber die Ergebnisse sollten schon ganz brauchbar sein.

    Mit unterschiedlichen Billigdruckern gleiche Ergebnisse zu erzielen, ist so wie worshipper es beschrieben hat, sowieso unmöglich. Selbst Profis linearisieren und kalibrieren sich da die Finger wund, bis das mal funktioniert - teures Messgerät und entsprechende Profilierungssoftware vorausgesetzt.

    Also einfach ab in sRGB und Pi-mal-Daumen wirds schon ganz gut aussehen.
     
  5. worshipper

    worshipper Thread Starter MacUser Mitglied

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    jo das dachte ich mir auch. srgb für die windowsleute. es sind nun mal mehr windows pcs im einsatz.

    freehand mx bietet mir aber die möglichkeit bei export (RGB und CMYK einzubetten)

    heist es dann? er nimmt mein standart rgb profil und cmyk profil und packt es zusammen?

    oder wie kann ich mir das vorstellen?
     
  6. aro74

    aro74 MacUser Mitglied

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    Hört sich nach PDF/X-3 an. Das ist so'n spezieller ISO-Standard für die Druckvorstufe. Stell' Dir vor, Du machst einen Flyer, legst die Farben für Text und Grafik in CMYK an und verwendest zwei Bilder. Das eine Bild ist in CMYK und hat ein entsprechendes CMYK-Farbprofil eingebettet und das andere ist in RGB und hat ein entsprechendes RGB-Profil eingebettet. Zielfarbraum für die ganze Datei ist aber CMYK, z.B. der Offsetdruck nach DIN ISO 12647-2.

    Die PDF-Datei enthält dann das CMYK-Bild mit zugehörigem CMYK-Profil 1, das RGB-Bild mit dem zugehörigen RGB-Farbprofil 2 und Text/Grafik in CMYK mit dem CMYK-Farbprofil 3. Zusätzlich wird ein Farbprofil CMYK 4 eingebettet, das beschreibt die Farbeigenschaften des Ausgabegerätes, z.B. der Druckmaschine.

    Bei der Ausgabe wird nun umgerechnet:
    CMYK-Bild von CMYK-Profil 1 über Lab nach CMYK4
    RGB-Bild von RGB-Profil 2 über Lab nach CMYK4
    Text/Grafik von CMYK-Profil 3 über Lab nach CMYK 4

    Natürlich kann man auch die Bilder und den Text per Hand direkt in CMYK4 umwandeln, bevor man den Krempel ins Layout stellt. Aber jede Umwandlung ist mit Verlusten verbunden, die Qualität wird dadurch nicht besser.

    Wenn Du dann nämlich plötzlich auf anderem Papier oder in einer anderen Druckerei druckst, kann es sein, dass statt CMYK4 dort ein CMYK 5 verwendet wird. In dem Fall kannst Du in der PDF das CMYK 4 rauskicken und CMYK5 einpflanzen. Es wird dann dorthin umgerechnet, wenn der Workflow der Druckerei PDF/X-3-fähig ist.

    Hast Du schon vorher alles manuell in CMYK4 gewandelt, würde die PDF nun von CMYK4 in CMYK5 umgerechnet. Das ist eine zusätzliche Konvertierung, die bringt Verluste mit sich. Insbesondere dann, wenn CMYK4 wesentlich blasser ist als CMYK5. Dann hast Du die Daten vorher "blass" gerechnet und kannst sie auch nur noch blass ausgeben - obwohl CMYK5 eigentlich bunter wäre.

    So, und nun zur Praxis: pepp

    Freehand MX kenne ich leider nicht so gut. Eventuell kannst Du bei der PDF-Erzeugung direkt alles in sRGB umrechnen lassen. Falls nicht, musst Du die Bilder und das Dokument in sRGB konvertieren und dann die PDF schreiben.

    Die Profileinbettung, die Du erwähnst, bringt Dir nix, weil der Acrobat Reader keine Farben konvertieren kann. Das kann nur die Vollversion. Die eingebetteten Profile werden ignoriert, was gerade bei CMYK zu hässlichen Ergebnissen führen kann.

    Du musst also schon selbst in sRGB umrechnen, bevor Du die Sachen rausgibst. Die meisten Consumer-Druckertreiber sollten eigentlich davon ausgehen, dass sie sRGB bekommen und ganz anständige Resultate liefern.
     
    Zuletzt bearbeitet: 20.10.2004
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