Ein paar Fragen zu Aperture

Dieses Thema im Forum "Bildbearbeitung" wurde erstellt von Schattenmantel, 25.10.2006.

  1. Schattenmantel

    Schattenmantel Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hoi zusammen,

    ich spiele nun immer mehr mit den Gedanken mit Aperture zuzugelegen. Zum einen sollte es mit meinem neuem Rechner problemlos laufen (MBP 2.33 Core2, 3GB Ram, 160GB Platte, 256 XT1600 .. wird noch diese Woche bestellt), zum anderen bin ich aber nicht sicher inwieweit sich das in meinen bisherigen Workflow integrieren lässt.

    Also neu ist ja das man anscheinend die eigene Ordnerstruktur behalten kann.
    Ich hab sowas wie aktuelle Projekte (auf der Platte vom Book), Archiv (auf externer FW Platte) und dann jeweils sortiert nach Jahr, Monat, Shoot.. in dem Ordner der Shoots hab ich dann unterverzeichnisse für die verschiedenen Verwendungszwecke der Bilder. Also Bilder fürs web werden in einem Unterordner (immer gleich benannt) als kleine 800*x jpegs abgelegt usw..
    Kommt Aperture mit so einer Ordnung klar?

    Dann weiter zu meinem Workflow. Bisher arbeite ich mit RAW auf Basis von Bridge. RAW entwickeln und dann ein tif draus machen. Dabei wird für das entwickelte RAW eine xmp Datei angelegt. (leider immer nur eine Version pro Bild).
    Wie verwaltet Apeture so einen Ablauf. Ich nutze die tif's um in Photoshop den Feinschliff an den Bildern zu vollziehen. Ist das noch nötig mit Aperture..?

    Wie gut arbeitet der Scharfzeichner? Ich fotografiere vorwiegend Konzerte und arbeitete daher immer mit ner Begrenzung des Schwellenwertes um das rauschen der Bilder nicht auch scharfzuzeichnen. Ist das direkt beim RAW entwickeln in Aperture schon möglich so fein scharfzuzeichnen? Das würde mich dann viel Arbeit abnehmen.

    Wie legt Aperture entwickelte RAW's ab? An der RAW Datei selber wird wohl nichts verändert oder? Kann ich jetzt mehrere Versionen haben und werden die dann in einer zentralen Datenbank gespeichert?
    Und das wichtigste.. übernimmt Aperture beim importieren meiner Fotos die xmp Daten aus dem Adobe RAW Converter oder verliere ich die beim import und muss alte Bilder neu entwickeln?

    Letzte Frage.. wie sieht das aus mit dem Verschieben von Dateien. Wenn ich ein Projekt fertig habe wandert es ja in das Archiv auf der externen Platte. Geht das direkt per Aperture? Also kann ich ganze Shoots/Projekte innerhalb Apertures ins Archivverzeichnis verschieben?

    Danke für eure Hilfe!
     
  2. Hemi Orange

    Hemi Orange MacUser Mitglied

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    Ich habe bei meiner Migration des Bildbestands nur die RAW's in die Library übertragen, die entwickelten TIFF's und weitere Versionen für Web etc. nicht. Du kannst mit Aperture jederzeit ein RAW in beliebiger Form exportieren. Dafür kannst du Presets anlegen, z.B.
    - Web: 150x150 Pixel groß, JPG Qualität 8, Wasserzeichen unten links
    - normal: volle Größe, JPG maximale Qualität, SRGB, kein Wasserzeichen
    etc.

    Ich speichere dann solche Files gar nicht mehr separat irgendwo ab, sondern lad sie auf Webspace o.ä. hoch und lösch sie dann wieder vom Desktop.
    Einer der großen Vorteile von Aperture ist, dass man für jedes Bild nur noch 1 x Speicherplatz benötigt, nämlich nur für das RAW.

    S.o., keine separate Speicherung notwendig. (Fast) alles was man mit einem Foto potentiell anstellen kann, geht direkt aus Aperture heraus.
    Ich weiß nicht, was du unter "Feinschliff" verstehst. Aperture kann keine Layer, De-Vignettierung, perspektivische Korrektur etc. Dafür brauchst du immer noch PS. Aber für die Basics (Tonwertkorrektur, Exposure, Kontrast, Farbanpassung, Entrauschen etc.) reicht Aperture. Wird aber alles sehr detailliert auf apple.com erläutert.

    Man kann sehr viel einstellen beim Entrauschen und auch beim Scharfzeichner. Ob das deinen Ansprüchen genügt, mußt du selbst austesten.

    Schau mal hier rein:
    http://manuals.info.apple.com/en/Aperture_Performing_Adjustments.pdf

    Aperture legt das RAW einfach in einen Folder, so wie iPhoto auch. Der erscheint nur als Paket im Finder, das ist alles. Oder du referenzierst auf deine eigenen Folder. Aber das ist ein philosophische Frage, mir selbst wäre das zuviel Arbeit. Die RAW-Files werden nie geändert. Versionen werden auch einfach als Sidecar-Files abgespeichert, d.h. es wird kein Speicherplatz dupliziert.

    RAW-File: 6 Mb (Bsp.)
    Version 1 beschnitten: 10 Kb
    Version 2 B/W in blau: 10 Kb
    Version 3 B/W in grün: 10 Kb
    etc.

    Definitiv nein, denn die RAW-Konverter sind ja grundsätzlich proprietär und untereinander inkompatibel. Jeder hat andere Algorithmen und schreibt andere Daten als XMP-File.

    Die Libary ist das Archiv. Da wird nicht unterschieden. Du kannst einzelne Projekte um Platz zu sparen exportieren und z.B. auf DVD brennen. Die kannst du dann später wieder importieren wenn du sie brauchst. Aber prinzipiell geht Aperture davon aus, dass du alles in eine große Library überträgst und diese regelmäßig sicherst. Deshalb die fest eingebaute und in meinen Augen sehr bequeme "Vault"-Funktion. Du kannst auf Knopfdruck ein Backup deiner gesamten Library auf eine weitere Platte machen. Ich hab z.B. drei weitere Vaults, davon eines auf einer Platte in einem anderen Ort. Aperture meldet dir beim Start immer, ob du Objekte in deiner Library hast, die noch nicht im Vault gesichert wurden. D.h. du hast immer den Stand der Dinge was Backups anbelangt und mußt selbst keinen Finger krumm machen. Genial.
     
  3. Schattenmantel

    Schattenmantel Thread Starter MacUser Mitglied

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    Danke dir für eine Antworten.
    Die unterordner mit den verschiedenen Ausgabearten brauch ich schon, da ich die Bilder je nach Website anders aufbereite (Rahmen, Grösse etc. ) und die auch immer später gerne nochmals benutze..
    damit sollte Aperture aber schon klar kommen oder?

    Was das Archiv angeht. Ich meinte das so.. die aktuellen Bilder an denen ich arbeite sind direkt auf dem Laptop und der Rest als Archiv auf ner externen. Zusätzlich in Zukunft dann noch als Backup auf ner zweiten externen. Kann ich jetzt in Aperture Projekte von der Laptop Platte auf die Archiv Platte schieben?

    Was die Arbeiten in Photoshop angeht. Oftmals ist das rein Ausschnitt wählen, feines scharfzeichnen und aufsetzen meines Logos für die Webbilder. Anschliessend wenn nen Stapel durch ist dann mit dem Photoshop Tool ne Webgalerie machen wenn ich welche fürs Web brauche..
     
  4. Hemi Orange

    Hemi Orange MacUser Mitglied

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    Aperture kann auch JPG's verwalten, also steht dem nichts im Wege. Wenn du Rahmen etc. einfügen willst, dann würde ich aber ohnehin mit der Versionsverwaltung arbeiten (neue Version erstellen>Übergabe an PS>Bild bearbeiten>zurück an Aperture>fertig).

    Klar, das geht. Du kannst einzelne Projekte einfach unterwegs auf dem Laptop neu anlegen, bearbeiten, schon mal Keywords vergeben etc. und später zuhause dieses Projekt in deine große Library übertragen.

    Geht alles schon in Aperture. Du wirst mit der Zeit immer weniger in PS machen, so ist bisher der allgemeine Trend von Aperture-Umsteigern.
     
  5. Schattenmantel

    Schattenmantel Thread Starter MacUser Mitglied

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    Dank dir für die Tips und Antworten.
    Ich denke ich werd mir Aperture mal bestellen wenn mein neues Book ankommt. Das kann leider noch etwas dauern da ich es vom Geschäft bezahlt bekomme und hier etwas Bürokratie nötig ist bis ne Bestellung ausgelöst wird.

    Was die Webgalerie angeht.. ich bevorzuge die schicken Flash Galerien aus Photoshop.. ich denke das werd ich wohl beibehalten... :) Benutze die ja unter anderem auch für mein eigenes Portfolio.

    Wie funktioniert das mit den Projekten anlegen? Sind die dann garnicht in der Library (also der Hauptlibrary) von Aperture eingearbeitet und werden da erst eingepflegt wenn ich das wünsche, also z.B. die Dateien auf die Archiv Platte verschiebe?

    Wie muss ich das mit der Versionsverwaltung verstehen? Also wie geht das Bild zurück ins Aperture nachdem ich es in Photoshop bearbeitet habe?
     
  6. Hemi Orange

    Hemi Orange MacUser Mitglied

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    Die Projekte sind eigene Objekte innerhalb der Library von Aperture. Du kannst diese wiederum in Foldern einsortieren (innerhalb von Aperture, nicht im Finder). Normalerweise macht man für jedes Shooting ein Projekt. Innerhalb des Projekts wiederum kannst du Unteralben anlegen, Smart Albums, Leuchttische, ein Buch etc.

    Generell werden gerade solche allgemeinen Themen gut auf den Apple-Seiten erklärt. Hast du dir schon mal die Tutorials angeschaut? Da lernt man schon einiges.

    Einen wirklich sehr guten Überblick gibt es auch hier:
    [DLMURL]http://homepage.mac.com/bagelturf/aparticles/aparticles.html[/DLMURL]

    Du speicherst es einfach in Photoshop ab. Es gibt wohl irgendein Interface zwischen den beiden Apps, dass dann automatisch die Daten überträgt. Das von PS bearbeitete Bild taucht dann als neue Version deines RAW's in der Aperture-Library auf. Aperture behält dabei automatisch die Verbindung zwischen den beiden Files, du mußt dich also um die Organisation in Foldern etc. nicht mehr kümmern.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 24.10.2015
  7. Schattenmantel

    Schattenmantel Thread Starter MacUser Mitglied

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    dank dir nochmals! :)
    Bin dabei mir alles auf der Apple Homepage durchzulesen.
    Wichtigstes Hauptargument für mich bleibt einfach das ich meine eigene, externe Ordnerstruktur ausserhalb behalte, da ich meine Daten ungern zu 100% einem Programm anvertrauen möchte..

    Fürs erste sind denke meine Fragen geklärt. Der Rest klärt sich dann wenn ich Aperture vor mir habe. :)
     
  8. Hemi Orange

    Hemi Orange MacUser Mitglied

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    Liest man immer wieder und auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: es ist unnütze Zeitverschwendung, eine eigene Folderstruktur zu pflegen.

    Aperture macht nichts anderes als du selbst auch: es legt Folder an, nach Jahr, dann nach Monat, dann nach Tag und legt darin alle wichtigen Files mit einer bestimmten Namenskonvetion ab. Im Prinzip das gleiche, was jemand ohne Aperture in einer reinen PS und/oder Bridge-Umgebung auch machen würde.
    Dass die Library als ein File im Finder erscheint ist nur Optik. In Wirklichkeit ist es ein Paket, und du kannst dir mit "Paketinhalt anzeigen" die einzelnen Folder anschauen. Eine externe Library hat den Nachteil, dass die Vault-Funktion nicht zur Verfügung steht. D.h. man muß sich selbst um Backups kümmern. Würde ich mir gut überlegen.

    Man muß (mal wieder) einfach das "loslassen" lernen.... :zeitung:
     
  9. Schattenmantel

    Schattenmantel Thread Starter MacUser Mitglied

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    Na mal schauen.. :)
    Erstmal hol ich mir jetzt Aperture und dann schau ich mal wie ich das einrichte..
     
  10. Schattenmantel

    Schattenmantel Thread Starter MacUser Mitglied

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    Jetzt muss ich das trotzdem nochmals fragen..

    Wie gesagt ich habe quasi die ganze Bibliothek an Bildern auf ner externen Platte und nur den aktuellen Teil auf der vom Laptop. Kann Aperture damit umgehen das zeitweise ein Teil der Bilder nicht verfügbar ist.. also kann ich normal arbeiten wenn ich mal die externe Platte nicht angeschlossen habe?

    @Hemi Orange
    So gern ich mir den Arbeitsaufwand von selber Sortieren sparen würde.. ne nachdem ich von iPhoto auf Bridge umgestiegen bin und alles fein raussortieren musste und nun mein eigenes System habe mit Namensconventionen usw.. bleib ich auch dabei. Da find ich Bilder auch ohne Suchfunktion und ohne einen Dateibrowser extrem schnell..
    Bildbestand derzeit ist ca. 15000 Bilder nach 10 Monaten mit DSLR..
    Schon allein wegen der Speichermenge muss ich auf zwei Festplatten fahren..
    Das Backup mach ich dann per Backup Software auf ne zweite externe.. sprich ich zieh jeweils ne komplette Kopie meines Archivs..
     
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