Ein erfolgreicher Switch

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  1. LordWhopper

    LordWhopper Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo liebe Community !

    Seit geraumer Zeit lese ich bei Euch mit und möchte nun nach entsprechend langer Zeit meinen Erfolgreichen Switch kundtun ...

    Ausgangssituation:
    Seit vielen Jahren bin ich privat Linux und Windowsbenutzer gewesen (so seit Anfang der 90er Jahre), Beruflich betreue ich neben Windows seit 1997 diverse Unixabkömmlinge sowie VXworks und OS-9 (Nein, nicht Mac OS9 sondern das Echtzeitsystem). Appleuser waren bis vor Kurzem für mich immer "die Anderen" und ich setzte Macuser generell mit Grafikdesignern oder ProTools Usern gleich.

    Der Entschluss:
    Durch den Job hatte ich oft mit "den Macusern" zu tun, und fand - ohne den Ansatz einer Ahnung zu haben - die mobilen Powerbooks, welche die Kollegen als Arbeitsmittel hatten, todschick. Nur bekam ich mit, dass verschiedene Dinge nicht gingen (Exchange Client, Novell Client, etc (ja, jetzt bin ich auch schlauer, aber ich hielt einen Mac für eine inkompatible Insellösung)) Trotzdem war ich irgendwie "spitz" auf so ein absolut freakiges PowerBook.

    Die Erleuchtung:
    Dann begab es sich eines Tages, dass mein Mitbewohner (ist so eine Art WG mit 'Familienanschluss') für seine bessere Hälfte - eine überzeugte Linux Userin, die sich schon immer schreiend weigerte mit "diesem blöden Windows" zu arbeiten, die aber wirklich nur eine Benutzerin, noch nicht mal im Ansatz eine Administratorin war, einen neuen Rechner fertig machen sollte. Durch vieles Hin- und Her kam dann schließlich irgendwann die Idee auf, dem guten Mädel einen MiniMac "anzudrehen", woraufhin ich mit meinem Freund im örtlichen Gravis landete. Nachdem uns der freundliche Verkäufer wirklich sehr umfassend beraten hatte stand schnell fest, dass es nicht bei einem MiniMac für 500 Euro bleiben würde, da Tastatur, TFT und Speichererweiterung hinzukommen müßten (MiniMac am Röhrenmonitor - konnten wur uns nicht so richtig vorstellen). So empfahl uns der Verkäufer einen Blick auf den als Auslaufmodell günstig zu bekommenden iMac 17 Zöller zu werfen, und da geschah es um uns: Geiles Teil! Funktioniert (wir hatten keine Ahnung von OS X), ist bunt (Ach...) und man konnte sogar CDs/DVDs brennen und die ganze Kiste zog uns ein wenig in Ihren Bann ... so eine "Kiste" war irgendiwe nicht "nur ein Mac" sondern ein wirklicher Computer, mit dem man alles machen konnte, was man mit einem "richtigen PC" auch machen konnte. Wir waren jung, wir waren naiv, wir waren plötzlich unheimlich unheimlich angefixt von diesem iMac ...

    Der Kauf:
    Mein Freund mußte sich für das Projekt "Seine Freundin bekommt einen neuen Rechner, und dies wird ein Mac sein" natürlich erst einmal das OK des Familienvorstandes holen :) Also mit Gravis-Prospekt quer durch die Stadt und dem guten Mädel mit verquertem Blick und strahlenden Augen die Vorteile eines Macintoshs erklärt - und da konnte sie nicht "nein" sagen. Also mit offizieller Erlaubnis durften wir einen Mac kaufen. Und da ich ja schon viel früher "Spitz" auf einen Mac war, musste ich - eigentlich nur als Begleiter mitgenommen - mir natürlich auch einen kaufen, schließlich ging es nicht, daß ich seit einem Jahr vom tollen Mac erzählte, und nun mich nun meine Mitbeohner abkochen sollten :) Also packte der Herr im Gravis zwei schnucklige kleine iMacs mit erweitertem Hauptspeicher ein, und wir zogen, nachdem wir in dem Laden durch Ablegen der Jacken "Ach, oh gott, mann, bin ich aufgeregt, Hilfe, ICH KAUFE EINEN MAC - was tu' ich hier, kann man das wirklich tun??? - ******* drauf, egal, ich WILL das DING haben" für einen bleibenden Eindruck gesorgt hatten, von dannen.

    Der Erste Start:
    zuhause angekommen, packten wir unsere Macs zeitgleich aus, ich holte einen Switch aus meinem Lager und wir verkabelten beide Macs an das vorhandene Netzwerk. Nach einem Countdown, der der NASA Konkurrenz hätte machen können, schalteten wir beide zeitglich die iMacs an und nach einem Augenblick der Stille entfleuchte uns - zeitgleich - ein "Ohhh", die weisse Lampe ging an und das Display begann Sachen zu zeigen. Es war irgendwie wie am ersten Schultag, man waren wir aufgeregt. Ein Kibbeln im Bauch und - Zack - das Ding lief. Nach der obligatorichen Eingabe der diversen Benutzerdaten saugten sich die Macs das aktuelle Update aus dem Netz und nach wenigen Augenblicken konnten wir loslegen - es war wir bei Bobbele: "Bin ich schon drin? - Das war ja einfach". Wir hatten es geschafft, der Mac lief und wir waren glücklich und zündeten uns erstmalein kleinen Pfeifchen an. Die Aufregung legte sich.

    Die Spielphase:
    In den ersten Tagen machten wir uns - jeder für sich - mit dem für Neueinsteiger gewöhnungsbedürftigen Bedienkonzept von OS X vertraut, und bald verstabdeb wir, wie man zusätzliche Programme installieren konnte. Hier noch schnell einen Benutzer angelegt, dort die Systemdienste aktiviert und plötzlich konnte man auf dem im Netz vorhandenen Windows-PC drucken. Ohne die Installation irgendwelcher Treiber, einfach so, als wäre es die normalste Sache der Welt. Genauso die kleinen Dinge des täglichen Bedarfs, wie FireFox, Thunderbird, sogar Windows Media und sogar mein "Amateurfunkquatsch". Nur Office musste man aus Kompatibilitätsgründen hinzukaufen. Ansonsten schien uns der Apple plötzlich ein "richtiger" Rechner zu sein, und gar kein irdischer Vertreter ausserirdischer Technologien ...

    Das Resumee:
    Die ganze Aktion der Anschaffung fand im Mai statt, nun haben wir August. Ich und meine beiden menschlichen Mitbewohner könnten uns heute einen Alltag ohne Mac gar nicht mehr vorstellen. Gut, ein Mac ist von den Funktionen - mit Verlaub - eigentlich auch nur ein "PC", aber die Benutzung der Oberfläche ist sowas von einfach, intuitiv und in sich schlüssig, dass der Mac nicht mehr wegzudenken ist. Als erstes die Startzeit: Morgens braucht die "Kiste" nur etwa 30 Sekunden, um komplett bedienbar zu sein (Vergleich Windows: etwa 2 Minuten mit Virenscanner). Nach einem Standby tagsüber genügt ein Klick auf die optische Maus und das Teil ist nach etwa 2 Sekunden wieder da, wo es war, als es sich ausgeschaltet hat. Das ist echt der Hammer, ich kannte so etwas einfach nicht. Mein i386er Notebook habe ich seit Mai genau fünfmal aus dienstlichen Gründen benutzt, sonst bin ich ausschließlich mit meinem Mac zugange. Dies hätte zuvoe ich überhaupt nicht gedacht. iTunes - echt genial. Vorher habe ich ab und zu mal ein MP3 gehört, heute habe ich mehrfach wöchentlich einfach meinen Mac mit Kabel an der Stereoanlage im Arbeitszimmer am laufen und man kann neben dem MP3-Hören noch ganz viele andere Sachen am Rechner machen, ohne dass die Musik hakelt oder sich verschluckt. Das ist einfach genial. Und das täglcihe Arbeiten hat sich geändert: Früher "musste" man diesen "blöden Rechner" (Windows Notebook) anmachen, um eMails zu lesen oder im Internet zu recherchieren, heute benutze ich meinen Mac und es ist überhaupt keine Last, sodern in gewiseer Weise eine Freunde. Der Mac ist für mich irgendwie wie ein DECT Telefon: Einschalten, benutzen, ausschalten. Und alles funktioniert problemlos, schnell und zuverlässig, genauso, wie ich es von einem Nutzinstrument erwarte, Dass das Teil dabei auf dem Schreibtisch auch noch Megageil aussieht, sei aussen vorgelassen. Kein Kabelsalat, kein wirklicher Krach, kein Bücken nach dem CD Laufwerk. Ich bin überzeugt und nach einigen MOnaten der intensiven Benutzung absolut begeistert. Ich bereue es im Nachhinein, nicht schon sehr viel früher den "Switch" gemacht zu haben. Je länger ich privat mit meinem Mac arbeite, desto nerviger ist es täglich auf Arbeit, den Büro-PC zu benutzen, der zwangsweise unter WindowsXP läuft. Dort, wo beim Mac nahezu alles funktioniert, muss man beim Windows Rechner über zwei-drei Umwege gehen, um zum Ergebnis zu kommen.

    Fazit:
    Ich kann nur jedem Unschlüssigen und zögerndem potentiellen Switcher empfehlen: Tut es einfach. Ihr werdet es nicht bereuen. Mit dem Mac geht bestimmt nicht jeder *******, der unter Windows geht, aber das tägliche Arbeiten ist so viel entspannter, dass man nicht mehr wahrnummt, an einer Maschine zu sitzen, man arbeitet einfach ohne darüber nachzudenken. Für mich persönlich ein, wenn auch irgendwie harter, Vergleich, zu dem ich jederzeit stehe: Seitdem ich Macuser bin, kommt mir dieses Windows vor, wie ein aufgeblasenes Produkt aus Ostzeiten. Windows funktioniert zwar meistens auch irgendwie, aber ist so etwas wie ein Wartburg Tourist, der einen immer irgendwie ans Ziel bringt, mit viel Gebastel, während Mac OS X was junges, sportliches dynamisches hat, wie ein schickes westliches Cabriolet ... (******* Vergleich, aber ich weiss nicht, wie ich es besser "rüberbringen" kann ...)

    Also, viel (möglicherweise sinnfreies) Gelaber, aber ich bereue absolut nichts, auch wenn die Investition von etwas 1200,- Euro verhlchen mit einem i386 System vergleichsweise viel waren (was sich bezüglich des TFTs schon wieder relativiert). Und das Anschließen von externen Geräten (DigiCam, HDD, Brenner) ist - im Gegensatz zu Windows - unkompliziert und funktioniert so schnell und zuverlässig, wie das Anklemmen eines Radiorecorders an eine Steckdose - Meine Empfehlung: "Nimm' einen Mac und Du wirst Glücklich"

    Soweit mein persönlicher Erfahrungsbericht. Dass die Kiste einfach prädestiniert ist, sie im Unix-Umfeld einzusetzen, sei einfach mal außen vor gelassen, sonst fände ich überhaupt nicht mehr zu einem Ende :)

    Viele Grüße und ein schönes Wochenende
    Euer LordWhopper
     
  2. SchaSche

    SchaSche MacUser Mitglied

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    Na denn mal Glückwunsch zu der Entscheidung!
     
  3. ratpoison

    ratpoison MacUser Mitglied

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    Tolle Switcher-Story, habe sie sehr gerne schon mal überflogen, werde sie mir aber morgen in aller Ruhe durchlesen. Danke dafür.
     
  4. toni112

    toni112 MacUser Mitglied

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    Ich bin im Januar dieses Jahr umgestiegen, hab mir einen E-Mac gekauft, nach 15 Jahren Windows und muss sagen ich habe es nicht bereut.
     
  5. Locator

    Locator MacUser Mitglied

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    Gratuliere auch....

    MfG
    Locator
     
  6. cilly

    cilly Gast

    Willkommen bei Macuser!

    Mir geht's genauso, ich habe mittlerweile einen Powermac G5 Dual 2GHz und ein Powerbook 12". Als router verwende ich ein MiniITX mit Gentoo-Linux. Funktioniert genial. Ziemlich genial!
     
  7. ratpoison

    ratpoison MacUser Mitglied

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    LordWhopper, hab deine Switch-Story mal in meinem Blog verlinkt, denke, das ist okay :) Ansonsten schnell ne PN an mich :D
     
  8. Draco.BDN

    Draco.BDN MacUser Mitglied

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    Das macht Lust auf den mac... Herrlich...
     
  9. LordWhopper

    LordWhopper Thread Starter MacUser Mitglied

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    Na klar, kein Problem. Ich steh' mit allen Händen und Füßen zu meiner Entscheidung und bereue nichts :)
     
  10. andi.reidies

    andi.reidies MacUser Mitglied

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    ...das geht mir ähnlich. Ich nehm mir täglich ca. 1/2 - 1 h vor der Arbeit Zeit, um am Mac einfach ein wenig zu surfen, chatten etc. und mach dann abends weiter (ich kann's eigentlich gar nicht erwarten, nach Hause zu kommen ;-)).

    Anyway: mein Arbeits-Windows-XP-Notebook hab ich mittlerweile dank ObjectDock und Entbloess so hergerichtet, dass es einen "Anschein" von OS X bietet - damit man sich wenigstens etwas "zuhause fühlt".....*grins*

    andi
     
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