Die Steuer ist mir nicht geheuer… oder: habt Ihr alle eine /n Steuerberater?

Dieses Thema im Forum "Freelancer Forum" wurde erstellt von MBraun, 12.04.2005.

  1. MBraun

    MBraun Thread Starter MacUser Mitglied

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    MacUser seit:
    11.03.2005
    Hallo Freelancer!
    Wenn man jahrelang so alle zwei bis drei Monate mal seine
    Lohnabrechnung geöffnet hat um dann festzustellen, dass
    die Nettoauszahlung in keinem Verhältnis zu der erbrachten
    Stundenleistung steht, und das die wirklich einzige Auseinandersetzung
    mit einer Abrechnung ist, keimt der Wunsch, noch vor Beginn der angestrebten
    Selbständigkeit (gerade nach Lektüre etlicher Fachbücher)
    mal einen Steuerexperten zu befragen.

    Deshalb würde mich interessieren:

    Habt Ihr fast alle einen (festen) Steuerberater?

    Wie häufig wird er für euch tätig (und was darf das kosten)?

    Und wie findet man (am besten) so eine Person,
    der man ja sehr vieles anvertrauen muß?

    Viele Grüße aus Hamburg!
     
  2. heldausberlin

    heldausberlin MacUser Mitglied

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    Ich schließe mich dieser Frage an.
    Nachdem es anfangs mit WISO und letztens mit TaxUp mir nun doch zuviel wird!
     
  3. annekarin

    annekarin MacUser Mitglied

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    unser steuerberater verlangt im monat 100 euro. dafür macht er einmal in vierteljahr die abrechnung für das finanzamt. ausserdem die jahresbilanz. das klappt immer ganz gut. vor allem muss sich nicht selber damit auseinandersetzen, bis auf das zusammenstellen der belege.
     
  4. microboy

    microboy MacUser Mitglied

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    die umsatzsteuervoranmeldung mach ich quartalsweise selbst.
    die jahresendabrechnung und die einkommenssteuer macht meine
    steuerberaterin. für 2003 hat das knapp 400 euro gekostet...

    :rolleyes:
     
  5. esszett

    esszett MacUser Mitglied

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    Hallo MBraun,

    ich habe eine Steuerberaterin. Ihr zahle ich auch 100€ im Monat und dann noch die Endrechnung für die Jahresbilanz.

    Und da fangen die Fragen an. Bist du Bilanzierungspflichtig oder reicht bei dir eine einfache GuV? Solltest du eine Bilanz benötigen, würde ich pauschal zu einem Steuerberater raten. Bei einer GuV solltest du zumindest am Jahresende einen Fachmann zu Rate ziehen. Solltest du aber auch jetzt bei der Gründung machen.

    In den ersten beiden Jahren habe ich noch alles selber gebucht aber dann waren mir die Abstimmungen mit dem Steuerberater am Jahresende zu aufwendig und die Bucherei zu nervend. Seit drei Jahren halte ich es so: Ich kümmere mich ums Geschäft und meine Beraterin um das Finanzamt.

    An meine Beraterin (oder sie an mich) bin ich übrigens über eine Empfehlung gekommen.


    Viel Glück für deine Selbstständigkeit

    ß
     
  6. ruedi222

    ruedi222 MacUser Mitglied

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    Hi MBraun,

    ich habe keinen Steuerberater. Ich mache meine Buchungen quartalsweise selbst und gebe dann die UST-Voranmeldung ab (inzwischen ELSTER!). Solange Du nicht bilanzierungspflichtig bist - das geht glaub ich wirklich nicht ohne Steuerberater - kann man m.E. seine Steuer schon selbst machen. Am Ende des Jahres muss man eben nur alles zusammenrechnen - besser mit einer guten Buchhaltungssoftware rechnen lassen. Vielleicht noch ein Buch dazu und auf ein paar Eigenheiten achten, z.B. was ist AfA und Eigenanteil KFZ usw.

    Andererseits muss man schon ein bißchen Lust dazu mitbringen, ist halt ein echt trockenes Geschäft. Aber ich sage mir immer, so einen Stundenlohn wie beim Steuererklärung abgeben krieg ich sonst nicht.

    Entscheidend ist auf alle Fälle, alles an Quittungen zu sammeln, was irgendwie nach Deinem Beruf aussieht, und die schön einheften .....

    Auch von mir viel Glück in diesen harten Zeiten!

    ruedi222
     
  7. Krill

    Krill Gast

    Ich hab in den ersten Jahren auch versucht, die Steuererklärung selbst zu machen, mich dann ab und zu von einem Freund beraten lassen, dann eine Hilfe genommen. (Es gibt Steuerfachfrauen, die Buchhaltung sehr gut nebenbei machen, z.B. in der Babypause.) Dann kam eine Steuerprüfung - schwitz - und die (Fang-) Fragen der Prüferin in diesen zwei Tagen zeigten mir, was man alles so beachten muß, und wovon ich keine Ahnung hatte. ("Wann genau haben Sie denn Ihr eigenes Atelier in bezogen?...") Danach bin ich völlig eingeschüchtert zu einem Steuerberater gegangen, und seit 15 Jahren hatte ich keine Steuerprüfung mehr. Ich vermute (und liege damit nicht alleine), daß die Mandanten eines beim Finanzamt als korrekt eingeschätzter Beraters wesentlich seltener überprüft werden, zumal dann, wenn die Erklärungen gleichmässige Entwicklungen zeigen und plausibel sind. In diesen Jahren habe ich erfahren, welche Möglichkeiten ein im Dschungel der Steuergesetze erfahrener Berater nutzen kann, speziell was Sonderabschreibungen, Rückstellungen, Betriebsvermögen etc. angeht, ohne daß das schon Tricksereien wären.
    Wenn man zur Miete wohnt, unverheiratet ist, alleine arbeitet, übersichtliche Einnahmen und Ausgaben hat, mag es ok sein, die Erklärungen selbst zu machen - wenn man Lust und Zeit dazu hat. Aber wenn das eigene Atelier allmählich zu einem Betrieb wird, größere Summen investiert werden, Hilfen beschäftigt werden und vielleicht auch noch eine Familie dazu kommt, muß man schon sehr viel Zeit aufwenden, um keine Fehler zu machen.
    Und da kann man dann leicht ´né Menge Geld verlieren.
     
  8. ruedi222

    ruedi222 MacUser Mitglied

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    Hi Krill,

    hast natürlich recht. Ich meine ja auch nur, dass es letztlich jeder für sich selbst entscheiden muß, wieviel Arbeit man reinstecken will und - wichtiger - ob man es sich zutraut!!!! Fehler sind natürlich grauenhaft dabei. Wie ich MBraun verstanden habe, geht's erstmal um den Anfang der Selbständigkeit.

    Vielleicht mal ne stundenweise Beratung beim Steuerberater? Wenn gleich die Luft brennt, gleich einen beauftragen, um den Rücken frei zu kriegen.
     
  9. blackalicious

    blackalicious MacUser Mitglied

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    Ich würde fürs erste Jahr vielleicht erstmal nen Steuerberater nehmen und dann halt auch mal schauen was der so macht und dann kann ich ja immer noch sagen, dass ich im nächsten Jahr weniger Dienstleistungen von ihm in Anspruch nehmen möchte, oder gegebenenfalls ganz auf ihn zu verzichten.
    Du hast mit Steuerberater halt auch mehr Planungssicherheit was die Steuerzahlungen angeht. Ansonsten musst du immer nach einer Betriebsprüfung damit rechnen, dass es zu hohen Nachzahlungen kommen kann, wenn man einen Fehler gemacht hat.
     
  10. ynos

    ynos Gast

    Meine Jungs sitzen witzigeweise in deiner Heimat.

    Hier die Homepage:
    STB Hochkamp

    Ich kenn die privat und die beiden sind echt in Ordnung.

    Als Freelancer lohnt sich ein Steuerberater schon. Die monatliche Umsatzsteuer-Voranmeldung mache ich aber immer selbst. Aufwand 5 Minuten und beim Steuerberater Geld- und Zeitverschwendung...

    Liebe Grüße
     
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