Daten spiegeln

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  1. macrobb

    macrobb Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo, nach meinem gestrigen Festplatten-Defekt bin ich nun mühsam am Datenretten. Es hat "nur" die System-Platte erwischt, also keine Kundendaten. Allerdings stellt sich nun heraus, dass die Wiederherstellung der Systemplatte auch äußerst Zeitaufwändig ist und doch so manche wichtigen Daten damit verloren gehen können (z. B. die eMails).
    Nun habe ich mir gedacht, einfach alle Daten (System und Kundendaten) auf eine Platte und auf die zweite spiegeln - und gut. Aber wie spiegelt man eine Platte? Sie sollte sich entweder ständig oder einmal täglich spiegeln.
    Ich habe einen G5 1,8 GHz, mit OS 10.3.2.

    Gruss macrobb
     
  2. Snoere

    Snoere MacUser Mitglied

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    Ordner synchronisieren

    Hallo macrobb,

    zuerst am kannst du unter OSX ein Raid anlegen. Da gibt es auch die Option eines Mirrors. dafür muss man aber vermutlich zwei gleich grosse (oder sogar selber Typ?) Festplatten haben. Auf unserem G3 Server haben wir das mit zwei 250GB-Platten am Laufen. Das System schreibt und ändert alle Daten gleichzeitig auf beiden Platten.
    Die zweite Möglichkeit ist ein Synchronisierungsprogramm. Wenn du nur zu bestimmten Zeiten einen Stand sichern willst ist das die bessere Lösung. Du hast dann eben noch die Version von gestern abend und kannst dir da eventuell noch Dateien holen, die du auf dem Arbeitsvolume gelöscht hast. Schau dir mal bei LaCie das kostenlose Siilverkeeper an. Ansonsten gibt es unzählige Programme dafür (mal bei versiontracker suchen). Ideal wäre ein Programm, das fotlaufend DMG-Dateien anlegen kann. Dann kannst du über eine Woche jeden Tag deinen Versionstand sichern. Das gibt es bereits als Programm oder Skript, habe ich vor kurzem irgendwo gesehen. Ansonsten eben eine ausgewachsene Backup-Lösung wie Retrospect. Das ist natürlich die sicherste Lösung, da du neben Komplettbackups (etwa jeden Monat) einfach nur durch inkrementelle Backups die Änderungen sichern kannst. So hast du quasi eine Undo-Funktion fürs Dateisystem.
    Für ein bootfähige Kopie des Systems gibt es darüberhinaus noch Carbon Copy Cloner (Freeware).
    Ich habe mir in meinen G4 neben meiner mehr als genügenden 80GB-Platte noch eine alte 2GB eingebaut auf der ich nur die wichtigsten aktuellen Projekte und Daten sichere. Alles andere wird eh auf den Server gesichert.
    Vor einigen Wochen hatte ich einen HD-Crash mit einer IBM-Platte aus der berüchtigten Fehlerserie. Dabei habe ich eine Woche Arbeit verloren. Zum Glück hatte ich die Woche davor ein Backup gemacht (was ich vorher immer sehr nachlässig gemacht habe). Der Aufwand wieder zu einem lauffähigen System zu kommen ist in der Tat ziemlich groß.
    Gruß
    Snoere
     
  3. SirSalomon

    SirSalomon MacUser Mitglied

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    Vorsicht bei Software - RAID - Systemen

    Ihr solltet nur eines bedenken. Ein Software - Raid beansprucht unter Umständen doch sehr das System. Schließlich muss der Rechner die Daten zum einen erst auf die eine Platte schreiben und danach dann auf die andere "spiegeln".

    Und ein SoftRaid ist nur soweit gut, wenn es grundsätzlich um die Daten wiederherstellung geht, wenn eine Platte ausgefallen ist. Wie sich der Rechner verhält, wenn er die gespiegelte Platte dann als Hauptsystem vorgesetzt bekommt, muss aber unbedingt vorher geprüft werden.

    Ich kenne es aus anderen RAID - Systemen, die zwar die Platten spiegeln, aber deswegen ist die Platte noch lange nicht stargfähig, leider. Eventuell ist ein Hardware - Raid da die bessere Lösung, es arbeitet im günstigsten Fall auf Bit - Ebene und kopiert die ganze Platte.

    Um aber auch hier einen Nachteil aus zu bügeln, verwenden RAID - Controller oftmals einen Schreibcache. Dumm, wenn beim schreiben der Daten der Strom ausfällt (nach Murphys Gesetzt völlig normal).

    Das einzige, was tatsächlich immer am sichersten ist, ist ein ständiges Backup der Daten. Was aber bei der Systemplatte nicht so ohne weiteres geht, weil ja einige Daten exclusiv im Zugriff liegen.

    In punkto Datensicherheit ist eine Partitionierung, bzw. verwenden von zwei oder mehr Festplatten, durchaus richtig und sinnvoll. Was aber mit den Daten auf der zweitenPlatte passiert und wie diese abgesichert werden kann, ist ein völlig anderes Thema :)

    Eines noch zum Schluß. Man kann beim Thema Datensicherheit eine gewisse Paranoija entwickeln. Denn wann sind die Daten wirklich sicher? Wenn sie gespiegelt werden? Und was ist, wenn ein Hardware - Crash vorliegt, oder eine Überspannung die Daten beider Platten löscht? Und, und, und...
     
  4. macrobb

    macrobb Thread Starter MacUser Mitglied

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    Danke für die Tipps und Hinweise.
    Die Spiegelung soll eigentlich nur einen Schutz gegen den Ausfall der Platte bieten. Die Kundendaten werden auf einem Linux-Server und mit Retrospect auf Band täglich gesichert.
    Mein Problem ist „nur“, den Verlust der Daten auf dieser Systemplatte. Das System mit Retrospect oder auf den Server zu sichern ist mir zu viel Aufwand. Doch habe ich nun feststellen müssen, dass nach dem Ausfall der Systemplatte ein enormer Aufwand notwendig ist, diese wieder herzustellen. Die ganzen eingerichteten Zugänge, eMails, die vielen Programme und die individuellen Einstellungen... Da bin ich doch Tage damit beschäftigt, das alles wieder einzurichten. Außerdem entstehen auch beim Arbeiten mit Kundendaten jede Menge „Arbeitsdaten“, die es sich nicht lohnt, auf Server und Band zu sichern. Das würde nur enormen Datenmüll erzeugen. Allerdings bis zum Abschluß des Auftrags sind diese Dinge wichtig.
    Deshalb meine Idee, einfach die Rechnerplatte, mit allen Systemeinstellungen, Programmen und „Arbeitsdaten“ per Spiegelung vor dem Schlimmsten zu sichern. Rechner von der gespiegelten Platte booten, kaputte Platte austauschen und fertig!
    Ich habe dabei etwas von einem Programm „Deja vu“ gefunden, allerdings noch nicht ausprobiert. Habt Ihr damit schon Erfahrung? Es soll auch das System sichern können.

    Gruss macrobb :confused:
     
  5. Snoere

    Snoere MacUser Mitglied

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    gehört zu Toast

    Hallo macrobb,

    Deja vu gehört zu Toast. Ist bei mir mit Toast installiert worden, habe es allerdings noch nicht ausprobiert. Ok, ein kurzer Blick: Man kann täglich, wöchentlich und monatlich sichern. Man wählt den Quell- und den Zielordner, kann Ordnerinhalte spiegeln, auf Netzwerkrechner sichern (alles nur aus dem Menü abgelesen, nix selber probiert).
    Du solltest also mit Carbon Copy Cloner einmal eine bootfähige Systemkopie machen (nicht als DMG, das scheint oft nicht bootfähig zu sein). Dann schaust du nach in welchen Ordnern auf der Systemplatte Daten geändert werden (Mailordner etc.) und sicherst die automatisch mit Deja Vu, Silverkeeeper oder was ähnlichem.
    Das ist jetzt auch als Arbeitsanweisung an mich selbst zu verstehen. :D So konsequent habe ich das mal wieder nicht in Angriff genommen.
    Gruß
    Snoere
     
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