Dateiformate in der Druckvorstufe!

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  1. anyway*

    anyway* Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo ihr!!

    Ich hoffe ihr könnt mir ein bisschen helfen ich habe schon das gesamte WWW nach Informationen durchsucht welche dateiformate in der durckvorstufe eine rolle spielen und insbesondere was für eine...

    ich muss nämlich ein referat halten über Tiff/Jpg/Eps/dcs (studiere design..)
    Ihr würdet mir riesig helfen wenn mir jemand folgende fragen beantworten könnte:

    1. Welche Rolle spielen Jpgs in der Druckvorstufe? Infos?
    2. Wann werden in der druckvorstufe Tiffs verwendet, wann jpgs?
     
  2. Uli_Media

    Uli_Media MacUser Mitglied

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    Hallo anyway*!!!

    In der Druckvorstufe spielen JPGs keine Rolle ... Wenn Profis scannen, verwenden sie TIFF ohne Kompression ...
    Gelieferte JPGs sind in der Druckvorstufe nur dann "sinnvoll" verwendbar, wenn sie nicht zu stark komprimiert sind, d.h. JPGs sollten bei 300 dpi in 100% nicht stärker als "Stufe 8" komprimiert werden ...

    Wenn Du weitere Infos brauchst, schreib mir mal eine PM ...

    Gruß
    Uli
     
  3. hoffMan666

    hoffMan666 MacUser Mitglied

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    Prinzipiell richtig, aber doch etwas verallgemeinernd. Ich finde JPGs spielen schon ne große Rolle; denkt man nur mal an eine Zeitung. Da liefern die Fotografen in der Regel JPGs ab. Oder all jene, die sich ne 300,- Euro Kamera gekauft haben um sich damit in Zukunft die teuren Scans zu sparen...

    Ansonsten stimme ich zu. Der Knackpunkt bei den JPGs ist eben die Komrimierung, die man imho, immer auf maximal stellen sollte um einen sichtbaren Qualitätsverlust zu vermeiden.

    Die sichere Seite im Pixelbildbereich sind sicher die Tiffs, denn die kann man verlustfrei komprimieren.

    Wobei man sich fragen muss, ob eine Komprimierung im Bereich Druckvorstufe überhaupt Sinn macht, bedenkt man mal die Preise und Größe der gängingen Datenträger, bzw Preise und Geschwindigkeit der heute üblichen Datenübertragung. Im Bereich Web sieht das nun wieder ganz anders aus...

    EPSe kommen dann ins Spiel wenn man Vektoren (z.B. Schriften) im Bild erhalten will (diese also nicht "gerastert" werden sollen).

    DCSe müssens sein wenn das Bild Sonderfarben enthält.

    Das mal so in ganz knapper Form, aber das Thema gibt sicher ein langes Referat her... :)

    Gruß
    hoffMan
     
  4. fdmedia

    fdmedia MacUser Mitglied

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    na das stimmt ja net so ganz.....

    JPEG / JPG (joint photografic expert group)
    Wer in der modernen Druckvorstufe arbeitet wird auch seine Daten per PDF an Druckereien und Verlage versenden. Darin enthalten sind JPG-Komprimierung in der Regel. Denn auch mit JPGs kann man fast ohne Verluste in entsprechender Stufe (hoch - max.) komprimieren. Denn beispielsweise ein leichtes Störbild in Gelbkanälen fürt im Druck zu keinem sichtbaren Nachteil. (Früher schon bekannt in der Rasterung mit dem sogenannten Moiré-Effekt).

    TIF/TIFF (Tagged Image File Format) gibts in unkomprimierter Form sowie als LZW Komprimierung. TIFFs sind jedoch in der Datenmenge größer.

    Sollte man kein OPI (Grob-Feindatenaustausch) benutzen, so empfiehlt sich die Nutzung von EPS... denn dies beinhaltet zu der eigentlichen Farbinformation noch eine 72dpi Darstellung, die in Layoutprogrammen genutzt werden und zu schnelleres Verarbeiten führt, denn dies wird dann nur ins Layout geladen (also 1/5 der Datenmenge). Bei erstellen einer Postscripdatei wird dann die vollständige Dateninformation zusammengefügt.

    Somit ist es also nicht korrekt, das EPSe nur für Vektordaten verwendet werden. EPSe waren bis vor kurzen auch für Freistellpfade erforderlich.
    Zudem kann man EPSe in DCS Formate abspeicern, um Sonderfaren im 4-Farbsatz einzubinden. Inzwischen geht das auch mit TIFFS.

    In Illustratrator u.ä. Programmen nutz man das EPS Format für Strichzeichnungen etc.... das ist korrekt. Hier wird dann eine Tiffvorschau mitgespeichert, um das Format für diverse Programme lesbar/sichtbar zu machen.
    In diesem Fall sind die Datenmengen enorm niedriger.

    Dazu ein Beispiel.

    Stell Dir eine Line vor....
    in schwarz... 5 cm lang.

    Wir unterscheiden zwischen pixelorientierten sowie vektorbasierenden Informationen.

    pixelorientiert würde die Linie so beschrieben:
    1pixel mit dem Tonwert bla bla..... + noch ein Pixel mit dem Tonwert + und so weiter..... das ergibt eine Menge Information.

    vektororientiert sieht das anders aus:
    Starpunkt + Endpunkt + Linienstärke + Farbinformation *Ende....mehr nicht.

    Das macht EPSe so schlank.

    JPG fast die pixelorientierten Daten auch zusammen, indem es nachschaut welche FArbwerte zusammenliegen.
    Somit macht JPG aus den "Einzelpixelinfos eine Zusammenfassung: 5 Pixel der Farbe bla.... 10 Pixel der Farbe bla bla..... somit werden gleiche Töne zusammengefasst und so die Datenmenge reduziert.
    Wird diese Form der Komprimierung zu stark angewandt, enstehen sogenannte Artefakte. Guckst Du hier: http://www.glossar.de/glossar/1frame.htm?http://www.glossar.de/glossar/z_artefakte.htm

    Durch die Vielzahl der Formate denke ich, hast Du Stoff für nen ganzes Buch :)

    Daher würde ich das auf die Druckvorstufe beschränken,
    wobei TIFF+EPS die häufigst verwendeteten Daten sind.
    PSD Files gelten als Zwischenmaterial bei Composings...
    also die noch nicht verrechnete Ebenendatei,um evtl. Änderungen vorzunehmen.

    JPGs werden verwendet u.a. von Fotografen (digital), PDFs in der Regel in der Kompression, und für Webdesign und ANimation oder für Korrekturzwecke, um den Kunden nicht gleich nen halbes Gigabyte zu schicken.


    Tiffs lassen sich außerdem in Layoutprogrammen einfärben, EPS nicht.

    Der Hauptgrund, weshalb JPGs jedoch in der Druckvorstufe ungerne verwendet werden liegt zudem beim Color-Management, da durch Komprimierung Farbverschiebung auftreten können und so keine vernünftige Druckverfahrensanpassung gewährleistet ist. Siehe auch zu Thema PDF/X3.

    ....

    ja...das mal auf die Schnelle (unsortiert) reingetippt .....
    hoffe es hilft Dir n bischen ...
    Gruß- MB
     
  5. haripu

    haripu MacUser Mitglied

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    Das war jetzt etwas unglücklich formuliert. hoffMan666 meint damit wohl, dass die qualitativ hochwertigste Komprimierungsstufe verwendet werden soll, nicht maximale Komprimierung (was den gegenteiligen Effekt hätte).
     
  6. leroy3905pp

    leroy3905pp MacUser Mitglied

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    Nicht zu vergessen, dass jpg im workflow tödlich sien kann. Jedes Abspeichern nach einer kleinen Aktion in Photoshop=Qualitätsverschlechterung.
     
  7. ThoRic

    ThoRic MacUser Mitglied

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    Ich sach nur: Legenden!
     
  8. Larzon

    Larzon MacUser Mitglied

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    Na ja wenn man die Datei als Jpeg speichert, wieder öffnet und wieder als jpeg speichert dann tritt schon ein Qualitätsverlust auf...man sieht in bei 2-3 mal nicht, aber er ist da, weil immer der selbe Alogrithmus zum Speichern benutzt wird und somit immer Pixelinformationen gelöscht werden...
     
  9. Gonz

    Gonz MacUser Mitglied

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    Hab ich in der Schule auch gelernt. Und dann direkt mal ausprobiert.
    Ergebnis: Nach 20 mal (oder so) JPEG-Kompression in QS 12 nix zu sehen.
    Von daher schätze ich das eher als zu vernachlässigen ein…:)
     
  10. leroy3905pp

    leroy3905pp MacUser Mitglied

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    Sagt mal Leute, an was für Monitoren sitzt Ihr denn, dass ich die Verschlechterung nicht seht? Ich hab' nen 21" Eizo mit 1600 x 1200 ppi und ich sehe es deutlich...Auch bei Belichtungsversuchen hier bei mir in der Firma war es auf Film mit 2400 dpi im Vierfarbsatz deutlich zu sehen. Tut mir leid, aber mein JPG komprimiert mit Verlust!
     
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