Zukunftsicherung: Geld sparen oder verprassen?

weebee

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Mit euch kann man so schön rumphilosphieren, deshalb jetzt mal 'ne Mega-Off-Topic-Frage.

Sollte man im Hinblick auf die (eventuell unsichere) Zukunft lieber versuchen sparsam zu sein und seine Kohle zusammenzuhalten, damit vielleicht ein Finanz-Puffer für schlechte Zeiten vorhanden ist, oder sollte man lieber jetzt gut leben ohne zu sparsam zu sein, da im Falle von ALG2 sich die Sparsamkeit sowieso nicht auszahlt?

Wie seht ihr das?
 

fLaSh84

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am besten ist doch ne kombination aus beidem :)
imho sich jetzt schon relativ viel leisten, aber eben nicht das maximale budget für luxus ausgeben. gleichzeitig (je nachdem wie alt man schon ist lohnt es sich mehr oder weniger) sowas wie nen fonds-sparplan in den man monatlich z.b. 100€ einzahlt einrichten.

so würd ichs machen...
 

cwasmer

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fLaSh84 schrieb:
nen fonds-sparplan in den man monatlich z.b. 100€ einzahlt einrichten.
Aktien? Dann doch lieber verprassen :D
Als Student stellet sich die Frage für mich aber eh nicht - mehr als ich im Monat verbrauche hab ich nämlich gar nicht zur Verfügung.

Antwort also eindeutig: VERPRASSEN :D

Jetzt mal ein bisschen ernster:
Wenn Du es wirklich für schlechte Zeiten sparen willst, dann musst Du schon in "reale" Werte investieren (Immobilien, Gold, Schweinebäuche,....). Aktien und Bares ist zur Absicherung wohl eher ungeeignet (außer Schweizer Franken ;) )
 
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fLaSh84

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cwasmer schrieb:
Aktien? Dann doch lieber verprassen :D
Als Student stellet sich die Frage für mich aber eh nicht - mehr als ich im Monat verbrauche hab ich nämlich gar nicht zur Verfügung.

Antwort also eindeutig: VERPRASSEN :D

ich bin auch student und hab leider ebenfalls keine 100€ im monat über (oder sagen wir lieber das ich die verlebe ;)) aber wenns drin wäre würd ich sowas sofort machen. auf nen zeitraum von sagen wir >20 jahren gibts nichts besseres...
 

ideofunk

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Wenn du deine Zukunft sichern willst, mußt du sparen. Wer heute unter 30 ist, kriegt keine Rente mehr...
Aber was ist ein langes armes Leben als Geizkragen?
Schwierig, glücklicherweise hab ich (noch) kein Geld zum Sparen übrig... :p
 

cwasmer

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fLaSh84 schrieb:
auf nen zeitraum von sagen wir >20 jahren gibts nichts besseres...
naja, immer angenommen es in der Zwischenzeit keinen kapitalen Börsencrash (nicht dass ich denke, dass einer bevorsteht, aber wäre ja möglich) und Deine ganze Knete geht flöten.
Trotzdem glaube ich auch, dass ich ein bisschen sparen würde (Kann aber nichts dafür - ist genetisch bedingt ;) )
 
F

flieger

Das ist mal ein interessanter Topic. Diese Frage stelle ich mir auch, seitdem ALG II eine mühsam aufgebaute Altersvorsorge innerhalb von Sekunden zerbröselt. Ich finde Altersvorsorge wichtig und würde in dieser Hinsicht auch gerne in guten Zeiten vorsorgen, vorausgesetzt, dass das Geld auch für die Rente genutzt werden kann.

Aber seit einiger Zeit sehe ich auch keinen Grund mehr zu Sparen. Schlimm, nicht wahr?
 

cwasmer

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ideofunk schrieb:
Schwierig, glücklicherweise hab ich (noch) kein Geld zum Sparen übrig... :p
Um die Uhrzeit sind wohl nur noch Studenten (und Arbaitslose, was ja aber kein großer Unterschied ist :p ) wach. Oder die anderen wollen ihre Geheimnisse nicht preisgeben.
 

cwasmer

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flieger schrieb:
keinen Grund mehr zu Sparen. Schlimm, nicht wahr?

Nein, finde ich nicht - die Schweizer (unter denen ich so lebe) sparen ja noch mehr als die deutschen, sind deshalb aber auch nicht glücklicher (zumindest konnte ich das noch nicht feststellen). Ein bisschen (mehr) Geld zu besitzen ist ja ganz nett (stelle ich mir zumindest vor), aber man kann es auch übertreiben.
 

fLaSh84

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cwasmer schrieb:
naja, immer angenommen es in der Zwischenzeit keinen kapitalen Börsencrash (nicht dass ich denke, dass einer bevorsteht, aber wäre ja möglich) und Deine ganze Knete geht flöten.
Trotzdem glaube ich auch, dass ich ein bisschen sparen würde (Kann aber nichts dafür - ist genetisch bedingt ;) )

deshalb ja der zeitraum von >20 jahren...dadurch wird ein crash locker aufgefangen :)
beispiel temepleton growth fund: wurde 1954 aufgelegt, hätte man da $10000 investiert wären das heute über $7 Mio. und in den letzten 50 jahren gabs einige größere krisen an der börse

durchschnittlich sind die deutschen afaik ein sparendes volk, soweit ich mich an eine meiner letzten vorlesungen erinnere liegt die sparquote (also der teil des einkommens, der auf die hohe kante gelegt wird) in deutschland bei über 10%. in amerika z.b. sind es gerade mal rund 4%...

in meiner derzeitigen situation, in der ich nichts regelmäßig von meinem "einkommen" zurücklegen kann oder will, verdiene ich mir mit aktienhandel immer bisschen was dazu. der neue imac hat sich wunderbar z.b. wunderbar durch gewinne mit apple-aktien finanziert :). auf langfristige sicht, ab dem zeitpunkt wo ich es mir leisten kann, werde ich aber auf nen sparplan umsteigen, da mich der wertpapierhandel täglich doch einiges an zeit kostet
 
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ideofunk

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fLaSh84 schrieb:
deshalb ja der zeitraum von >20 jahren...dadurch wird ein crash locker aufgefangen :)
beispiel temepleton growth fund: wurde 1954 aufgelegt, hätte man da $10000 investiert wären das heute über $7 Mio. und in den letzten 50 jahren gabs einige größere krisen an der börse

Das ist die Lösung! Ich spare einfach auf eine Zeitreise... :D
Nur einmal an der Börse investieren oder Lotto spielen...und ab in die Karibik! :)
 

2nd

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Ich geh jetzt über den Winter nach Kapstadt und komme erst Ostern wieder zurück. Das ist mir im Moment wichtiger als ein Sparplan. Und davon habe ich sicherlich die nächsten 5 Jahre etwas - nämlich schöne Erinnerungen :)

Am 10.12.2005 geht der Flieger :D

Frank
 

weebee

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flieger schrieb:
Diese Frage stelle ich mir auch, seitdem ALG II eine mühsam aufgebaute Altersvorsorge innerhalb von Sekunden zerbröselt.

Genau das war meine Überlegung. Was nützt die Sparerei wenn's einen trifft und man dann kein ALG2 bekommt, also das Gesparte aufgefressen wird. Dann hätte man es auch vorher »verprassen« können.
 

Magicq99

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Also ich bin immer der Meinung, dass Geld dazu da ist um es auszugeben.

Das soll aber nicht heißen, dass man es zum Fenster rauswerfen soll. Speziell in jungen Jahren ist es sehr sinnvoll Geld für später auf die Seite zu schaffen. Mit jung meine ich hier vor der Familiengründung.

Aber ich finde man sollte nicht auf irgendwas verzichten nur weil man zu knausrig ist. Wenn man etwas haben möchte und es sich auch leisten kann, sollte man es sich auf jeden Fall leisten, man lebt schließlich nur einmal.

Geld selbst ist ja eigentlich wertlos, es erhält seinen Wert letztendlich nur durch das was man damit kaufen kann. Deshalb ist Geld auf der Bank eigentlich auch wertlos, es sei denn man spart es sich auf um es später für etwas auszugeben. Wer aber Millionen auf seinem Konto hortet und die dann nie ausgibt tut mir leid, denn er hat von seinem Geld am Ende nichts gehabt.
 

VitaminC

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Ich finde eine Kombi aus beidem ist echt das beste. Als Student natürlich schwierig, ich versuche auch nur soviel auszugeben, wie das BaföG zulässt. Aber nachdem ich vor dem Studium fleißig geschafft habe, hab ich mir einen kleinen Finanzpuffer zugelegt. Das schafft schon Sicherheit :) Der Puffer schrumpft zwar auch langsam aber sicher, aber solange noch was davon da ist, isses gut :D
Ich halte nichts von geizigem Sparen, aber ein wenig sparsam sollte man manchmal schon sein. Man weiss ja schließlich nie was kommt
 

Ren van Hoek

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wie sagt eine Freundin von mir immer, wenn sie gerade wieder 500 € Schuhe gekauft hat: in Zeiten der Inflation tanzen die Schuldner auf den Tischen ;) :D
 

nio

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Ich glaube, es kommt auf die persoenliche Lebensplanung und die Wuensche an.

Ich weiss, dass ich keine Familie haben will. Kinder sind definitiv nicht in meinem Scope. Das heisst, dass ich auch keine Vorsorge fuer irgendwelche Leute treffen muss, die mich ueberleben sollten - ziemlich egoistischer Approach, ich weiss, aber ist halt einfach so. Genauso kommt fuer mich als Arbeits-Nomade eine Immobilie nicht in die Tuete - ich finde es schon schwierig genug, ein Auto wieder zu verkaufen, da kann ich mir keine Immobilie ans Bein binden.

Da ich auch nicht glaube, dass ich bei meinem Lebenswandel alt wie Methusalem werde, sehe ich das ganze Thema ein wenig relaxed. Ich glaube, die gesunde Mischung macht es.

Fuer mich heisst das alles im Moment eine Mischung aus Sparen und Ausgeben, allerdings mit dem Schwerpunkt auf "Verprassen" :D

Man darf auch nicht vergessen, dass (wie beispielsweise die Vogelgrippe auch) das Thema "Rentenluecke" von Medien und Versicherungskonzernen und sonstigen Finanzdienstleistern ganz gut als Marketing genutzt wird - soll heissen: da ist schon ein wenig Panikmache mit dabei (denkt nur mal an diesen gruseligen Spot von der Sparkasse mit dem Typ, der Geburtstag feiert und im Alter ganz alleine und verarmt dasitzt... Mag ja sein, dass man weniger Geld hat, aber dass einem dadurch die Freunde weglaufen sollen - wie gesagt, Vogelgrippe und Rentenluecke geben sich da nicht viel).

Gruesse,

nio
 

nio

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Ren Hoek schrieb:
wie sagt eine Freundin von mir immer, wenn sie gerade wieder 500 € Schuhe gekauft hat: in Zeiten der Inflation tanzen die Schuldner auf den Tischen ;) :D

E-ben. Und irgend jemand MUSS ja schliesslich das Wachstum vorantreiben und den Konsum ein wenig stuetzen. Wenn wir alle nur noch sparen wuerden, gaebs ja noch mehr Arbeitslose :D

nio
 

Squib

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Einen gesunden Kompromiss aus sparen und ausgeben fahre ich. Ich lege mir im Monat 100 - 200 Euro zur Seite, je nachdem was über bleibt) un der Rest wird gandenlos ausgegeben. Ich lebe hier und jetzt. Was weiss ich was in zwei Jahren ist. Ich kann morgen auf dem Weg zur Arbeit (ich fahre gut 5000 km im Monat) ums Leben kommen. Was hab ich dann von dem ganzen Geld was ich auf die Seite gelegt habe??? Genau... Nichts... Und da bin ich zu egoistisch um es anderen zu hinterlassen.
 

blipper

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eigentlich bin ich eher der sparsame, aber wenn man bedenkt, wie der Staat die Sparer bestraft... Das beginnt mit Vermögenssteuer, kaufe ich Aktien, fallen die Gebühren gleich x-fach an (Mehrwertsteuer auf Gebühren, Dividenden gleich Einkommen, Stempelsteuer, jetzt will man die Kapitalgewinnsteuer einführen). Und wenn Du Sozialhilfe brauchst, gibts so lange nichts, bis das angesparte Vermögen weg ist. Danke!

Daher: Bauch sagt sparen, Kopf sagt verprassen!
 
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