Windows 10 auf MacPro 5,1

Macschrauber

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Das kann ich Dir gar nicht alles so exakt beantworten, ich bin ein Windows DAU. Und als solcher empfehle ich auch für Andere den einfachsten Weg bei dem am wenigsten schief gehen kann.

Die Zertifikate sind nunmal am Mac Pro eine kleine Katastrophe, wenn man Pech hat und eine schon angeschlagene Firmware, dann wars das, dann hilft ohne Löten auch kein Firmware Backup mehr.

Ich lerne, wenn auch etwas widerwillig bei Windows :) auch gerne dazu.

Wenn man per alt-Taste die Windows DVD bootet darf man klar nicht den EFI Boot wählen.

Meine Erfahrung ist dass wenn Win im Bios Mode bootet ist dass es dann auch csm/legacy installiert. Dass man etwas anderes konfigurieren kann ist klar.
 

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Die Zertifikate sind nunmal am Mac Pro eine kleine Katastrophe, wenn man Pech hat und eine schon angeschlagene Firmware, dann wars das, dann hilft ohne Löten auch kein Firmware Backup mehr.
Das ist richtig. Glaub mir, das weiß ich aus eigener leidvoller und bitterer Erfahrung, und ich hätte mir auf diese Weise fast mal mein MBP geschreddert.
Ich brauchte einen Tripple-Boot mit macOS, Windows 10 und Linux auf dem Macbook Pro und war zu geizig, eine zweite SSD einzubauen. Also habe ich wegen der Partitionsobergrenze von 4 des MBR Windows 10 völlig naiv im UEFI-Modus installiert.
Das ging die Installation und einige Male Booten gut, bis irgendwann das Macbook Pro „tot“ war. Abhilfe hat dann merkwürdigerweise geschafft, die SSD auszubauen, sodass ich dann den PRAM-Reset machen konnte. Die SSD habe ich dann natürlich platt gemacht.
 

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Das ist richtig. Glaub mir, das weiß ich aus eigener leidvoller und bitterer Erfahrung, und ich hätte mir auf diese Weise fast mal mein MBP geschreddert.
Ich brauchte einen Tripple-Boot mit macOS, Windows 10 und Linux auf dem Macbook Pro und war zu geizig, eine zweite SSD einzubauen. Also habe ich wegen der Partitionsobergrenze von 4 des MBR Windows 10 völlig naiv im UEFI-Modus installiert.
Das ging die Installation und einige Male Booten gut, bis irgendwann das Macbook Pro „tot“ war. Abhilfe hat dann merkwürdigerweise geschafft, die SSD auszubauen, sodass ich dann den PRAM-Reset machen konnte. Die SSD habe ich dann natürlich platt gemacht.
Interessant wäre vor diesem Hintergrund, ob das Problem die Installation ist oder das Booten von Windows ist. Denn zumindest die Installation könnte man ja auch an einem (virtuellen) UEFI-PC machen.
 

Macschrauber

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Interessant wäre vor diesem Hintergrund, ob das Problem die Installation ist oder das Booten von Windows ist. Denn zumindest die Installation könnte man ja auch an einem (virtuellen) UEFI-PC machen.
Ich bin mir noch nicht ganz sicher, aber meine Theorie (und so wie ich das von Berichten Geschädigter mir zusammenreime) ist dass UEFI Windows in dem Moment Zertifikate schreibt wenn es eine UEFI GOP (SecureBoot) GPU findet.

Ich versuche mich gerade einen USB Stick aus dem ISO zu machen. Ein DD macht (wie von Dir berichtet) keinen lesbaren Datenträger - sonder schreibt das UDF Image auf den Stick. Ich gehe gerade nach einer Anleitung mit rsync und wimlib vor.

Melde mich aber erst mit zählbaren Ergebnissen.
 

Macschrauber

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Das ist richtig. Glaub mir, das weiß ich aus eigener leidvoller und bitterer Erfahrung, und ich hätte mir auf diese Weise fast mal mein MBP geschreddert.
Ich brauchte einen Tripple-Boot mit macOS, Windows 10 und Linux auf dem Macbook Pro und war zu geizig, eine zweite SSD einzubauen. Also habe ich wegen der Partitionsobergrenze von 4 des MBR Windows 10 völlig naiv im UEFI-Modus installiert.
Das ging die Installation und einige Male Booten gut, bis irgendwann das Macbook Pro „tot“ war. Abhilfe hat dann merkwürdigerweise geschafft, die SSD auszubauen, sodass ich dann den PRAM-Reset machen konnte. Die SSD habe ich dann natürlich platt gemacht.
Dann hast Du ihm die EFI Partition genommen und so den BootLoader.
 

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Dann hast Du ihm die EFI Partition genommen und so den BootLoader.
Wie soll ich das verstehen? Klar, ich habe die ESP gelöscht, aber das Gerät ließ sich vor dem entnehmen der SSD nicht mal mehr anschalten, auch kein PRAM-Reset mehr, also ein Stadium weit vor dem Boot Loader. Interessant ist auch noch: Als ich die SSD vor dem Plattmachen und vor dem PRAM-Reset per USB-Adapter angeschlossen hatte, ließ sich das Macbook Pro wieder starten, aber in ein leeres Boot Menü, und weder Catalina noch Windows 10 auf der nun externen SSD wurden im Boot Menü angezeigt.

Mir ist bis heute noch nicht ganz klar, was da genau passiert war.
 

Macschrauber

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Ich habe etwas mit den USB Sticks getestet.

Die Methode über ein gemountetes Iso einen Stick zu erstellen funktioniert am Mac Pro nicht, weder gpt noch mbr wurden im boot picker gezeigt. Auch nicht mit OpenCore.

Mit uunetbootin konnte ich einen uefi Stick erzeugen der bootet aber seine install.vim nicht erkennt, wahrscheinlich weil grösser 4GB. Zerlegen in zwei Teile funktioniert.

An der Stelle habe ich unterbrochen, möchte nun ja nicht in uefi installieren.

Teste aber weiter.

Aber jetzt möchte ich erst wissen ob jetzt schon Zertifikate geschrieben wurden.
 

Macschrauber

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ok, Es wurden Zertifikate geschrieben durch das Booten des Windows Stick im UEFI Mode.

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Also Kinders,

sorry fürs laut sein, aber

BITTE KEINEN UEFI USB STICK MIT WINDOWS AM Mac Pro 5.1 BOOTEN

sonst gibts Zertifikate in der Firmware die ohne das zurückschreiben des Rom Backups auch nicht mehr weg gehen,

auch nicht mit noch so vielen nvram resets !

an dieser Stelle ist für mich das Thema USB Stick mit Windows am Mac Pro 5.1 booten erledigt.
 

Macschrauber

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Das ist auch kein Mac Pro 5.1, völlig andere Baustelle.

Welche Uefi Version hat die Firmware?
 

Macschrauber

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Bitte nicht die Zertifikate am Mac Pro 5.1 verharmlosen.

Was bei anderen Macs mit größeren NVram Bereich in der Firmware kein Risiko ist das kann den 5.1 bricken.

Mit bricken ist dann wirklich ein nicht mehr startfähiges Board gemeint was per Flash Chip wechseln bzw neu programmieren gerettet werden muss.

Wenn dann kein Backup da ist wirds recht aufwändig.
 

Udo Martens

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Ich bin mir noch nicht ganz sicher, aber meine Theorie (und so wie ich das von Berichten Geschädigter mir zusammenreime) ist, dass UEFI Windows in dem Moment Zertifikate schreibt, wenn es eine UEFI GOP (SecureBoot) GPU findet.
Dann kann das mit den Werkskarten oder von Drittanbietern nie passieren.
GOP: Kann der MP alleine nicht ausführen, der hat kein UEFI.
Secureboot: Gibts auch nicht, m.W. hat das garkein Mac, und wäre nur mit UEFI möglich. Secureboot ginge nur mit "reinem" UEFI, also bei x86-Hardware ohne eingeschaltete Kompatibilitäts-Abstraktion (um ältere Betriebssysteme starten zu können); dennoch kann Secureboot bei vieler Hardware abgeschaltet werden.
 

Macschrauber

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Dann kann das mit den Werkskarten oder von Drittanbietern nie passieren.
GOP: Kann der MP alleine nicht ausführen, der hat kein UEFI.
Secureboot: Gibts auch nicht, m.W. hat das garkein Mac, und wäre nur mit UEFI möglich. Secureboot ginge nur mit "reinem" UEFI, also bei x86-Hardware ohne eingeschaltete Kompatibilitäts-Abstraktion (um ältere Betriebssysteme starten zu können); dennoch kann Secureboot bei vieler Hardware abgeschaltet werden.
Siehe mein letzte Posting: Alleine das Booten des Windows UEFI USB Sticks hat ein Zertifikat geschrieben. GPU war eine Kepler mit UGA Bootscreen.

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Das sollte auch Windows nicht schreiben, tut es aber trotzdem, dieser Bug sei wohl auch schon gemeldet, aber es passiert halt nix...
 

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Das ist auch kein Mac Pro 5.1, völlig andere Baustelle.

Welche Uefi Version hat die Firmware?
Jein, ist ein MBP aus 2012, die Problematik mit dem non-UEFI-compliant EFI und den Problemen infolge von Zertifikaten ist aber exakt die gleiche.

Ich halte es auch für gefährlich, wenn hier Leuten unsinnigerweise von USB-Installationen abgeraten wird und stattdessen die DVD als Scheinlösung propagiert wird. Im Worst-Case-Szenario wägen sich unbedarfte User dann in falscher Sicherheit, drücken im falschen Moment „Return“, sehen ein erfolgreich bootendes Windows und schrotten sich ihren teuren Mac Pro.
Die Bilder sollen nur zeigen, dass die Gleichung: DVD=BIOS und USB=UEFI falsch, irreführend und gefährlich ist.
Vervollständigen tue ich es noch mit dem Passenden Gegenstück:
Die DVD ist übrigens nicht selbstgebrannt, sondern original von Microsoft erworben worden
 

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Macschrauber

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Jein, ist ein MBP aus 2012, die Problematik mit dem non-UEFI-compliant EFI und den Problemen infolge von Zertifikaten ist aber exakt die gleiche.

Ich halte es auch für gefährlich, wenn hier Leuten unsinnigerweise von USB-Installationen abgeraten wird und stattdessen die DVD als Scheinlösung propagiert wird. Im Worst-Case-Szenario wägen sich unbedarfte User dann in falscher Sicherheit, drücken im falschen Moment „Return“, sehen ein erfolgreich bootendes Windows und schrotten sich ihren teuren Mac Pro.
Die Bilder sollen nur zeigen, dass die Gleichung: DVD=BIOS und USB=UEFI falsch, irreführend und gefährlich ist.
Vervollständigen tue ich es noch mit dem Passenden Gegenstück:
Die DVD ist übrigens nicht selbstgebrannt, sondern original von Microsoft erworben worden
Ich schätze Deinen Input, ich habe ja selbst nicht allzu viel Erfahrung mit Windows.

Ich kann das wiedergeben was ich selbst gelesen oder probiert habe.

Ich habe es heute nicht geschafft einen MBR BootStick zu erzeugen der Bootfähig am Mac Pro 5.1 war. Kann durchaus sein dass der auf anderen Macs bootet.

Ich habe es auch ausschließlich in MacOS probiert. Einmal weil ich mich dort besser auskenne und zum Anderen ists ja so dass man in der Regel kein Windows zum Stick erzeugen hat wenn man eins installieren möchte.

Ich habe ausschließlich einen bootfähigen UEFI Stick erzeugen können. Der hat dann auch gleich durch das bloße Booten ein erstes Zertifikat in den privaten NVRam Bereich geschrieben. Beim Mac Pro 5.1 (um den geht es ja schließlich in diesem Thread). So ist meiner Meinung nach ein USB Stick für WIndows 10 nicht für diesen Rechner zu empfehlen.

Dass die DVD auch über den Bootpicker in UEFI gebootet werden kann habe ich nicht berücksichtigt, das war zugegeben nicht besonders schlau...

Mein Stand jetzt ist
USB=UEFI
DVD=BIOS (c-Taste) und UEFI (EFI über Bootpicker gewählt).

Gerne lasse ich mich schlau machen wie ein USB Stick im Bios Mode gebootet erzeugt werden kann. Ich finde es 2020 auch nicht gerade sexy mit DVDs zu hantieren. Nur im Moment möchte ich nicht weiter forschen weil ich im Moment keinen offenen Aufbau habe an dem ich im Notfall löten kann.
 

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@Macschrauber
Ich wollte dir auf keinen Fall nahe treten oder überheblich rüberkommen. Ich verstehe deine Verunsicherung.
Du hast Etcher verwendet, das habe ich mir eben gerade mal angesehen. Dort wird bei einem Windows-Image explizit dazu abgeraten, ein „spezialisiertes Programm“ zu verwenden.
Mein Etcher-Stick war auf Amnhieb gar nicht bootbar. Tatsächlich gibt es da nicht so viele Programme, die das zuverlässig machen.
Immer wieder gelobt wird „Rufus“, den ich auch benützt habe. Von Microsoft gibt des das MCT, natürlich auch nur für Windows. Leider Windows-only. Andererseits sollte auf einem Mac Pro mit Xeon-CPU und viel RAM eine VirtualBox mit Windows eigentlich kein Problem darstellen. Und für Mac gibt es halt in der Tat BootCamp.
Dabei würde mir noch einfallen, dass du die Datei „/Applications/Utilities/Boot Camp Assistant.app/Contents/Info.plist“ editieren kannst, und auf diese Weise deinem Mac nachträglich Windows 10 zufügen könntest.
 

Macschrauber

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Es war uunetbootin, aber Etcher ist ein ähnliches Tool.
Es geht auch gar nicht um meinen Mac, ich hab mein fertiges Win 10 Image was ich registriert für meine Mac Pros habe und unregistriert für Kopien hernehmen kann.

Ich habe in zwei, drei Wochen wieder ein defektes Board auf dem Tisch was aller Beschreibung nach einen Firmware Brick hat, dann teste ich weiter weil ich an dem Teil eh das Flash wechseln muss, ob ich da mehrmals löte ist egal.

Vermutlich kann ich die Zertifikate bei einer neu aufgebauten Firmware problemlos löschen, aber ich möchte jetzt nicht einen gesunden Rechner auseinanderreissen wegen der Neugier.