Wie und wo kauft man am besten Bit-Coin?

Leslie

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Da der Artikel von 2019 ist, sieht die Rechnung bei den aktuellen Kursen des Bitcoins schon wieder ganz anders aus.
Japp, der Kurs hat sich vervierfacht, die Block Rewards haben sich aber seitdem nur halbiert. Wer damals schon profitabel war und heute noch ungefähr die gleichen Strompreise zahlt, dürfte aktuell richtig fett verdienen.
 

imacer

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Ja und? Entspringen die Existenz und die willkürlich festgelegte, wenngleich garantierte Maximalmenge einen Naturgesetz oder so?
Natürlich ist es kein Naturgesetz, aber zumindest wurde eine Obergrenze festgelegt und es ist eben nicht beliebig vermehrbar sondern technisch immer aufwändiger bis die Obergrenze erreicht ist.
DAS ist der Unterschied zu Währungen die von den Regierungen und Zentralbanken aus dem Nichts geschöpft werden können und gerade aktuell keine Obergrenze zu kennen scheinen.

Darf jeder selbst entscheiden, welcher Währung bzw welchem Wertaufbewahrungsmittel er mehr Vertrauen schenkt.
 

Leslie

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Genau – wer 1980 Gold gekauft hat, hatte 20 Jahre später nominal in US-Dollar noch die Hälfte und real nur ein Viertel. Wenn man sich andere und vor allem noch längere Zeiträume anschaut, steht Gold aber besser da. Sprüche wie "mit Gold kann man langfristig nichts falsch machen" greifen aber viel zu kurz, wenn man nicht gerade zum alten Adel gehört; für viele Investoren sind 20 Jahre schon ziemlich langfristig. Und genauso kann das für Bitcoin die nächsten zehn Jahre auch laufen. Oder eben auch nicht; mit finanzwirtschaftlichen und mathematischen Kenntnissen kommt man in solchen Fragen jedenfalls kaum weiter als irgendein Kleinanleger, der eine Münze wirft.
 

Deine Mudda

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Square hat z. B. stark auf die Blockchain sowie auch direkt auf Bitcoin gesetzt und ist mit dreitausend Mitarbeitern inzwischen so viel wert wie Siemens mit dreihunderttausend Leuten, stapelweise Patenten und seinem geballten Ingenieurs-Know-how aus dem letzten Jahrhundert, das zeigt schon auch, wer nach heutigem Stand auf das richtige Pferd gesetzt hat.
Kannst Du da bitte noch ein paar Ironie-Tags dransetzen. :D
Wirecard und Dotcom-Blase anyone?

Ich will ja gar nicht bestreiten, dass man mit Bitcoin (mächtig viel) Gewinn erzielen kann. Nur die Behauptungen, dass das irgendwas mit FIAT-Währungen, Wertspeicher, dezentralen Deflationsmchanismen, Blafasel-xyz zu tun hat, nerven. Man konnte auch mit Tulpenzwiebeln reich werden - man musste nur rechtzeitig abspringen.

P.S. die Aussagen, dass die Blockchain ähnlich bahnbrechend ist, wie das Internet, ist Unfug. Transaktionsprotokolle gab es schon ewig lange vorher. Und selbst die Idee, dass eine Mehrheit entscheidet, welche "Wahrheit" die richtige ist, gibt es bei jedem Quorum, z.B. Windows-Clustern.
 

Deine Mudda

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Genau – wer 1980 Gold gekauft hat, hatte 20 Jahre später nominal in US-Dollar noch die Hälfte und real nur ein Viertel. Wenn man sich andere und vor allem noch längere Zeiträume anschaut, steht Gold aber besser da. Sprüche wie "mit Gold kann man langfristig nichts falsch machen" greifen aber viel zu kurz, wenn man nicht gerade zum alten Adel gehört; für viele Investoren sind 20 Jahre schon ziemlich langfristig. Und genauso kann das für Bitcoin die nächsten zehn Jahre auch laufen. Oder eben auch nicht; mit finanzwirtschaftlichen und mathematischen Kenntnissen kommt man in solchen Fragen jedenfalls kaum weiter als irgendein Kleinanleger, der eine Münze wirft.
Es wird auch immer unter den Tisch gekehrt, dass man speziell in Krisenzeiten mit Gold gar nichts gewonnen hatte: Deutschland '36-'45: Todesstrafe(sic!) auf privaten Goldbesitz, USA immerhin noch langjährige Gefängnisstrafen.
 

Leslie

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Es wird auch immer unter den Tisch gekehrt, dass man speziell in Krisenzeiten mit Gold gar nichts gewonnen hatte: Deutschland '36-'45: Todesstrafe(sic!) auf privaten Goldbesitz, USA immerhin noch langjährige Gefängnisstrafen.
In DE war der private Goldbesitz im letzten Jahrhundert 30 Jahre lang in der einen oder anderen Form bei Strafe verboten, in den USA sogar 40 Jahre. Und da wurde auch fleißig kontrolliert, enteignet und sanktioniert, sowas können sich manche heute kaum noch vorstellen, in echten Krisenzeiten kommen solche Sachen aber mal ganz schnell mit einem Federstreich zurück.
Ob Bitcoin da für Otto-Normalverbraucher so viel robuster ist, wage ich mal zu bezweifeln. Man kann schließlich je nach Wallet-Lösung auch nicht mal eben gegen Vorlage des Personalausweises den Schlüsseldienst rufen oder sich eine neue PIN schicken lassen, wenn der Zugang mal futsch ist. Manche Kleinanleger wissen kaum, ob sie echte Coins oder nur Derivate im Depot haben und ob letztere z. B. gegen eine Insolvenz des FinTech-Startups abgesichert sind, bei dem sie ihre Bestände oder deren synthetische Repräsentanz eingebucht haben. Die kommen schon an ihre Grenzen, wenn sie ihr Eigentum nachweisen sollen und dann nicht wissen, an wen sie welche Tokens weitergeben sollten, falls die in dem Moment denn überhaupt noch greifbar sind, wenn der Google-Account gesperrt ist und die häuslichen Festplatten bei der Behörde oder sonstigen Drittparteien liegen. Aus meiner Sicht lässt sich sowas bei vielen noch viel leichter enteignen (nicht nur von staatlicher Seite und im Extremfall sogar ganz unabsichtlich) als ein simples Sparkassen-Depot.
 
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artfoto

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Nur die Behauptungen, dass das irgendwas mit FIAT-Währungen, Wertspeicher, dezentralen Deflationsmchanismen, Blafasel-xyz zu tun hat, nerven. Man konnte auch mit Tulpenzwiebeln reich werden - man musste nur rechtzeitig abspringen.
Sind nur Fakten und keine Behauptungen ;)
 

Deine Mudda

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Wir sind halt in der glücklichen Situation, dass wir uns eine echte Krise gar nicht mehr vorstellen können.

Gottseidank.
 

artfoto

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Sorry, aber Du schwafelst hier nur Unfug und hast in diesem Thread noch kein einziges Argument oder gar eine Quelle genannt.
Sorry, aber das ist Unfug von deiner Seite ;)

Willst du hier tatsächlich behaupten Bitcoin sei nicht dezentral und auch nicht mathematisch begrenzt? Oder soll ich für dich googeln ?
 

Deine Mudda

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Willst du hier tatsächlich behaupten Bitcoin sei nicht dezentral und auch nicht mathematisch begrenzt? Oder soll ich für dich googeln ?
Ersteres ist allgemein bekannt: deutlich mehr als die benötigten 50% der Mining-Kapazität sind in China angesiedelt (Quelle: z.B. hier, die sprechen sogar von 80%).
D.h. dass es jederzeit möglich ist, dass der Hauptteil der Mining-Kapazität von Bitcoin abgezogen wird (was daraus resultiert, kann man bei den diversen Forks sehen, die keine Mehrheit auf sich vereinen konnten). Von daher ist Bitcoin nicht dezentral. Selbst die privaten Miner sind an Mining-Pool angeschlossen, die eben nicht dezentral gesteuert werden (s. bspw. hier).

Gerne kannst Du Gegenargumente nennen.

Den zweiten Teil habe ich nicht bestritten (andernfalls: liefer mir bitte ein Zitat mit dem Beweis). Ich sage nur, dass das nicht zwangsläufig ein positives Qualitätsmerkmal ist.



Googeln kannst Du bitte die Begriffe "Homeschooling" und "Sind schon wieder Ferien?".
 

artfoto

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Ok, anscheinend verstehst du den Begriff dezentral nicht. Gleich persönlich zu werden macht dich auch nicht sympathischer ;)
 

kenduo

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Hi, schöner Artikel zu dem Thema.
https://www.informatik-aktuell.de/betrieb/virtualisierung/kryptogeld-und-kein-ende-des-energieverbrauchs.html
Das "Schürfen" wird ja auch eher in den Ländern mit geringen Stromkosten betrieben, das ist in der Tat der größte Kostenblock.
Da der Artikel von 2019 ist, sieht die Rechnung bei den aktuellen Kursen des Bitcoins schon wieder ganz anders aus.
Interessant, aber leider keine konkrete Berechnung.
Womit kann man das tägl. Einkommen erwirtschaften? Verdient man an den Transfergebühren mit?
Wie lange bauche ich "heute", um ein BTC zu Minen? (Strompreis mal außen vor; kann man ja dann entsprechend abziehen.)
Der aktuelle Antminer (S19 Pro) hat eine Hashrate von 110Th/s ( bei 3.500 Watt).
Kann man im Vergleich die Hashrate vom aktuellem M1 oder dem MBP 16" i9 irgendwie ausrechnen?

Es muss ja nicht BTC sein. Wie funktionieren andere Coins? Gibt es noch interessante Alternativen? Monero zum Beispiel?
 

imacer

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Womit kann man das tägl. Einkommen erwirtschaften? Verdient man an den Transfergebühren mit?
Wie lange bauche ich "heute", um ein BTC zu Minen? (Strompreis mal außen vor; kann man ja dann entsprechend abziehen.)
Der aktuelle Antminer (S19 Pro) hat eine Hashrate von 110Th/s ( bei 3.500 Watt).
Kann man im Vergleich die Hashrate vom aktuellem M1 oder dem MBP 16" i9 irgendwie ausrechnen?
Vielleicht findest Du hier Antworten und kannst die entsprechenden Werte dort berechnen?
https://www.bitcoinmag.de/mining/bitcoin-mining
Bitcoin-Mining Profit-rechner
 

imacer

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Schwankt halt jeden Tag wie sau.
Die Warner gibt es seit Bestehen, haben sich trotzdem viele eine goldene Nase verdient und richten sich nicht nach der Meinung anderer.
Sicher gibt es immer wider Blasen, die irgendwann Platzen, welche das wann ist, kann aber niemand seriös sagen. Wenn man ständig warnt, hat man natürlich irgendwann einen Treffer.
Das gilt leider für viele Assetklassen, dass diese sich vom "wahren" Wert entfernt haben und vieles nur vom billigen Geld lebt und sich in einem normalen Zinsumfeld nie so entwickelt hätte.
Da es aber m.E. in absehbarer Zeit (mehrere Jahre) keine Zinsumkehr geben wird (da sich die meisten stark verschuldeten Staaten nicht leisten können) kann der Höhenflug des Bitcoin und der Aktien noch weitergehen. Korrekturen nicht ausgeschlossen...
 

Leslie

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Die kommenden Stimulus-Checks der Amis müssen ja auch irgendwo hin, insofern kann die Show noch ein bisschen laufen. Solches Zeug ist halt aktuell mehr angesagt als Biotech-Stocks und derlei Langweiler-Assets. Steigt der Kurs, dann steigt er erstmal weiter. Die aktuelle Volatilität ist nicht ungewöhnlich, das kann locker mehr Rauschen als neue Richtung sein.
Wo man die Dinger kauft, ist relativ egal; es sollten halt keine synthetischen Coins aus Derivaten sein und man sollte sich einigermaßen robust gegen individuelle Hardware-Ausfälle und Authentifizierungsprobleme absichern.
Ich lass' trotzdem die Finger davon, habe dann zwar die Party verpasst, aber den Kater auch. War dann mein persönlicher Beitrag zum Klimaschutz. Wenn irgendwann feuchter F*rz in Tüten in Gold aufgewogen wird, geht die Party von vorne los.
 
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