Wie Timemachine Backup von NAS in unter 50 Stunden wiederherstellen?

RD11

Mitglied
Registriert
03.08.2006
Beiträge
459
Ich bin mir nicht sicher, ob ich RAID in diesem Fall wirklich brauche... Sollte Platte #1 ausfallen, dann würde ich gerne 1:1 auf Platte #2 zugreifen. Braucht es dafür RAID oder reicht eine "normale" 1:1 Kopie/Klon der Platte über den Synology Drive Client?
Das genau ist ja die Funktion eines RAID. Das System spiegelt automatisch auf beide Platten und wenn dann eine Platte braucht, sind die Daten noch auf der zweiten 1:1 vorhanden und diese macht dann unterbrechungsfrei einfach weiter.
Du kannst natürlich auch zwei oder mehr Platten (ja nach Geldbeutel ) in ein NAS einbauen, kein RAID verwenden, sondern auf diese Platten das kopieren, was Du für sinnvoll hältst.

Das TM-Backup des Systems meines MBP liefe dann über eine externe USB-Platte. Kann ich diese denn auch sozusagen als "Netzwerk-Platte" am NAS anschließen oder muss diese physisch am MBP angeschlossen sein?
Sollte funktionieren. Ich kenne nur Synology, denke aber, wo das Share (die Ordnerfreigabe) liegt, dürfte Wurscht sein. Die Platte muss allerdings für TM formatiert sein. Dann kommt es darauf an, ob das NAS dieses Filesysem auch schreiben kann. Weiß ich jetzt nicht sicher. Da gibt es Leute hier im Forum, die da genau Bescheid wissen.

Kann Apple Music/TV/Fotos eigentlich direkt auf eine Mediathek zugreifen, die auf einem Synology-NAS liegt, quasi wie bei einem File-Server? Das sollte doch kein Problem darstellen, oder?!
Mit Fotos und Musik habe ich es schon gemacht. funktioniert. Trotzdem habe ich sie auf meinem lokalen Rechner, weil ich dann immer zugreifen kann.
Die Performance kann dann allerdings schon leiden.
 

lisanet

Aktives Mitglied
Registriert
05.12.2006
Beiträge
4.936
das macbook hatte ich schon mit RJ45-Adapter direkt mit der fritzbox (physisch) verbunden, allerdings hatte ich keine datenverbindung (das macbook ist ja im recovery mode) - wie bekomme ich das ethernet im recovery mode zum laufen?
das NAS kann ich natürlich auf jeden fall direkt verbinden.

auch im recovery mode findet ein Mac ein kabelgebundenes Netzwerk und du kannst auch ein WLAN auswählen.
 

lisanet

Aktives Mitglied
Registriert
05.12.2006
Beiträge
4.936
@THEIN

Ein RAID ist kein Backup. Das "Spiegeln" im RAID 1 trägt Fehler / Löschen etc sofort von "original" auf den "Spiegel". Wenn eine Platte kaputt geht kannst du zwar weiterhin zugriefen, du musst aber die kaputte Platte dennoch gegen eine wiederum identische austauschen. Dein NAS wird dann einen rebuild anfangen, der wieder alle Dateien spiegelt, was einiges an Zeit dauern kann. Währenddessen ist der Zugriff langsamer.

Das bedeutet für deine beiden "Arten" von Daten - TimeMachine-Backup und sonstige Daten - also folgendes:

1) Im Falle eines RAID 1 (=Spiegelung), d.h. Kapazität des NAS ist also nur halb so groß. Bei 2 x 8 TB Platten hast du nur 8 TB Kapazität

a) Du sicherst den Mac (oder Teile davon) via TimeMachine aufs NAS. Das NAS spiegelt die Platte sofort. Fällt die Platte im NAS aus und gleichzeitig geht die Platte im Mac kaputt, hast du noch den "Spiegel". Du musst dann die NAS-Platte ersetzen, einen rebuild durchführen und dann das TimeMachine-Backup zurück spielen

b) Du sicherst sonstige Daten auf dem NAS. Das NAS spiegelt sie. Ein NAS ist kein Backup (z.B. Hardwareschaden, versehentliches Löschen). Du musst also diese Daten nochmals auf einen anderen Datenträge oder anderes NAS sichern.

2) Du betreibst im NAS kein RAID, sondern ein JBOD oder Single-Laufwerke. Die Kapazität entspricht der Gesamtgröße, also 2 x 8 TB = 16 TB

a) Das TimeMachine-Backup wird auf dem NAS gespeichert. Wird eine Platte defekt, dann ist das ganze TimeMachine-Backup kaputt, aber solange nciht gleichzeitg dein Mac ebenso kaputt geht, kannst du die NAS-Platte ersetzen, und das TimeMachine-Backup neu erstellen lassen. Es entfällt der rebuild.

b) deine sonstigen Daten auf dem NAS musst du eh nochmals sichern, denn ein RAID (auch ein JBOD ist ein RAID) ist kein Backup. Geht eine NAS-Platte kaputt, hast du wie in 1 b) immer noch das Backup.

Wenn du dir das so ansiehst, ist ein RAID in den allermeisten Fällen für Privatanwender überflüssig und nicht sinnvoll. Bei zeitkritischen Unternehmensdaten mag das anders sein.

Die Zugriffsgeschwindigkeit hängt neben der Qualität der Platte von der Netzwerkanbindung des NAS, den Fähigkeiten deines Routers, ggf. Switches und eventuell noch von deiner Verkabelung / WLAN-Güte ab. Das NAS selbst könnst du alternativ zu einem JBOD auch als RAID 0 betreiben. Dadruch hast du gegenüber JBOD / RAID 1 bessere Zugriffszeiten der Platten. Die Ausfallwahrscheinlichkeit ist gleich. Der Folgeaufwand ist gleich wie beim JBOD, sprich Neuerstellen des TM-Backups.
 

senorcf

Neues Mitglied
Thread Starter
Registriert
25.10.2021
Beiträge
13
Ich hatte bei meiner Wiederherstellung vom iMac das gleiche Problem.
iMac und NAS über Netzwerkkabel an der Fritz!Box Kabel angeschlossen.
Hat trotzdem die ganz Nacht gedauert.
Wenigstens war dann auch wirklich alles wieder auf dem aktuellen Stand.
Ob das über USB mit der NAS schneller geht? Ich glaube die FritzBox oder die NAS hat noch alten USB Stand der recht langsam ist?
Früher hatte ich das immer über eine normale Festplatte die am USB direkt am Rechner hing zurückgespielt.
War immer recht schnell. Mit der NAS ist es sehr langsam. Also vermute ich, dass sich dort das Nadelöhr befindet.
Vielleicht hat hier noch einer eine Lösung.
Ach so, WiFi würde ich gar nicht benutzen.
Alleine schon wegen evtl. Aussetzer weil das ja so lange dauert und dann vielleicht abbricht.
danke!
ich würde am liebsten auch alles direkt per Kabel machen, allerdings geht die Verbindung vom Macbook zur Fritzbox im Recovery Modus bei mir nicht...
 

senorcf

Neues Mitglied
Thread Starter
Registriert
25.10.2021
Beiträge
13
auch im recovery mode findet ein Mac ein kabelgebundenes Netzwerk und du kannst auch ein WLAN auswählen.
ok. wenn es bei mir nicht klappt, woran könnte es dann liegen? sind das einstellungen, die ich mal in den Systemeinstellungen gemacht habe? Mit einem anderen MacBook und gleichen Kabel/Adapter klappt die Verbindung, es scheint also nicht an Fritzbox/Kabel/Adapter zu liegen...
 

THEIN

Aktives Mitglied
Registriert
26.04.2005
Beiträge
1.889
@THEIN

Ein RAID ist kein Backup. Das "Spiegeln" im RAID 1 trägt Fehler / Löschen etc sofort von "original" auf den "Spiegel". Wenn eine Platte kaputt geht kannst du zwar weiterhin zugriefen, du musst aber die kaputte Platte dennoch gegen eine wiederum identische austauschen. Dein NAS wird dann einen rebuild anfangen, der wieder alle Dateien spiegelt, was einiges an Zeit dauern kann. Währenddessen ist der Zugriff langsamer.

Das bedeutet für deine beiden "Arten" von Daten - TimeMachine-Backup und sonstige Daten - also folgendes:

1) Im Falle eines RAID 1 (=Spiegelung), d.h. Kapazität des NAS ist also nur halb so groß. Bei 2 x 8 TB Platten hast du nur 8 TB Kapazität

a) Du sicherst den Mac (oder Teile davon) via TimeMachine aufs NAS. Das NAS spiegelt die Platte sofort. Fällt die Platte im NAS aus und gleichzeitig geht die Platte im Mac kaputt, hast du noch den "Spiegel". Du musst dann die NAS-Platte ersetzen, einen rebuild durchführen und dann das TimeMachine-Backup zurück spielen

b) Du sicherst sonstige Daten auf dem NAS. Das NAS spiegelt sie. Ein NAS ist kein Backup (z.B. Hardwareschaden, versehentliches Löschen). Du musst also diese Daten nochmals auf einen anderen Datenträge oder anderes NAS sichern.

2) Du betreibst im NAS kein RAID, sondern ein JBOD oder Single-Laufwerke. Die Kapazität entspricht der Gesamtgröße, also 2 x 8 TB = 16 TB

a) Das TimeMachine-Backup wird auf dem NAS gespeichert. Wird eine Platte defekt, dann ist das ganze TimeMachine-Backup kaputt, aber solange nciht gleichzeitg dein Mac ebenso kaputt geht, kannst du die NAS-Platte ersetzen, und das TimeMachine-Backup neu erstellen lassen. Es entfällt der rebuild.

b) deine sonstigen Daten auf dem NAS musst du eh nochmals sichern, denn ein RAID (auch ein JBOD ist ein RAID) ist kein Backup. Geht eine NAS-Platte kaputt, hast du wie in 1 b) immer noch das Backup.

Wenn du dir das so ansiehst, ist ein RAID in den allermeisten Fällen für Privatanwender überflüssig und nicht sinnvoll. Bei zeitkritischen Unternehmensdaten mag das anders sein.

Die Zugriffsgeschwindigkeit hängt neben der Qualität der Platte von der Netzwerkanbindung des NAS, den Fähigkeiten deines Routers, ggf. Switches und eventuell noch von deiner Verkabelung / WLAN-Güte ab. Das NAS selbst könnst du alternativ zu einem JBOD auch als RAID 0 betreiben. Dadruch hast du gegenüber JBOD / RAID 1 bessere Zugriffszeiten der Platten. Die Ausfallwahrscheinlichkeit ist gleich. Der Folgeaufwand ist gleich wie beim JBOD, sprich Neuerstellen des TM-Backups.
@lisanet: danke für die Klarstellung. Das war schon mal super-hilfreich. Für mich heißt das schon mal, ein RAID brauche ich nicht. Mir geht es ja primär "nur" um die Aspekte "File-Server" und "Backup".
Wäre demnach die folgende Konfiguration sinnvoll?
  • NAS-Platte #1: Hier lege ich verschiedene Unterordner an:
    • iTunes/Musik inkl. TV -> Musik- und TV-Mediatheken
    • Bilder -> Foto-Mediathek
    • Daten/Dokumente -> sonstige Daten, die nur sporadisch gebraucht werden
    • TimeMachine -> TM-Backup des MBP bzw. seiner lokalen SSD
  • NAS-Platte #2:
    • Full-Backup von NAS-Platte #1
Würde das funktionieren bzw. wäre das zu empfehlen? Es geht jetzt primär nicht darum, dass hier die Bude abbrennt oder sowas. Nur, wenn eine der beiden Platten im NAS kaputt geht, möchte ich die Daten gesichert haben und sofort auf das Backup zugreifen. Dann kann ich die defekte Platte ersetzen, die Daten wieder zurückspielen und alles ist wieder wie vorher.

Fraglich ist für mich aber auch noch das TM-Backup. Wäre es wirklich zu empfehlen, das TM-Backup auf einer der beiden NAS-Platten zu halten oder an einer externen an das NAS angeschlossenen Platte oder doch direkt am MBP? Mit BigSur/Monterey sollte ein TimeMachine-Backup doch APFS formatiert sein, oder?! Kann die Synology aber überhaupt APFS schreiben?

Danke nochmals für all die hilfreichen Tipps!
 

dg2rbf

Aktives Mitglied
Registriert
08.05.2010
Beiträge
8.967
Hi,
direkt auf das NAS System kann TM nicht schreiben, es wird ein Container oder auch Sparsebundl gennant, von TM erzeugt, und dieser Container wird in HFSj oder APFS formatiert, erst dann kann kann ein TM-Backup erzeugt werden.
Franz
 

THEIN

Aktives Mitglied
Registriert
26.04.2005
Beiträge
1.889
Hi,
direkt auf das NAS System kann TM nicht schreiben, es wird ein Container oder auch Sparsebundel gennant, von TM erzeugt, und dieser Container wird in HFSj oder APFS formatiert, erst dann kann kann ein TM-Backup erzeugt werden.
Franz
Das heisst, ich müsste für diesen Container bzw. Sparsebundle erst eine Art Partition auf dem NAS erstellen?! Das Zusammenspiel zwischen NAS und TimeMachine auf dem Mac ist mir leider noch nicht ganz klar.
 

dg2rbf

Aktives Mitglied
Registriert
08.05.2010
Beiträge
8.967
Hi,
Nein, das hast du missverstanden, das macht TM Automatisch, du musst nur in der Config des NAS die TM Unterstützung aktivieren und einen Benutzer TM erzeugen, auch zur Begrenzung der maximalen Grösse des Spasebundles musst du ein Kontigent für TM festlegen, wenn du das nicht machst, schreibt dir TM das NAS komplett voll.
Gruss Franz
 

THEIN

Aktives Mitglied
Registriert
26.04.2005
Beiträge
1.889
Hi,
Nein, das hast du missverstanden, das macht TM Automatisch, du musst nur in der Config des NAS die TM Unterstützung aktivieren und einen Benutzer TM erzeugen, auch zur Begrenzung der maximalen Grösse des Spasebundles musst du ein Kontigent für TM festlegen, wenn du das nicht machst, schreibt dir TM das NAS komplett voll.
Gruss Franz
Das klingt wie eine Partition auf einer der beiden Platten. Sollte also machbar sein. Aber, ist es im Sinne einer möglichen Wiederherstellung auch sinnvoll, das TM-Backup direkt auf dem NAS zu haben? Ginge das evtl. auch an einer externen Platte, die an das NAS angeschlossen und von diesem nur "verwaltet" wird? Das ganze Setup macht mir doch noch ein bisschen Kopfzerbrechen...
Hi,
guck mal hier: https://kb.synology.com/de-de/DSM/t...es_from_Mac_to_Synology_NAS_with_Time_Machine

Das hatte ich mal am Laufen. Hat auch funktioniert. Am Ende ging mir dann ich der Platz auf dem NAS aus.
Ich glaube mich zu erinnern, dass als Protokoll SMB vorgeschlagen wird, da AFP nicht stabil lief.

Reinhold
Stimmt, die schlagen als Protokoll SMB vor. Danke schon mal für den Tipp. Die Frage ist jetzt nur, welche Konfiguration am sinnvollsten wäre. Wenn ich meine Mediatheken und sonstige Dateien eh z.B. über die Synology-DSM-Software auf die zweite Platte übertrage, dann wäre ein zusätzliches TM-Backup auf der ersten Platte, das diese ganzen Daten ebenfalls enthält, doch sinnfrei, oder?! Ok, man kann natürlich nicht genügend Sicherungen haben, aber es klingt zunächst irgendwie doppelt-gemoppelt. Und wenn ich in das TM-Backup nur die Daten einbeziehe, die sich auf der internen SSD meines MBP, was mache ich dann im Falle einer möglichen Wiederherstellung? Ist dann eine Sicherung direkt auf der TM-Platte die optimale Lösung?
 

dg2rbf

Aktives Mitglied
Registriert
08.05.2010
Beiträge
8.967
Hi,
Nein auf eine externe HDD die an ein NAS angeschlossen ist, kann kein TM-Backup erstellt werden, das kann TM nicht, nur auf externe USB-Datenträger die direkt an einem Applerechner angeschlossen sind kann TM ein Backup erstellen.
Franz
 

THEIN

Aktives Mitglied
Registriert
26.04.2005
Beiträge
1.889
Das ist schon mal sehr gut zu wissen. Dann könnte ich das TM ja auch - um auf Nummer sicher zu gehen - auf zwei Volumes anlegen lassen, zum einen auf eine direkt am MBP angeschlossene Platte und zum anderen auf dem NAS.
 

RD11

Mitglied
Registriert
03.08.2006
Beiträge
459
Das ist schon mal sehr gut zu wissen. Dann könnte ich das TM ja auch - um auf Nummer sicher zu gehen - auf zwei Volumes anlegen lassen, zum einen auf eine direkt am MBP angeschlossene Platte und zum anderen auf dem NAS.
klar kannst Du das. Hatte ich auch schon mal überlegt. Habs aber dann gelassen.
Ich bin gebranntes Kind, was backups angeht.
Bei uns wurde 2012 eingebrochen und alles geklaut, was nicht niet- und nagelfest war. mein MacBook, alle Platten, USB Stick, alles.
Ich hatte etwa Mitte der 80er mit privatem Computerzeugs angefangen und alle meine Dokumente über die Jahre gerettet und migriert. Das war dann alles weg.

Seit dem Einbruch liegt vieles in der Cloud (iCloud) und die wichtigsten Dokumente und vor Allem Bilder werden vom NAS nochmal auf HiDrive gespiegelt.
Gut, kostet ein paar Euro.
Zusätzlich macht das NAS tägliche Backups auf eine externe Platte und ich ziehe periodisch nochmal eine Kopie (incrementell) des NAS auf eine Platte. Die liegt dann entweder bei meinen Eltern oder im Schließfach. Auf jeden Fall extern. Damit komme ich ca. 4 Wochen zurück. Das reicht mir dann.

Da entwickelt jeder, der sich damit ein bisschen beschäftigt, eine eigene Strategie . Wichtig dabei finde ich, dass man es auch mal praktisch durchspielt, quasi den worst case simuliert. Einfach um sicher zu sein, daß das, was man sich da ausgedacht hat, auch im Ernstfall greift.

Reinhold
 

THEIN

Aktives Mitglied
Registriert
26.04.2005
Beiträge
1.889
klar kannst Du das. Hatte ich auch schon mal überlegt. Habs aber dann gelassen.
Ich bin gebranntes Kind, was backups angeht.
Bei uns wurde 2012 eingebrochen und alles geklaut, was nicht niet- und nagelfest war. mein MacBook, alle Platten, USB Stick, alles.
Ich hatte etwa Mitte der 80er mit privatem Computerzeugs angefangen und alle meine Dokumente über die Jahre gerettet und migriert. Das war dann alles weg.

Seit dem Einbruch liegt vieles in der Cloud (iCloud) und die wichtigsten Dokumente und vor Allem Bilder werden vom NAS nochmal auf HiDrive gespiegelt.
Gut, kostet ein paar Euro.
Zusätzlich macht das NAS tägliche Backups auf eine externe Platte und ich ziehe periodisch nochmal eine Kopie (incrementell) des NAS auf eine Platte. Die liegt dann entweder bei meinen Eltern oder im Schließfach. Auf jeden Fall extern. Damit komme ich ca. 4 Wochen zurück. Das reicht mir dann.

Da entwickelt jeder, der sich damit ein bisschen beschäftigt, eine eigene Strategie . Wichtig dabei finde ich, dass man es auch mal praktisch durchspielt, quasi den worst case simuliert. Einfach um sicher zu sein, daß das, was man sich da ausgedacht hat, auch im Ernstfall greift.

Reinhold
Das ist absolut nachvollziehbar und das Risiko eines Einbruchs ist bei mir so natürlich auch noch nicht gebannt. Das würde dann als nächstes "Projekt" anstehen, wenn ich z.B. ein zweites NAS außerhalb meiner Wohnung betreibe, mit einer weiteren Kopie der NAS-Backup-Platte. In der Zwischenzeit sichere ich alle meine "klassischen" Daten und Dokumente aber auch schon über MS OneDrive in der Cloud. Selbst wenn also der Rechner und die Platten geklaut würden, wäre das zwar maximal ärgerlich wegen meiner Mediatheken, aber es wäre nicht wirklich "kritisch". Ein weiterer Vorteil ist, dass ich auf einen neuen Rechner nicht erst unsagbar viele Dokumente übertragen muss. Das einzige, was hierüber noch nicht sauber gesichert ist, sind lokale Mail-Archive.
Ja. Nur das TimeMachine-Backup würde ich nicht nochmals sichern. Du hast immer noch das Original. Eher würde ich 2 TimeMachine-Ziele (auf jeder Platte eines) anlegen und wechselweise darauf sichern.
Genau so hatte ich es auch vor. Wenn im TM-Backup NUR die Daten der lokalen SSD meines MBP enthalten sind, dann sichere ich dieses auf zwei TM-Zielen - eines befindet sich dabei auf dem NAS (NAS-Platte #1) und das andere auf einer externen Platte, die direkt am MBP angeschlossen ist.

Und alle Mediatheken (Musik, TV, Fotos) speichere ich im Netzwerk ebenfalls auf NAS-Platte #1 und sichere sie zusätzlich auf NAS-Platte #2, mittels Synologys eigener Backup-Software (DMS). Natürlich könnte ich auch zwei getrennte Ein-Platten-Systeme nutzen, aber ich befürchte, z.b. eine Synology DS118 ist nicht nur was Prozessor und Speicher angeht etwas schwächer als z.B. die Synology DS220 bzw. 720+, auch unterstützt sie kein 'Btrfs'.

Was meint ihr dazu?
 

lisanet

Aktives Mitglied
Registriert
05.12.2006
Beiträge
4.936
Was meint ihr dazu?

Mit Synology kann ich dir nicht weiter helfen, da ich ein QNAP TS 431 P3 habe. Aber die dürften sich beide ohnehin nichts geben. Ergänzend dazu habe ich noch ein Eigenbau-NAS aus einem Raspi 4 mit 4 x 2,5" USB-HDD und openmediavault als System.

Würde ich anstatt der 4 USB-HDD mir das Erweiterungsgerät von QNAP, das TR 004 gekauft haben, da glaube ich mittlerweile, bräuchte ich kein "großes" Hersteller-NAS, da der Rapsi 4 mit dem TR-004 und openmediavault vollkommen ausreichen würde. Ich weiß nicht, wie sehr du bereit bist mit einem Raspi und Linux dir ein NAS selbst aufzubauen, aber es ist eine wirklich rundum brauchbare und dazu noch deutlich kostengünstigere Alternative.
 

THEIN

Aktives Mitglied
Registriert
26.04.2005
Beiträge
1.889
Ich weiß nicht, wie sehr du bereit bist mit einem Raspi und Linux dir ein NAS selbst aufzubauen, aber es ist eine wirklich rundum brauchbare und dazu noch deutlich kostengünstigere Alternative.
Da ich mich bislang noch gar nicht mit dem Raspi und Linux beschäftigt habe, würde ich diese Option gerne auslassen. :Pfeif: Aber danke für den Hinweis. :thumbsup:
 

THEIN

Aktives Mitglied
Registriert
26.04.2005
Beiträge
1.889
Kann es sein, dass es bei einem Synology zwei-Platten-System (z.B. DS220+ oder DS720+) gar nicht möglich ist, beide physischen Platten getrennt voneinander zu behandeln? Ich habe mir eben mal ein bisschen das Benutzerhandbuch zu Gemüte geführt und festgestellt, dass man bei der Konfiguration u.a. die RAID-Variante einstellen muss. Und da ich kein wirkliches RAID benötige, kommt hier vermutlich nur JBOD in Frage. JBOD würde aber z.B. zwei 8 TB-Platten als einen logischen Speicher mit der Größe 16 TB behandeln. Wenn ich also eine 8 TB-Platte auf die andere als Backup sichern will, dann kann ich zwar die Ordner in ein anderes, paralleles Unterverzeichnis klonen, aber ich kann die Platten nicht physisch getrennt behandeln. Sprich, wenn eine der beiden Platten ausfällt, fällt das gesamte System aus. Ist das so richtig oder habe ich hier einen Verständnisfehler?

Wenn das so ist und ich ein wirkliches Backup einer File-Server/TimeMachine-Umgebung machen möchte - für den Fall dass das erste System ausfällt - dann bleiben nur zwei separate Synology Systeme?! Kann das jemand bestätigen bzw. korrigieren?
 

RD11

Mitglied
Registriert
03.08.2006
Beiträge
459
Ich habe noch mal bei meinem DS218play nachgesehen.
Ich habe zwei 3TB Platten drin und als das von Synology empfohlene SHR konfiguriert.

Aus der Hilfe des DSM 7.x Speichermanagers:
RAID-TypAnzahl LaufwerkeTolerierbare LaufwerksfehlerBeschreibungSpeicherkapazität
SHR10
  • Optimiert Volume-Größe durch Kombinieren von Laufwerken verschiedener Größe.
  • Bietet Datenredundanz, wenn das Volume aus zwei oder mehr Laufwerken besteht.
  • Empfohlen für Anfänger.
1 x (HDD-Größe)
2-31Durch das System optimiert.

RAID 121
  • Schreibt identische Daten gleichzeitig auf beide Laufwerke.
  • Bietet Datenredundanz.
Kleinste HDD-Größe



Damit hätte ich ähnlich RAID1 Datenredundanz. Wobei jetzt aber der Unterschied zu RAID1 besteht, erschließt sich mir aus der Hilfe auch nicht so richtig.
Da müsste man mal in einem Synology-forum suchen, oder ist hier evtl. jemand, der tiefer drin steckt.

Übrigens war SHR die einzige Option, die mir DSM anbot. Ich dachte eigentlich auch eher an RAID1. Ging aber nicht.
 
Oben Unten