Welcher Codierer ist der Beste

kermitd

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zumal die Datenmenge bei verlustfrei komprimierter Musik, jedenfalls in CD-Qualität ja wirklich noch überschaubar bleibt aus heutiger Perspektive. Der Audio-CD-Standard ist 40 Jahre alt. Das sollte mittlerweile handlebar sein... kein Grund da Informationen wegzuschmeißen
 

Veritas

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zumal die Datenmenge bei verlustfrei komprimierter Musik, jedenfalls in CD-Qualität ja wirklich noch überschaubar bleibt aus heutiger Perspektive. Der Audio-CD-Standard ist 40 Jahre alt. Das sollte mittlerweile handlebar sein...
Ich hab glaub so um die 30.000 Lieder bei 1TB, da ist selbst eine SSD "günstig".
 

tocotronaut

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Was also soll dann lossless geripptes CD-Audio bringen?
Joa, stimmt, die Vorgehensweise kommt aus der Vergangenheit. (Das haben wir schon immer so gemacht :zwinker: )
Technisch ist es vielleicht nicht mehr zwingend notwendig, weil man selbst 3 oder 4 konvertierungen nicht mal raushört, aber trotzdem ist es eben ein Lossless Codec.
Für Archivierungszwecke sollte man es meiner Meinung nach gleich richtig machen.

Aber du hast recht. Es macht beim aktuellen Reifegrad der Codecs aus 0815-user-sicht keinen Unterschied mehr, ob man 320 kbit AAC oder ALAC am Start hat.
Und viele einige Menschen die ich im Leben getroffen habe sind auch mit ihren 128 kbit WMA-Dateien glücklich.

Ein weiterer Vorteil von Apple Lossless wäre, dass er Frei verwendet werden kann und der Codec Open Source ist. Das sieht bei AAC etwas anders aus.
Ausserdem fühlt er sich im Apple-Universum recht wohl.

p.s.: zum Opus Codec
Die anschauliche Grafik zum Vergleichen der Qualität hört interessanterweise wirklich bei 128 kbit auf...
Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Opus_(Audioformat)#/media/Datei:Opus_quality_comparison.svg
Bis dahin ist der OPUS-Codec ein Quäntchen besser als aac.
Wie es jenseits der 128 kbit aussieht man nur Raten. Ich denke aber dass es vermutlich wirklich eine Linie sein wird.
 
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jteschner

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Joa, stimmt, die Vorgehensweise kommt aus der Vergangenheit. (Das haben wir schon immer so gemacht :zwinker: )
Technisch ist es vielleicht nicht mehr zwingend notwendig, weil man selbst 3 oder 4 konvertierungen nicht mal raushört, aber trotzdem ist es eben ein Lossless Codec.
Für Archivierungszwecke sollte man es meiner Meinung nach gleich richtig machen.

Aber du hast recht. Es macht beim aktuellen Effizienzstatus Status der Codecs aus 0815-user-sicht keinen Unterschied, ob man 320 kbit AAC oder ALAC am start hat.
Und viele einige Menschen die ich im Leben getroffen habe sind auch mit ihren 128 kbit WMA-Dateien glücklich.

Ein weiterer Vorteil von Apple Lossless wäre, dass er Frei verwendet werden kann und der Codec Open Source ist. Das sieht bei AAC etwas anders aus.
Ausserdem fühlt er sich im Apple-Universum recht wohl.

p.s.: zum Opus Codec
Die Grafik zum Vergleichen der Qualität hört interessanterweise wirklich bei 128 kbit auf...
Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Opus_(Audioformat)#/media/Datei:Opus_quality_comparison.svg
Bis dahin ist der OPUS-Codec ein Quäntchen besser als aac.
Wie es jenseits der 128 kbit aussieht man nur Raten. Ich denke aber dass es vermutlich wirklich eine Linie sein wird.
So mach ich das auch: zum archivieren das beste Format (bei mir ALAC) - denn runterrechnen kann ich bei Bedarf immer.
Verwalten tue ich die CDs mit Musik.app auf dem iMac und habe es so eingestellt, dass mit dem kopieren von CDs/Titeln/... zum iPhone automatisch auf aac 256 runtergerechnet wird (ist dann also null Aufwand und spart Platz auf dem iDevice)
 

lisanet

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zumal die Datenmenge bei verlustfrei komprimierter Musik, jedenfalls in CD-Qualität ja wirklich noch überschaubar bleibt aus heutiger Perspektive. Der Audio-CD-Standard ist 40 Jahre alt. Das sollte mittlerweile handlebar sein... kein Grund da Informationen wegzuschmeißen
CD-Audio Stereo: 44100 * 16 bit * 2 = 1441,2 kbps
ALAC: 1441,2 kbps * 0,6 (durchschnittl. Kompression) = 864 kpbs => 864 / 8 * 60 = 6,48 MB/min
AAC: 256 kbps => 256 / 8 * 60 = 1,92 MB/min

Bei 30.000 Songs, wie z.B. bei Veritas, mit durchschnittlich 4 min Laufzeit ergäbe der Mehr-Speicherplatz bei ALAC: (6,48 - 1,92) * 30000 * 4 = 547,2 GB

Warum soll man 547 GB Speicherplatz verwenden, wenn man von den Daten nichts hat, sprich man keinen Unterschied hört?
 

jteschner

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CD-Audio Stereo: 44100 * 16 bit * 2 = 1441,2 kbps
ALAC: 1441,2 kbps * 0,6 (durchschnittl. Kompression) = 864 kpbs => 864 / 8 * 60 = 6,48 MB/min
AAC: 256 kbps => 256 / 8 * 60 = 1,92 MB/min

Bei 30.000 Songs, wie z.B. bei Veritas, mit durchschnittlich 4 min Laufzeit ergäbe der Mehr-Speicherplatz bei ALAC: (6,48 - 1,92) * 30000 * 4 = 547,2 GB

Warum soll man 547 GB Speicherplatz verwenden, wenn man von den Daten nichts hat, sprich man keinen Unterschied hört?
1- Plattenplatz kostet doch kaum was
2- ich zumindest habe lieber das verlustlose Original, sonst müsste ich auch keine CDs mehr kaufen
3- was jemand hört oder hören kann, hängt u.a. nicht nur von dem Hörvermögen ab, sondern auch von der verwendeten Hifi-Anlage. Also ich bilde mir zumindest ein mit meiner Musikanlage, die eher in Richtung High-End geht, den Unterschied hören zu können. aber selbst wenn es nur Einbildung ist, so ist mir diese die paar € für 500GB Plattenplatz wert.

Das muss natürlich jeder selbst entscheiden
 

kermitd

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CD-Audio Stereo: 44100 * 16 bit * 2 = 1441,2 kbps
ALAC: 1441,2 kbps * 0,6 (durchschnittl. Kompression) = 864 kpbs => 864 / 8 * 60 = 6,48 MB/min
AAC: 256 kbps => 256 / 8 * 60 = 1,92 MB/min

Bei 30.000 Songs, wie z.B. bei Veritas, mit durchschnittlich 4 min Laufzeit ergäbe der Mehr-Speicherplatz bei ALAC: (6,48 - 1,92) * 30000 * 4 = 547,2 GB

Warum soll man 547 GB Speicherplatz verwenden, wenn man von den Daten nichts hat, sprich man keinen Unterschied hört?
AAC mit 128kbps wurde uns bei Einführung des iTunes Stores ja auch schon als “CD-Qualität” verkauft (und hörte sich im Nachhinein ziemlich bescheiden an).

Ja, ich weiß mit 256kbps sieht die Sache anders aus, und ich hätte sicher meine Schwierigkeiten im Blindtest. Das hört sich schon sehr gut an. Aber, was soll ich sagen, ich genieße das Hören von Musik stärker, wenn ich weiß dass sie nicht verlustbehaftet komprimiert ist. Ob dabei irgendwelche wahrnehmbaren Unterschiede eine Rolle spielen, oder das ganze bloß ein Placebo ist, spielt letztlich keine Rolle. Glücklich macht es mich in jedem Fall und ich muss mir um dieses leidige Thema, welche Unterschiede nun möglicherweise hörbar sind oder nicht schlicht keine Gedanken mehr machen :)
 

Veritas

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CD-Audio Stereo: 44100 * 16 bit * 2 = 1441,2 kbps
ALAC: 1441,2 kbps * 0,6 (durchschnittl. Kompression) = 864 kpbs => 864 / 8 * 60 = 6,48 MB/min
AAC: 256 kbps => 256 / 8 * 60 = 1,92 MB/min

Bei 30.000 Songs, wie z.B. bei Veritas, mit durchschnittlich 4 min Laufzeit ergäbe der Mehr-Speicherplatz bei ALAC: (6,48 - 1,92) * 30000 * 4 = 547,2 GB

Warum soll man 547 GB Speicherplatz verwenden, wenn man von den Daten nichts hat, sprich man keinen Unterschied hört?
5TB 2,5“ liegen bei 100€, also reden wir von 10€ Festplattenkapazität, ein Preis, für den man bei Apple nicht einmal ein Ladekabel bekommt.
Die Frage ist, wer hört was und wo nicht? Im Auto? Mit Rollgeräusch, Motor, Verkehr, Fahrtwind und schlechter Akustik? Unterwegs mit Baustellenlärm, im Fitnessstudio, Kindergeschrei oder auf der günstigen Anlage? Oder daheim mit einer ausgewachsen Anlage, Raumakustik, DSP usw.?

Ist wie dein JPEG/TIFF Beispiel. Ein satt blauer Himmel und eine saftig grüne Wiese oder ein Grauverlauf sehen in sRGB JPEG 8bit auf einem günstigen Monitor genauso aus wie ein 16bit AdobeRGB Bild. Schaust du beide aber auf einen hardwarekalibrierten Monitor mit Normlicht an, sehen beide komplett anders aus.

Wenn ein komprimiertes File z.B. weniger räumlich klingt, ist das nur hörbar, wenn ich eine Anlage habe, die die Bühne überhaupt darstellen kann. Wenn ich die erst in 20 Jahren habe, habe ich die Musik nach wie vor lossless ;)

Mein Odroid C2 klang auch schlechter als der Raspberry mit HiFiBerry DAC+ Pro, das war kein Vodoo.