Photoshop Welche jpg-Speicher-Einstellungen für den Hausgebrauch?

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  1. shortcut

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    Eine Speicherung im JPG-Datenformat ist immer eine verlustbehaftete Komprimierung. Wenn der Ausgangs-Scan bereits als JPG abgespeichert wurde und bei der nachträglichen EBV optimiert und nochmals als jpg abgespeichert wird, dann hat man schon zwei Komprimierungsvorgänge hinter sich! Abgesehen davon: ein JPG hat eine Farbtiefe von 8 Bit/Kanal. Das ist nur wenig Reserve, wenn nachträglich Gradationskurven aufgesteilt oder Tonwerte korrigiert werden müssen. Da kommt es recht schnell zu hässlichen Farbabrissen...
    Die älteren unter uns werden sich vielleicht noch an die Geschichte mit den Audio-Kassetten erinnern: Das Original war okay, die zweite Kopie klang dann schon dumpf und ab der dritten oder vierten Kopie kam dann keine audiophile Freude mehr auf beim Hören...
    Ich würde die Scans grundsätzlich zunächst als 16-Bit-Tiff abspeichern, diese dann optimieren und erst beim finalen "Speichern als" ein möglichst wenig komprimiertes JPG generieren. Die Tiff-Dateien könnte man dann noch irgendwo archivieren und anschliessend vom Arbeitsvolumen löschen.
     
  2. Haskelltier

    Haskelltier unregistriert

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    Beeindruckend, du scannst also 2 Meter große Fotos ein. Darf man fragen woher du die hast und welchen Scanner du dafür nutzt?

    Weil bei Kanten durch das Weglassen von Frequenzen in den fouriertransformierten Daten sichtbare Fehler im Bild entstehen (Kanten werden unschärfer/fransen aus, Artefaktbildung). Bei weichen Farbübergängen können die Abweichungen durch die Kompression absolut gesehen viel größer sein, ein weicher Farbverlauf bleibt jedoch ein weicher Farbverlauf. Und auch wenn die Farbwerte absolut gesehen stärker abweichen, empfindet ein Betrachter diese Abweichungen als weniger störend, da ihm die Referenz fehlt und der geänderte Farbverlauf den Bildinhalt kaum stört.

    Ist halt die Frage, ob der Scanner die angebotenen Auflösungen am Ende auch physikalisch korrekt auflösen kann. Oder anders gesagt, wenn ich zwar mit 2000 dpi scannen kann, der Scanner aber nur 1000 dpi physikalisch auflösen kann, habe ich durch die Vierfache Anzahl Bildpunkte nur eine Vierfache Bildgröße erreicht, die Qualität des Inhalts hat sich dadurch aber nicht wesentlich verbessert.
     
  3. shortcut

    shortcut Mitglied

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    RAW-Dateien einer bestimmten Kamera sind in der Tat nicht davor gefeit, in irgend einer Zukunft einmal als nicht mehr "lesenswert" eingestuft zu werden. So gab es auch mal eine Lightroom-Version, in der die Rohdaten der D30 von Canon (das war die mit ihren damals sensationellen 3,2 MP) nicht mehr lesbar waren. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann RAW-Daten aber auch in standardisierte DNG-Daten überführen. Das geht auch mit dem kostenlosen Adobe DNG-Koverter. Link… https://helpx.adobe.com/de/photoshop/using/adobe-dng-converter.html
     
  4. Veritas

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    Was je nach Software auch nichts nutzt, wenn in den EXIFs der Hersteller steht, der nicht unterstützt wird. Zumal dann auch spezifische Kameraprofile fehlen. Fürs Archiv ok, aber ansonsten lass ich persönlich von DNG die Finger weg.

    Ich meine gelesen zu haben, dass der oben genannte Scanner bei der maximalen Auflösung die beste optische Qualität liefert, da aber natürlich interpoliert, weil die physikalische Auflösung darunter liegt. Demnach müsste man die absoluten Pixelmaße später wieder verringern.
     
  5. casperlarifari

    casperlarifari Mitglied

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    Wenn ich das richtig verstanden habe, scannst du Fotos, keine Negative oder Dias. Wenn du wirklich die Datenmenge begrenzen willst, würde ich diese mit 600 dpi scannen und dann in tiff oder einem anderen unkomprimiertes Verfahren abspeichern.
    Meines Wissens nach, hast du bei einem analog entwickelten Foto mit 600 dpi die Auflösungsgrenze des Fotos bereits überschritten, so dass du mit einer höheren Auflösung nicht mehr Details einfängst.
     
  6. Olivetti

    Olivetti Mitglied

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    es ging ja um den vergleich JPG/PNG. mir ist jedenfalls nicht bekannt, dass in PNG DCT angewendet wurde oder wird.

    freilich. weiter oben wurde ja schon darauf hingewiesen, die optische auflösung zu beachten, welche von mir hier ebenfalls gemeint ist. AFAIK geben alle scannerhersteller diese auch an. und die genannte begrenzung bezieht sich auch wieder auf das jeweilige fileformat (farbtiefe etc.).
     
  7. Lor-Olli

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    Die für den TE vermutlich beste Lösung wird sein, sich ein besonders kritisches Foto auszusuchen und eine Testreihe mit verschiedenen Scaneinstellungen zu machen.

    Hintergrund: Je nachdem wie die Fotos gelagert waren, wie die Qualität des Papiers und der Ausbelichtung ausfällt (vom Profi oder einem der ersten Automaten Fotos in Grossserie…) besagen die reinen Einstellungen des Scanners nur einen Teil der Wahrheit. Ich kenne jetzt nicht die Software dieses speziellen Scanners, aber jeder hat so seine Stärken und Schwächen und das wirkt sich unterschiedlich auf das Ergebnis aus und jeder Nutzer hat andere Ansichten zum Thema "perfekt".

    Ich habe mal mit einem Canoscan 9000 F Dias in maximaler Qualität gescanned, leider zeigte sich auf den Dias ein Pilzbefall den man weder mit einem Projektor noch bei einem einfachen Druck sah, erst ab DIN A 4 konnte man die Punkte in etwa 2 Pixelgröße erkennen - die maximale Auflösung war also hier eher für die Tonne. Da es seltene Aufnahmen mit Familienbildern waren wurden sie nach einigen Versuchen mit einem akzeptablen Ergebnis gespeichert. Akzeptabel auch deswegen, weil durch die Interpolation und Korrektur beim Komprimieren die Fehler nicht mehr zu sehen sind. Der Pilz entstand übrigens durch unsachgemäße Lagerung in einem Keller… Die Bilder waren schließlich etwa 10-12 MB groß
     
  8. Haskelltier

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    Nein, aber jpeg. Deshalb sollte man jpegs bei Graphiken und Logos mit vielen scharfen Kanten nicht verwenden, da es dort unschöne Artefakte gibt. png kann im Gegenzug bei monochromatischen Flächen wie sie häufig in Graphiken und Logos vorkommen eine Menge Speicherplatz sparen. Daher verwendet man in Logos und Graphiken besser png. Bei Photos ist die Kompressionsrate von png hingegen schlecht, mit jpeg ist diese sehr viel besser und die kleinen Abweichungen sieht man bei den üblichen Motiven (und wenn man es nicht übertreibt) praktisch nicht. Daher ist jpeg bei Foto keine schlechte Wahl.

    Es geht nicht nur um die optische Auflösung des Scanners, sondern auch um die Auflösung des gescannten Motivs auf dem Foto. Wenn das nämlich bereits eine geringe Auflösung hat (bei älteren Fotos, gerade aus der prädigitalen Zeit eher die Regel, zumal diese Fotos durch Alterung und Lagerung auch nicht besser werden), bringt mir Scannen mit wesentlich höherer Auflösung nur mehr zu speichernde Daten.
     
  9. Olivetti

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    das wurde doch am anfang schon geklärt.

    ja, aber es ist ja nicht nur aufsicht gemeint, sondern generell (ich bin beim scannen halt immer noch zuerst bei film).
     
  10. casperlarifari

    casperlarifari Mitglied

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    Ich habe auch mal meine Negative und Dias gescannt. Aber der TS sprach von Fotos. Und manchmal hat man halt auch nur noch die Fotos zur Verfügung. Aber ich glaube der TS ist eh schon raus
     
  11. Olivetti

    Olivetti Mitglied

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    ich lese das zwar nirgends raus und laien sprechen i.d.R. ja generell nur von fotos. aber trotzdem kann man das thema allgemein behandeln, auch wenn der TS nicht mehr reinschaut.
     
  12. casperlarifari

    casperlarifari Mitglied

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    Darauf bezog ich mir. Bei Negativen würde ich auch mit maximaler (optischer) Auflösung scannen. Aber bei Fotos sollte bei 600 dpi Schluss sein. Alles andere ist Zeit- und Speicherverschwendung.
    Du kannst aber natürlich Recht haben, dass er mit "Fotos" auch Negative meint. Deshalb hab ich in meinem ersten Post ja nachgefragt.
     
  13. dosenpils

    dosenpils Thread Starter Mitglied

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    Korrekt. Es handelt sich, wie schon zuvor hier geschrieben um den "Epson Perfection V370 Photo" Die Fotos werden auf einem 65" OLED 4k Display wiedergegeben. Zukünftig ist
    es wahrscheinlich dann irgendwann ein 70" mit 5k oder mehr... je nachdem was die Technik in den nächsten Jahrzehnten noch bereitsstellt.
    Scans mit niedrigeren Auflösungen haben selbst bei dem 4k schon sichtbare - wenn auch geringere Qualitätsunterschiede gebracht. Alte Fotos (10x15 oder 14x21) sehen auf einer riesigen
    OLED-Garnitur fantastisch aus, mit etwas Photoshop Nachbearbeitung lässt sich dort noch so manches Detail rausarbeiten. Ich möchte mich jedenfalls nicht in weiteren 10 Jahren ärgern,dass ich das Foto nur mit 3000px oder weniger gescannt habe und ein Neuscan dann wegen der Vergilbung des Papiers noch schlechter wird.
     
  14. dosenpils

    dosenpils Thread Starter Mitglied

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    Dann passt es ja... ein altes 148x210mm Bild wird bei 600dpi ca. die von mir angegebenen 5000px breit.
     
  15. casperlarifari

    casperlarifari Mitglied

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    Na, da sind wir uns ja einig ;)
     
  16. MacEnroe

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    ... und weil 200 ppi im Druck locker reichen, kann man das Bild auch auf 600 mm Plakatgröße
    ausdrucken ohne sichtbare Einbußen. :)
     
  17. Veritas

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    Naja, wenn das Bild mit 300dpi gedruckt wurde, bringen dir 600ppi auch nicht viel. Das Mehr an Informationen müsstest du aus einem Negativ holen. Das Druckraster sieht ja nicht schön aus.
     
  18. dosenpils

    dosenpils Thread Starter Mitglied

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    Nochmal. Ich scanne alte "FOTOGRAFIEN" ein ... Fotochemischer Prozess.... auf Papier....
    Hier wurde nichts gedruckt... nichts mit DPI und PPI.... und schon gar keine Druckraster.
    Der Thread läuft etwas aus dem Ruder und hat mit meiner ursprünglichen Fragestellung gar nichts mehr zu tun.
    Meine Scans sind fertig, sehen fantastisch aus und liegen momentan Lossless vor. Es ging um die Komprimierungseinstellungen in jpeg platzsparend. :D
     
  19. Haskelltier

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    Das Teil kann maximal Din A4 scannen. Ein 2 Meter großes Photo bekommst du damit nicht vernünftig gescannt.

    Die sind aber nicht 2 Meter groß! Wenn du am Ende 5000 px große Bilddateien hast, scannst du diese Bilder nicht mit 72 dpi.

    Auch ein Analogfilm hat nur ein bestimmtes Auflösungsvermögen. Je nach verwendeter Kamera und ob der Fotograf das Motiv vernünftig scharf gestellt hat, kann die reale Auflösung des Bildes auf dem Negativ/Film auch deutlich unter dem Auflösungsvermögen des Films liegen. Und die Fotos auf Papier haben dann noch einmal eine geringere Auflösung. Alterung und Gebrauchsspuren reduzieren diese weiter. Zumindest bei den älteren Photos, die ich bisher in Händen gehalten habe, wären 5000 px schlicht verschenkter Plattenplatz.
    Aber egal, wenn du die alten Fotos mit 5000 px scannst, kannst du auch jpeg mit höheren Kompressionseinstellungen verwenden.
     
  20. JeZe

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    PNG unterstützt verschiedene Modi, von daher wäre zu klären auf was man sich eigentlich bezieht. Im Farbpaletten-Modus werden u.a. Farbnen indiziert.
     
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