Welche Argumentation spricht für und gegen einen Apple

J

JanERDi

Mahlzeit!

Leider ist mir während des Tippens meines Beitrags die Session hier im Forum abgelaufen und beim Posten über Safari ging mein letzter Text dann leider verloren, das wäre mir mit Firefox wohl nicht passiert, eine weiterer Kritikpunkt, aber dazu erst später.

Ich spiele seit letztem Herbst mit dem Gedanken mir ein Laptop zuzulegen, da ich neben Leistung auch immer auf Verarbeitungsqualität und eine ansprechende Optik schaue, schoss ich mich relativ schnell auf das MBP ein.
Vielerorts wurde die neue Revision diskutiert, also wartete ich, leider ist die Revision auch heute nicht veröffentlicht worden.
(Fast) jeder Kauf eines technischen Produkts bringt Kompromisse mit sich, die der Kunde beim Kauf bewusst -oder unbewusst eingehen muss.
Im Herbst erschienen mir diese bei Apple sehr gering, ich muss aber zugeben, dass mir diese, desto länger ich mich mit Apple beschäftige, umso sauerer aufstoßen.

Da dies hier aber kein Hass und "Schlag mich tot" Thread darüber werden soll wie vermeindlich "scheiße" Apple ist, würde ich gerne von euch einige ausführlich! niedergeschriebene Antworten erhalten, wieso IHR euch für oder gegen ein Appleprodukt entscheidet/entschieden habt. Interessant wäre für mich dabei, ob ihr nur aufgrund technischer Daten oder auch aufgrund der Firmenpolitik entscheidet.

Da ich mich weder zu den Anhänger noch zu den Hassern von Apple zähle, würde ich gerne einfach eine kleine Liste meiner Eindrücke mit zur Diskussion stellen, ihr könnt mir da dann zupflichten, mit mir drüber diskutieren, oder mich wenn ich falsch liege vielleicht sogar aufklären.

Positives:

Design: Ich verstehe es nicht, aber bis heute hat es neben Apple noch kein großer Elektronikhersteller geschafft eine komplette Produktpalette mit für mich optisch ansprechenden Produkten auf den Markt zu bringen. Natürlich ist Geschmack subjektiv, aber gerade durch den Erfolg des IPods sollte doch offensichtlich sein, dass eine Vielzahl von Menschen für ein schlichtes Design zu begeistern sind, das in einer schön eingerichteten Wohnatmosphäre einfach nicht als Fremdkörper, sondern als Teil des Ganzen in Erscheinung tritt. Hier muss man Apple ein großes Kompliment aussprechen, da sie dadurch technische Neuerungen auch für einen nicht so technischafinen Markt ansprechender machen und somit auch die technische Entwicklung nicht unentscheidend vorantreiben.

Umweltfreundlichkeit: Da ich meine Zeit neben dem Computer am liebsten auf Mountainbike, am Fussball, im Kletterseil, am Golfschläger oder bei welcher anderen sportlichen Aktivität auch immer, in der Natur verbringe und ich mich für meine körperliche Verfassung auch versuche gesund und unbelastet zu ernähren stellt die Natur als meine Lebensgrundlage natürlich auch einen großen Interessenbereich meinerseits da. Hier schien Apple einige Zeit im Clinch mit einigen großen Umweltverbänden, allen voran Greenpeace, gelegen zu haben, sei es nun durch Al Gore, oder einfach aus marketingtechnischen Gründe, so scheint Apple z.B. durch das Verbauen von LED-Schirmen hier aber auf dem richtigen Weg, auch langsam zur Spitze der Industrie was diesen Bereich angeht, zu sein, was ihnen meinerseits auf jeden Fall positiv angerechnet wird.

Nun zum Negativen, das mich immer mehr zweifeln lässt:

Apple feiert sich (und lässt sich gerne von seinen Macis feiern) als Firma, die revolutionär und qualitativ hochwertig und dazu noch stylisch ist.
Leider bekomme ich, wenn ich das Forum hier nicht fehlinterpretiere, langsam einen etwas anderen Eindruck von Apple. Versteht mich nicht falsch, liest man ein Forum eines bestimmten Herstellers, so wird man dort immer konzentriert mit den Problemen der Produkte des Herstellers konfrontiert, dies ist für mich auch kein Grund zur Unruhe, unruhig stimmen mich aber die Artungen der Probleme.
So tauchen immer und immer wieder Probleme mit Lüftern und Festplatten in Macs auf, außerdem wird immer wieder nach dem Verbauen von RAM gefragt und die Nachrichten des Airs hauen für mich in die selbe Kerbe.

Apple, und dies ist langsam kein Geheimnis mehr, verbaut in Anbetracht des Preises und der restlichen Harware minderwertige Festplatten und Lüfter, für mich eine Frechheit, da dies meiner Meinung nach nicht darauß resultiert, dass dies die Produktionskosten ungeahnt in die höhe treiben würde, es werden einfach wenige Dollar/Euro gespart um den Gewinn zu steigern und dies auf Kosten der Sicherheit der Daten des Kunden sowohl als auf dessen Gehör, das ist nicht revolutionär, genausowenig ist dies für mich stylisch noch spricht es von Qualität, denn ein qualitatives Produkt ist für mich rund, von vorne bis hinten stabil, ein Mac ist das häufig nicht. Hier sollte man also nicht so große Töne spucken, aber da niemand sein hart aufgebautes Image verwirft, sollte man lieber die Produktion anpassen, damit dieses Image auch der Wahrheit entspricht UND/oder die Garantie auf in Europa übliche zwei Jahre anheben, kostenlos, ist man revolutionär und kundennah sogar auf drei oder fünf.
Viele Zusatzgeräte für den Mac kann man nur über Apple beziehen, dies hat aufgrund geringerer Stückzahlen seinen Preis, auch wenn wir alle wissen, dass dort nochmal kräftig abkassiert wird, das ist eben der Markt und es ist auch in Ordnung, beim RAM ist es das nicht, es ist Wucher, auch hier sollte man seine Politik ändern.
Schlussendlich zum Air, die Keynote im Januar war die erste die ich mir angeschaut habe, beeindruckend, einige CEOs großer Firmen, nette Features und dann das Air, wow, nicht schlecht, sau flach, ziemlich viel Technik drin, Intel die sich ein Bein ausreißen um einen Chip für das Ding hinzubekommen. Doch die Freude über dieses Gerät verfliegt wohl spätestens jetzt wo die Probleme mit dem Air bekannt werden. Wären es wenigstens Kinderkrankheiten, aber von ein Gerät das ich Air nenne weil es außschließlich wireless genutzt werden soll und für unterwegs gedacht ist darf ich einfach nicht 3 Wochen später behaupten sein WLAN sei langsam, unstabil und unsicher (mir ist bewusst dass das auf jedes WLAN zutrifft), man könne sich ja Zusatzgeräte kaufen :eek::confused: und das mit den Kopfhörern tue einem leid, aber es gäbe ja passende im Apple Store, das ist einfach nur eine Frechheit, hätte ich 1700€ in das Ding gesteckt, ich würde an die Decke gehen. Mir darf als Weltkonzern einfach nicht passieren ein Produkt ohne Ethernetanschluss zu bauen und meine Kunden somit ausschließlich von WLAN abhängig zu machen um dann drei Wochen nach der Veröffentlichung festzustellen wie schlecht das alles funktioniert und das für 1700€ und obendrauf kommt noch die Frechheit mit den Kopfhörern, die für mich anders als das erste Problem ganz bewusst herbeigeführt wurde um noch mehr Geld zu verdienen, denn wenn ich eine milliardenschwere Firma bin und so ein Produkt konstruiere, dann schick ich meine angestellten direkt nach Taiwan in die Fabrik jedes einzelnen Headsetherstellers um sicher zu sein dass nicht nur die aktuellen Headsets passen sondern auch die die in einem Jahr auf den Markt kommen, das kann von mir bei diesem Preis vom Kunden auch einfach verlangt werden, gerade wenn ich nur drei Anschlüsse in einem Gerät verbaue...

So nun zu meinem letzten Punkt, den Fragen:
Fragt man warum man sich einen Mac zulegen soll, bekommt man OS X zu hören und dies ist wohl auch der Grund, allerdings habe ich bis heute noch keine detailiertere Antwort als "Stabilität" "work flow" oder "Geräteanbindung" gehört, genau zu diesen drei Punkten hätte ich nun gerne eine ausführliche Antwort:
Wieso redet man im Mac-Lager von Stabilität, wenn man auch hier im Forum liest dass Macs abstürzen oder nicht booten nachdem OS X geupdatet wurde?
Was am "work flow" von OS X ist denn so viel angenehmer und was so häufig behauptet wird "schneller" als z.B. in XP?
Wie funktioniert die Geräteanbindung, dass sie in OS X so problemlos sein soll, hier habe ich allerdings auch schon gegenteiliges gelesen, und in XP nicht, warum hat der Mac für alles einen Treiber und XP sollte dies nicht haben? Wenn der Mac so viele Treiber hat, kann es nicht auch sein dass diese immer schon uralt, langsam und unvorteilhaft sind? Wenn ein Gerät an einem Mac nicht erkannt wird, was dann?

Dies sind alles ernstgemeinte Fragen und Aussagen, ich bin weder ein Apple Anhänger noch Hasser, ich würde mich lediglich gerne einer neuen Herausforderung in Form von OS X stellen, stimmt mir zu, widersprecht mir, überzeugt mich, ich freue mich über eure Beiträge

Danke im Voraus

Jan
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

s40convert

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Zu deiner Beobachtung was Qualitaet der Geraete angeht:
In jedem Forum, egal ob es um Apple, BMW oder Kaffeemaschinen geht, wirst du hauptsaechlich von Problemen lesen. Schliesslich ist das der Sinn des Forums!
Es will sicher keiner wirklich wissen das ich seit 1991 jeden Tag mit Macs arbeite, noch nie ein System neu aufsetzen musste, noch nie Datenverlusst hatte, und das obwohl ich mir sicherlich wenig Muehe gebe mein System "optimal" einzurichten.
Und ich gehe mal davon aus das auch hier im Forum die Mehrzahl der User nicht jeden Tag mit Problemen zu kaempfen haben!
 
J

JanERDi

Hey s40convert, das ist mir bewusst, das habe ich ja auch schon geschrieben, ich bemängele auch nicht die Qualität der Macs an sich, Alugehäuse, Tastaturen, die LED-Schirme nun nachdem sie die Kinderkrankheiten überstanden haben, könnten sich alle bestimmt sehr gut sehen lassen, es geht mir hier eher um die von mir genannten Teile Festplatte und Lüfter, wobei ich es mir beim RAM auch gut vorstellen aber nicht beweisen kann, aber irgendwie befürchte ich, dass hier auch gerne gespart, noname gekauft, wird, da diese Teile einfach gerne als "Mitbringsel" vom Rest des Computers gesehen werden und ihr Wert gerade beim Kunden und dann natürlich auch gern beim hersteller extrem unterschätzt werden...
 

kgg

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Ich kann mich da dem Vorredner nur anschliessen. Seit knapp 1.5 Jahren bin ich nach 18 Jahren Wintel zu Apple gewechselt und bin auch heute noch begeistert wie am ersten Tag. Ich finde immer noch, dass mein MBP das schönste Notebook ist, das es zu kaufen gibt.

Und was das Arbeiten damit angeht: Einfach klasse. Ich hatte bis heute noch nicht das geringste Problem, und ich nutze es professionell (SW-Entwicklung). OS X ist einfach genial und last not least ist ein Mac die einzige Maschine, auf der ich die 3 zur Zeit massgebenden Betriebssysteme laufen lassen kann.

Aber das schreibe ich, wie wahrscheinlich auch die überwiegende Mehrheit der zufriedenen Apple-Kunden, nicht jeden Tag hier ins Forum.
 

McOdysseus

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Jan, tu mir bitte mal den Gefallen und bau ein paar Absätze in deinen Text ein, dann wäre er wesentlich einfacher zu lesen. :)

(Du kannst aber auch mit [ list ][*][ /list ] eine Liste erstellen, wobei du die Leerstellen in den eckigen Klammern weglassen mußt und [*] einen neuen Aufzählungspunkt markiert.)

Gruß
McO
 
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JanERDi

Ihr sagt dass das Arbeiten mit OS X klasse/einfach/sicher ist, nun nutze ich schon seit Jahren Windows und hatte ebenfalls nie Probleme die darüber hinausgingen, dass ich nachdem ich einen Rechner neu zusammengestellt habe 1-2 Abstürze hatte, die aber allesamt auf Fehler meinerseits zurückzuführen waren. Sprich, entweder hatte ich Glück, oder vielleicht bin ich einfach auch nur einen Tick geschickter als der gewöhnliche Windowsnutzer und habe mir noch nie einen Virus oder Trojaner eingefangen, hatte nie Bluescreens oder ähnliches, welche Vorteile würden MIR also bei OS X bleiben, empfindet ihr das System auch als schneller, wenn ja warum?
 

Loxter

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Hat dein Windows jemals unaufgefordert von sich aus simpel und schnell ein Backup gemacht?
Also meins nicht...
Leopard macht das hier alle paar Stunden.

Zu den Festplatten: In meinem Windowsmaschinen hatte ich immer Seagtefestplatten. Keine davon ging auch nur einmal kaputt.
Meine Maxtor dagegen zweimal in nur einem Jahr.
Umso erfreuter war ich, als ich gesehen habe, dass in meinem Macbook eine Seagteplatte steckt.
Ist ein gebrauchtes MacBook und die verbaute Platte macht seit 2 Jahren tadellos ihre Arbeit.
 

Saugkraft

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Langer Breitrag.. Wow.

Ich werf dir mal 2-3 Features in den Raum, die für sich genommen nicht spektakulär sind, aber zeigen, dass bei Apple die Usability im Vordergrund steht..

- Intelligent: Beim Macbook merkt sich OS X, auf welche Lautstärke man den Kopfhörer eingestellt hatte. Selbst wenn man zwischendurch mit den eingebauten Lautsprechern die Nachbarschaft beschallt hat, kriegt man beim Einstöpseln der Kopfhörer keinen Hörschaden.
- Integration: Apple liefert Software wie das Adressbuch, Mail, iCal mit, die hervorragend zusammen arbeiten. Bekomme ich eine Mail von jemandem, dessen Bild im Adressbuch hinterlegt ist, wird das Bild auch in Mail angezeigt. Ähnlich gut ist die Integration von iMovie, iTunes, iPhoto..
- Arbeitshilfen: Exposé, Stacks, Spaces, Dashboard.. Kleine Gimmicks, die für manche überflüssig sind aber für den tastaturgeübten "Poweruser" eine unglaubliche Arbeitserleichterung sind.

Ich kann die Liste im Positiven (Brenn-Ordner, Größenänderung des Docks, Ein Ordner für Programme, Keine Registry..) wie im Negativen (Scheiß-Sortierung des Finders, Time-Machine ist umständlich und sichert nicht im Netz, klobige Schriftarten der Oberfläche..) endlos weiterführen. Aber jeder arbeitet anders und jeder sieht andere Vorzüge und Schwächen.

Eins ist bei OS X aber definitv besser als bei Microsoft Produkten (ich sage bewusst nicht Windows, weil Windows letztlich eine Summe vieler Microsoft Technologien ist, die nicht alle vom eigentlichen Windows-Entwicklerteam stammen):

Bei Apple denkt man zuerst an den Anwender. Was will er, was tut er, wie arbeitet er? Und dann werden neue Technologien eingebaut und neue Gimmicks geschaffen.

Bei Microsoft wird sehr oft zuerst aus Entwicklersicht gedacht. Welche neuen Technologien hat Team xy in der Mache, wie kann ich sie integrieren, welche neuen Tools und Features kann ich einbauen? Und erst dann wird darüber nachgedacht, wie man es für den Anwender hübsch verpacken kann.

Apple baut Werkzeuge, Microsoft entwickelt Technologien. Das ist eine Frage der Zielsetzung und der Firmenstruktur. Microsoft hat Software, die wird Apple in dieser Güte niemals im Alleingang entwickeln können (bevor jetzt ein Fanboy zetert: MS SQL Server, Visual Studio, Active Directory sind in dieser Form unerreicht am Markt). Dazu fehlen Apple die Ressourcen. Andersrum ist das das Manko bei Microsoft. Die haben unglaubliches technisches Know-How, ihnen fehlt aber die Fähigkeit, das in schlanke Produkte zu integrieren.

Kurzgefasst also: Ein Mac ist ein hervorragendes Werkzeug. Ein Mac kann nicht alles stemmen, ist aber für Einzelpersonen und kleine Teams im Hinblick auf Usability absolut unerreicht.

Im Gegenzug bietet Microsoft Technologien, die für Unternehmen mit tausenden Mitarbeitern für ein hohes Maß an Produktivität sorgen. Leider hakt es an der Integration dieser Technologien beim Endnutzer. Denn ist im Zweifelsfall eine Einzelperson und braucht 60% der Möglichkeiten nicht sondern hat im Gegenteil damit zu kämpfen.
 

Saugkraft

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Hat dein Windows jemals unaufgefordert von sich aus simpel und schnell ein Backup gemacht?
Also meins nicht...
Leopard macht das hier alle paar Stunden.
Unaufgefordert? Das glaube ich nicht. Time-Machine muss einmalig bedient und eingestellt werden. Vista kann das auch. Von Haus aus.
 
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berbel01

Ihr sagt dass das Arbeiten mit OS X klasse/einfach/sicher ist,...
du solltest bei win bleiben :)
Ich habe mir einen Mac geholt, weil ich nun stressfreier arbeiten kann und mir keine Sorgen über defrag, Registrierungen, Sicherheit machen brauch... anmachen, arbeiten, ausmachen.... das war es auch schon...
Wie langweilig ist Mac OS? Nix für chronische "ich muss mein System optimieren" :)
 

Multe

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Diese Probleme mit Lüftern und Festplatten kann ich nicht bestätigen. Ist ja auch klar, bei uns laufen nur 2 Macs, die aber sehr gut.
Unser iBook G4 hatte mal ein Problem, das ständig der Lüfter lief. Bei der Fehlersuche kam raus, dass es kein HW Fehler war, sondern Spotlight abgeschossen war. Der Prozess war ständig im Hintergrund am rödeln und hat die Temperatur hoch getrieben und den Akku leergesaugt.
Einfach Spotlight neu aufsetzen (einfach mithilfe dieses Forums geschafft), fertig.
Seit ich meinen iMac habe, kann ich wirklich mal die Zeit nutzen, ohne irgendwas am System zu schrauben.
Ich hatte jahrelang Windows und da gab es oft kleinere Probleme. Linux hatte ich auch 2 bis 3 Jahre im Einsatz und auch dort waren einige Kleinigkeiten, die mich Zeit gekostet haben.
Seit dem iMac läuft alles was ich will. Klar gibt es Verbesserungsmöglichkeiten, die liegen aber in meinem persönlichen Umfeld und sollen mir die Arbeit erleichtern. Out of the box ist Mac OSX für mich das beste Betriebssystem, welches ich bisher genutzt habe.

Die Probleme mit dem MBA finde ich schade, aber ich denke das werden die Techniker von Apple auch noch lösen. Wenn man den deutschen Markt betrachtet, ist ein Mac heute kein Geekgerät mehr, sondern ein stylishes (Status)Symbol. Das fing mit den iPods an und geht mit dem iPhone weiter. Auch am Flughafen sehe ich jetzt deutlich mehr mobile Macuser als vor 1 bis 2 Jahren. Macs sind teilweise IN.
Ich hab mir den Mac nur gekauft, weil meine Freundin ein iBook hatte und ich total angetan war, von dem OS und dem Gerät, nicht weil ich dann einen 24" iMac mit Apfel auf dem Tisch stehen habe und mit einen Apfel aufs Auto kleben kann (bis heute liegt der Aufkleber in der Schublade)
Gruß Malte
 
J

JanERDi

Hat dein Windows jemals unaufgefordert von sich aus simpel und schnell ein Backup gemacht?
Also meins nicht...
Leopard macht das hier alle paar Stunden.

Nein, aber so häufig wäre das bei mir auch nicht notwendig, wichtige Daten werden bei mir sowieso immer sowohl auf die interne als auch auf die externe Festplatte gespeichert. Das mache ich per Hand, da ich aber als Student nun nicht SO häufig mit wichtigen Daten hantiere sondern eher mit Briefen, die ich im Notfall auch nochmal tippen würde, ist dies ein nettes, aber für mich nicht ausschlaggebendes Feature
 
J

JanERDi

Langer Breitrag.. Wow.

Ich werf dir mal 2-3 Features in den Raum, die für sich genommen nicht spektakulär sind, aber zeigen, dass bei Apple die Usability im Vordergrund steht..

- Intelligent: Beim Macbook merkt sich OS X, auf welche Lautstärke man den Kopfhörer eingestellt hatte. Selbst wenn man zwischendurch mit den eingebauten Lautsprechern die Nachbarschaft beschallt hat, kriegt man beim Einstöpseln der Kopfhörer keinen Hörschaden.
- Integration: Apple liefert Software wie das Adressbuch, Mail, iCal mit, die hervorragend zusammen arbeiten. Bekomme ich eine Mail von jemandem, dessen Bild im Adressbuch hinterlegt ist, wird das Bild auch in Mail angezeigt. Ähnlich gut ist die Integration von iMovie, iTunes, iPhoto..
- Arbeitshilfen: Exposé, Stacks, Spaces, Dashboard.. Kleine Gimmicks, die für manche überflüssig sind aber für den tastaturgeübten "Poweruser" eine unglaubliche Arbeitserleichterung sind.

Ich kann die Liste im Positiven (Brenn-Ordner, Größenänderung des Docks, Ein Ordner für Programme, Keine Registry..) wie im Negativen (Scheiß-Sortierung des Finders, Time-Machine ist umständlich und sichert nicht im Netz, klobige Schriftarten der Oberfläche..) endlos weiterführen. Aber jeder arbeitet anders und jeder sieht andere Vorzüge und Schwächen.

Eins ist bei OS X aber definitv besser als bei Microsoft Produkten (ich sage bewusst nicht Windows, weil Windows letztlich eine Summe vieler Microsoft Technologien ist, die nicht alle vom eigentlichen Windows-Entwicklerteam stammen):

Bei Apple denkt man zuerst an den Anwender. Was will er, was tut er, wie arbeitet er? Und dann werden neue Technologien eingebaut und neue Gimmicks geschaffen.

Bei Microsoft wird sehr oft zuerst aus Entwicklersicht gedacht. Welche neuen Technologien hat Team xy in der Mache, wie kann ich sie integrieren, welche neuen Tools und Features kann ich einbauen? Und erst dann wird darüber nachgedacht, wie man es für den Anwender hübsch verpacken kann.

Apple baut Werkzeuge, Microsoft entwickelt Technologien. Das ist eine Frage der Zielsetzung und der Firmenstruktur. Microsoft hat Software, die wird Apple in dieser Güte niemals im Alleingang entwickeln können (bevor jetzt ein Fanboy zetert: MS SQL Server, Visual Studio, Active Directory sind in dieser Form unerreicht am Markt). Dazu fehlen Apple die Ressourcen. Andersrum ist das das Manko bei Microsoft. Die haben unglaubliches technisches Know-How, ihnen fehlt aber die Fähigkeit, das in schlanke Produkte zu integrieren.

Kurzgefasst also: Ein Mac ist ein hervorragendes Werkzeug. Ein Mac kann nicht alles stemmen, ist aber für Einzelpersonen und kleine Teams im Hinblick auf Usability absolut unerreicht.

Im Gegenzug bietet Microsoft Technologien, die für Unternehmen mit tausenden Mitarbeitern für ein hohes Maß an Produktivität sorgen. Leider hakt es an der Integration dieser Technologien beim Endnutzer. Denn ist im Zweifelsfall eine Einzelperson und braucht 60% der Möglichkeiten nicht sondern hat im Gegenteil damit zu kämpfen.

Danke, das war mir ein wirklich hilfreicher Beitrag, da ich Student bin und meine Vollzeitarbeitstage wohl noch einige Tage in der Zukunft liegen, ich mit Informatik über das Bedienen meines eigenen Rechners hinaus nichts am Hut habe und die von dir genannten Microsoftprodukte bis dato also nie genutzt habe, wäre dieser Beitrag mal ein starkes Plus für Apple :)
 

naavv

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Beim Macbook merkt sich OS X, auf welche Lautstärke man den Kopfhörer eingestellt hatte.

...

Ich kann die Liste im Positiven (Brenn-Ordner, Größenänderung des Docks, Ein Ordner für Programme, Keine Registry..)

EIn Ordner für Programme! Das war damals auch für mich der Grund zum Wechsel ;-) Die Größenveränderung hat mich dann völlig verzaubert. Also ich kann mir kaum vorstellen wie Apple das toppen will.
 

Hotze

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Niemand zwingt Dich dazu einen Computer oder andere Produkte der Firma Apple zu kaufen oder zu benutzen. Es gibt viele Alternativen.

Das Du in einem Forum von Problemen liest ist ganz normal. "Alles Supi, keine Probleme"-Threads interessieren hier auch niemanden und das ist auch nicht der Sinn dieses Forums.

Ich kann nur für mich sprechen. Ich habe hier 56 Apple Rechner, vom Notebook bis zum Server und ich hatte nie irgendwelche heftigen Probleme. Das mal eine Festplatte abraucht oder Software nicht so will wie sie soll ist normal.
Aber in einer Produktivumgebung wie hier möchte und kann ich mich nur auf Apple Rechner verlassen. Mit den 20 Winrechnern hier habe ich mehr Probleme in einer Woche, als mit allen anderen im ganzen Jahr.

Zufall? Glück? Ich weiß nicht...
 

HerrZiegenspeck

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Konkret: Bei Windows hast Du oft ein bis vier schritte mehr um eine einfache Sache zu erledigen.

Drag und Drop geht nicht immer und nicht so konsequent wie beim Mac.

Outlook ist ein Krampf, mit kleinen fisseligen Icons (kann aber viel, zugegeben)
Mail ist übersichtlich klar und erfüllt seine Aufgabe, ohne dass man lange rumpfisteln muss.

Ebenso das Adressbuch. Ical, Mail und Adressbuch, Rechtschreibprüfung, Drag and Drop: Das ist alles aus einem Guss, die Zusammenarbeit funktioniert ohne Mucken.

Der Finder ist praktischer: Exposee, aufspringende Ordner, Coverflow.


Wenn Du schon kapiert hast, dass in einem Forum vor allem Probleme gewälzt werden, warum verstehst Du dann nicht, dass hier auch über Instabilitäten geredet wird? Das ist doch nicht Repräsentativ.

Eine Sache verstehen heißt zu wissen, was der Fall ist, wenn die Sache Realität ist... ;)

Ich meckere auch über Leopard. Aber das ist meckern auf hohem Niveau, auf dass das Niveau noch höher werde!

Mit Windows vergleichen wir hier gar nicht erst.
 

Loxter

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Unaufgefordert? Das glaube ich nicht. Time-Machine muss einmalig bedient und eingestellt werden.

Einmalig, dann muss ich mich um nichts mehr kümmern.
Ich weiss noch genau, wie ich mich zuerst mit DVDs rumgequält hab die ich immer kurz bevor ich das Backup auf ihnen gebraucht hab weggeschmissen hab oder an Norton Ghost der zwar seine Arbeit nach langwieriger Konfiguration meistens zufriedenstellend gemacht hat, aber das System in die Knie gezwungen hat und das Wiederherstellen sehr umständlich im Vergleich zur TimeMachine ist.

Natürlich ist die TimeMachine nicht DAS Killerargument aber eines -wie Saugkraft es so schön nannte- Werkzeuge die dir den Alltag unheimlich erleichtern. Die Liste kann man natürlich beliebig fortsetzen: SpotLight, QuickLook etc.
 
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JanERDi

du solltest bei win bleiben :)
Ich habe mir einen Mac geholt, weil ich nun stressfreier arbeiten kann und mir keine Sorgen über defrag, Registrierungen, Sicherheit machen brauch... anmachen, arbeiten, ausmachen.... das war es auch schon...
Wie langweilig ist Mac OS? Nix für chronische "ich muss mein System optimieren" :)

So einfach möchte ich es mir aber nicht machen, ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber auch diese Art mit "Neulingen" umzugehen, die einem von Mac-Benutzer-Seite aus leider häufiger begegnet ist mir fremd und ich frage mich warum man nicht auch auf freundliche und untertonfreie Weise mit einer fragenden Person umgehen kann...
 

naavv

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fand an berbels äußerungen nicht schlimmes. sei froh, dass dir überhaupt jemand was äußert. ich will dir jetzt nicht zu nahe treten aber hast du mal das einsteiger-forum durchwühlt? dort gibt es dutzende von leute die switschen wollen und einen haufen fragen haben.

entweder man will einen mac oder man will überzeugt werden. letzteres werd ich nicht machen denn man muss sich selber informieren/überzeugen.
 
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JanERDi

Konkret: Bei Windows hast Du oft ein bis vier schritte mehr um eine einfache Sache zu erledigen.

Drag und Drop geht nicht immer und nicht so konsequent wie beim Mac.

Outlook ist ein Krampf, mit kleinen fisseligen Icons (kann aber viel, zugegeben)
Mail ist übersichtlich klar und erfüllt seine Aufgabe, ohne dass man lange rumpfisteln muss.

Ebenso das Adressbuch. Ical, Mail und Adressbuch, Rechtschreibprüfung, Drag and Drop: Das ist alles aus einem Guss, die Zusammenarbeit funktioniert ohne Mucken.

Der Finder ist praktischer: Exposee, aufspringende Ordner, Coverflow.


Wenn Du schon kapiert hast, dass in einem Forum vor allem Probleme gewälzt werden, warum verstehst Du dann nicht, dass hier auch über Instabilitäten geredet wird? Das ist doch nicht Repräsentativ.

Eine Sache verstehen heißt zu wissen, was der Fall ist, wenn die Sache Realität ist... ;)

Ich meckere auch über Leopard. Aber das ist meckern auf hohem Niveau, auf dass das Niveau noch höher werde!

Mit Windows vergleichen wir hier gar nicht erst.

Wie soll ich es erklären, der Punkt ist, dass hier Windows teilweise angegangen wird, als würde es jeden Moment auseinanderfallen, doch stammen dort viele Probleme auch vom Anwender, zumindest beklagen sich die Freunde meinerseits, die ihren Rechner im Mediamarkt vermeindlich "praktisch und fertig" kaufen unverhältnismäßig viel häufiger als diejenigen, die das Verständnis haben einen Computer software -wie hardwaretechnisch aufzubauen. Ich unterstelle Leuten die in diesem Forum hier angemeldet sind und auf mehr als 50 Posts kommen einfach einmal, dass sie auf Apple Seite zu dem Stamm an Nutzern gehören, zu dessen Stamm die meinigen Freunde gehören, die einen Rechner soft -wie hardwaretechnisch aufziehen können, wenn man von denen aber schon wenige Minuten nach dem Update auf 10.5.2 liest, dass ihre Macs nichtmehr laufen, wirft das für mich natürlich die Frage auf, ob das teilweise so in den Himmel gehobene OS X wirklich so narrensicher ist.
Verstehen wir uns jetzt besser :) ?
 
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