Wann habt ihr das letzte mal einen Film mit "wow"-effekt gesehen? (Teil 2)

Difool

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Tja… der Sohnemann von Anthony Perkins, Oz Perkins, hat mal wieder was gemacht, was mich doch nachhaltig beschäftigt.
Aber kurz vorweg – bin quasi ein Fan des Schauspiels von Sophia Lillis geworden und so auf folgenden Film aufmerksam geworden:
GRETEL & HÄNSEL

Mit "Grimmscher Vorlage" und ebenso ehrlich krude und schlicht gerade heraus.
Schöne Ideen bei den Kameraführungen und visuellen Einstellungen – bei stetig sehr guter atmosphärischer Akustik.
Es wird viel durch visuelle Darstellungen und "situationsbedingter Mimik" erzählt.
So-zu-sagen mehr deutsches Märchen als Disney je im Stande sein wird darstellen zu können.

Mir gefiel der Streifen hinterher immer besser, weil er im Gedächtnis bleibt; weil auch eben Sophia Lillis etwas schafft.
Zu ihr dann später noch was in dem Serien-Thread.

Aber nun der Trailer von – ein etwas ruhiger, aber dafür auch etwas "avantgardiger" anmutender Film der Märchenerzählung:

GRETEL & HÄNSEL Trailer:


@punkreas
check den mal aus. :teeth:
 

DomAdAstra

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Wenn ich an Filme denke kommen mir diese als erstes in den Sinn:

Avatar - Aufbruch nach Pandora -> Story, Optik und Sound sind WOW, auch heute noch einer meiner liebsten Filme und so scharf auf den nächsten Teil

Star Wars 3 Rache der Sith -> Selten so auf einen letzten Film einer Reihe hingefiebert, nach dem Film emotional ein Wrack xD

Harry Potter 1 - Stein der Weisen -> Für mich einer der magischsten Filme bisher

Herr der Ringe Trilogie- dazu muss ich wohl nichts sagen ;)

Matrix Trilogie - sehr interessante Story und Konzepte

Star Trek 2,3,4 und 6 😎
 

Ezekeel

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Star Wars 3 Rache der Sith -> Selten so auf einen letzten Film einer Reihe hingefiebert, nach dem Film emotional ein Wrack xD

Ich bin der Meinung, dass der Film viel besser ist als sein Ruf. Klar, er hat den typischen Lucas'schen Overkill an CGI, aber Hayden Christensen macht seine Sache eigentlich sehr gut. Und alleine die Eröffnungssequenz mit der Schlacht über Coruscant war das Eintrittsgeld wert.
 

Difool

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Danke für den tipp! Trailer und andere kritiken hauen mich jetzt nicht sofort um. Aber die bilder sind vielversprechend schön. Irgendwie ein film für junge frauen, oder? Hast du den im kino gesehen?
Im Bett-Kino – also auf'm iPad mit Kopfhörer.
Der haut einen auch nicht direkt um, viel mehr ist es einfach die Anmutung und filmische Umsetzung mit den Elementen die da eingesetzt werden.
Das Gefühl, welches transportiert wird, kommt diesem Märchen entgegen; und hier ist Gretel die Hauptperson, was auch der Geschichte letztendlich dient.
Interessantes Ende.
Sophia Lillis gefiel mir schon gut bei der letzten "It (Es)" Verfilmung.
"Irgendwie ein film für junge frauen"… :crack:
 

Postulatio

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Ich fand den Film verdammt gut.
Klar für diejenigen, die die vorherigen Verfilmungen gesehen haben, wird es nicht viel neues geben, aber das Tempo war großartig, die schauspielerische Leistung meiner Meinung nach auf den Punkt, der Soundtrack der Hammer, und insgesamt hat der Film die Atmosphäre der Geschichte viel, viel besser getroffen als alles, was es bisher gab.

Dass du findest, dass viele Elemente aus Dune schon in anderen Filmen vorkommen liegt ganz einfach daran, dass die Geschichte von Dune maßgeblich viele dieser Filme inspiriert hat. Das Buch ist von 1965.
Du beschwerst dich bei der Verfilmung von Herr der Ringe doch auch nicht, dass es Zauberer und Orks schon in anderen Filmen davor gab.

Dann bin ich vielleicht mit falschen Erwartungen in den Film gegangen - wenn man bedenkt, dass das Buch so alt ist, und auch der neue Film nur ein Remake des Films aus den 80ern ist, darf man wirklich keine innovative Geschichte erwarten.
 

Jaenis

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War "nur" im ZDF.
Hat mich aber tagelang umgetrieben…

Freies Land

+++

Wenn es aber darum geht, den beeindruckendsten Film ever, war das für mich Anfang der 80er

THE WALL

Hier hatte ich den Film des Doppelalbums von Pink Floyd ziemlich arg simular zu meinen Gedanken gewesen, noch dazu war für damalige Verhältnisse der Sound dazu echt real und irre (besonders die Szene in dem sein Vater durch Luftangriffe ums Leben kam). Aber wahrscheinlich bin ich für Euch bzw, den Faden diesbezüglich zu alt dafür.:teeth::zwinker:
 

McOdysseus

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Ein negatives "WOW!"

"Dune" - zumindest angesichts der allgegenwärtigen Lobhudelei.

Ein bildgewaltiges Spektakel - das der Geschichte keine neue Facette hinzufügt. Klar, Hintergründe werden besser beleuchtet, als in der Version aus dem 80ern. Das ist aber jedem, der das erste Buch gelesen hat hinlänglich bekannt. Kein Aspekt wird wirklich neu interpretiert oder gedeutet, es fehlt fast komplett jede inhaltliche Innovation. Warum liest Guerney Halek in seiner Taschenbibel und gibt in zwei Sequenzen bilbelversartige Zitate von sich? Was ist in den 8000 Jahren zwischen heute und der Handlung passiert? Eine Andeutung, daß Duncan Idaho noch eine lange "Existenz" als Klon bevorsteht und deren Begründung hätte vielleicht etwas mehr zum spirituellen Unterbau beigetragen.

Ich habe die gesamte Zeit darauf gewartet, daß irgendetwas passiert, daß mich von der Darstellung her überrascht. Fehlanzeige.
Sicher, die Bilder sind monumental, die Kameraführung exzellent und die Farbgebung raffiniert - aber eben alles andere als revolutionär oder herausragend. Zum 1000. Mal wird „Wüste“ inszeniert, ohne daß klar wird, daß da nicht gerade “Lawrence von Arabien“ läuft, wenn nicht gerade ein Sandwurm vorbeihoppelt. Die Musik ist gewohnt hanszimmerig, aber eben auch nicht spektakulär. Hans Zimmer eben. 🤷‍♂️

Jo, alle hacken auf der Lynch-Verfilmung rum, aber das waren die 80er, als wir uns noch über Pac Man gefreut haben - you remember? Für seine Zeit war diese Version ambitioniert und ein guter Versuch in die richtige Richtung. Zum Beispiel machen sich Viele über die kastenartigen Körperschilde in der 80er-Version lustig. Sicher, eine körperenge Schutzschicht ist natürlich fancy, aber eben auch vollkommen langweilig und nun wirklich nichts Besonderes - weder im Anspruch an den Zuschauer, noch in der Umsetzung.

Villeneuve hat sich seinen Ruf mit Filmen wie "Arrival" und "Siccario" vollkommen zu Recht erarbeitet. Da waren zuhauf Überraschungen, Andeutungen und filmische Spitzbübigkeiten zu entdecken. Einen Klassiker visuell aufzuhübschen, wird dem sicher nicht gerecht. Auch, wenn man die Gewaltigkeit der Bilder (gerade in der Darstellung von Raumschiffen) kompositorisch bis zum Ende ausreizt, wie ich es bislang nur bei Tarsem Singh so gesehen habe.

Die allerletzte Sequenz, in der Chani die vierte Wand/den Zuschauer anzwinkert und quasi verspricht "Das ist erst der Anfang!" empfand ich einerseits filmisch als Frechheit/kindische Entgleisung des Regisseurs und andererseits als Gelöbnis, daß da noch was an Innovation kommt.

Pro Villeneuve:
- Der Imperator wird nicht personifiziert, sondern als ungreifbare, ränkeschmiedende und damit umso bedrohlichere Macht im Hintergrund dargestellt. Das hüllt die gesamte Handlung in einen Rahmen des Ausgeliefertseins. Die vorigen Imperatorfiguren waren alte Männer auf ihrem Thron, die selbst eigentlich nur als Marionetten ihres eigenen Hofes wirkten.

- Die Ornithopter. Alter, wie geil!

- Das "Gewirr" aus verschiedenen Sprachen, samt hauseigener Zeichensprache, das die Fremde zwischen den jeweiligen Gesprächspartnern zeigt.

- Herzog Leto wird endlich als eigene Figur gezeichnet, nicht nur als Bauernopfer.
 
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blue apple

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Sehr spannender Thriller/Krimi, sehr gut gespielt, überraschendes Ende!

Der unsichtbare Gast (Originaltitel Contratiempo)

 

blue apple

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Bin vom neuen Dune auch ein wenig enttäuscht - hab mir wahrscheinlich zu viel erwartet, da der Trailer recht vielversprechend war.
Ganz ehrlich: der neue Film ist von den Effekten und vom Landschaftsbild mega toll, aber der alte Dune Film von 1984 (trotz der damaligen schwachen Effekten) hat einfach mehr Drama, mehr Charakter, mehr Leidenschaft, mehr Spannung, die Charakteren überzeugen einfach und man kann sich in der ganzen Tragik der Geschichte gut hineinversetzen!

Dieser neue Film finde ich persönlich schwach, "verweichlicht", Timothée Chalamet als Paul charakterlos und langweilig, die anderen Hauptcharaktere naja... Die Dramatik ging für mich halt eher unter und außer ein paar gute und spannenen Szenen bleibt am Ende nur ein Film der schön anzuschauen ist mit super tollen Effekten...

Bin gespannt wie der 2. Teil wird!
 
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Samson76

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War jemand schon im The French Dispatch?
Mich würde eine ehrliche Meinung zum Film interessieren ☺️
 

Postulatio

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Ein negatives "WOW!"

Villeneuve hat sich seinen Ruf mit Filmen wie "Arrival" und "Siccario" vollkommen zu Recht erarbeitet. Da waren zuhauf Überraschungen, Andeutungen und filmische Spitzbübigkeiten zu entdecken. Einen Klassiker visuell aufzuhübschen, wird dem sicher nicht gerecht.

Die allerletzte Sequenz, in der Chani die vierte Wand/den Zuschauer anzwinkert und quasi verspricht "Das ist erst der Anfang!" empfand ich einerseits filmisch als Frechheit/kindische Entgleisung des Regisseurs und andererseits als Gelöbnis, daß da noch was an Innovation kommt.
Und ich dachte schon, es geht nur mir so :) Auch wenn du wohl viel mehr in der Materie bist - die Bücher hab ich z. B. nicht gelesen.
Zu einem guten Film gehört halt einfach mehr als gute Bilder und guter Sound 🤷‍♂️

@allerletzte Sequenz: mir ist übrigens gar nicht aufgefallen, das Chani den Zuschauer anspricht - ich dachte, der Satz ging an Paul.
Vielleicht war ich aber auch einfach schon zu müde und genervt :)
 

Difool

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Bei all der visuellen Effekthascherei und so… hach, wie gut, dass es noch den Dickens gibt; bzw. die modernen Adaptionen seiner Geschichten.
Regisseur Armando Iannucci, wohl bekannt für politische Satire in seinen Serien und Filmen, nahm sich des Charles Dickens Romans von 1849/1850 an:

David Copperfield – Einmal Reichtum und zurück (2019)

Dev Patel, "Dr. House", Tilda Swinton, der wunderbare Peter Capaldi und weitere bekannte engl. Co. haben hier sichtlich Spaß am Spiel.
Ein fast etwas "untypischer" Dickens Roman, weil direkter Humor vorhanden – aber so möglich unterhaltsam wie alle bekannten Romane von ihm.
Doch hier ganz wunderbar, schnell präzise und dabei mit "blumenreichem Humor" erzählt.
Eine Art wärmender Film, der sich weiter und weiter mit und bei illustren Dialogen in abstrusem Tempo seinen Bann versprüht.
Man hat gar keine Zeit sich zu langweilen, wird ständig auf's Neue abgeholt und mit geistreichen Dialogen manchmal schier überschüttet.
Habe das eine und andere Mal genüßlich zurückgespult, um mir das Gesprochene wiederholt anzuhören – weil es schlicht einfach zu gut war.
Visuell so auch angenehm in Szene gesetzt, wie auch Kostüme und situationsbedingte Arrangements Londons alle allerliebst.
So absolut kein Vergleich zu allen bisherigen Adaptionen dieses Stoffes, welche bislang eher trocken und langatmig daher kamen.
Und auch schön und auffällig: die "Farbenblindheit bei der Besetzung". Toll – und so soll's sein.
Regisseur Armando Iannucci quatiert den Dickens mal schön aus seiner quasi stigmatisch muffigen Literaten-Schublade heraus und um:
…und das ist auch gut so.

Trivia:
Namentlicher Charaktere-Highlight ist bei dieser Geschichte auf jeden Fall: Uriah Heep… :crack:
"Drachen kann man nicht im Haus steigen lassen, weil da kein Wind ist." Hugh Laurie (aka Dr. House) als Mr. Dick ist einfach grandios!
:crack:

Wer will; hier der Trailer: (aber like always: without a clue, you'd be better with that thing.)

 
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