Vertrag über Softwareerstellung an Entwickler koppeln - möglich?

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  1. ruerueka

    ruerueka Mitglied

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    Alles gut, wir tauschen uns hier gerne aus. Und es sind ja auch alle im Tonfall brav und im Wesentlichen bei der Sache geblieben, also ein doch fast mustergültiger Thread.
    A propos Muster, schau mal hier: https://www.frankfurt-main.ihk.de/recht/mustervertrag/software_erstellung/index.html
    Das ist natürlich ein absolut nicht angepasster Vorschlag.. helfen können sollte dir "deine" IHK und ein Fachanwalt für IT-Recht. Eigentlich ist es ein stinknormaler Werkvertrag (sollte jeder Zivilrechtler können), aber die Nutzungsüberlassung und evtl. die Haftungsfragen würde ich doch eher dem Spezialisten überlassen. IHK und Anwaltskammer sollten helfen können, einen geeigneten Anwalt in deiner Nähe zu finden.
     
  2. baader

    baader Thread Starter Mitglied

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    Nun ja, das bekommt ja noch eine zusätzliche Ebene - nämlich dass der Entwickler in jedem Fall von den Erlösen seine Pfründe abkriegen will. Dies ist zwar schon durch das Gesetz über Arbeitnehmererfindungen semi-gut geregelt, aber er will diese Dinge in seinen Arbeitsvertrag festschreiben lassen, um sich im Streitfall nicht auf ein (über Softwareentwicklung ahnungsloses) Arbeitsgericht verlassen.
     
  3. Dextera

    Dextera Mitglied

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    Darf ich aus Interesse mal fragen ob der Entwickler daran überhaupt interessiert ist? Für mich als Entwickler klingt das nach dem blanken Horror :D
     
  4. baader

    baader Thread Starter Mitglied

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    Nein, der Entwickler will in jedem Fall an dem Projekt arbeiten können, selbst wenn er das besagte Systemhaus verlässt.
     
  5. tocotronaut

    tocotronaut Mitglied

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    Wenn du da jetzt mit so einem vertrag um die ecke kommst wissen die im Systemhaus doch was Phase ist...

    Sprich das vorher auch mit dem entwickler ab...
     
  6. pierredrks

    pierredrks Mitglied

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    Ihr solltet auf jeden Fall regeln, dass ihr den Sourcecode bekommt und damit zu jedem x-beliebigen Entwickler gehen könnt um das Projekt weiterentwickeln zu lassen.
     
  7. jansens

    jansens Mitglied

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    Ich vermute ja, es geht hier um den Entwickler, der nun mit "seiner" Idee in ein Angestelltenverhältnis wechselt aber sichergehen möchte, dass es "sein" Idee wieder mitnehmen kann, wer kein Bedarf mehr an diesem Angestellten-Verhältnis besteht ;-)

    In jedem Fall wird es wohl ein Anwalt mit Fachgebiet Arbeitsrecht sein, der sich bestenfalls in der Branche (IT-Entwicklung) auskennt
     
  8. Dextera

    Dextera Mitglied

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    Also alles was ich an Code entwickle in meiner Arbeitszeit gehört meinem Arbeitgeber :kopfkratz: Dafür bezahlt er mich ja. Würd mich schon interessieren wie so was funktionieren soll mit einem Angestellten ...
     
  9. MacEnroe

    MacEnroe Mitglied

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    Würde schon funktionieren, der Vertrag. Der Quellcode geht an einen Notar. Passiert 1 Woche nichts, oder beantragt die
    Firma Insolvenz, gibt der Notar den Quellcode weiter. Das kann dann auch der Programmierer sein, der inzwischen
    in einer anderen Firma sitzt.
    Passieren kann trotzdem was. Insolvenz kommt überraschend. Quellcode bleibt dann verschlossen. Der Mitarbeiter
    arbeitet gar nicht mehr oder mag nicht. Nein .... doch kein guter Vertrag. ;)
     
  10. pierredrks

    pierredrks Mitglied

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    Wie geschrieben. Im Vertrag steht, dass der Kunde den Sourcecode erhält und damit machen kann was er will. Wenn er nach dem Projekt keine Lust mehr auf den Dienstleister hat, sucht er sich einen neuen. Da kann dann natürlich auch mittlerweile der ehemalige Entwickler der Software arbeiten.

    Für mich klingt das aber auch ein wenig als wäre schon beschlossen, dass der Entwickler die Firma wechseln will. In dem Fall wäre es natürlich nicht ganz so einfach, da der Entwickler evtl. wechselt bevor der Vertrag erfüllt wurde, dann würde der ursprüngliche Dienstleister natürlich einen anderen Entwickler daran setzen können.
     
  11. gishmo

    gishmo Mitglied

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    Ich möchte zu bedenken geben, dass es nicht unüblich ist, in Arbeitsverträgen von Software-Entwicklern einen Passus vorzusehen, dass nach dem Ausscheiden des Entwicklers aus dem Unternehmen - für eine bestimmte Zeit - eine Zusammenarbeit mit bisherigen Kunden nicht zulässig ist. Damit soll erreicht werden, dass bei einem Ausscheiden des MA Kunden nicht mitgenommen werden.

    Generell ist es so, dass der Vertragspartner das Systemhaus ist und nicht der Entwickler. Als Systemhaus würde ich die vertragliche Bindung an einen Entwickler nicht zu lassen, dass es die unternehmerische Handlungsfreiheit einschränkt.

    Aus meiner Sicht existieren zwei Möglichkeiten:
    • man lässt die Software bauen und übernimmt die Wartung selbst oder lässt die Wartung von jemanden anderen vornehmen. (Hier für ist die Weitergabe des Sourcecodes erforderlich und die Übertragung der Rechte, was in viele Fällen teurer ist)

    • man schließt einen Wartungsvertrag mit dem Systemhaus ab.
    Der erste Punkt bereitet viele Probleme. Stell Dir vor, Du stellst fest, dass eine Nachbesserung erforderlich ist. Dann ist das erste Problem, wer ist für das Problem verantwortlich, das Systemhaus oder der Entwickler, der die Wartung übernommen hat. (nettes Streitpotential)

    Als Systemhaus werde ich mich nie auf ein Vertragswerk wie von Dir gewünscht einlassen.

    Was Du machen kannst, ist einen Support-Vertrag mit SLAs vereinbaren und dafür zahlen. Das ist der korrekte Weg.
     
  12. Thunderbirds

    Thunderbirds Mitglied

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    Ich kann mich nicht vorstellen das eine Firma sein Mitarbeiter ohne weiteres gehen lässt und wo er direkt selber oder über Dritten beim Kunden arbeitet, da gibt es Fristen von normalerweise ein Jahr.
     
  13. MacEnroe

    MacEnroe Mitglied

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    Genau, und darum muss das vertraglich geregelt werden, darum geht es hier.
     
  14. gishmo

    gishmo Mitglied

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    Klar geht das. Gesetzliche Kündigungsfrist: 3 - 6 Monate ... oder nach ein paar Abmahnungen auch schneller ...

    Und deswegen macht man keine Verträge in denen man die Umsetzung durch einen bestimmten Mitarbeiter garantiert. Man garantiert die zu erbringende Leistung.
     
  15. Thunderbirds

    Thunderbirds Mitglied

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    Du verstehst mich falsch. Es geht mir nicht um den Vertrag mit der Kunde, der in der Tat nichts darüber zu sagen hat wer das ausführen soll, das sollte die Firma bitte selbst entscheiden dürfen.
    Es ging mir um den Vertrag mit der Arbeitnehmer. Ich kenne keine Firma wo einen IT-Mitarbeiter ohne ein Übergangsfrist zum Kunde gehen darf. Vertraglich steht da mindestens einen Jahr Wettbewerbsverbot.
     
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