Verständnisfrage: USB-C, USB4, TB3, ... Anschluss (und Laden) von Peripherie über USB-A (z.B. mittels Belkin USB 3.0 Hub)

THEIN

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Hallo zusammen,

ich hätte nur mal eben eine Verständnisfrage, weil ich da trotz mehrstündiger Suche (Google) und dem Lesen einiger Artikel nicht durchsteige und die Verwirrung eher größer geworden ist. Ich plane mittelfristig meinen alten Mac mini durch einen neuen zu ersetzen. Der Mini dient hautsächlich als Medien-Server (Musik und Videos), seine Mediathek wird über Apple TV gestreamt und ab und an codiert er noch den einen oder anderen Film. Nix weltbewegendes, aber er synchronisiert auch mein iPhone/iPad und das klappt mit dem alten Mini und unter Catalina oft mehr schlecht als recht. Die ganzen Mediatheken auf ein neues MBP mit Dock umzuziehen scheint aber auch nicht so der Hit, also überlege ich aktuell, doch bei einem (aktuellen) Mini als Medienserver zu bleiben.

Nun aber zur eigentlichen Frage. An meinem aktuellen Mini hängen noch drei externe Platten (je 4 TB) über USB-A. Da ich zusätzlich für die Synchronisierung aber noch iPhone und iPad über USB anschließen muss, hängt am Mini noch ein USB A-Hub mit externer Stromversorgung. Was mich allerdings wundert ist, dass mein neues iPad Air an diesem Hub scheinbar nicht genügend Strom ziehen kann um parallel auch geladen zu werden. Geladen wird es nur, wenn ich es direkt am USB-Port des Mini anschließe.

Der neue Mac mini (M1) verfügt ja über zwei USB-A und zwei Thunderbolt/USB4-Anschlüsse. Für meine drei externen Festplatten reichen die zwei USB-A-Anschlüsse folglich nicht aus. Daher dachte ich daran, wieder einen USB-A-Hub zu nutzen, wie z.B. den Belkin USB 3.0 4-Port Hub. Angeschlossen wird dieser aber über USB-C. Ist jetzt USB-C mehr oder minder das gleiche wie USB4 und Thunderbolt?! Und auch wenn dieser Belkin Hub eine externe Stromversorgung hat, kann ich darüber dann iPad und iPhone nicht nur synchronisieren sondern auch laden?! Und die Stromversorgung der externen Platten wird er mir vermutlich trotz eigenem Netzteil auch nicht ersetzen, oder?! (U.U. kann ich dann nämlich auch noch bei meinem alten 7-Port-USB-A Hub von Rico bleiben und diesen an einem der beiden USB-A Ports des Mini anschließen.)

Ich versuche erstmal die Unterschiede zwischen USB-C, USB4 und Thunderbolt zu verstehen und was nötig ist, um sowohl externe Platten anzuschließen als auch iPhone/iPad zu laden. Vielleicht kann mir das mal jemand in kurzen Worten aufdröseln?!

DANKE!
 

walfreiheit

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USB-C ist nur die Bezeichnung für die Steckerform. Darüber können verschiedene Signale geschickt werden, zum Beispiel USB, TB oder aus DisplayPort. Wenn es also nur im USB-Hubs geht so kannst du sie an die USB-A- oder -C-Anschlüsse hängen oder einen Hub anschliesen. Es gibt auch einfache Adapter von C nach A, sodass du dort einen Hub mit A-Anschluss anhängen kannst.
 

THEIN

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Dann kann ich also den Belkin-Hub über seinen USB-C-Anschluß auch an einen der beiden Thunderbolt-Anschlüsse des Mini hängen?! Das würde dann ja passen und ich könnte meine alten Festplatten alle über den Hub laufen lassen!

Und wie schaut es mit dem verfügbaren Ladestrom an so einem Hub aus?! Ich vermute, selbst wenn mein alter Hub ein eigenes Netzteil hat, es kommt an den USB-A Ports zu wenig "Saft" an, um iPhone und iPad zu laden. Daher brauchen da die externen Festplatten auch nach wie vor ihr eigenes Netzteil. Wie sieht das denn bei den Thunderbolt-Anschlüssen des Mini aus?! Gibt es da Hoffnung, dass auch über den Hub iPhone/iPad geladen werden können?! Ich nehme an, um die Netzteile der externen Platten komme ich nicht rum (außer ich würde mir neuere Platten besorgen, die kein eigenes Netzteil mehr brauchen)?!
 

Udo Martens

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Im Grunde benutzt Du aktuell garkein TB; Hub, externe Festplatten und iPhone/Pad verwenden USB zur Datenübertragung.

Und ja, TB3/4 verwendet den USB-C-Stecker und führt immer USB mit - das gilt aber nur für den Host, also nicht zwingend für Endgeräte: Rechner mit TB4 hat USB, die externe Festplatte mit TB4 hat meistens kein USB.

Der Belkin-Hub kann nur USB durchschleifen, und das mit einem älteren Standard (3.0). Daher ist der maximale Ausgangsstrom auf 900mA pro Anschluss begrenzt, ob Deine Festplatten damit anlaufen, hängt vom Typ ab (2,5 oder 3,5 Zoll?). Je nachdem, nach welchem Standard sich der Hub am Host anmeldet, darf er dort auch nur die 900mA ziehen oder mehr.

Leider trägt die Verwendung eines Steckers für zig Protokolle überhaupt nicht zur Vereinfachung bei, ganz im Gegenteil: Kunde denkt, es passt mechanisch, also müsste es funktionieren, tut es aber nicht.
 

THEIN

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Im Grunde benutzt Du aktuell garkein TB; Hub, externe Festplatten und iPhone/Pad verwenden USB zur Datenübertragung.

Und ja, TB3/4 verwendet den USB-C-Stecker und führt immer USB mit - das gilt aber nur für den Host, also nicht zwingend für Endgeräte: Rechner mit TB4 hat USB, die externe Festplatte mit TB4 hat meistens kein USB.

Der Belkin-Hub kann nur USB durchschleifen, und das mit einem älteren Standard (3.0). Daher ist der maximale Ausgangsstrom auf 900mA pro Anschluss begrenzt, ob Deine Festplatten damit anlaufen, hängt vom Typ ab (2,5 oder 3,5 Zoll?). Je nachdem, nach welchem Standard sich der Hub am Host anmeldet, darf er dort auch nur die 900mA ziehen oder mehr.

Leider trägt die Verwendung eines Steckers für zig Protokolle überhaupt nicht zur Vereinfachung bei, ganz im Gegenteil: Kunde denkt, es passt mechanisch, also müsste es funktionieren, tut es aber nicht.

Stimmt, aktuell habe ich noch kein TB-Dock, die externen Festplatten sind ja noch über ein USB-A-Hub am USB-A-Port des (alten) Mini angeschlossen. Bei den Festplatten handelt es sich um 2x LaCie P9233 (3,5") jeweils mit externem Netzteil und eine LaCie P9227 (2,5") ohne externes Netzteil.

Achtung: Es gibt noch keine USB4 Anschlüsse. Du meinst Thunderbolt 4, das entspricht aber USB 3.x

Gut zu wissen. Ich bezog mich da jetzt auf die vollmundige Apple-Werbung auf deren Produktseite für den neuen Mini (M1): "Mit zwei ultraschnellen Thunderbolt / USB 4 Anschlüssen, zwei USB‑A Anschlüssen, HDMI 2.0, WLAN 6 und Gigabit Ethernet ist der Mac mini für alles bereit."

Und bei all der Verwirrung dachte ich auch, mechanisch könnte das passen... Aber ob es dann auch funktioniert?!
 

Udo Martens

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Also wenn die externen Festplatten ausschließlich USB-A/B o.ä. haben, können zumindest die 3,5-Zoll-Modell garantiert nur mit dem Netzteil betrieben werden. Über USB werden nur 5V geliefert, die großen Platten brauchen aber 12V (und einen hohen Anlaufstrom). Die kleine Platte könnte so laufen, wenn es der Hersteller so vorgesehen hat.

Mittels "Power Delivery" kann via USB und TB bis zu 100W übertragen werden und somit wäre eine externe Festplatte, sogar ein NAS oder Monitor ohne weiteres Stromkabel mit nur einem Kabel betreibbar. Das ist aber sehr theoretisch, denn dafür müssen etliche Voraussetzungen erfüllt sein:
-Beide Geräte nutzen den USB-C-Anschluss
-Beide Geräte sind in der Lage zum Empfang/Ausgabe von elektrischer Energie im richtigen PD-Mode
-Das Kabel unterstützt den von beiden Geräten ausgehandelten PD-Mode
Wird nur eine Voraussetzung nicht erfüllt, funktioniert das nicht. Deswegen bin ich ein Gegner der Technik, alles über einen Anschluss laufen zu lassen, denn es ist das reinste Verwirrspiel; die Kabel/Adapter/Docks sind schweineteuer und man muss zigmal prüfen, ob alles wirklich miteinander funktioniert.
 

Fl0r!an

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Die neuen Ports ändern an deinem Vorhaben wenig. USB-C Power Delivery kann bis zu 100W, ja, aber das ist zum Laden von Smartphones oder Laptops gedacht. Ich habe noch keinen Computer gesehen, der als Power-Delivery-Quelle fungieren kann. Wäre beim Mini ja auch schwierig, der müsste sich dann mal eben 200W extra aus dem Hut zaubern. :iD:

Ich habe auch noch keine Bus-Powered 3.5"-HDD gesehen, auch nicht mit USB-C, vermutlich aus genau diesem Grund.

Daher kannst du auch einfach dein bestehendes Hub nutzen. Ggf. könnte man die Festplatten mal etwas konsolidieren, drei separate Platten mit separaten Festplatten und Netzteilen sind ja nur so mittelmäßig elegant.
 

THEIN

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Die neuen Ports ändern an deinem Vorhaben wenig. USB-C Power Delivery kann bis zu 100W, ja, aber das ist zum Laden von Smartphones oder Laptops gedacht. Ich habe noch keinen Computer gesehen, der als Power-Delivery-Quelle fungieren kann. Wäre beim Mini ja auch schwierig, der müsste sich dann mal eben 200W extra aus dem Hut zaubern. :iD:

Ich habe auch noch keine Bus-Powered 3.5"-HDD gesehen, auch nicht mit USB-C, vermutlich aus genau diesem Grund.

Daher kannst du auch einfach dein bestehendes Hub nutzen. Ggf. könnte man die Festplatten mal etwas konsolidieren, drei separate Platten mit separaten Festplatten und Netzteilen sind ja nur so mittelmäßig elegant.

Wie finde ich denn raus, ob ich über den alten oder neuen Hub wenigstens mein iPad/iPhone laden kann?! Dass ich bei den externen Platten (3,5") nicht aufs Netzteil verzichten kann, das hatte ich schon vermutet - danke aber nochmal für die Bestätigung. Die Platten sind auch schon weitestgehend konsolidiert. Auf einer befinden sich meine Mediatheken (Musik und Videos/Filme), die zweite ist das TimeMachine-Backup und auf der dritten speichere ich "Sonstiges".

Es ist mir leider nicht immer klar, wann und wie z.B. ich auch mein iPad/iPhone per USB laden kann. An meinem dienstlichen Windows-Rechner z.B. möchte ich iPhone und iPad laden. Das iPhone bekomme ich z.B. über das Dock geladen, das iPad aber nicht - weder übers Dock noch über die USB-Ports am externen Monitor. Das ist teilweise schon ein nerviges Glücksspiel, was an welchem Anschluss vielleicht auch geladen wird, vor allem, wenn man keine Dokumentation zu den Geräten hat. :kopfkratz:
 

Udo Martens

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Die Mobilgeräte kannst Du über den Hub laden, denn USB hat selbst ohne den Zusatz "Power Delivery" schon immer elektr. Energie für die angeschlossenen Geräte bereitgestellt - anders wäre eine Maus oder Tastatur ja nicht zu betreiben.

Nur ist das eben der einfachste/schwächste Modus, mit dem geladen wird. Und selbst da muss sich das Endgerät korrekt "anmelden", möglicherweise tut es das iPad sogar, aber der Hub kann das nicht weitergeben oder ist mit dem Strom überfordert. Leider halten sich nämlich etliche Hersteller nicht an die Vorgaben bzgl. maximaler Ströme und korrekter Anmeldung.

Was zum lesen, wie umfänglich das mittlerweile ist. Und auf der Seite geht es nur um PD! https://www.elektronik-kompendium.de/sites/com/1809251.htm
 

Fl0r!an

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Eine konkrete Empfehlung kann ich dir nicht aussprechen, würde aber vermuten, dass du am ehesten mit USB-C-Ausgängen Glück haben solltest, da werden (glaube ich...) mind. 1.5A@5V bereitgestellt.

Wirklich viel ist das aber nicht, USB-Ports an Non-Apple-Geräten taugen selten zum Laden. Insbesondere wenn das Gerät angeschaltet ist und der Ladevorgang weniger als 'ne Woche dauern soll. :hehehe:
 

tocotronaut

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Thunderbolt 3 oder 4 wäre bei einer externen SSD ideal.

Bislang gibt es keinen Mac der USB 3.2 gen2x2 beherrscht. (usb mit 20 Gigabit)
Du fällst bei USB am Mac also aktuell immer auf 10 Mbit.
 

walfreiheit

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Ich würde mir für den Normalanwender überhaupt nicht so viele Gedanken machen. Für den Alltag sind alle Varianten schnell genug.
 

sixtees

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würdet ihr 2021 eine usb4 oder eine "usb 3.2 gen2x2" externe ssd kaufen? usb4 produkte sollen bald kommen. die usb erfinder wollen es den usern möglichst schwer machen, mit den benennungen: usb 3.1 gen2 = usb 3.2 gen2 (?)
https://support.apple.com/en-us/HT201163
Kommt drauf an;) An einem Mac wo die Interne entsprechend schnell ist und man die externe in gleicher Geschwindigkeit haben möchte nein. Dann würde ich bzw habe ich eine externe SSD per TB3 angeschlossen. Dann kommt man auf annähernde Werte die die interne liefert. Ich liege bei ca 2500MB/S. Ob das sinnvoll ist, man es im Alltag braucht, steht auf einem anderen Blatt. Bei den externen Gehäusen muss man jedoch auf den Controller achten, nicht jedes ausgeschrieben TB3 Gehäuse liefert auch PCI_E 3.0x4.

Wenn wir jedoch nur das hätten was wir wirklich "brauchen", naja lassen wir das;)
 
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