Unbuntaufbau anwenden!

songoku

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Hallo Leute,

also ich weiss was das ist und für was mans braucht!
Jetzt aber die Frage! Ich soll im Quark ne Weihnachtskarte erstellen!
Danach soll ich die Dinger auf ner Einfarbenmaschine drucken!
Jo und der Farbauftrag in den Tiefen sollte so reduziert werden,
dass kein Ablegen auftritt! Der genaue Wert des Farbauftrags ist mir nicht bekannt, so um 280% - vielleicht!
Jetzt was ist zu tun? Muss ich schon im Bild, das als jpg vorliegt, die
Einstellungen übernehmen? Tja Fragen über Fragen aber vielleicht kennt
sich jemand aus und versteht mein Problem!!!

Grüße Son Goku
 

alb70

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songoku schrieb:
Hallo Leute,

also ich weiss was das ist und für was mans braucht!
Jetzt aber die Frage! Ich soll im Quark ne Weihnachtskarte erstellen!
Danach soll ich die Dinger auf ner Einfarbenmaschine drucken!
Jo und der Farbauftrag in den Tiefen sollte so reduziert werden,
dass kein Ablegen auftritt! Der genaue Wert des Farbauftrags ist mir nicht bekannt, so um 280% - vielleicht!
Jetzt was ist zu tun? Muss ich schon im Bild, das als jpg vorliegt, die
Einstellungen übernehmen? Tja Fragen über Fragen aber vielleicht kennt
sich jemand aus und versteht mein Problem!!!

Grüße Son Goku

ähh, wer druckt auf einer einfarbenmaschine 4-farbig? oder wie meinst du das?

gruss alb
 

Klasl57

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Also sehe ich auch so.
Das war 1977 meine Prüfungsaufgabe als Buchdrucker, aber im zeitalter des Digitaldrucks... :rolleyes:


PS.: Wenn du das auf einer Einfarbenmaschine druckst, wirst du keine Probleme mit dem Abliegen bekommen da du jeden Druckgang pudern musst, sonder eher Probleme mit dem Puder.
Zeit zum trocknen haben die Farben bei einzelnen Druckgängen ja allemal :cool:
 

Klasl57

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Habs noch mal gelesen.

Es geht also eigentlich nicht um die echte Produktion, sondern nur um eine theoretische Aufgabe, die in der Praxis bestätigt werden soll, egal was es kostet?
 

songoku

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Nein man -- ich bin halt Drucker und Mediengestalter in einem!!!

....und das druck ich auf ner Einfarbenmaschine!

....und klar puder ich die Bogen aber wenn ich 4oo% Farbe hab nutzt das auch nix mehr!

Also her jetzt mit den Antworten!


Grüße


..... und übrigens ist die Qualität besser, da die Farbe nach jedem Druckgang
trocken ist und nicht wie bei einer Mehrfarbenmaschine die Rasterpunkte
Naß in Naß zusammenlaufen!!!
 
Zuletzt bearbeitet:

ugk

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Diese Diskussion führt doch ins Leere. Jeder stellt sich auf seinen Maschinenpark ein und hält ihn für die beste Lösung.
Also mal von der anderen seite an das Problem herangehen: wennn du InDesign hast, dann gibt es da irgendwo die Möglichkeit, über einen Schwellwertregler die maximale Deckungssumme einzustellen. Innerhalb der Toleranz ist dann schwarz, außerhalb der Toleranz wird es bunt. So kannst Du kontrollieren, wo Dein Motiv zu voll ist.
Hast Du kein InDesign, kannst Du etwas ähnliches vielleicht auch mit der Schwellwertfunktion in Photoshop erreichen. Oder Du fährst einen dunklen Punkt an, liest aus dem Infofenster die Deckung ab, gehst auf Auswahl-Farbbereich auswählen, gibst eine kleinere Toleranz ein und siehst dann, wie viel vom Motiv in der Summe etwas zu voll ist.
280% wird oft von Zeitungsoffsetdruckern vorgegeben, und wenn Du dann noch Naß-in-Trocken druckst, sollte doch alles paletti sein. Es sei denn, Du druckst auf Invercote Creato oder Chromolux, dann druckst Du insgesamt einen Tag und trocknest zwei Wochen.
:)
 

Klasl57

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songoku schrieb:
...aber wenn ich 4oo% Farbe hab nutzt das auch nix mehr!
Man kann nur 100 % bei jedem Druckgang haben ;)
Und da deine Druckgänge zeitlich soweit auseinanderliegen werden, dass jede Farbe gemütlich zeit hat anzutrocknen, ist es irrelevant wieviel % du einzeln übereinanderdruckst.

songoku schrieb:
.... und übrigens ist die Qualität besser, da die Farbe nach jedem Druckgang trocken ist und nicht wie bei einer Mehrfarbenmaschine die Rasterpunkte Naß in Naß zusammenlaufen!!!


Oben schreibst du noch, dass du 400 % Farbe hast (was natürlich nicht sein kann, denn es würde ja bedeuten das jede Farbe im Vollton druckst was ein ziemlich kräftiges aber schwachsinniges Schwarz ergeben würde wo drin sich dann im übrigen auch keine Rasterpunkte mehr befinden.
Und wenn ich ein 400% Schwarz unbunt aufbaue, dann ist es halt nur Schwarz :D

Nee, im Ernst! Der unbunte Aufbau wird nur dann interressant, wenn ich bei größeren Auflagen (Ottokatalog) größere Mengen Farbe einsparen will, ansonsten ist er nicht zu berücksichtigen. da die Ergebnisse qualitativ hinten anstehen.
So ist es auch mit dem "Nass-in-Nass" zu verstehen. Druckfarbe ist kein Tintenp***er sondern Druckfarbe und da laufen keine Farben ineinander. Soll heißen gibt keinen Qualiverlust.

Um dein eigentliches Problen, das Abliegen, zu vermeiden gibt es nur die Möglichkeiten einen passenden Bedruckstoff (z.B. Kunstdruckpapier) zu nehmen und, die richtige Druckfarbe vorausgesetzt, zu Pudern.
 

Klasl57

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ugk schrieb:
...Jeder stellt sich auf seinen Maschinenpark ein und hält ihn für die beste Lösung.
Wir drucken ausschließlich mit jeglichen Kundendaten ohne Vorgaben zu geben und müssen mit den daraus resultierenden Problemen klarkommen.
d.h. Wir stimmen nicht die Kunden auf unseren Maschinenpark ab.

ugk schrieb:
...
über einen Schwellwertregler die maximale Deckungssumme einzustellen. Innerhalb der Toleranz ist dann schwarz, außerhalb der Toleranz wird es bunt. So kannst Du kontrollieren, wo Dein Motiv zu voll ist...
Das sollte ein guter Grafiker/Designer wissen und auch tun.

ugk schrieb:
...Es sei denn, Du druckst auf Invercote Creato oder Chromolux, dann druckst Du insgesamt einen Tag und trocknest zwei Wochen.

Ist (zum Glück) auch nicht mehr so wie es mal war. Mittlererweile, mit guten Druckfarben sind ganz normale/kurze Trocknungszeiten hin zu bekommen.
Deshalb meinte ich ja auch oben, dass bevor er die Maschine umgewaschen hat, die Farben schon wieder bedruckbar "trocken" sind.
 

chappi007

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Die "Lösung"!

Hallo zusammen

Na ja, 400% Farbe trocknet NIE! Auch wenn man eine Drucksache ein paar Monate liegen lässt...

Zu der Reduktion des Gesamtfarbenauftrags:
Klar kann man das in InDesing überprüfen, aber songoku möchte wissen, wie man in Photoshop das Maximum definiert.
Gehe in die Farbeinstellungen im Photoshop (Shift+Apfel+K). Dort solltes du für gestrichenes Papier Eurostandart Coated unter CMYK eingestellt haben und für ungestrichenes Papier Eurostandart Uncoated. Falls du deine Bilder noch in RGB hast, kannst du diese in CMYK konvertieren und schon hast du einen Farbauftrag um die 330% herum. Für Mehrfarbenmaschinen ist ca. 320% und für Einfarbenmaschinen ist ca. 340% ideal. 220–280% eignet sich für den Zeitungsdruck.
In Photoshop, in der Info-Pallette kannst du, wenn du auf eine der Pipetten klickst, "Gesamtfarbenauftrag" anwählen. Fährst du nun mit der Maus über die dunkelsten Stellen im Bild, zeigt er dir den entsprechenden Wert an.

Solltes du deine Bilder im CMYK-Farbraum vorliegen haben, kannst du die Funktion "in Profil konvertieren" (Menü Bild/Modus) verwenden.

Alles klar?

Gruss
chappi007
 

songoku

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Mensch Chappi, ich hab nicht mehr dran geglaubt, so eine schöne
Antwort zu bekommen-dank dir!
Ist schon komisch auf was die leute alles kommen!


....übrigens, wenn die Farbe schon trocken ist--trocknet die darüber
gedruckte Farbe schlechter, da nix wegschlagen kann!
Ich weiss von was ich spreche!

...wenn ich dann noch erklärt bekomme, wie ich drucken soll!
...und ich hab schon so Aufträge drucken müssen, die bestimmt 350% hatten!


Fazit: Um einen einwandfreien Druckablauf mit höchster Qualität zu bekommen, müssen DRUCKER, MEDIENGESTALTER UND GRAFIKER zusammen
arbeiten! Das größte Problem ist, dass die Gestalter gar nicht wissen auf was ankommt! Klar, die gestalten halt -- egal wie die Druckerei das hinbekommt!
Deshalb mach ich auch druckvorstufe. Und druck mein scheiss dann auch selber!

Grüße SonGoku
 

chappi007

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Hallo songoku

Tja, die lieben Grafiker... Da habe mich mir auch schon das eine oder andere graue Haar wachsen lassen...

Es gibt übrigens Wege, einen zu hohen Gesamtfarbenauftrag zu reduzieren. Unser PDF-Workflow (SpeedFlow von OneVision) warnt mich, wenn ein PDF mehr als 320% enthält und reduziert, diesen, wenn ich das möchte.
Ich weiss, dir als Kleinbetrieb hilfft diese Infos wenig (da zu teuer)...

Wenn ich ehrlich bin, habe ich auch am liebsten Aufträge, welche ich erstelle und bei uns in-house gedruckt werden. Da weiss man, wie man es machen soll und was dann auch raus kommt...

Gruss aus der Schweiz
chappi007
 

songoku

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Wenn ich dann das Bild abspeichere sind die Infos im Bild enthalten?
Und muss ich beim distillieren auch noch was beachten?
Werden diese Infos im Quark übernommen?
Wird dies im Farbprofil gespeichert?

SonGoku
 

Klasl57

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Jetzt bin ich aber wirklich neugierig geworden.
Rück doch mal mit Details raus.

Das Sujet, Papier, Druckmaschine.

Was soll denn an einer Weihnachtskarte so kompliziert sein?
 

chappi007

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Antworten...

songoku schrieb:
Wenn ich dann das Bild abspeichere sind die Infos im Bild enthalten?
Die Infos zum Gesamtfarbauftrag immer. Die Infos zu den Farben nur, wenn du die Datei mit dem Profil speicherst (kannst du im "Speichern unter..."-Dialog wählen.

songoku schrieb:
Und muss ich beim distillieren auch noch was beachten?
Wenn du es mit der Voreinstellung "Druckvorstufe" distillierst, bleibt alles so, wie es muss (der Gesamtfarbenauftrag ändert sich auch hier nie, da die Werte der 4 Farben effektiv reduziert werden. Das geschieht nur einmal bei "In Profil konvertieren..." oder beim Wandeln von RGB in CMYK).

songoku schrieb:
Werden diese Infos im Quark übernommen?
Ja, du kannst sogar in Quark in den Voreinstellungen unter CMS den Bildern im Dokument andere Profile verpassen (nicht bei EPS-Bildern).

songoku schrieb:
Wird dies im Farbprofil gespeichert?
Ja, wie gesagt: Photoshop-Bilder für den Druck immer mit Profil speichern – idealerweise als TIF (hat keinen Einfluss auf die Farben sondern "nur" auf die Qualität –*das kennst du aber sicher schon).

Gruss
chappi007
 

songoku

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Wow, du kennst dich aus!
Also meine Frage hat sich hiermit völlig beantwortet.
Ich dank dir nochmal!


Grüße SonGoku


Nö, nix besonderes! Ist halt für unsere Druckerei Hauseigene Weihnachtskarten. Und eigentlich will ich halt nur keine
Probleme beim Drucken haben! Wobei dieses Problem in der
Praxis eigentlich besser behandelt werden sollte.
 
Zuletzt bearbeitet:

chappi007

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Kein Problem –*ist ja mein Job...

Druck gut und bis ein anderes Mal.

Nochmals Grüsse aus der Schweiz!
chappi007
 

Klasl57

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Auch wenn ich nicht so helfen konnte ;)
Druck gut!

Und wenn´s Probleme beim Druck gibt... :cool:
 

ThoRic

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Hallo,

Dieser thread zeigt mal wieder warum die Drucker in der Regel keinen roten Heller auf das geben, was ihnen die Mediengestalter und Grafiker vorgeben. Und ich muss leider sagen: Daran tun sie recht.
So eine gequirlte K**** hab ich ja schon lang nicht mehr gelesen...
Da ist jemand der mit seiner konkreten Geräte-/Material-kombination ein Problem hat (und das sicherlich auch ziemlich genau weiss), und dann geht's hier 10 Beiträge lang los, ihm seine Probleme ausreden zu wollen, bzw. ihm zu sagen er solle sich nicht so anstellen.
Ich hab schon an Einfarbmaschinen nach dem 3 Durchgang eine Farbe weniger statt eine Farbe mehr auf dem Papier erlebt.

Also, songoku, wenn du dich beim Druck eh schon am Medienstandard bzw. der aktuellen PSO orientierst, kannst du auch erwägen die Palette der ISO Offsetprofile durchzuprobieren, bzw. das nächst passendste zur Separation von RGB nach CMYK heranzunehmen:

ISOcoated.icc: Max:350% TWZ: 13% für CMY, 16% für K, vorgesehen für PT 1 & 2
ISOWebcoated.icc: Max: 300% TWZ: 16% für CMX, 19% für K, vorgesehen für PT 3
ISOuncoated.icc: Max: 320% TWZ: 19% für CMX, 22% für K, vorgesehen für PT 4
ISOuncoated yellowish.icc: Max: 320% TWZ: 19% für CMX, 22% für K, vorgesehen für PT 5.

Die Wandlungen dieser Profile liegen farblich im Rahmen der Möglichkeiten der Druckverfahren sehr nah beeinander, weisen nahezu identische UCR/GCR Einstellungen auf (also nicht die Menge, sondern die Art) und beruhen auf realen Drucken.

Die Möglichkeit der Erstellung von Profilen aus PS, sollte man mit äusserster Vorsicht geniessen, weil
a) die angestrebten Werte bei weitem nicht erzielt werden,
und
b) die Grauachsen dieser Separartionen ganz grauslich sind
und
c) ein Bug in PS dazu führt das man unversehens von Euroskalen (übrigens noch die alten) Farben bei SWOP Farben landet.

Wenn du von der Flächendeckungssumme noch weiter herunter musst, kannst du mal die rel. Farbmetrische Priorität mit Tiefenkompensierung bei der Konvertierung probieren, das sind in der Regel 10-15% in der Summe weniger Farbe.

HTH & MfG

ThoRic
 
Zuletzt bearbeitet:

ThoRic

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Hoppla...


ich muss mit meinem obigen Urteil zu diesem Thread doch etwas zurückrudern... in der letzten Stunde, während ich meinen Beitrag schrieb, hat es sich doch ziemlich zum Guten gewendet...

Alles wird gut ;-)

A propos.. nach welcher Uhr geht den der Forenserver?

MfG

ThoRic
 

songoku

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Jo, ich muss mich da wirklich mal genau einarbeiten und
bischen rumprobieren. Das Problem liegt ja nur in den
in den Tiefen und müsste doch mit dem Zurückstellen des
Gesamtfarbauftrags behoben sein -- hoff ich mal!


Danke und Grüße
 
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