Trojaner im Kanzleramt!

micki-mac

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Folgendes fand ich heute im Netz:

Experten der Bundesregierung haben auf Computern in mehreren Ministerien und im Kanzleramt Spionageprogramme entdeckt. Ein Sprecher des Innenressorts sagte, die Hacker-Attacken mit so genannten Trojanern seien erfolgreich abgewehrt worden. Schäden seien nicht entstanden. Betroffen seien Rechner des Auswärtigen Amtes, des Kanzleramts sowie des Wirtschafts- und des Forschungsministeriums. Angaben zur Herkuft der Computerangriffe lehnte das Innenministerium ab.

Dem "Spiegel" zufolge geht der Verfassungsschutz davon aus, dass die Hackerangriffe von Mitgliedern der chinesischen Volksbefreiungsarmee ausgingen. Bundeskanzlerin Angela Merkel reist am Sonntag in die Volksrepublik. Dem Bericht zufolge sind die Computerangriffe mit der Software, die die Inhalte der Computer ausspionieren sollen, bereits seit mehreren Monaten bekannt. Seitdem hätten Experten der Regierung den Abfluss von Daten in einer Größenordnung von 160 Gigabyte verhindert. Die Versuche, in Regierungscomputer einzudringen, dauerten allerdings unvermindert an.

Regierungssprecher Ulrich Wilhelm betonte, die Ministerien betrieben einen sehr hohen Aufwand, um ihre sensiblen Daten zu schützen. Hackerangriffe seien ein "tagtägliches internationales" Problem, betonte Wilhelm.
Quelle: http://www.n-tv.de/843629.html


Scheinbar Ironie des Schicksal, dass diejenigen, die andere ausspionieren wollen, nun selber ausspioniert werden.
 

BillFromTheHill

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Das ist der Beginn des Zeitalters der Cyberkriege.

Vielleicht waren es ja auch nur Hacker mit einer Botschaft ein Schäubel : Ab jetzt wird zurückgeschissen !
 

crab

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Merkel soll sie einsammeln, morgen mit nach China nehmen und sie dort auf den Tisch legen! :D
 

iBubu

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Also ich finde das nicht schlimm. Die Bundesregierung hat doch bestimmt "nichts zu verbergen"....

Gruß,
Thomas
 

wegus

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micki-mac schrieb:
Scheinbar Ironie des Schicksal, dass diejenigen, die andere ausspionieren wollen, nun selber ausspioniert werden.

:eek: das muß eine Falschmeldung sein! Sowas ist doch verboten ;)





und das schlimme ist durch die geänderte Gesetzeslage verschwindet in Deutschland immer mehr know-how solche Lücken zu finden und zu beseitigen :(
 

wegus

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Geschieht ihnen recht.
stimmt, wer WORD-Dateien mit WORD öffnet und PPT mit Powerpoint und das ohne Content-Filter in der Firewall/Virusfilter der hat es wirklich nicht besser verdient!
 
Zuletzt bearbeitet:

Ingo Henke

unregistriert
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Ich glaube die US-Geheimdienste wissen genau was ihre Verbündeten im Geheimen tun, denken und sagen. Wer kann von uns wirklich sicher sein, ob nicht jetzt ein Geheimdienst die Daten unserer Privatrechner ausspäht. Vielleicht weiß jemand in Fort Meade Dinge die nicht einmal der engste Vertraute weiß. Diese Pläne die der Innenminister Schäuble in alle Welt hinausposaunt wenden ausländische Geheimdienste sicher längst an.

Das ist kein Grund die Regierung zu verspotten. Mir macht es sehr nachdenklich.
 

Nescio

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Was mich viel eher nachdenklich macht, ist, dass die Regierung offensichtlich nicht genug Experten/Know How hat, um solche Angriffe abzuwehren. Man sollte doch eigentlich meinen, dass die Sicherheitsmaßnahmen da etwas besser sind.
Vielleicht sollte Schäuble sich erstmal Kompetenz dafür ins Haus holen, bevor er irgendwelche Online-Durchsuchungs-Pläne in die Tat umsetzt. Obwohl die wahrscheinlich daran scheitern würden, dass das BKA nur drei Leute hat, die sowas können...

:rolleyes: Dillettanten!
 

eMac_man

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Besonders FloFH: Bitte noch einmal den Artikel lesen. Zum einen wurden die Trojaner entdeckt und entfernt. Zum anderen ist es wohl auch aufgrund der Experten zu keiner Schädigung gekommen.
Es wird auch mit keinem Wort erwähnt, wo sich diese Trojaner befanden. Sie könnten ja auch mit einer Spam-Mail im Spam-Ordner des Emailprogrammes gelegen haben, ohne dass jemand diese Mail geöffnet oder den Trojaner aktiviert hat.
Was meint ihr, wieviele Macuser Emails mit schädlichen Anhängen (wenn auch nur kurzzeitig) auf ihren Mac haben.
der eMac_man
 

MacMännchen

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Scheinbar Ironie des Schicksal, dass diejenigen, die andere ausspionieren wollen, nun selber ausspioniert werden.
Die Erklärung, es sei kein Schaden entstanden, obwohl Rechner auf 2 Ämtern und 2 Ministerien betroffen sind, ist ja so was von krass :hehehe:

und das schlimme ist durch die geänderte Gesetzeslage verschwindet in Deutschland immer mehr know-how solche Lücken zu finden und zu beseitigen :(
jup, leider sind erste Auswirkungen durch das neue Gesetz schon zu spüren:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/94357/
Der deutsche Sicherheitsexperte Stefan Esser hat Demonstrationen zu PHP-Sicherheitslücken von seinen Webseiten entfernt, weil er befürchtet, dass diese unter den neuen Hackerparagraphen fallen.
 
K

Krizzo

Warum stehn da eigentlich Computer? Hier hat doch jemand mal ein Video gepostet, in dem Politiker über ihr Computerwissen ausgefragt wurden. Die wussten mal gar nichts.
 

BL|zZard

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Warum stehn da eigentlich Computer? Hier hat doch jemand mal ein Video gepostet, in dem Politiker über ihr Computerwissen ausgefragt wurden. Die wussten mal gar nichts.
die meisten leute mit jobs in höheren positionen haben mehr oder weniger keine ahnung von pcs. Wieso auch? Sie haben ehrlich gesagt besseres zu tun als (so wie ich als Schüler) sich mehrere Stunden am Tag mit PCs zu befassen ;)

Naja, gut, Politiker und "besseres zu tun"...egal :D
 

Nescio

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Besonders FloFH: Bitte noch einmal den Artikel lesen. Zum einen wurden die Trojaner entdeckt und entfernt. Zum anderen ist es wohl auch aufgrund der Experten zu keiner Schädigung gekommen.
Der Spiegel-Artikel dazu ist da etwas aufschlussreicher:
Ein Regierungssprecher stritt Schäden ab, bestätigte aber große Probleme mit Trojanern.
Die Schadprogramme kamen getarnt als Word- oder Powerpoint-Datei. Wer die Dateien öffnete, infizierte seinen Rechner mit einem Trojaner - und öffnete seinen Computer so für die Späher.
Sie (IT-Experten)beobachteten den Datenverkehr und konnten rund 160 Gigabyte Daten gerade noch vor dem Abgang nach Fernost retten. Die Aussage des Innenministeriums, es habe "keine Schäden" gegeben, erscheint angesichts dieser gigantischen Datenmenge kaum glaubwürdig. Schließlich dürften die Trojaner auch schon vor ihrer Entdeckung aktiv gewesen sein - und die Hacker fleißig mit Daten versorgt haben. Keiner wisse, "was schon alles abgeflossen ist", sagte ein deutscher Spitzenbeamter dem SPIEGEL.
Ein sicheres System sieht für mich anders aus.
 
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