Traumjob oder nicht Traumjob...?

metty

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Hallo zusammen,

ich muss mal einige "unparteiische" Leute fragen.

Zuerst zu meiner momentanen Situation:

Ich bin einfacher Mitarbeiter im Einkauf eines großen Versandhandelsunternehmens. Bin aber ganz und gar nicht glücklich mit dem Job. Es gilt ständig Überstunden zu leisten, zum abfeiern usw. bleibt keine Zeit und Urlaub ist auch nur schwer zu bekommen. Um den Zwischenrufen zuvor zu kommen, ich mache schon Überstunden, wenn es gefordert oder nötig ist, aber JEDEN Tag?? Die Arbeit ist sehr monoton und nicht wirklich was mich reizt.
Es geht eigentlich immer nur um Zahlen und EURs die es einzusparen oder "rauszuverhandeln" gilt.

Ich habe eine Ausbildung zum Informatikkaufmann, aber eigentlich bin/war ich schon immer mehr der "Kreative", der sich mehr für die Hardware und z.B. Programmieren interessiert hat. Aber kurz nach der Ausbildung bin ich in das "Milieu" des Einkäufers abgerutscht (was ich nicht wollte, aber ohne Arbeit -> kein Geld ->kein Mac, Auto usw.). Um dem Aufschrei zu entgehen, es war bei uns in der Region keine Stelle wo man "kreativ" sein müsste frei.
Jeden Tag wenn ich in die Arbeit gehe, ist es für mich mehr eine Qual als Freude. Ich bin jeden Tag am überlegen, welchen Beruf ich einschlagen könnte bzw was ich machen soll. Aber mein Problem ist, das ich nach der Ausbildung für 2 Jahre eine Arbeit angenomme habe und dort nach 2 Jahren gekündigt habe. Bei meinem jetzigen Arbeitgeber (wo es mir nicht so gefällt) bin ich seit einigen Monaten (5) und weiß wie der Hase läuft. Aber jetzt kündigen wäre dumm, oder? Denn mich nimmt mit den kurzen Arbeitsjahren eh keiner, weil es heißt "der wechselt oft die Firma, der ist nix".

Ich hätte mir gedacht, jetzt eine Technikerschule oder nochmals eine Ausbildung zum Mediengestalter oder Webdesigner zu beginnen (da ich erst 20 bin und eine Ausbildung nur 2 Jahre wäre). Oder halt einfach eine weiterbildende Maßnahme, damit ich meinen "Traumjob" ausüben kann.
Mich interessiert halt einfach alles, was es neu zu entwickeln gilt bzw. neu zu basteln. Mich kribbelt es dann im Bauch, wenn es darum geht z.B. etwas neues zu scripten (PHP) oder neu aufzubauen (WLAN usw.).

Was würdet Ihr an meiner Stelle tun? Ich werde so nicht mit meinem Leben glücklich, das weiß ich.

Eure Meinung ist mir willkommen.

Danke euch.
 

ideofunk

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metty schrieb:
Ich werde so nicht mit meinem Leben glücklich, das weiß ich.

Damit ist doch schon alles gesagt. Nix wie weg!

Ich würde noch ca. 3-4 Monate bleiben, um wenigstens ein Dreivierteljahr voll zu machen und mich währenddessen um einen Ausbildungsplatz kümmern.
Wenn Du die Ausbildung dann abgeschlossen hast, interessiert sich kein Mensch mehr für diesen Job. Falls doch, hast Du genug gute Gründe, um den Wechsel zu erklären, dafür hat jeder Personaler Verständnis.
Viel Glück!
 

.Marc

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Mach es!

Ich bin selber gerade in der Situation in der mich mein derzeitiger Job anödet.
Arbeite jetzt 4 Jahre in einer Firma, und wenn ich mir überlege was ich in dieser Zeit (und auch schon früher) anderes hätte machen können, könnt ich mich in den A**** beißen.
Mit 20 hast Du noch jede Menge Möglichkeiten.

Gruß,msch :)
 

MacGeorg

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Also ehrlich gesagt: Mit 20 das Gefühl zu haben, dass der ausgeübte Beruf eine Qual ist - so verstehe ich Dich jedenfalls - stelle ich mir grauenhaft vor.

Daher gibt's nur: Entweder in diesem Beruf nach Perspektiven suchen, damit Du ein Ziel ansteuern kannst. Wenn es die für Dich nicht gibt: Ausbildungsplatz suchen und dann - möglichst nahtlos - in eine andere Ausbildung wechseln. Echte Lücken, die möglicherweise dadurch entstehen, dass Du etwa jetzt aus Frust kündigst und erst im August nächsten Jahres mit einer anderen Ausbildung beginnst, werden von zukünftigen Chefs wohl nicht so gerne gesehen, aber ein konsequent betriebener Interessenwechsel ist m.E. ohne weiteres bei Einstellungsgesprächen zu begründen und zu vertreten.

Nur an eines denken, und hier spreche ich aus Erfahrung: Auch in einem anderen Beruf fängt man sehr klein an, meist mit wenig Verantwortung und als Wasserträger. Es wird also nicht zwingend sofort besser und eine neue zwei Jahre dauernde Ausbildung hälst Du auch nur durch, wenn Du wirklich Interesse an diesem Ziel hast. - Kurz: Ich würd's tun und konsequent wechseln. Viel Erfolg :)

Ge.
 

Véro!

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nur eins: 20!!!!!!!!

Just do it!!!

Ich kann dich gut verstehen, für mich ist es auch eine Qual jeden Tag zur Arbeit zu gehen. Ich hasse mein Job wie die Pest!!! Aber blöderweise hab ich nicht den Mut zu kündigen... Hat jemand den Film "The last time I committed suicide" gesehen? Egal, der Typ wartet immer auf nen "Zeichen", etwas was ihm sagt was er zu tun hat. Ich bin zZ in dieser Phase....und warte und warte und warte....
 

kosmoface

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ich hab immer gemachtw a sich wollte und bin seit jeher Selbstständig. Macht Spaß, aber man muß eben auch die harten zeiten durchhalten und die sind wirklich nicht leicht, aber am Ende hab ich's bis jetzt nie bereut. Bin 31.
 
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