Steuererklärung Freiberufler O_o

blacksy

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Urks, also bei diesem Thema schaltet mein Gehirn normalerweise auf Durchzug, das ist mir alles zuviel :eek:

Erstmal kurz zu mir: Ich hab mir Sommer letzten Jahres einen Gewerbeschein besorgt und laufe nun neben dem Studium als Kleinunternehmer (?) durch die Gegend und mach dies und das, ohne allerdings genug zu verdienen um aus der Kleinunternehmerregelung rauszufallen oder Einkommenssteuer zahlen zu müssen... glaube ich zumindest. Die Rechnungen sind teilweise mit MwSt, teilweise ohne. Das Finanzamt meinte das ginge, ich müsse die MwSt dann aber komplett abdrücken und dürfe auch nichts absetzen.

Und nun? Das Jahr ist bereits vorbei, aber vom Finanzamt kam irgendwie nix. Muss ich nicht bald ne Steuererklärung machen? Das ist wie gesagt das erste Jahr und zudem auch noch das ich mit Steuern zu tun habe :confused:

Ich würde ja gerne bei Google kucken und werde es auch, hab aber keine Ahnung wo ich anfangen soll. Jeder Kommentar wäre also hilfreich :)
 

Al Terego

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Such Dir einen Steuerberater.
Einen besseren oder preisgünstigeren Tipp kann ich Dir leider nicht geben.

Viel Erfolg, Al
 

Pamela

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blacksy schrieb:
Die Rechnungen sind teilweise mit MwSt, teilweise ohne. Das Finanzamt meinte das ginge, ich müsse die MwSt dann aber komplett abdrücken und dürfe auch nichts absetzen.
die rechnungen die du stellst??

ehrlich. ohne steuerberater geht das nur schwerlich. knauser nicht mit dem geld dafür, sondern such dir wirklich jemanden. du schonst deine nerven!!
 

ralfinger

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Also:
First of all ... Du musst eine Steuererklärung machen, jedes Jahr, unabhängig ob Du was verdienst oder nicht, denn auch das "Nichts verdienen" musst Du dem Fiskus plausibel erklären. Bis zu einem gewissen Betrag gehst Du als Kleinstunternehmer durch und musst keine Vorsteuer und auch keine Umsatzsteuer zahlen. Das hat aber mit der Einkommenssteuer nix zu tun. Wenn Du jedoch einmal (einmal reicht) eine Rechnung mit MwSt. geschrieben hast, also MwSt. kassiert hast fällst Du automatisch raus und bist Umsatzsteuerpflichtig. Klar, was Du kassiert hast, musst Du eben auch wieder abführen. Ein Steuerberater macht die Sache einfach, lohnt sich aber natürlich nur, wenn Du auch soviel verdienst, als dass Du Steuern sparen kannst. Ansonsten musst Du in den sauren Apfel beißen und was dazu lernen. Tut ja nicht weh.



Gruß Ralf
 
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thephaser

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ich kann meinen vorrednern zustimmen.

generell aber mal soviel als info: wenn du auf einer rechnung die mehrwertsteuer ausgewiesen hast, dann musst du sie auch abführen. das erklärt eigentlich auch die logik. den der rechnungsempfänger kann diese gezahlte mehrwertsteuer ja - so fern er gewerblich tätig ist - geltend machen. das finanzamt wäre somit der idiot.

allerdings kann man als kleinunternehmer von dem wahlrecht gebrauch machen die mehrwertsteuer NICHT auszuweisen (der maximale mögliche umsatzbetrag liegt dabei dann aber meine ich irgendwo knapp unter der 20.000 EUR grenze).

das vom finanzamt nix kommt, bedeutet nicht gleich, dass du nix mehr tun musst.

mach also einfach deine steuererklärung und führe die einkassierte mehrwertsteuer nach abzug deiner vorsteuer ab und bei den restlichen machst du das halt einfach ned. dazu die einkommensüberschussrechnung und das finanzamt sollte eigentlich zufrieden sein.
 

jebede

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selbst wenn man einen steuerberater hat, lohnt es sich, sich schlau zu machen. (mein letzter steuerberater hat einen fehler zu meinen ungunsten von ca 2.00 dm gemacht.)
das schöne an der umsatz/mehrwertsteuer ist, dass man die entspr. Mehrwertsteuer, die man auf alle berufl. genutzten Produkte bezahlt, die man kauft, mit der Ust, die man selbst berechnet, verrechnen kann.
TIP: im Net gibt es mittlerweile vie un ausführliche Informationen dazu. Dann hielft auch der "Große Konz" (Buchhandel) weiter. Die schreib von dem Kerl ist zwar schrecklich anbiedernd, aber die Tipps und erklärungen sind geldwert.
 

microboy

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sich selbst schlau machen halte ich für die teurere variante!

beim steuerrecht aendert sich doch alle staendig wochen was.
als laie kommt man da nur schwer mit. zudem bekommt man
per steuerberater ja auch längere fristen und ist rechtlich
besser abgesichert bzw. macht das finanzamt definitiv weniger
stress.

bleibt noch die frage ob du wirklich ein gewerbe ausübst und
entsprechend gewerbesteuer zahlen musst!

:)
 
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ralfinger

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Einfacher ist das allemal, aber viele Kleinstunternehmer haben einfach nur Angst vorm Finanzamt und rennen deshalb gleich zu nem Steuerberater, der sich event. gar nicht lohnt. Ich würde da schon differenzieren. Eine Einkommens-Überschuss-Rechnung aufstellen ist ja wirklich was für einen Viertklässler. Was hab ich ausgegeben, was hab ich verdient. Buchführung muss man ja eh machen und das ein wenig zu ordnen kann echt ne Menge Geld sparen. Und wenn mal was nicht klar ist: Das Finanzamt ist ein geschäftspartner und nicht die Gestapo. Einfach probieren, wenns nicht klappt Verlängerung beantragen und dann zum Berater. Gruß Ralf
 

microboy

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mein erster steuerberater hat mich aus unkenntnis auch gut
ausgenommen. ich war spät dran und jung und überhaupt...

aber generell habe ich das gefühl das eine steuererklärung
vom steuerberater eher beim finanzamt durch geht. ein bekannter
der alles selber macht klagt jedenfalls immer, dass ihm dieses
und jenes nicht anerkannt wird. das ist mir beim steuerberater
noch nie passiert...

dazu kommen diverse dinge die eben nicht einfach nur pures
rechnen sind. diese ganzen regeln zu rücklagen, abschreibe-
fristen und was weiss... da bin ich ehrlich gesagt froh nen steuer-
berater zu haben.

:)
 
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Olrik

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Re:

Alles erstes musst du mal Unterscheiden zwischen der Umsatzsteuervoranmeldung und der Einkommensteuererklärung.

Für die erstere gibt es Vordrucke bei Finanzamt.Dann musst du "nur" noch die Mwst. von deinen Rechnungen zusammen rechnen und die Vorsteuer abziehen.(betriebliche Rechnungen die du erhalten) Ein - Betrag du bekommst was vom Finanzamt + du zahlst.Zweitens musst du eine GUV Rechnung machen Gewinn und Verlustrechnung also Umsatz - Kosten = Gewinn/Verlust. Nicht vergessen Abschreibung(kommen mit in die Guv als Kosten) des neuen G5s :D glaube über 4 Jahre liniar.Das gleiche für alle betrieblichen Investionen die werden in der Regel über 4 Jahre abgeschrieben.Alles was unter 400 Euro ist kannst du direkt im Jahr der Anschaffung abschreiben.
Mehr musst du als Kleinstunternehmer nicht machen.

Die Einkommensteuererklärung ist ein anderer Schuh, bei ihr kannst unter den Punkt Einküfte aus selbstständiger Tätigkeit deinen Gewinn/Verlust geltend machen.

Und eins noch die Finanzämter verschicken jetzt meistens nur noch auf Aufforderung Forumlare wegen den Kosten:)
Und bei einigen soll man nur noch Elster benutzen.Kennt jemand ein Gutes Programm für Mac was schon Elster unterstützt.

Olrik
 

microboy

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da geht noch ne ganze menge mehr! fahrtkosten, rücklagen
und investitionsplan, bewirtungskosten wann und wo und wie,
blablabla...

büromöbel werden beispielsweise über acht jahre (oder sinds
gra schon zehn?) abgesetzt.

;)
 

Olrik

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Re:

War ja nur allgemein gesprochen wenn er Kleinstunternehmer ist wird er wohl kaum im Vierjahreszeiten essen gehen.Als Kleinstunternehmer loht sich in den meisten Fällen kein Steuerberater weil sich Einnahmen und Ausgaben in Grenzen halten.Und wozu gleich die paar Euros dem Steuerberater schenken.Der macht auch nichts anderes als die Mwst rausrechnen und Einnahmen - Ausgaben.Solange man keine Büroräume und Fahrzeug etc. hat wo es in der Tat viele Vorschriften gibt braucht man keinen Steuerberater.Meiner Erfahrung nach lohnt sich der erst ab Umsatzgrößen von 20000 Euro aufwärts.
 

hns

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Olrik schrieb:
Der macht auch nichts anderes als die Mwst rausrechnen und Einnahmen - Ausgaben.Solange man keine Büroräume und Fahrzeug etc. hat wo es in der Tat viele Vorschriften gibt braucht man keinen Steuerberater.Meiner Erfahrung nach lohnt sich der erst ab Umsatzgrößen von 20000 Euro aufwärts.
Kommt drauf an. Neuerdings muss das anscheinend alles elektronisch zum Finanzamt übertragen werden. Und als Mac-User muss man trotzdem ELSTER verwenden. Das heisst gleich mal einen Virtual- oder Real PC anschaffen. Und davon kann man schon fast den Steuerberater bezahlen...

Und noch ein allgemeiner Tip für *die* Newsgroup zu diesen Fragen:

http://groups.google.de/groups?hl=de&lr=&ie=UTF-8&group=de.etc.beruf.selbstaendig

Da werden praktisch alle Fragen rund um die (freiberufliche, gewerbliche, kleine, große, Schein-, nebenberufliche, ...) Selbständigkeit oder Steuer oder Zoll oder ... beantwortet.

-- hns
 

Al Terego

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Für meinen Steuerberater lege ich monatlich einen sauberen Ordner an, in dem ich geordnet nach Honorare/Konto/Kasse/Sonstiges ihm alles rüberschiebe. Natürlich kann ich mich schlaumachen und auch noch den Steuerkram erledigen. Ob ich das alles so hinbekomme, dass mir keiner einen steuerlichen Strick daraus dreht, wenn ich eine steuerliche Neuerung nicht mitbekommen habe, wage ich zu bezweifeln.

Und natürlich kostet das Geld. Ich gehe davon aus, dass sich ein guter Steuerberater dadurch amortisiert, weil er durch clever-legales Rechnen und Beraten mein eigenes Geld spart. Und wenn ich Glück habe, noch ein bisschen mehr.

Wenn ich mich als Selbstständiger auch noch darum kümmern müsste, hätte ich bald überhaupt keine Zeit mehr. Mal ganz abgesehen davon, dass der Steuerkram ein absolutes Lange-Zähne-Thema für mich ist, mit dem ich liebend gerne ein Fachmann betraue.

Ich schweiße ja auch schließlich nicht die Rahmennähte meines Autos selber, weil ich keine Ahnung davon habe.
Aber wer sich das antun will und Plan davon hat, bitteschön, nur zu, das muss jeder selber wissen. Ist natürlich wie in einem obigen Posting erwähnt sicherlich auch vom Umsatz abhängig. Wenn ich vier Aufträge pro Jahr habe und drei Handkassenquittungen, dann kann ich das auch selber anleiern.
 

MacEnroe

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jebede schrieb:
selbst wenn man einen steuerberater hat, lohnt es sich, sich schlau zu machen. (mein letzter steuerberater hat einen fehler zu meinen ungunsten von ca 2.00 dm gemacht.)(...)
Du Glücklicher! - Also mein erster hat einen Fehler zu Ungunsten
von 1500,00 DM gemacht. Das Finanzamt hats aber richtig berechnet,
war eine nette Überraschung, als der Bescheid dann kam.

Seitdem mach ich die Steuer erstmal selber.

Der Steuerberater muss sich fachspezifisch auskennen. (Die meisten
haben z.B. von Grafik/Freiberufler mit KSK-Versicherung keine Ahnung
und lesen sich dann - meist - auch nicht entsprechend ein)
 

Al Terego

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@macenroe
was bitte hat mein steuerberater mit meiner versicherung bei der ksk zu tun?
da muss er doch eigentlich nichts großes berücksichtigen, oder?
 

MacEnroe

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Al Terego schrieb:
@macenroe
was bitte hat mein steuerberater mit meiner versicherung bei der ksk zu tun?
da muss er doch eigentlich nichts großes berücksichtigen, oder?
Sowas wie:
- Welchen U'st-Satz wann verwenden
- Ab wann ist der Job/Auftrag gewerblich einzustufen,
z.B. Druckaufträge weiterverkaufen etc.

..mal so auf die Schnelle. Also da gibts schon einiges.
 

microboy

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muss man beim weiterberechnen von dienstleistungen etwa
gewerbesteuer zahlen? wie umgeht man sowas denn elegant?

:(
 

MacEnroe

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Gewerbesteuer zahlt man erst ab gewissem Umsatz...weiss nicht genau.

Ich dachte eher an das Problem, dass man als Gewerbetreibender Probleme
mit der KSK bekommt. Die ist künstlerischen Berufen vorbehalten.
Dann muss man sich anderweitig versichern, was oft wesentlich teurer ist.
 
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