Speedgewinn durch RAM mit CL2 anstatt CL3???

  1. Ralf Hofmann

    Ralf Hofmann Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hallo zusammen,

    ich war immer der Meinung, dass der Unterschied zwischen CL2 und CL3 getakteten RAM-Chips deutlich messbar und spürbar sein müsste. Darum hab' ich auch drauf geachtet, bei meinen beiden G4/400 AGP die Chips den Rechnern so zuzuteilen, dass der, auf dem ich arbeite (DTP) die schnelleren hat und der, auf dem ich in's Internet gehe, die langsameren (den bunten Reste-Mix sozusagen).

    Jetzt hab' ich mal mit DIMM First Aid die jeweils verbauten RAMs gecheckt. Dann hab' ich mit Gauge PRO die Memory Performance geprüft. Alles unter OS 9.2.2.

    Der DTP-Rechner hat:

    DIMM0/J21: 128 MB / 7,5 ns / PC133-333 / CL3
    DIMM1/J22: 128 MB / 7,5 ns / PC133-333 / CL3
    DIMM2/J23: 256 MB / 8,0 ns / PC100-222 / laut Apple System Profiler kein CL
    DIMM3/J24: 256 MB / 8,0 ns / PC100-222 / laut Apple System Profiler kein CL

    Memory Performance (der höchste gemessene Wert): 239 MB/sec. moving Memory (64-bit stream)


    Der Internet-Rechner hat:

    DIMM0/J21: 256 MB / 7,0 ns / PC133-222 / CL2
    DIMM1/J22: 128 MB / 8,0 ns / PC100-322 / CL2 not supported
    DIMM2/J23: 64 MB / 10,0 ns / PC100-322 / laut Apple System Profiler kein CL
    DIMM3/J24: 128 MB / 10,0 ns / PC66-222 / laut Apple System PC100-333, was nicht stimmt

    Memory Performance (der höchste gemessene Wert): 256 MB/sec. moving Memory (64-bit stream)

    Interessant dabei ist, dass sich beim Internet-Rechner der Wert nicht verbessert, wenn ich alle RAM's bis auf das schnelle 256 MB Modul entferne. Und interessant ist, dass ich einen Tag vorher mit Gauge PRO in der selben Konfiguration (alle RAM's so montiert wie oben genannt) nach einem Neustart nur 219 MB/sec. gemessen hab'.

    Was ist da los? Ist's pipegal, wie schnell die RAM's sind? Kann ich mir kaum vorstellen.
    Merkt man erst einen Performancegewinn, wenn man MEHRERE, genau gleiche Module einbaut?
    Spinnt das Programm Gauge PRO?
    Ist CL2 übrigens das selbe wie 2-2-2? Und CL3 alles, was langsamer wie 2-2-2 ist?

    Was sind Eure Erfahrungen (nicht nur Vermutungen)?

    Weiss übrigens jemand, ob die PC133-333 Module, die im G4 AGP ja nur mit einem 100 MHz Bus betrieben werden automatisch als PC100-222 angesprochen werden oder werden die wie PC100-333 betrieben? Oder kann/muss man das irgendwo manuell tunen?

    Wichtig ist diese Frage für mich darum, weil ich mir gern 512 MB Module kaufen möchte, die PC133 von dsp-memory und auch die preiswerteren von einem eBay-Anbieter aber nur CL3 haben.
     
    Ralf Hofmann, 09.02.2006
    #1
  2. wegus

    wegus MacUser Mitglied

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    Grau ist alle Zahlentheorie!

    Nat. kann man durch geschickt gewählten Speicher den Durchsatz um 5-10% erhöhen. Allerdings ist die Zunahme derart gering, daß sie selbst bei rechenintensiven Aufgaben kaum auffällt!
    Speicher durch schnelleren zu erstzen bringt meist keinen spürbaren Effekt. Speicher durch mehr Speicher oder Rechner durch aktuelle Rechner ersetzen hingegen schon.Um subjektiv spürbare Verbesserungen zu haben braucht es schon Zunahmen von 100% oder mehr! Für Langezeitberechnungen mag sich die Zunahme von einem Drittel an Geschwindigkeit ggf. bemerkbar machen.
     
    wegus, 09.02.2006
    #2
  3. Incoming1983

    Incoming1983 MacUser Mitglied

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    Es bringt schon was. Sogar einiges. Krass ist der Unterschied z.B. auch zwischen Dual Channel und normaler Anbindung.

    Aber bist du dir sicher, daß der Rechner auch CL2 Timing benutzt?

    Bei den apples ist es schwierig, da rumzufummeln..
     
    Incoming1983, 09.02.2006
    #3
  4. Hamsterbacke

    Hamsterbacke MacUser Mitglied

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    Cas-Latency 2 ist der erste deiner drei Werte. Die anderen beiden geben andere Latency-Werte an.

    Meinen Erfahrungen nach merkt man den Unterschied nicht wirklich, bzw. an der Grenze zur Einbildung, wenn man wirklich viel Speicher drin hat und auch speicherintensive Programme benutzt (z.B. Photoshop).

    Zur zweiten Frage: wie willst du das in einem Mac ohne BIOS einstellen?
    Ansonsten ging das in meinen PC's einwandfrei.
    133er Module mit 3-2-2 Taktung konnte man ohne Probleme als 100er mit 2-2-2 benutzen, also "downgraden".

    Allgemein gilt: bei Speichermix wird immer der kleinste gemeinsame Nenner genommen, also das, was der schlechteste Speicherriegel kann.

    Gruß, Gerhard
     
    Hamsterbacke, 09.02.2006
    #4
  5. Hamsterbacke

    Hamsterbacke MacUser Mitglied

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    Yep. Da bringt es wirklich spürbar etwas. Aber nur bei zwei identischen Speicherriegeln (wirklich identisch - auch die elektrische Verschaltung).
    Bei drei Speicherriegeln ist das übrigens wieder dahin.

    Ohne BIOS geht da tatsächlich nicht viel. Jedenfalls von Anwenderseite aus.

    Gruß, Gerhard
     
    Hamsterbacke, 09.02.2006
    #5
  6. Ralf Hofmann

    Ralf Hofmann Thread Starter MacUser Mitglied

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    Hi,

    ich glaub' der 9600er hat das automatisch so gemacht oder? Macht der G4 das auch oder muss man da irgendwie nachhelfen (ausser paarweise identische Module einzubauen)? Oder macht der G4 AGP das gar nicht mehr?

    Nee. Ich dachte, der kann das, weil der System Profiler bei manchen Chips CL2 hinter die Speedwerte schreibt. Kann man das irgendwie sonst sehen, welches Timing benutzt wird? Gauge PRO hat auch nur gemeldet, wenn's NICHT unterstützt wird. Ist halt die Frage, ob sich das nur konkret auf den betreffenden Chip bezieht . . .

    In der Tat, das ist die Frage. Gibt's da irgendeine Soft für oder ist das grundsätzlich (wegen der Boardarchitektur z.B.) nicht möglich?

    Macht der G4 AGP das automatisch, wenn man ausschliesslich identische Module nutzt?

    Danke für die Info. Wie wichtig sind die beiden anderen Werte?
     
    Ralf Hofmann, 09.02.2006
    #6
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