Hardware Server, Time Machine Backup, Externe HDD wie organisieren?

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  1. DaniMc

    DaniMc Thread Starter Registriert

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    Liebe Alle
    Ich bräuchte Hile bei folgender Entscheidung: Mein Backup- und Datengrabsystem muss erneuert werden.

    Aufstellung bisher:
    MBP 13“ mid2010 + (daisy chained) Externe Festplatte 1 „EF1“ (Western Digital My Book Pro 1 TB) via FW800 für iphoto-/Fotos-Libraries — „EF2“ 4 TB Lightroom Fotos — „EF3“ 3 TB Lightrom Fotos backup
    Time Machine Backup von MBP auf AirPort Time Capsule 3 TB (aktuelle Backup-Grösse 2,3 TB)

    Seit 03/18 gibt es folgendes Setup:
    MBP 15“ late2017 + owc TB3-Hub + EF1-3 via FW800
    ABER: Kein Backup - 2TB Verbatim EF (USB 2.0 an Time Capsule angeschlossen mit frustranem Backupversuch von MBP15 und EF1. (Abbruch nach 24 h fehlendem Fortschritt)

    Ich brauche nun: Neuen Platz für Fotos-libraries und Lightroom Bibliotheken respektive (EF1-3 bald voll).
    Eine Möglichkeit ein TM-Backup von MBP15, MBP13 (das noch läuft) und ev. EF1 zu machen!

    Ich hätte gerne eine Möglichkeit itunes zentral immer laufen zu lassen um über homesharing auf alle iDevices streamen zu können und ggf. für roon. Ich dachte bspw. an einen Mac Mini quad core i7 late 2012 als Server (mit interner SSD).
    Der müsste dann natürlich auch noch ein (TM-)Backup erhalten.

    Puh...

    Bin über Tips sehr dankbar
     
  2. Stargate

    Stargate Mitglied

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    Für das erste Time Machine Backup ist es ratsam auf WLAN zu verzichten und MBP und Time Capsule gemeinsam per Netzwerkkabel am Router anzuschliessen. 24 Std und mehr als das können für ein erstes Backup normal sein. Entweder hat man im Zusammenhang mit der Apple Time Capsule diese Geduld oder man hat auf das falsche Pferd gesetzt.

    Die Time Capsule ist ein WLAN-Router mit eingebauter Festplatte - weder schnell noch effizent und auch kein NAS.

    iTunes "Zentral nutzen" bedeutet immer einen Mac mit entsprechendem Stromverbrauch laufen zu lassen.
    Diesen Mac könnte man nebenbei dann natürlich auch für Backup-Aufgaben nutzen - mit entsprechenden
    externen Festplatten-Equipment und dessen Energieverbrauch.

    "Backup" ist nicht gleich Backup - die Strategie ist entscheidend.

    Bei Feuer, Wasser, Diebstahl nutzt die beste und teuerste Festplatte und auch ein NAS zu Hause rein gar
    nichts wenn die wichtigen Daten nicht z.B wöchentlich ausser Haus geschafft werden.

    Cloud-Lösungen empfehle ich grundsätzlich nicht da ziemlich oft die Daten auf Servern lagern die nicht der örtlichen Rechtssprechung unterliegen und es auch kaum Sinn macht seine Daten tausende von Kilometern an all den freundlichen und netten Dienststellen im Internet vorbei zu transportieren. Zudem ohne Internet grundsätzlich überhaupt kein Zugriff mehr stattfindet und man sich damit nicht nur von dritten, sondern vierten und fünften Dingen abhängig macht.


    Ziemlich effizient ist ein ordentliches NAS (z.B Synology) das selbstständig verschlüsselt die Daten ablegt, von sich selbst ein Backup auf ein zweites NAS oder eine externe Festplatte macht die man zyklisch austauscht und dort lagert wo es am sichersten ist. Nebenbei kann man auf das gleiche Gerät auch die iTunes-Musik kopieren und - von dort aus abspielen lassen da dieses Gerät ohnehin 24/356 laufen wird und entsprechende Medienserver gleich von Haus aus mitbringt.

    Während Apple beim aktuellen Mac mini eine maximal kontiuierliche Leistungsaufnahme von 150 Watt angibt sind das bei einem Synology NAS rund 14 Watt je nach Art der Ausstattung mit Festplatten und Dauer der Zugriffe darauf. Das ist keine Rechenaufgabe, sondern ein logischer Rat.
     
  3. DaniMc

    DaniMc Thread Starter Registriert

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    Hey Stargate.

    Ich danke dir vielmals, dass du dir die Zeit genommen hast, auf meine Frage zu antworten.

    Natürlich war das MBP über Patchkabel angeschlossen (sowohl direkt an die TimeCapsule, als auch an den Router, an dem sie hängt). Das Problem war, dass es in über 24 h gar keinen Fortschritt gab. Ich kenne das so nicht vom alten MBP (bei dem es aus verschiedenen Gründen drei „erste“ Backups gab).

    Bez. der Idee eines kleinen Heimservers ist es eigentlich genau das, worauf ich hinaus will. Die Leistungsaufnahme der 2012-2014 Mac Minis wird (headless) mit 11-85 W angegeben, das kommt bei einer Mischung aus idle und Volllast auf ungefähr 25,- pro Jahr. Das ist für mich verkraftbar (muss ja zwischenzeitlich für alle Streamingdienste, Word, Lightroom, etc... monatlich hinlegen).

    Was ich mich frage: Wie ist das performancemässig? Die Time Capsule war ein no brainer. Backups liefen automatisch, MacBook gecrasht (Frau war Schuld ;) ! ), halber Tag arbeit, alles war wieder wie vorher. Neue Festplatte eingebaut, halber Tag Arbeit - alles wie vorher!

    Ich hatte ja an einen Mac mini 2012 i7 quad core mit SSD intern gedacht (um auch anspruchsvolle Aufgaben wie roon und twonky bewerkstelligen zu können). Die kosten gerade so ungefähr 450,- gebraucht, haben aber kein TB3, sondern max. TB1.
    Reicht das von der Geschwindigkeit für Dateizugriff und Backups in nützlicher Zeit. Der neue Mini ist irgendwie gar nicht mehr so ein Budget-Gerät, das verkraftet das Portemonnaie nicht.

    Ich lasse mich gerne auch von einer Lösung mit Medienserver + NAS fürs Backup überzeugen. Mir ist klar, dass meine streng standortbasierte Lösung nicht die absolut sicherste ist, bzgl. Datensicherheit. Allenfalls könnte eine zusätzliche Redundanzstufe mit einem RAID1-System nützlich sein (ich habe da z.B. Drobo mal angeschaut). Ansonsten kann ich aber mit meiner Teilkaskolösung leben!

    Bzgl. itunes-libraries auf dem NAS habe ich von vielen Stabilitätsschwierigkeiten gelesen, vor allem bei Versionswechseln von itunes, hast du da bessere Erfahrungen gemacht?

    An anderer Stelle wurde von einem NAS (bspw. auch QNAP, Synology, u.a.) für TM-Backups abgeraten - wegen Stabilitätsproblemen. Ist das Humbug oder ist das was dran?

    Danke im Voraus für Eure Bemühungen.

    Mit freundlichen Grüßen Daniel
     
  4. thulium

    thulium Mitglied

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    So halte ich es seit 2 Jahren, aber am liebsten hätte ich ein praxistaugliches Verfahren, wo das verschlüsselte Ausser-Haus-TM-Backup nur initial am MacBook gefüllt, danach das Laufwerk an die Fritzbox eines Freundes in der gleichen Stadt angeschlossen wird (Bandbreite beider Anschlüsse 50/10 Mbits (Down/Up) und ab dann alle Änderungen vollautomatisch übertragen werden.

    Aber danach hatte ich hier vor 2 Jahren schonmal gefragt, es scheint technisch unmöglich zu sein.

    Gäbe es ein solches Verfahren, wäre das jedenfalls eine echte Innovation.
     
  5. roedert

    roedert Mitglied

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    Da der Netzwerkanschluß "nur" 1GBit hat, kannst du die Vorteile von TB3 sowieso nicht ausnutzen.
    Außerdem ist Thunderbolt-Hardware sehr teuer - versuche ein Gerät mit USB3 zu bekommen (ab 2012).
     
  6. Stargate

    Stargate Mitglied

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    Irgend wie habe ich das im letzten November übersehen.. Sorry
    Ich habe überhaupt keine Probleme mit meinem Synology NAS - auch nicht mit Time Machine (von 3 Macs)
    Nur einmal, aber da ist eine der Festplatten verreckt - wo mit man leben muss und kann.

    Auch deswegen nicht da das komplette NAS von sich selbst ein Backup auf eine weitere Festplatte macht.

    Datenverlust der letzten 10 Jahre = 0

    Die TC kann man "performancemässig" nur dann gebrauchen wenn das erste Backup bereits gelaufen ist.
    Werden nur die stündlichen Backups gemacht kann man recht gut damit leben.

    Der Zugriff könnte ganz allgemein jedoch schon schneller sein.
     
  7. Stargate

    Stargate Mitglied

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    Theoretisch mit einer VPN-Verbindung zwischen beiden Punkten und z.B Retrospect.
    Allerdings würde ich auf keinen Fall eine Festplatte an eine FB anschliessen. Das ist nicht schnell.
     
  8. roedert

    roedert Mitglied

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    Spielt aber bei einer Uploadrate von 10 MBit auf der Gegenstelle keine Rolle.....
     
  9. DaniMc

    DaniMc Thread Starter Registriert

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    Liebe Alle

    Ich denke euch herzlich, dass Ihr die Diskussion wieder aufgenommen habt. Ich habe sehr lange abgewogen und nun folgendes Setup:
    Mac Mini 2012 Server mit interner 750 GB SSD (Samsung 840 Evo) und 1 TB HDD, daran eine WD MyBook Duo 20 TB (2x 10 TB im Raid 0). Heute habe ich noch den Asus BW-16D1H-U Pro dazu bestellt.

    Ich werde das alte MBP 13" plus eine 1 TB WD externe Festplatte meiner Schwiegermutter vermachen, inkl. der Time Capsule für das Backup. Das hat immer optimal zusammengespielt.

    Die Einrichtung der 20 TB MyBook Duo als externes TM-Ziel, direkt am Mini angehängt lief problemlos. Das erste Backup ist jetzt bald durch. Danach werde ich nach und nach itunes-library, Dokumente etc... auf den Mini umziehen. Mit der Zeit möchte ich dann auch ein wenig mit roon, je nachdem auch mit Plex experimentieren.

    Eine Frage beschäftigt mich allerdings noch aktuell. Ich habe die Grösse der Backups auf der externen Festplatte auf 15 TB beschränkt. Nun frage ich mich, ob das sinnvoll ist oder ob ich die Platte doch besser partitioniert hätte. Konkret muss das MBP 15" (0,5 TB) + Lightroom-Platte (4 TB) + Fotos-Library-Platte (3 TB) in ein Bundle, daher meine Beschränkung auf 15 TB.
    Der Mini mit seinen insgesamt 1,75 TB muss aber auch ein Backup machen. Theoretisch kann dieses Bundle ja auch auf 15 TB anwachsen und meiner anderen Kombination dadurch den Platz wegfressen. Was meint Ihr: Sollte ich die Platte daher Partitionieren: 15 und 5 TB oder ist das sowieso so unwahrscheinlich, dass der mini so schnell über 5 TB gross wird, dass das wahrscheinlich über die nächsten 5 Jahre keine Rolle spielen wird (Das TM-Backup meines 13" MBP+externe 1TB-Platte war nach 5 Jahren 2,3 TB gross)...
    Und könnte ich eine bereits "bespielte" Platte mit dem TM-backup darauf denn noch gefahrlos partitionieren? Ich habe das in der Vergangenheit gemacht, aber nie bez. Stabilität getestet.

    Übrigens hatte ich zuerst an ein externes Raid-Gehäuse à la Icy Box oder Terramaster gedacht. Die 20 TB WD MyBook Duo war aber deutlich günstiger als zwei einzelne WD red (warum auch immer). Daher kann ich später immer noch umsteigen.

    Um die Backupstrategie noch zu vervollständigen fehlt mich noch das 3. "ausser Haus"-Backup. Ich hatte mir Backblaze und Crashplan angeschaut. Beide haben ihre Server ausserhalb des europäischen Rechtsraumes, welche Rolle das spielt ist mir unklar. Günstig sind sie allemal. Einer der beiden würde sogar anbieten die Softwareseitige Lösung zum gegenseitigen Backup anzubieten (bei einer 500 Mbit/s down und 50 Mbit/s up-Leitung wäre das m.E. machbar).

    P.S. Den teuren BluRay-Brenner gab es, da ich sowieso ein externes Laufwerk gebraucht habe und dieser Vertikal stehen kann, gefühlt die "dicken" Brenner stabiler sind als die Slim-Editions und ich wichtige Daten allenfalls zusätzlich auf M-Disks brennen könnte.

    Freue mich auf eure Kommentare!
     
  10. devo

    devo Mitglied

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    Ich gebe zu, nicht alles im Detail gelesen zu haben. Aber du willst große Datenmengen sichern, nochmals möglicht off-premise.

    Aus dem Pro Bereich kann ich dir Tandberg NAS empfehlen https://www.tandbergdata.com/de/index.cfm/products/nas/

    NAS1 bindest du als iSCSI Target ein, kannst es also als normale HDD, zB auch getrennt zwischen Nutzdaten und TM. Zusätzlich daran meinetwegen noch eine USB für die Nerven.
    NAS2 stellst du dir örtlich woanders hin und 1 + 2 syncen laufend.

    Lässt sich bei weniger Budget auch mit Synology oder QNAP machen, aber das ist halt eher Consumerschiene.
     
  11. Veritas

    Veritas Mitglied

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    Damit spiele ich aktuell auch mal wieder rum und werde eventuell einen Intel NUC i3 mit einer 64GB m2 SSD für ROCK und einer 2TB 2,5" HDD für die Musik zulegen. 8GB RAM hab ich noch vom Mac mini übrig, so bleibe ich unter 350€. Roons Nucleus hat auch nur 64GB für den Cache, OS und Library und die 2TB reichen mir auch erst einmal. PLEX liegt bei mir auf einem ODROID C2, aber das nutze ich auch zu selten. Backups laufen über Retrospect.
     
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