Selbstständig ein Auto leasen

Dieses Thema im Forum "Freelancer Forum" wurde erstellt von Natashka, 21.04.2008.

  1. Natashka

    Natashka Thread Starter Mitglied

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    Hallo, ich bin Selbstständig und habe nun daran gedacht mir vielleicht in einigen Monaten ein Auto für wohl 36 Monate zu leasen.
    Nun Frage ich mich welche Kosten ich davon absetzen kann. Ich habe mich schon etwas informiert, bin aber noch nicht so ganz sicher und wollte daher erstmal im Groben abfragen worauf ich mich einstellen kann.

    Angenommen das Fahrzeug kostet 40.000€(Alle Daten sind jetzt mal rein fiktiv) und ich leiste eine Sonderzahlung von 5000€.
    Monatliche Leasinggebühren liegen bei sagen wir 400€ + MwSt.

    Was passiert jetzt z.B. mit der Sonderzahlung? Kann ich die sofort, auf das Jahr gesehen, abschreiben?
    Die MwSt. der Leasingrate(und der Sonderzahlung?) kann ich mit der Vorsteuer abrechnen?
    Die Leasingrate selbst kann ich ja voll abschreiben, oder?

    Nun habe ich von der 1% Regelung für die Privatnutzung des Fahrzeuges gehört. D.h. mir würde 1% des Neuwertes(in diesem Fall ja 40.000€) Monatlich als Umsatz angerechnet.
    Würde konkret bedeuten:

    Umsatz sagen wir mal 4000€ im Monat
    1% für die Fahrzeugnutzung = 400€
    Leasingrate - 400€

    Wäre in diesem Fall ein Patt.
    Aber kann ich denn auch Versicherungskosten des Fahrzeuges voll abschreiben? Ebenso Sprit und Steuern + Wartungskosten?

    Welche andere Möglichkeit außer der 1% Regelung habe ich noch?

    Fragen über Fragen.
    Ich hoffe ihr könnt ein wenig Licht ins Dunkel bringen. :) Danke!
     
  2. falkgottschalk

    falkgottschalk Mitglied

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    Das 1% wird Dir persönlich als Einkommen angerechnet.
    1% vom Listenpreis (nicht Neuwert, wirklich Listenpreis!) + MWST = Dein Einkommen, darauf zahlst Du Einkommensteuer UND führst die MWST ans Finanzamt ab.
    Die Leasingrate ist eine Ausgabe der Firma, ebenso Steuer und Versicherung oder Benzin und Wartung.
    Alternative zum 1%: Fahrtenbuch und keinerlei Privatfahrten.
    Eigentlich solltest Du aber den Steuerberater fragen.
     
  3. mex

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    Es ist fraglich, ob sich ein Firmenwagen lohnt.
    Absetzen der Rate und 1%-Regelung halten sich etwa die Waage. Steuerlich wirksam wird also nur Sprit, Versicherung etc.
    Dafür ist der Wertverlust in den ersten Jahren exorbitant.

    Außerdem ist für einen Bürohocker wie mich und die meisten selbstständigen Grafiker garnicht leicht nachzuweisen, dass sie mehr als 50% dienstlich vom Auto gebrauch machen, zumal die Fahrt zum Büro nicht dazu zählt.

    Wenn Du Geld sparen willst, kaufst Du besser privat ein älteres Auto und setzt die Dienstfahrten über KM-Pauschale ab.

    Wenn Du sowieso ein neues Auto fahren willst oder dienstlich viel fahren musst, dann Dienstwagen.
     
  4. Fuzzelabbe

    Fuzzelabbe Mitglied

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    Moin,

    ich habe lange Jahre ältere autos gefahren. Als Schüler, als Angestellter, als Student...Rückblickend bleibt mir nur 1 zu sagen:

    Heute kann ich kann es mir nicht mehr leisten, ein altes Auto zu fahren. Ich muss mir aus kostengründen immer alle 2-3 Jahre einen neueren leasen...

    Durchgerostete Auspuffe, versteckte Reparaturschäden, neue Bremsscheiben, Probleme mit dem TÜV, hohe KFZ-Steuern, durchrutschende Kupplungen, Ausfallzeiten durch Reparaturen... das alles kann ich mir heute nicht mehr leisten. Ich stell mich auch nicht mehr auf den Hof und wechsle selbst das Öl.

    Wertverlust hat man immer und zahlt man immer. Deshalb ist es meiner Meinung nach mehr als nur eine Überlegung wert, sich einen Jahreswagen zu leasen. Im schlimmsten Fall hat man dann ein 4 Jahre altes Auto am Tag der Rückgabe - meistens ist man über diese Zeit durch die Werksgarantie abgedeckt. Schaut man sich etwas um, dann findet man immer einen solchen Boliden, auch von deutschen Premium-Herstellern, für unter 350.- Brutto, ohne Sonderzahlung. Mein Händler nennt das "Sonderleasing".

    Das macht bei 36 Monaten Nutzung etwa 12600 Euro inkl. MwSt. für einen Wagen, der idR im Neupreis um 40.000 liegt.

    Schaue ich mir dann auf dem Gebrauchtmarkt die Preise an, die für so einen Boliden nach 3-4 Jahren real noch erzielbar sind, komme ich nie wieder auf die Idee, ein Alltagsauto besitzen zu wollen....alles andere ist Liebhaberei.




    Ciao
    Fuzzel

    PS: Auch daran denken: man kann man ein "Firmenfahrzeug" nicht mal eben so verkaufen...Stichwort Sachmängelhaftung beim verkauf an Privatpersonen.
     
  5. avalon

    avalon Mitglied

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    Das interessiert den Leasingnehmer doch nicht im geringsten.
    Auto nach 3 Jahren abgeben, neues leasen oder auch nicht und fertig.
    Das einzig negative am Leasing ist, dass man vertraglich festhängt.
    Man kann zwar versuchen den Leasingvertrag zu verkaufen, da muss aber die Leasinggesellschaft zustimmen.
    Aber eine Übernahme stellt im Normalfall kein Problem dar.

    PS. Ich würde kein eigenes Geld reinstecken. Leasing ohne Anzahlung, so viel höher sind die raten nicht bei 5000 € weniger.
    Die kann man sogar, wenn man geschickt, zum teil ist raushandeln.
     
  6. mex

    mex Mitglied

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    Der hohe Wertverlust ist aber in der Leasingrate eingepreist ;)
     
  7. avalon

    avalon Mitglied

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    Natürlich wird der kalkuliert, kommt aber eben auch auf das Fahrzeug an.
    Und ich habe da bisher immer sehr geringe Wertverluste gehabt.

    Außerdem wissen wir alle das Autofahren nicht gerade zu den billigen Vergnügen gehört.

    Das Leasing hat für Gewerbetreibende schon ein paar Vorteile.
    Anstatt Kapital in ein neues Auto zu versenken, kann man, wenn man es hat, lieber in die Firma stecken.
     
  8. in2itiv

    in2itiv Mitglied

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    ...grundsätzlich ist es als selbstständiger sinnvoll keine sonderzahlung zu leisten und stattdessen die dadurch höhere Rate in kauf zu nehmen.
    Denn die kann man komplett als Betriebskosten in der Steuer geltend machen. Die 1% regelung gilt bei Leasingfahrzeugen meines wissens nach nicht, weil man ja das auto nicht kauft.
     
  9. Englaender

    Englaender Mitglied

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    @in2itiv: Gerade deswegen gilt sie natürlich genau bei Leasingwagen. Du musst mit den 1% den geldwerten Vorteil versteuern, den du hast, weil du dir kein Auto kaufen musst (weil du ja deinen geleasten Firmenwagen benutzen kannst).

    Bei normalen Angestellten ist das ja ein Zubrot zum Gehalt. Also geldwerter Vorteil.
     
  10. JarodRussell

    JarodRussell Mitglied

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