Schüler-VZ: Beleidigung eines Lehrers…

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  1. spoege

    spoege Thread Starter Mitglied

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    In der ehemaligen Schule meiner Tochter gibt's Ärger:
    Ein paar Pubertanten haben zwei Gruppe bei Schüler-VZ gegründet, die nach einem sehr unbeliebten Lehrers benannt sind. Die eine führt den Spitznamen des Lehrers im Namen, die andere seinen Klarnamen mit einem despektierlichen und leicht anfäkalisierten Satz, wie ihn Jugendliche in diesem Alter lieben. (Eine justitiable Beleidigung kann ich darin nicht erkennen.)

    Die Gruppengründer haben natürlich auch andere MitschülerInnen in die Gruppen eingeladen.
    Ein Mustermännchen hat die alle denunziert, nun gibt es Alarm an der Schule. Der betroffene Lehrer, ein paar einschlägig bekannte Kollegen und der Rektor haben Verwarnungen mit Elterngesprächen ausgesprochen.

    Die Gruppen sind zwar inzwischen gelöscht, die SchülerInnen haben sich sogar entschuldigt, aber der betroffene Lehrer droht nun sogar mit Anzeigen gegen alle Gruppenmitglieder.
    Zwei Freundinnen meiner Tochter sind betroffen, und in heller Aufregung. Sie kriegen auch Druck von ihren Eltern.

    Meine Frage:
    Wie weit geht die Meinungsfreiheit auf solchen Websites, und ab wann beginnt die Beleidigung?
    Ich erinnere mich an die Lehrer-Bewertungen auf spickmich.de – was ist noch rechtlich erlaubt?
     
  2. Loris

    Loris Mitglied

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    Prozess ist anhängig, da weiß man noch nicht, was rauskommen wird.
     
  3. Beleidigend ist was die ehre Verletzt. Letztendlich kommt es dann darauf an wie es der Richter auslegt. In deinem Fall würde ich sagen dass es klar eine Beleidigung ist - in wie weit da Jugendrecht lascher ist weiß ich nicht.
     
  4. junicks

    junicks Mitglied

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    lehrer sind zu 95% minderwertigkeitskomplexgebeutelte beamtenarschlöcher und wenn ich sowas lese, wird mir das wieder bewiesen.

    vielleicht kannst du den betroffenen eltern folgenden rat geben, oder besagtem lehrer folgendes sagen: "wenn sie auf das geistige und nervliche niveau von teenagern runterrutschen, haben sie als autoritätsperson völlig versagt."
     
  5. sehr schön - qualifiziert und absolut untermauert durch Tatsachen.

    Ich hab im Osten ein schwarzes Schaf gesehen, alle Schafe im Osten sind schwarz!
     
  6. drums

    drums Mitglied

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    Also ich kann durchaus nachvollziehen was er meint.
     
  7. Lukas the brain

    Lukas the brain Mitglied

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    dem zweitem Teil kann ich 100% unterschreiben, den ersten kann man etwas schöner ausdrücken.
     
  8. durchaus, allerdings würde ich das Verhältnis ehr umgekehrt ansetzen....
     
  9. Chakotay1308

    Chakotay1308 Mitglied

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    Meine Fresse. Ihr erwartet als Schüler von Lehrern mit Respekt und wie Erwachsene behandelt zu werden und lasst dann solche Äußerungen los? Selbst wenn man es schöner formuliert, ist es unzutreffend und zeugt nicht von allzu großer Fähigkeit zu differenzieren und mit Menschen umzugehen. Aber als Schüler oder Gerade-nicht-mehr-Schüler neigt man gerne zu solchen Äußerungen.
    Lehrer sind auch nur Menschen und wie in allen Berufsgruppen gibt es immer solche und solche.

    Ich finde zwar auch, dass der Lehrer in diesem Fall überreagiert hat, wenn die Schüler sich bereits aufrichtig entschuldigt haben, aber deswegen direkt nahezu alle Lehrer über einen Kamm zu scheren und sich auf diese Weise zu beschimpfen ist einfach nur armselig. Ein Lehrer hat die (moralische) Pflicht als Autoritätsperson Jugendlichen ihre Grenzen aufzuzeigen, wenn die Eltern dazu nicht in der Lage sind. Er mag hier über das Ziel hinausgeschossen sein, aber ich wage mal zu behaupten, dass der Sachverhalt ein wenig komplexer ist. Wenn ein Lehrer ständig unter Rechtfertigungsdruck gegenüber Schülern steht, weil die ihn nicht leiden können, dann wundert es mich nicht, dass er sauer geworden ist. Ist doch ein vollkommen menschlicher Reflex.
     
  10. st34Lth

    st34Lth Mitglied

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    Hast du es von allen Seiten gesehen? Sonst wären zumindest "alle" Schafe auf mindestens einer Seite schwarz... :o
     
  11. Ich kann verstehen, dass Lehrer keinen Bock auf derart organisiertes Mobbing haben. Soweit wir hier über z.B. 16-jährige strafmündige Teenager reden und die Auslassungen in der Gruppe entsprechend deftig waren habe ich vollstes Verständnis für eine Strafanzeige.

    Ich hätte auch keinen Bock auf so etwas.
     
  12. Rusty Cooper

    Rusty Cooper Mitglied

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    Da der TE nicht näher beschrieben hat, wie sehr der Lehrer beleidigt wurde, gehe ich davon aus, dass es sich um die üblichen Lehrerlästereien von Schülern handelt. Auf Grund dieser Annahme würde ich sagen, dass ein guter Lehrer in einem solchen Fall das Gespräch mit den verantwortlichen Schülern sucht und dies versucht zu klären und eventuell etwas an seiner Unterrichtsgestaltung und vielleicht auch Art versucht zu ändern. Außerdem ist es doch völlig wurscht, ob sich die Schüler in der S-Bahn, auf dem Schulhof oder sonstwo in der Öffentlichkeit darüber austauschen oder ob sie es in einer relativ geschlossenen Gruppe im SchülerVZ tun. Denn in einer solchen Gruppe sind aller Wahrscheinlichkeit nach nur die, die den Lehrer auch haben. Alle anderen interessiert das ja nicht. Eltern und andere Kollegen tummeln sich da ja nun normalerweise auch nicht. Ein Lehrer muss einfach damit leben, dass es Schüler gibt, die ihn sch***** finden und mit anderen Schülern über ihn herziehen und ihm Spitznamen geben. Wer das nicht abkann ist ungeeignet für den Beruf. In meinem Umfeld befinden sich unzählige gute Lehrer und Lehramtsstudenten und die sehen das allesamt genauso. Allerdings stehen gute Lehrer auch nicht so im Rampenlicht.
    Aber die Jugendlichen jetzt anzeigen zu wollen halte ich für eine Bankrotterklärung des betroffenen Lehrers!
     
  13. BigTez

    BigTez Mitglied

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    Ich habe schon eine sehr geprägte Meinung gegenüber Lehrern. Dieser Fall bestätigt mal wieder die Unfähigkeit, wie sie leider bei sehr vielen Lehrern vorkommt.
     
  14. junicks

    junicks Mitglied

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    meine erfahrungen mit lehrern:
    volksschullehrer: absolute unterdrückung von kreativität und spontanität. was nicht im lehrplan steht, existiert nicht.

    gymnasiumslehrer: machtbesessen, schreien schüler an, setzen sie psychisch unter druck, nehmen sie nicht ernst.

    oberstufenlehrer: ein zwischending aus dem oben genannten plus einer gewissen passivität.

    ich habe nur sehr sehr sehr wenige gute lehrer gesehen und die meisten hatten deshalb auch probleme mit dem kollegium. ich sehe es auch an den beiden tanten meiner lebensgefährtin (deutschlehrerinnen, oberstufe) - bissig, besserwisserisch, kontrollgeil, überheblich, herablassend und sofort schwerst beleidigt, wenn man ihnen paroli bietet.
     
  15. eMac_man

    eMac_man Mitglied

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    Wenn man hier einige Postings so liest, wie bspw. von non oder BigTez, dann weiss ich auch, mit welcher Einstellung zum einen die Schüler heutzutage in die Schule gehen (und dort mit eben dieser Einstellung den Lehrern gegenübertreten) und vor allem macht es auch deutlich, woher die Schüler diese Einstellung haben.
    Und wenn sich dann mal ein Lehrer aufgrund "geballter Vorkommnisse" vergisst und im Ton vergreift, dann ertönt ein allgemeines "Kriegsgeheul".
    Und nein, ich bin kein Lehrer.
    Gruss
    der eMac_man
     
  16. junicks

    junicks Mitglied

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    das ist kurzsichtig. der liebe herr lehrer sollte sich lieber fragen, warum sowas überhaupt passiert. und eine anzeige zu machen ist ebenfalls sehr kurzsichtig, denn was erwartet er sich für die zukunft? denkt er ernsthaft, er kann diese klasse dann noch "normal" unterrichten? meint er nicht, dass die eltern über kurz oder lang den direktor so unter druck setzen, dass er ihn abziehen muss? und dass sich das nicht herumspricht?

    ein klassischer beweis meiner these: der durchschnittliche lehrer ist kontrollgeil und komplexbeladen. und um nichts reifer als ein 14jähriger, leider halt mit "erweiterten möglichkeiten". wenn er könnte, würde er den rohrstock auspacken.
     
  17. junicks

    junicks Mitglied

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    von nichts kommt nichts, da sind wir uns ja einig, oder? ein guter lehrer hat kein problem mit seinen schülern, meist sogar im gegenteil. leider sind diese in der unterzahl. ich war lehrern gegenüber immer ein recht neutraler schüler, als klassensprecher war ich allerdings schwer dahinter, schülern, die (ich zitiere) "auf der abschussliste" standen, den rücken zu stärken und merkte dabei selber, wie nett es sein kann, wenn man solchen "pädagogen" im weg steht (verwarnungen, klassenbucheintragungen, elternvorladungen [welche *immer* hinter mir standen!], etc.).

    nein, das ist keine einstellung, mit der man in die schule geht, sondern eine einstellung, die man dort aus reinem selbstschutz entwickelt.
     
  18. rosa89

    rosa89 Mitglied

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    Da stimme ich eMac_man absolut zu. Ich war ganz bestimmt auch kein Unschuldslamm inner Schule. Aber wenn ich manchmal mitkriege wie meine jüngere Schwester voller stolz erzählt was in der Schule abgegangen ist grauts mir.
    Ich errinere mich daran wie sie mir erzählte das die ganze Klasse die Klassenlehrerin auslachte, nachdem sie den Schülern unter Tränen mitteilte das sie aufgrund ihrer Krankheit (Multiple Sklerose) die Schule verlassen muss.
    Sowas find ich einfach nur schrecklich und abstossend.
    Wenn ich Lehrer wäre und sowieso ständig von Schülern aufgezogen werden würde und es mir auch noch gefallen lassen muss, würd ich in so einem Fall wie von lünk beschrieben auch die Gelegenheit nutzen!
     
  19. noelrock

    noelrock Mitglied

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    Kannst du vielleicht noch etwas mehr verallgemeinern?

    Oh, ich weiß was:

    Alle Deutschen sind Nazis!

    Alle Österreicher sind perverse Kinderschänder!


    Hätten wir das auch geklärt! Nächstes Thema! :rolleyes:
     
  20. Also ich habe bisher nur wenige Lehrer getroffen die nicht versucht haben ihren Job so gut wie möglich zu machen. Wer aber mit der Einstellung in die Schule geht dort sein Wunschkonzert vorzufinden rennt halt dann öfter mal gegen Wände (was auch gut ist)...
     
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