Sandsack-Thread Teil 5

erikvomland

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Schon Jahre ist das so..

ich meine im wesentlichen sinds doch wenige Gruppen, die die automatisierte Welt bevorzugen. Einerseits die eh ein Affinität dazu haben und am liebsten
alles nur per Handy-scan machen wollen, eigentlich eine Minderheit, dann die Arbeitgeber die Personalkosten sparen wollen und die Geräteverkäufer die auch nur an Profit denken.

Wa wird eigentlich aus den vielen vielen ganzen geringer Qualifizierten die an der Kasse oder Brötchen-theke bislang noch ihr Einkommen generiren können?
Interessiert kein Schwein, die können ja bei amazon dann Drohnen bestücken weil se gerade noch etwas schneller sind als der robo, dank halt gewachsener Hände...ne Danke.
 

LaTalpa

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Das ganze System ist so derart veraltet ...
Einfach mit den Waren im Sack rausspazieren und die Summe wird einem automatisch abgebucht wäre schon lange möglich.

Ja, das wäre schon gut, aber ...

Die völlig unterbezahlte, überforderte Kassiererin?

diese Frau hätte noch einen Job (von dem sie wahrscheinlich nicht leben kann, aber besser, als eine Automatenkasse!) ...
 

Dextera

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Jobs sterben - Jobs werden geboren … :noplan:
Es nützt nix wenn man irgendwas am Leben erhält. Wenn du Dinge automatisierst - bspw. die Regalnachbefüllung - dann wird auch die Maschinen im Hintergrund jemand befüllen müssen, warten müssen, aufstellen müssen.
Und mir ist schon klar dass die Teilzeit-Kassiererin jetzt keine Roboter-Mechanikerin wird …
 

erikvomland

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Also halt das übliche Schulterzucken...kann ich Dir persönlich jetzt nicht vorwerfen.
Letztlich kann man dann aber generell abhaken und freien Lauf lassen.
 

Dextera

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Weiß nicht was der letzte Satz bedeuten soll ...
Es gibt auch keine Telefonistin mehr, keinen Milchmann, kaum mehr Schuster, ... So ist das halt. Mit Krampf an etwas festhalten, weil dann ein paar unter die Räder kommen, bringt auch keinen weiter. Irgendwas Neues wird sich auftun, im Grunde verlagert sich das doch eh laufend.
 

Sym

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Das ganze System ist so derart veraltet ...
Einfach mit den Waren im Sack rausspazieren und die Summe wird einem automatisch abgebucht wäre schon lange möglich.
Ist bei uns so. Wir können die Waren direkt beim einpacken im Wagen scannen und bei herausgehen per App zahlen. Funktioniert bei uns ganz gut. Leider muss man noch für die Getränkegutscheine an eine zugehörige schnellkasse
 

Elvisthegreat

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Weiß nicht was der letzte Satz bedeuten soll ...
Es gibt auch keine Telefonistin mehr, keinen Milchmann, kaum mehr Schuster, ... So ist das halt. Mit Krampf an etwas festhalten, weil dann ein paar unter die Räder kommen, bringt auch keinen weiter. Irgendwas Neues wird sich auftun, im Grunde verlagert sich das doch eh laufend.
stimmt; siehe hier aus der FAZ

PwC schafft, Commerzbank streicht 10.000 Stellen

aus dem Artikel (leider hinter der Bezahlschranke)

Große Arbeitgeber suchen verstärkt Personal. Viele neue Stellen entstehen in der Logistik rund um den Onlinehandel oder für die digitale Aufrüstung der Wirtschaft.

und hier

Unternehmen suchen nach der Corona-Krise wieder mehr Mitarbeiter, was den Arbeitsmarkt in Schwung bringt. Das bestätigt die vierteljährliche Auswertung von Berichten über größere Programme zum Aufbau oder Abbau von Personal für den Zeitraum Januar bis September durch das F.A.Z.-Archiv. Demnach überwiegen die angekündigten Neueinstellungen von insgesamt 48.000 Mitarbeitern den geplanten Stellenabbau deutlich.
 

erikvomland

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Weiß nicht was der letzte Satz bedeuten soll ...
Es gibt auch keine Telefonistin mehr, keinen Milchmann, kaum mehr Schuster, ... So ist das halt. Mit Krampf an etwas festhalten, weil dann ein paar unter die Räder kommen, bringt auch keinen weiter. Irgendwas Neues wird sich auftun, im Grunde verlagert sich das doch eh laufend.
Naja, Telefoner gibts noch sehr wohl, und statt dem Milchmann nun halt das Gemüseabo..dafür aber das mehrfache an Transportlern..

Was soll mir an Veränderungen nicht einleuchten, bin ja nicht schwer von Begriff.
Es ging mir ja eher um die Dimension die da plötzlich grosse Löcher reissen wird, weil halt eine neue Technik massiv eingesetzt werden soll, die
ebenso massiv einfache Dienstleistungen streichen wird.

Auch das gabs schon immer sobald Maschinen plötzlich Arbeiten vieler übernahmen. Gibt ja fast schon menschenleere Produktionshallen, soweit sogut, aber will man das auch überall..
Der völlig nur in maschinellem Kontakt abgewickelte Einkauf. Plus die ungelöste Geschichte, was wird aus den k-tausendfach freigestzten Leuten..?

Aber man muss das jetzt auch nicht weiter vertiefen hier..
 

Fleetwood

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Auch das gabs schon immer sobald Maschinen plötzlich Arbeiten vieler übernahmen.
… vor 2 Jahren schwärmte der frischgebackene Dachspenglerlehrling und Sohn einer Freundin, daß Berufe am Bausektor zukunfts- u. krisensicher wären.

…derweil werden aber immerhin noch 3 Bauarbeiter benötigt, wenn man in 17 Tagen eine neue Villa hinstellen will.

Aber immerhin sind wir ja nicht in Dubai.
 

Dextera

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Es gibt doch genug Jobs, die auf lange Zeit "Krisensicher" sein werden ...
Persönlich bin ich da recht breit aufgestellt, aber wenn ich nochmal starten müssen und nix am Schreibtisch will, dann würde ich auch ins handwerkliche Gewerbe gehen. Oder Physio/Chiro/Osteophatie ... die Leute werden immer kaputter, der Osteopath hier hat ne Warteliste von 4 Monaten und verlangt 105€ für 30min. Mein Maurer hat ne Warteliste von 6 Monaten. Mechaniker 3 Monate. Mein Frisör 7 Wochen. Zahnarzt 4-5 Monate.

Die ganzen Bürotrottel wie ich haben auf Kurz oder Lang alle nen krummen Rücken und können nix selbst machen :crack:
 

MacQandalf

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Mir missfällt diese Diskussion. Es hat nunmal nicht jeder die Möglichkeit irgendeinen BWL-Quatsch studieren zu können um dann Millionen für destruktiven Blödsinn zu kassieren. Der Ton mit dem einige sich ja regelrecht die Arbeitslosigkeit für Ex-McDonaldskassierer herbei wünschen weil diese tollen Terminals das viel besser können widert mich an.

Achja, wer meint dass Handwerk goldenen Boden habe weil derzeit temporär die Wartefristen so lang sind. Dass derzeit die Wartefristen so lang sind liegt u.A. auch an der Materialverfügbarkeit. Die letzten 20-30 Jahre waren Handwerker/Facharbeiter die Ärsche der Nation, denn die Löhne waren deutlich niedriger als in Bürojobs, die Jobs nicht sicher, Ausbeutung in Leiharbeit an der Tagesordnung, und am Ende wird das Ganze auch noch mit heftigen Rentenabstrichen belohnt weil keiner der körperlich arbeitet seinen Job bis 67 machen kann. Und wenn ich aktuelle Stellenausschreibungen sehe wo eigentlich fast nur Studierte gesucht werden aber keine Facharbeiter, dann bezweifle ich dass sich das bessern wird.
 

MmeBezier

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Mir missfällt diese Diskussion. Es hat nunmal nicht jeder die Möglichkeit irgendeinen BWL-Quatsch studieren zu können um dann Millionen für destruktiven Blödsinn zu kassieren. Der Ton mit dem einige sich ja regelrecht die Arbeitslosigkeit für Ex-McDonaldskassierer herbei wünschen weil diese tollen Terminals das viel besser können widert mich an.

Achja, wer meint dass Handwerk goldenen Boden habe weil derzeit temporär die Wartefristen so lang sind. Dass derzeit die Wartefristen so lang sind liegt u.A. auch an der Materialverfügbarkeit. Die letzten 20-30 Jahre waren Handwerker/Facharbeiter die Ärsche der Nation, denn die Löhne waren deutlich niedriger als in Bürojobs, die Jobs nicht sicher, Ausbeutung in Leiharbeit an der Tagesordnung, und am Ende wird das Ganze auch noch mit heftigen Rentenabstrichen belohnt weil keiner der körperlich arbeitet seinen Job bis 67 machen kann. Und wenn ich aktuelle Stellenausschreibungen sehe wo eigentlich fast nur Studierte gesucht werden aber keine Facharbeiter, dann bezweifle ich dass sich das bessern wird.
Für bestimmte Berufe ist es zur Zeit tatsächlich besser. Wer Werkzeugmacher, Schleifer, Fräser, Feinmechaniker, Erodierer, Installateur, Gärtner, Altenpfleger gelernt hat, der kann sich hier in der Gegend den AG aussuchen - bei besten Konditionen. Da werden Leute händeringend gesucht. (Ich habe es mit den Inseraten dafür zu tun.)
Das kann sich aber wieder ändern.
 

MacQandalf

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Das was ich mit destruktivem Blödsinn meinte:

Um Lohnkosten einzusparen Teile der Produktion in Lowcost-Länder auszulagern wo dann um richtig zu sparen unqualifizierte Leute produzieren, nur um dann hinterher das X-fache der Einsparungen für Qualitätskosten auszugeben, und dann noch beim Kunden den guten Ruf zu ruinieren der dann gleich beim billigsten Lieferanten bestellt weil die hochqualitative "Made in Germany" Ware auch nichts taugt. So kann man gesunde Unternehmen ruinieren, am Ende ist dann der Malocher schuldig weil er "zu teuer" ist, nicht ie Falchzange in Nadelstreifen die allen Ernstes erzählt dass es sich lohnt für 20c Ersparnis 2€ auszugeben.

Und diese Flitzpiepen sind es dann die meinen dass es unverantwortlich sei jemanden der 40 Jahre den Buckel krumm malocht hat ohne Abzüge iN Rente zu gehen, die er dann auch noch voll versteuern darf, während sie selber bei vom Viagra supporteten Blowjob und Champagner im ergonomischen Bürostuhl sitzen und nicht verstehen warum ein Dachdecker mit 70 nicht mehr aufs Dach kann oder warum der Fliesenleger mit 67 nicht mehr auf dem Boden rumkrauchen kann.
 

Dextera

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Dass derzeit die Wartefristen so lang sind liegt u.A. auch an der Materialverfügbarkeit.
Unter anderem ... aber definitiv nicht der ausschlaggebende Grund. Ich red hier nicht von Firmen die Häuser hochziehen - sondern von Handwerkern, die du dir nach Hause holst. Einmann-Buden. Oder kleine Firmen mit bis zu fünf Mann. Weil eben so viele Leute Bürojobs haben, sind die Typen seit Jahren gefragt ohne Ende.

Und nebenbei: Ich hab kein BWL studiert ;)
Was willst du machen? Auf alle Zeit alles so lassen wie es ist, weil sonst ne Sparte umschulen muss?
 

Annie Hilator

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Selbstbedienungskassen im Supermarkt sind bei mir eine Grenze, über die ich mich drüberzugehen weigere.

Ich darf mir meinen ganzen Sch*** selbst zusammensuchen, Brot- und Wursttheke mit Bedienung werden auch sukzessive abgeschafft, und wenn es ans Kassieren geht, soll ich das AUCH NOCH SELBST machen? Nee. Echt nicht.

Ich sehe da auch keinen Vorteil für mich als Kunden. Die Ersparnis wird ja mit 0,0%iger Wahrscheinlichkeit an mich als Kunden in Form von günstigeren Preisen weitergegeben. Ich erhöhe damit allein den Profit des Verkäufers, indem ich jetzt echt ALLES am Einkauf selber mache. Als zahlender Kunde.

Wirklich nicht.
 

Elvisthegreat

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Beherzigenswerter Vorschlag

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