Reparaturservice für Apple Hardware aufbauen?

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  1. lötmeister

    lötmeister Thread Starter Mitglied

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    Hi.

    Man liest ja hier des öfteren, das sich iMacs und PowerMacs (naja, eingentlich so ziemlich alle Apple-Produkte) neuerer Baujahre, wenn man Pech hat, gerne mal mit Schäden an Netzteil oder Logicboard verabschieden.

    Wäre es eventuell eine Marktlücke, diese Dinger zu reparieren, eventuell in einem Tauschsystem, d.h man kauft zu Anfang defekte Komponenten auf, findet die gängigen Fehler und repariert sie und kann somit dem Kunden sofort ein funktionierendes Board schicken, im Tausch gegen sein altes, welches wiederrum repariert wird?

    Gibt es schon eine Firma am Markt, welche die Boards repariert?

    Ich hatte diese Idee ja eigentlich mit iBooks, doch da gibts schon einige, sodass sich ein zu starker Konkurrenzkampf entwickeln würde. Der Vorteil beim iBook ist eben, dass der/die typischen Fehler im Allgemeinen bekannt sind. Auch um die iPods kümmern sich diverse Anbieter.

    Die zweite Frage wäre natürlich, ob ich spezielle Qualifikationen brauche, um so etwas überhaupt reparieren zu dürfen, vor allem bei den Netzteilen bin ich mir da nicht sicher, da ja > 42V.

    Schreibt mir mal was ihr drüber denkt, ob das eventuell erfolgreich werden könnte oder nur eine Sommerferien-Schnapsidee ist.

    gruss, Basti
     
  2. Lukas the brain

    Lukas the brain Mitglied

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    MB zu reparieren ist ziemlich schwierig bis unmöglich
     
  3. Nö... ich hab früher auch an SMD Leiterplatten rumgelötet und die ham auch immer funktioniert (und wir hatten das als Wahlpflichtfach) Wenn es da draussen Profis gibt (was SMD löten angeht) wird das überhaupt kein Problem sein sobald man die richtigen Elemente hat. Ausserdem gibt es auch Roboter die dir das Zeug löten ... nicht billig aber gut.
     
  4. Mai_Ke

    Mai_Ke unregistriert

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    Als erstes brauchst Du ein Equipment >100k€, falls Du mehr machen willst, als der Hobbybastler machen kann. (Stichwort: Austausch von BGA, Fine Pitch SMD)

    Dann wäre eine Bezugsquelle für die in den Macs verbauten Komponenten hilfreich.

    Und last, but not least, braucht man, um ordentlich arbeiten zu können, Schaltpläne und das Platinenlayout der Logicboards. Ansonsten wird kaum was möglich sein, dass über den Austausch von geplatzten Kondensatoren hinausgeht. Vorausgesetzt, die Kondensatoren haben beim Abflug nix anderes mitgenommen.

    Und wenn Du das Ganze professionell aufziehen willst, musst Du ja irgendeine Garantie/Gewährleistung geben. Das kann schnell ins Geld gehen, wenn nach der Reparatur noch mehr abraucht...
     
  5. lötmeister

    lötmeister Thread Starter Mitglied

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    Hi

    Habe schon einige PC-MB's repariert, wenn's an die BGA's geht wirds schwierig mit Löten, und vor allem mit dem Messen, bei ca. 50% der Boards lagen die Fehler aber an gut zu findenden und recht einfach zu reparierenden Sachen wie fehlerhafte Spannungsregler und tauben Elkos oÄ.
    Deshalb dachte ich an ein Tauschsystem, wenn man sich irreparables einfängt kann es als Teileträger dienen und der Bestand wieder durch EBAY- defektware ergänzt werden. Oder man klappert alle ASP in der Umgebung ab und sammelt die Dinger ein ;-).

    Mir ging es eher darum ob Interesse an so einer Dienstleistung besteht oder ob der Bedarf, wie bei der Reparatur des iBook-LBs, hinreichend gedeckt ist.
     
  6. CharlieD

    CharlieD Mitglied

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    Das mit der Gewärleistung ist der Pferdefuß...
    Wo gehobelt wird, fallens Späne. Und bei der geringen, zu erwartenden Marge hilft Dir alleine ein Gewährleistungs-/Kulanzfall, um den Verdienst mehrerer Tage wenn nicht gar Wochen zu himmeln.

    Ergo -> nette Idee, aber unfinanzierbar bzw. nicht Gewinnträchtig!

    Charlie
     
  7. lötmeister

    lötmeister Thread Starter Mitglied

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    Über die Gewährleistung hab ich auch schon nachgedacht. Müsste ich die für 1/2 Jahr oder 1 Jahr geben auf eine reparierte Komponente, als "Gewerblicher"?

    Der iBook-Mensch gibt glaub ich 1 Jahr, aber nur auf seine "Reparatur".

    Das ist gemein, als inoffiziell und Schwarzarbeiter hat man dieses Problem nicht und könnte daher viel günstiger arbeiten, will ich aber nicht, wenn die mich erwischen ist das BaFög weg ;-( und ausserdem wärs illegal.
     
  8. CharlieD

    CharlieD Mitglied

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    Du musst Privaten Auftraggebern 2 Jahre Gewährleistung geben.
     
  9. lötmeister

    lötmeister Thread Starter Mitglied

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    Hmm, das ist dann schon arg krass. Wenn man bedenkt, dass die Teile, die man hat, auch schon mindestens 2 Jahre alt sind, scheint das ein relativ großes Risiko zu sein. Glaube, das lassen wir doch lieber.
     
  10. Locusta

    Locusta Mitglied

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    Sicher? Ich dache 1/2 Jahr bei einer Reperatur. Zumindest bekommt man bei Gravis und Co 1/2 Jahr auf ein ausgetauschtes Logicboard und ich denke mal nith, dass die dort irgendeinen "Schmu" machen.

    [edit]
    Ich fände die Idee klasse. Nur muss es halt noch deutlich unter einem LogicBoard liegen. Beispiel: Ich habe hier ein defektes Logicboard (PMU defekt) für ein TiPB. Der Austausch würde 700 Euro incl. Einbau und 6 Monate Gewährleistung kosten. Für 200 oder 300 Euro würde ich es "von Hand" reparieren lassen. Für 400-500 bekommt man ein gebrauchtes bei eBay.
     
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