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Quo Vadis Apple oder wie schlecht soll die Produktqualität noch werden

Dieses Thema im Forum "MacUser Bar" wurde erstellt von G5Punkt, 05.11.2003.

  1. G5Punkt

    G5Punkt Thread Starter MacUser Mitglied

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    Apple hat in den letzten Jahren immer häufiger, zum Teil dramatische, Qualitätsprobleme. Dies mag an immer schnelleren Entwicklungszyklen liegen oder an einer neuen Definition von "Apple Qualität". Wir Kunden bekommen neue Produkte mit so gravierenden Mängeln geliefert, dass man sich fragt ob Apple so etwas wie eine Qualitätssicherung hat. Nun, seit beginn dieses Jahres steigt die Anzahl frustrierter Kunden immer weiter an. Ein Blick in die Apple Support Foren zeichnet ein erschreckendes Bild. Viele Kunden wenden Apple den Rücken zu und wechseln....zu PCs.

    Ich frage mich ob:

    * Für Apple der Profit wichtiger als das Produkt ist.
    * Die Keynotes von Jobs wichtiger sind als ein fertig entwickeltes und stabiles Produkt.
    * Die Qualitätssicherung aufgelöst wurde.
    * Tests der Produkte während der Entwicklung nicht durchgeführt werden.
    * Kundenfeedback vorsätzlich ignoriert wird.
    * Apple die Kontrolle über seine Lieferanten verloren hat.
    * Produktlieferungen per Schneckenpost erfolgen (Panther update..).
    * Mein gekaufter Mac nach vor/nach Ablauf der Garantie kaputt geht.
    * Ob Kunden weiterhin bereit sind Premium Preise für Substandard Qualität zu zahlen.


    Mich würde eure Sicht der Dinge interessieren kopfkratz.
     
  2. Ist aber ne sehr düstere Sicht... du glaubst doch nicht ernsthaft, das die keine Qualitätssicherung mehr haben oder nicht mehr auf die güte ihrer Produkte achten. gerade apple ist ja nun sehr stolz auf seine produkte, das merkt man der ganzen unternehmenskultur an.

    und das gerade aktuell viele probleme da sind, liegt wohl auch schlicht daran, das apple viel neues rausgebracht hat (pb, ibook, panther...), und wenn viel neues gemacht wird, kann auch viel schief gehen, gerade im computerbereich.

    ich weiss nicht, ob die unzufriedenheit wirklich zunimmt, das müssen eher die langzeit user beantworten, dazu bin ich noch zu frisch dabei. würde mich aber auch interessieren.
     
  3. Hm, ich war ja lange nicht dabei und seit diesem Sommer wieder zurück:
    Mein erster Mac hat 1986, wenn ich mich recht entsinne, mit etwas Peripherie ein gutes Stück über DM 10.000 gekostet (genaue Summe weiß ich nicht mehr, muss ich mal nachschauen). *Das* war ein Premium-Preis gemessen an damaligen Einkommen und Lebenshaltungskosten, auch verglichen mit den damaligen PC-Preisen. Die Apple-SW und -HW aber fand nicht nur ich sagenhaft gut & stabil. MacWrite und MacPaint, anyone?
    Meine Bedürfnisse heute sind in Sachen Vernetzung/Netz wesentlich komplexer, aber Schreiben ging damals auch schon ganz gut :)

    Mein für 2.500 Euro im Jahr 2003 gekauftes TiBook kann viel, viel mehr, ist aber nicht mehr so weit vorne im Vergleich mit dem Marktumfeld (PC). Ein vergleichbares Sony Vaio (auch s.u.) kostet in etwa das Gleiche.
    Das Case des TiBook ist bizarr empfindlich, und die Software ist wesentlich instabiler - aber ich mache auch mehr: Musik im Hintergrund, Daten auf DVD brennen (Hintergrund), Mail, Browser, VPN-Serververbindung aus der Firma mit reichlich Traffic, Präsentation mit Animation, Schreiben - typisches Setup bei mir, früher nicht denkbar.

    Die aktuellen Qualitätsmängel (10.2.8 erster Versuch, 15" PB-Display, ...) deuten wirklich auf Probleme im Qualitätsmanagement hin.
    Aber Apple ist ein Wirtschaftsunternehmen, egal wie "cool" oder "different", und muss Geld verdienen, und zwar so viel wie möglich. Viel Geld ist notwendig, um in die Apple-eigenen Wege investieren zu können. Und da wird halt versucht, die Schmerzgrenze der Balance zwischen Qualität, Preisakzeptanz und Time To Market zu finden.

    Momentan finde ich das auch nicht überzeugend, aber das wird sich auch wieder ändern - aus wirtschaftlichem Zwang heraus, wenn die Probleme auf den Gewinn durchzuschlagen drohen; wegen unzufriedener Kunden und der (sicherlich mittlerweile realen) Gefahr, den Qualitätsmythos zu gefährden.

    Ich habe viele Notebook-PCs gesehen, vor allem Dell und Sony. Von den 16 Dell-Notebooks in unserem Unternehmen haben 11(!) massiv Ärger bei Displays, Tastatur, und Festplatten gemacht. Sony Vaio (hatte ich selbst) waren erstklassig in der Qualitätsanmutung, die ganz aktuelle Serie habe ich mir nicht mehr angesehen.

    Und, letzte Anmerkung, das ganze Umfeld PC (Mac & Win) ist nach meinem Eindruck momentan klar preis- und wenig qualitätsorientiert. Die Kunden scheinen es insgesamt so zu wollen, sehr schade. "Geiz ist geil" macht Qualität kaputt, das ist halt so - meiner Meinung nach.

    Also, ich gebe da noch nix endgültig verloren, das wird sich einpendeln.
     
  4. Wuddel

    Wuddel MacUser Mitglied

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    Ich muss G5Punkt z.T. Recht geben. Zumindest die Hardwareprobleme nehmen zu. Produkte sind nie perfekt, darum gibt es ja Service und Support. Software ist meist weit von dem entfernt für das man eigentlich bezahlt hat (Win wie Mac). Bei Software sollte man nicht so pingelig sein, solange es schnell einen Bugfix gibt, und es nicht zu Datenverlusten kommt.

    Was die Hardware angeht ist das schon anders. Die hat man meistens mehrere Jahre (am Hals). Ich beobachte dabei eigentlich nur die Notebooks, da mich die Desktops nicht so interessieren. Mein altes iBook vom Mai 2002 scheint noch zu einer guten Serie gehört zu haben. Die Verarbeitung des Gehäuses war zwar nur Durchschnitt, aber die Tastatur ist gut und hält noch durch.
    Im Herbst 2002 gingen die Probleme glaube ich los. Schlechte Gehäuse-Qualität der iBooks (die mit der serifenlosen Schrift im Namenszug, eine Freundin hat so eins): Tastatur, opt. Laufwerk, Gehäuse.

    Dann kamen die heißen 12"-PBs die sich selbst erledigt haben. Die 17"-PBs waren ewig nicht lieferbar und kamen dann mit leicht brüchigen Displays daher. Die G3-iBook-Qualität nahm weiter ab. Und nun die neuen 15"-PBs mit white-spots und Gehäusemängeln. Ich war neulich bei Vobis und konnte ein neues 1GHz-12"-PB "bewundern": Ein unregelmäßig breiter Spalt zog sich zwischen "Handballenauflage" und "Untergehäuse" entlang.

    Lichtblick scheinen die neuen G4-iBooks zu sein. Bisher noch nicht negativ aufgefallen. Ich finde das die Qualität der Apple-Notebooks abgenommen hat. Zumindest seit dem ich die "Szene" beobachte (Anfang 2002). Ich hoffe das alle User auf ihr Recht auf ein absolut einwandfrei funktionierendes System pochen (zumindest in der Garantiezeit geht das ja), und keine kleinen Unzulänglichkeiten hinnehmen.

    Zumindest bei den Preisen der PowerBooks dürfen eigentlich keine Fehler mehr passieren. Und wenn doch sollte sie schnell und ggf. kulant bearbeitet werden.
     
  5. DieTa

    DieTa MacUser Mitglied

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    Also was die Qualität - gerade bei PowerBooks angeht, kann ich nur zustimmen... die ist mies. Allerdings... der G5 ist sehr gut verbaut. Sehr leise, stabil und powervoll. Hier merke ich nicht von Qualitätseinbußen. Auch Panther läuft einwandfrei und große Bugs habe ich bisher noch nicht feststellen können...

    So far...
    Ciao
    DieTa
     
  6. Stefan

    Stefan MacUser Mitglied

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    Das mit dem 1,25GHz-iMac ist unter aller Sau, sag ich ganz offen. Apple ist super, aber mit sowas brauchen die nem Switcher nicht zu kommen, der macht erstmal drei Monate Negativpropaganda gegen Apple. Und sowas darf einfach nicht passieren.

    Ciao,
    Stefan
     
  7. Bobs

    Bobs MacUser Mitglied

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    du wirst auf der ganzen welt kein unternehmen finden das nicht absolut gewinnorientiert arbeitet. geld ist der grund warum firmen überhaupt gegründet werden. das kann man niemandem zum vorwurf machen, weder apple noch bill gates.
     
  8. G5Punkt

    G5Punkt Thread Starter MacUser Mitglied

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    Re: Re: Quo Vadis Apple oder wie schlecht soll die Produktqualität noch werden

     

    Es gibt auch Unternehmen, wie z.B. Miele (Elektrogeräte) bei denen immer noch die Familie das Unternehmen führt. Bei Miele würde nie ein 1,50$ Lüfter für ein Netzteil eingesetzt, dessen Qualität mies ist und der Das Gehäuse in Resonanz setzt, wenn man dieses Problem mit einem 2$ Lüfter nicht hat. Dies meine ich, wenn ich sage der Profit wird vor die Qualität gesetzt. Sorry, wenn ich mich nicht deutlich genug ausgedrückt habe.

    Aktuelles Beispiel im G5 Dual: Die beiden Lüfer der Netzeil drehen mit konstanter Geschwindigkeit und bringen den Alu Deckel des Seitenteils in Resonanz. Der produziert ein Brummen un übertönt damit nich alle andern 7 Lüfter.
     
  9.  

    Mein Duo 230 (Ende 1992) war von der Idee her großartig - aber: Neues Display, neue Tastatur, neues Motherboard, zum Schluß noch ein neues Minidock... Alles auf Garantie, übrigens.
    Kleine Anekdote: Die Tastatur versagte, während ich meine 1. Examensarbeit (Zeitrahmen damals 6 Wochen) schrieb. Damals hat Bense in Münster ein anderes Duo für mich kannibalisiert - sehr nett.
    Das PB 140 vorher wurde mir leider geklaut, aber war im Gegensatz dazu sehr solide.

    Also, solche Qualitätsschwankungen gab es auch schon vorher, das wird sich bei entsprechendem Echo aus dem Markt wieder sortieren.

     

    Miele-Niveau (guter Vergleich!) hat Apple definitiv schon sehr lange nicht mehr. Das würde ich mir auch wünschen und auch bezahlen: Rumfrickeln kostet immer mein Geld, und summiert sich über die Zeit zu viel höheren Beträgen als die, die ich beim Kauf einspare.
     
  10. lemonstre

    lemonstre MacUser Mitglied

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    warum sollte es apple anders gehen als allen anderen computerherstellern. apple produziert seine komplette hardware in den selben billigschrauber fabriken irgendwo in asien wie fast alle anderen hersteller auch. da hilft keine unternehmenskultur und telefonhotlines. auch verwendet apple zum grossen teil standard bauteile aus pcs die sie selbst garnicht entwickelt und produziert haben.

    was den kunden aber nervt ist die tatsache das apple in der anschaffung wesentlich teurer ist und apple prinzipiell nur ein lausiges jahr garantie auf seine produkte gibt.

    gerade im notebook bereich hat apple zur zeit grosse qualitätsmängel da hier der preisdruck im letzten jahr extrem zugenommen hat und apple mit seinem monolithischen konstruktionsprinzip nicht gerade für die ökonomische massenfertigung taugt.

    gruss
    lemonstre
     
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