iPad Pro als Laptop-Ersatz *ernsthafte Gedanken*

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  1. JeZe

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    Spätestens wenn man von der Anwendung her denkt, wird es das eher selten geben. Die wenigsten dürften ausschließlich den PC nutzen um zu telefonieren oder TV zu schauen, eine Spielekonsole ist seit Jahren als zusätzliche, spezialisierte Form eines Computers in Haushalten akzeptiert, Bilder macht man mit einer Digitalkamera und nicht mit einem PC mit Zusatzhardware, etc.

    Diese Beispiele werden wahrscheinlich auf Widerstand stoßen, weil es für uns völlig logisch erscheint, dass diese Anwendungen nicht ausschließlich direkt auf dem PC ausgeführt werden, weil das nicht praxistauglich wäre. Aber wer legt denn nun mit welchem Recht fest, welche Anwendungen ein zentrales Gerät übernehmen können muss und welche nicht? Warum halten wir dem PC nicht vor, dass wir mit ihm keine Bilder beim Wandern machen können? Warum halten wir ihm nicht vor, dass wir damit keine PDFs unterschreiben können?
     
  2. bowman

    bowman Mitglied

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    ...Der Titel dieses Threads "iPad Pro als Laptop-Ersatz" lässt ziemlich elastische Auslegungen des Begriffs "Ersatz" zu: Entweder im Sinne von 'Zweitgerät für bestimmte Aufgaben' (Email, Webbrowser, Medienkonsum, Fotoverwaltung etc.) die möglicherweise für wenig anspruchsvolle Nutzer schon das gesamte Aufgabenspektrum darstellen oder eben im engeren Sinne von Ersatz: Es soll ausschließlich ein iPad für alle anfallenden Aufgaben benutzt werden die zuvor per Laptop erledigt wurden, andere Rechner stehen nicht zur Verfügung.

    Ein iPad Pro mit Tastatur + Stift und ein MB Air liegen in der gleichen (gehobenen) Preisklasse von ca. 1400 €, die Wenigsten wollen überhaupt so viel Geld für private Rechner ausgeben. Für diejenigen, die es wollen, dürfte es eine Fragen von entweder/oder sein selbst wenn Geld keine Rolle spielt, denn zwei Geräte gleichzeitig wird wohl kaum jemand gerne mit sich herumschleppen wollen.

    Mich würde wirklich interessieren, ob jemand dauerhaft und ausschließlich auf ein iPad umgesattelt hat und wie dessen Nutzungsprofil aussieht. Ich habe viel mit Nutzern - gerade im Mac-Bereich - zu tun, aber ich kenne keinen einzigen...

    Kleine persönliche Anmerkung zum Schluß: Es sollte technisch längst möglich sein, auf einem iPad wahlweise iOS oder macOS nutzen zu können - daß das softwaretechnisch machbar ist, sah man schon beim Mac mit Rosetta beim Umstieg von der PowerPC- auf die Intel-Architektur vor zwölf Jahren. Es könnte so einfach sein: Für angepasste Apps und Touchbedienung schaltet man das iPad auf iOS, wenn ich Spezialsoftware brauche und eine externe Tastatur/Trackpad vorhanden ist boote ich das Ding mit macOS. Hätte Apple nicht einen drögen Buchhalter als CEO, würde sich die Frage dieses Threads gar nicht stellen...
     
  3. JeZe

    JeZe Mitglied

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    Das ist meines Erachtens nur die halbe Wahrheit. Man kann es auch aus einer anderen Perspektive sehen: wer ab und zu ein Spiel spielen möchte, dessen Anspruch ist zu hoch für ein MacBook Air - ein iPad (Pro) kann diesem Anspruch grafisch hingegen gerecht werden. Selbes, wenn der Anspruch besteht handschriftlich zu arbeiten oder Dokumente zu scannen: ein zu hoher Anspruch für ein MacBook Air, für ein iPad (Pro) ist es kein Problem. Genauso das erstellen von Grafiken mit einem Stift, etc.

    Also auch hier wieder: wer legt fest, dass die Fähigkeiten des klassischen PCs die „führenden Fähigkeiten“ sind, die ein Gerät zu erfüllen hat, die anderen hingegen als unwichtig angesehen werden können? :)
     
  4. iOSNutzer

    iOSNutzer Mitglied

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    Ich möchte mal sehen, wie man dem normalen Nutzer erklärt warum es z.B. Software X nur gibt wenn das System auf MacOS läuft und nicht im Touchbetrieb unter iOS.
    Dualboot (Touch/Non-Touch) klingt für mich nach einem Usability Albtraum und das Windows 10 Konzept wäre im Vergleich dazu ein Glanzleistung.
     
  5. maba_de

    maba_de Mitglied

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    ich kenne jemanden und das Support Aufkommen ist da explodiert, da man eben doch regelmäßig an Grenzen stößt.
     
  6. bowman

    bowman Mitglied

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    ...die Frage stellt sich (hier) doch gar nicht - siehe Threadtitel (abgesehen davon, daß Treads mit dem von Dir genannten normativen Anspruch schnell dazu neigen, toxisch zu werden).

    Nochmal (um beim Thema zu bleiben): Hat jemand dauerhaft ein Laptop durch ein iPad ersetzt? Wenn ja - welche Aufgaben erfüllt es? Welche Kompromisse wurden eingegangen? Ist man zufrieden mit dem Wechsel?
     
  7. Dextera

    Dextera Mitglied

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    Nein. Lange Zeit probiert. Ging auch vieles. Mobil hab ich schlicht weniger Ansprüche. Hab damals auch das MBP 2016 für das iPad Pro 12.9 verkauft - weil ich es nicht mehr genutzt habe. 95% aller meiner mobilen Arbeiten konnte das iPad erledigen.

    Die fehlenden 5% gingen mir aber irgendwann am Sack. Ich hab das 12.9 Gen2 gegen ein 10.5 getauscht - und mir dazu ein 12“ MacBook geholt.
     
  8. Haskelltier

    Haskelltier Mitglied

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    Ist halt die Frage wie spaßig ein Programm auf einem iPad ist, das für macOS und Bedienung mit Maus und Tastatur geschrieben wurde, nun aber per Touch oder Stift bedient wird. Natürlich könnte man an einem iPad Pro auch Maus und Tastatur anschließbar machen, allerdings muss man das Gerät dann irgendwo „stationär“ zum Arbeiten aufstelllen und man verwendet es quasi wie ein MacBook. Hinzu kommen dann noch fehlende Anschlüsse, die ein MacBook beispielsweise hat, ein iPad Pro aber nicht.
    Natürlich wird es Leute geben, die das nicht stört, da sie diese nicht benötigen.
    Darüber hinaus stellt sich dann natürlich noch die Frage, warum es überhaupt zwei getrennte Betriebssysteme braucht und warum man nicht einfach, sagen wir mal, macOS eine Touch-Bedienung samt entsprechender Oberfläche verpasst und dann im Betrieb ganz nach Bedarf zwischen beiden Oberflächen wechseln kann.

    Und was genau macht ein MacBook Air nun fürs Scannen ungeeignet? Und „handschriftlich Arbeiten“ ist in meiner Prioritätsliste jetzt auch nicht so besonders hoch. Zumindest kann ich wesentlich schneller tippen als leserlich auf einem iPad schreiben. Sodass ich handschriftliche Anmerkung höchstens bei Vorträgen sinnvoll fände, wo ich in den Vortragsfolien oder Handouts eigene Anmerkungen, Zeichnungen usw. hinzufügen will.
     
  9. bowman

    bowman Mitglied

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    ...schau dir das Macbook an und du hast genau das Szenario: Das hat nur einen USB-C Port. Es hat etwa die Größe zwischen den beiden iPad Pros, kostet noch mehr, ist aber in jeder Hinsicht langsamer. Es hat weder Face-ID noch Fingerabdruckleser, eine mit den Smart Keyboards der iPads vergleichbare Tastaturgröße - und ein Trackpad!
    Folglich: Man rüste das Smart Keyboard mit Trackpad aus (wei bei der Tastatur des Surface Pro), mache das Ganze mit macOS bootbar, baue evtl. noch etwas mehr RAM ein und du hast ein Macbook mit ARM-Architektur, das deutlich schneller ist und Touch-/Pencil-Optionen bietet und im Dualboot die Software von iOS und macOS - je nachdem, was einem gerade lieber ist. Wenn ich ein iPad will so wie bisher boote ich iOS, will ich einen Mac, boote ich macOS. Bootzeiten? Vernachlässigbar. Alles in einem Gerät zu gleichen Kosten, was will man mehr...? ;)
     
  10. Dextera

    Dextera Mitglied

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    Aufwachen und sich erstmal nen Kaffee machen ...
     
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