Nutzt ihr "mobile learning" - Angebote?

the_muck

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nene,
du sagst das ihr was eigenes entwickelt, und im gleich zuge beklagst du dich das die anderen auch was eigenes entwickeln ;) da musste ich auch schmunzeln :D

Verstehe aber immer noch nichts von mobile learning :D, wüsste nicht was besser funktioniert als das Buch + Zettel und Stift.
 

Saugkraft

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Welchen Mehrwert bietet mir denn ein Mobiltelefon in einer lauten Bahnhofsumgebung mit seinen beschränkten medialen Fähigkeiten im Bezug auf das Lernen? Verbessert es das Lernen?
Kommt drauf an. Unser Klientel sitzt über ganz Deutschland verteilt und ist oft viel unterwegs. Da die Kommunikation über das Web läuft, ist für die natürlich ein ortsungebundener Zugriff schon sinnvoll.

Zum Lernen selbst ist die Bahnhofsumgebung sicher nicht das richtige. Aber eLearning ist eben auch nicht nur das Aneignen von sachbezogenem Wissen. Dazu gehören auch die Rahmenbedingungen des Lernens und nicht zuletzt die Organisation des Lernens. Und dazu müssen die entsprechenden Anwendungen einen nahtlosen Zugriff bieten und noch viel wichtiger: sie dürfen keine künstlichen Barrieren schaffen.

Viele unserer Studenten lesen ihre Lehrmaterialien im Zug, andere am Rechner. Die einen online, die anderen offline. Die Kernfrage ist für mich dabei also: Wie kann ich all das ermöglichen?

Ob das nun der laute Bahnhof ist oder lauschig am See ist für mich dabei erstmal unerheblich. Interessanter ist die Frage wie man es realisieren kann, dass auf dem Weg von zuhause über den Bahnhof, im Zug, im Taxi, bei der Schwiegermutter und später am Badesee der Zugriff prinzipiell möglich ist. Und im ökonomischen Sin natürlich - da hast du vollkommen recht - ob der Zugriff sinnvoll ist.

Ich glaube aber, dass gerade der Wegfall derartiger Barrieren dafür sorgt, dass die Lernenden Gelegenheiten nutzen oder sogar suchen, zum ihnen passenden Zeitpunkt am passenden Ort zu lernen. Und ich glaube, dass das für den Lernerfolg sehr wichtig ist.
 
A

attze

Ich glaube aber, dass gerade der Wegfall derartiger Barrieren dafür sorgt, dass die Lernenden Gelegenheiten nutzen oder sogar suchen, zum ihnen passenden Zeitpunkt am passenden Ort zu lernen. Und ich glaube, dass das für den Lernerfolg sehr wichtig ist.
Absolut richtig. Ich selbst kenne das von Vorlesungsaufzeichnungen, die mir sehr entgegen kommen, aber leider viel zu selten eingesetzt werden. Die Software dazu ist auch super (virtPresenter, jetzt OpenCast). So etwas ist mobil natürlich genauso denkbar. Aber auch hier ist E-Learning nur Werkzeug. So verstanden und vermischt mit guter Präsenzlehre ist E-Learning super.

Bezogen auf das Thema des TE klingt schwingt immer so eine Neuerfindung des Lernens mit, wobei überhaupt keine Notwendigkeit besteht die Konzepte der Präsenzlehre zu vernachlässigen unabhängig von der Wahl des Mediums.
 

Saugkraft

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nene,
du sagst das ihr was eigenes Entwickelt, und im gleich Zuge beklagst du dich das die anderen auch was eigenes Entwickeln ;) da musste ich auch schmunzeln :D
Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun?

Ich sagte, dass dort das Problem liegt. Nicht, dass ich mich darüber beklage. War vielleicht etwas knapp verfasst aber ich hab keine Lust, jedesmal 2 Seiten Einführung irgendeine Problematik zu schreiben, damit sich auch jeder die Mühe macht, mitzudenken.

Dass eLearning nicht in die Puschen kommt, liegt daran, dass jeder sein eigenes Süppchen kocht. Sowohl softwareseitig als auch in organisatorischer Hinsicht. Da wird sich nicht mal unterhalten.

Ist aber nicht unser Problem. Wir sind darüber hinaus. Wir stellen unser Know-How anderen (auch international) zur Verfügung. Die technische Basis ist dabei unerheblich. Ich kann dir unsere Anforderungen auf einem A4 Blatt skizzieren und wenn die anderen mal soweit sind, ist uns jede Eigenentwicklung oder sonstige Lösung recht.

Und nochmal ganz deutlich zum Mitschreiben: Eigenentwicklung oder nicht ist völlig egal. Wenn du Moodle anständig nutzen willst, musst du so viel ändern, dass es in der Startphase so aufwendig ist wie eine komplette Neuentwicklung. Von Studienorganisation (die haben wir zufällig auch ;)) wie HIS mal ganz zu schweigen.

Nein, das Problem liegt darin, dass in Univerwaltungen viel gemauert und wenig gedacht wird und der Tellerrand offensichtlich 2 Meter hoch ist.

Jetzt klar?

Würdst eh nicht verstehen, Meister Plömpel. Von daher :)
Das halte ich für außerordentlich unwahrscheinlich.
 

Shaddy

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Ach Plömpelchen, nun sei nicht so. Nun hast es ja doch zweimal niederschreiben müssen. Einmal missverständlich und einmal ausführlich. :)
 

Saugkraft

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Absolut richtig. Ich selbst kenne das von Vorlesungsaufzeichnungen, die mir sehr entgegen kommen, aber leider viel zu selten eingesetzt werden. Die Software dazu ist auch super (virtPresenter, jetzt OpenCast). So etwas ist mobil natürlich genauso denkbar. Aber auch hier ist E-Learning nur Werkzeug. So verstanden und vermischt mit guter Präsenzlehre ist E-Learning super.

Bezogen auf das Thema des TE klingt schwingt immer so eine Neuerfindung des Lernens mit, wobei überhaupt keine Notwendigkeit besteht die Konzepte der Präsenzlehre zu vernachlässigen unabhängig von der Wahl des Mediums.
Warum nur Aufzeichnungen? Geht auch live über's Internet. Die Aufzeichnung ist dann zur Nacharbeit. :)

Ich glaube auch nicht, dass eLearning Präsenzlehre verdrängen oder nur ergänzen soll. Es gibt Werkzeuge und Ideen, die beides so gut verbinden, dass daraus eine neue Form entsteht.

Ich finde das also nicht verkehrt wenn beim TE eine Neuerfindung mitschwingt. Deine Aussage klingt auch ein bisschen so als hast du eine sehr feste Meinung zum Einsatz von Präsenz und Online.

Ich denke, dass man da viele neue Konzepte entwickeln kann. Es kommt immer darauf an, was man wie und warum präsentiert.

Ach Plömpelchen, nun sei nicht so. Nun hast es ja doch zweimal niederschreiben müssen. Einmal missverständlich und einmal ausführlich. :)
Kann ich denn ahnen, dass manche Menschen so schwer von Begriff sind? :crack:
 

Shaddy

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Konnte ich ahnen, dass "Aha!" solch tiefen Emotionen in dir auslösen? :crack:
 
A

attze

Warum nur Aufzeichnungen? Geht auch live über's Internet. Die Aufzeichnung ist dann zur Nacharbeit. :)
Aufgrund der Masse an Studierenden, wird die VL auch in ein anderes Gebäude gestreamt, inklusive der Möglichkeit fragen zu stellen. Das Angebot geht das auch über die reine Aufzeichnung hinaus, so dass auch die Folien mit eingebunden werden etc.

Das sieht dann so aus.
 

Saugkraft

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Ja kenn ich. Passiert bei uns an der Uni auch. Schönes Portal übrigens. Scheint als ist Osnabrück da auch ganz engagiert. :)

Ich will aber noch auf was anderes hinaus. Vergiss mal die Schranken, die dir die Realität auferlegt. Nein, keine Drogen. :hehehe: Eher Apple, T-Mobile, etc.

Nimm dir eine App wie Skype, erweitere sie um eine, sagen wir.. News-, Skript- und Nachrichtenabruffunktion (spontan fällt mir vom Design die StudiVZ App ein), gib noch eine uniweite Suchfunktion dazu (Bib-Recherche, etc.) und dann stellst du am passenden Frontend auf der anderen Seite den Studis ein Netzwerk zur Verfügung.

Netzwerk ist hier das Stichwort. Du sammelst Kontakte, Beziehungen, Material, Termine und von mir aus auch noch Noten, etc. unter einer Oberfläche. Ziel ist es gar nicht, einfach nur einen Ersatz für eine Präsenzveranstaltung oder ein gedrucktes Skript oder ein Buch zu schaffen..

Nein, darüber hinaus kannst du die mobile Basis für das schaffen, was Studis außerhalb der Vorlesung tun. Netzwerke bilden, Material austauschen, Arbeitsgruppen bilden, usw.

Denn wie gesagt.. Lernen beginnt nicht erst wenn du im Hörsaal sitzt oder ein Skript in der Hand hast. Das ist nur die Frage des Mediums.

Ich sitze in einer Vorlesung und kann mir zu dem Skript, das ich auf meinem iPhone habe, Lesezeichen setzen oder Links hinzufügen. Ich kann unterwegs im Zug mit meinem iPhone mit Kommilitonen quatschen (a la Skype), kann wiederum Links oder Material von denen empfangen, kann den nächsten Termin zur Referatsbesprechung festlegen, etc.

Diejenigen, die gerade nicht online sind, aber zur Gruppe gehören, setzen sich abends an den Rechner und sehen sich eine Aufzeichnung des Gesprächs an, sehen alle Links, können das Material abrufen und die Termine stehen auch schon im Kalender.

Der Prof kann wiederum auf die von der Gruppe freigegebenen Vorabversionen des halbfertigen Referats, etc. zugreifen, sie redigieren, Anmerkungen schreiben und das ganze direkt zur Verfügung stellen.

Undsoweiter..

Und wenn du dann noch einbeziehst, dass jede Präsenzveranstaltung, jede Online-Vorlesung oder Aufzeichnung mit Präsentationsmedien (Tafel, PP, Folie) arbeitet, dann denk noch einen Schritt weiter und stelle diese Materialien online zur Verfügung. Oder eben auch nicht. Es muss ja nicht alles online abrufbar sein. Folien ja, Tafel nur wer im Seminar war, damit jeder mal selbst vorne vorrechnet.

Und gehen wir noch einen Schritt weiter.. Schlussendlich kommen wir zu neuen Lernformen. Es gibt Menschen, die lernen besser akustisch, andere sind optisch aufnahmebereiter, wieder andere müssen was mit ihren Händen machen. Jeder Dozent hat seinen Stil. Der eine nuschelt, hat aber exzellente Tafelbilder, schreibt aber so schnell, dass keine Sau mitschreiben kann. Der nächste haut eine Folie nach der anderen durch, erklärt aber unheimlich plastisch. Stellen wir diesen Dozenten doch einfach ein paar Werkzeuge zur Verfügung, ihren Vorlesungsstil zu ergänzen(!).

Du siehst wo meine gedankliche Reise hingeht.. Die Möglichkeiten sind selbst bei einer Einteilung in online/Präsenz vielfältig und längst noch nicht ausgeschöpft.

Ich kann dir auch noch ein paar andere Möglichkeiten nennen, wie man Lernen noch mehr erweitern kann, aber ich will's auch nicht zu sehr in die Länge ziehen. Internationale Konferenzen mit gemeinsam erarbeiteten Inhalten, fachbezogene Diskussionsportale wie Yahoo Clever für bestimmte Themen, offene Referate online, um Hemmschwellen abzubauen, etc. pp.

Und ganz wichtig: Eigeninitiative und soziale Netzwerke. Press die Lernenden immer und überall in Strukturen, lass sie neben den offiziellen selbst welche bilden. Davon lernt es sich nicht alleine aber mit der entsprechenden Infrastruktur ist das ein hervorragender Lernbeschleuniger.
 
A

attze

Wir haben beide offensichtlich die gleiche Vorstellung von dem Begriff. Medien nutzen um Lernen zu verbessern. Manche wollen ja aber einen Ersatz schaffen, wie zb die intelligenten tutoriellen Systeme. Und das funktioniert nicht.

Das was du da beschreibst klingt irgendwie nach Google Wave :D Hat irgendjemand einen invite für mich? Bitte! ;)
 

Minuq

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Jup. L2P -> :hum:

Wobei das immer noch besser ist als sich wie vorher durch zig Institutsseiten durchzuklicken, um da nach den Materialien zu suchen.

@Saugkraft: ich hab an unser RZ eine E-Mail geschickt mit der Bitte, dieses zu implementieren (iCal Export) und siehe da, die haben das sogar gemacht. :)
Wie schön, dass wir in der Hinsicht aber 2 Sachen haben. Das CampusOffice und das L2P, welches wirklich ätzend ist. (Langsam, unintuitiv, unübersichtlich). Das CampusOffice geht hingegen finde ich. ^^

Btw, http://videoag.fsmpi.rwth-aachen.de/ ;). Kommt nur auf den Studiengang an.
 
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