Netzwerkfestplatte(n) als Ersatz für externe Platte(n)

TKE

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Hallo,

ich habe aktuell an meinem MacMini zwei externe Festplatten per USB angeschlossen. Auf der einen Platte landet das TimeMachine Backup, die andere (auch durch Time Machine gesichert) ist mit den Mediathek Dateien von Fotos, iTunes und TV belegt.

Ich möchte nun diese Festplatten aus meinem Arbeitszimmer verbannen, sprich sie am besten per LAN ansprechen. Ich finde aber immer nur NAS-Systeme, die sehr viel können, was mich (zumindest auf den ersten Blick) überfordert.

Habt ihr irgendwelche Ideen, wie ich das mit welcher Hardware umsetzen kann?

Danke für eure Hilfe.
Tim
 

lefpik

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Bei mir dieselben Gedanken und ich hatte zu dem Thema auch schon mal hier im Forum nachgefragt.

Außer einer NAS-Lösung fällt mir nur noch Apples Time-Capsule ein, welche 2013 eingestellt wurde und nur noch gebraucht zu haben ist.
 

Snyder

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Sobald du mit LAN etc. hantierst, solltest du dich mit der Umsetzung beschäftigen. Ist bei z. B. Synology erstmal mit einem gewissen Lernaufwand verbunden, aber dann flutschts. Und wenn’s flutscht, dann flutschts.
 

roedert

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https://www.silextechnology.com/hubfs/DS-600ProductBrochure_German_v2.pdf?hsLang=en-us
Das ist ein USB-Device-Server mit dem man USB-Geräte übers Netz als lokale Geräte ansprechen kann. Es wird allerdings lokal zum OS kompatible Software benötigt, der Zugriff aus Festplatten etc ist über diesen Weg aber auch nicht gerade schnell.
Alternativ kann das Teil aber auch rudimentäre NAS-Funktionen, dazu ist keine lokale Software nötig.
Mit einem solchen Teil hat man wenig Konfigurationsaufwand aber auch nur wenig Flexibilität.
Wem das aber reicht - dafür ist es ok.
 

Mel Linus

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Wenn es übers Netzwerk gehen soll ist ein NAS schon die richtige Antwort auf deine Frage. Bei Synology oder QNAP gibt es für fast jeden Bedarf passende Geräte. Die Features die du (jetzt vielleicht?) nicht brauchst musst du ja nicht konfigurieren.

Die Apple TimeCapsule ist im Grunde auch nur ein (sehr schlechtes) NAS.
 

TKE

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Vielen Dank für die Antworten. Ich habe mal bei Synology und QNAP geschaut...wow...da gibt es eine Menge. Zumindest weiß ich schon mal, dass ich wenn 2 Schächte möchte.
Nur von welchem der beiden und welchen Typen? Hat jemand Erfahrungen, Empfehlungen, etc.?
 

pmau

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@TKE Ich vermute, dass die Preise Dich abschrecken werden, aber überlege lange ob Du nicht besser mehrere Schächte möchtest.

Ich persönlich habe 6 Schächte mit 3x2 im Spiegelbetrieb.
Damit kann ich zur Not einzelne Platten tauschen oder gleich zwei Platten durch größere ersetzen.
Ist ein älteres QNAP Model 6xx irgendwas.

Zwei Schächte sind unflexibel. Zumindest meiner Meinung nach.
 

Snyder

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Für das TM Backup ist ein Zweischachtgerät plus ein, zwei angeflanschte USB-Platten ganz okay. Nutze ich seit Jahren so, übers FRITZ!Box-WLAN drahtlos. TM von drei Macs und das Backup dieser Backups automatisiert auf die externen. Dazu kannst du ne Art private Dropbox einrichten, Kalender- und Adressbuch-Snyc uvm.
 

tocotronaut

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Ich würde vermutlich die Festplatte für die Daten durch unauffällige leise USB-SSD ersetzen (Samsung T5/T7 oder sowas) und mir nur für das Backup eine kleine NAS-Lösung Suchen.
(da reicht dann ggf auch ein schacht...)

Fotos unterstützt das auslagern ins Netzwerk nicht.
Apple hat auch mal explizit davor gewarnt die Mediatheken ins Netzwerk zu legen. Finde den Artikel aber gerade nicht.

Synology ist sowas wie der Marktführer und bietet auch ein weit verzweigtes System an Zusatzapps an.
Einfach ist ansonsten ein DROBO.
 

kos

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Time Capsule - Würde ich vergessen, das Ding ist alt und ohne Support.
Raspi + Openmediavault - Günstige Lösung, allerdings nicht unbedingt Anfängerfreundlich, also auch nicht.
Fritzbox NAS - Nein, sehr eigenwillig und langsam, kein offizieller TM support.

Synology 218/220 Serie - 2 Schächte, mehr braucht es bei deinen Anforderungen nicht. Unterstützt TM und ist einfach zu bedienen. Dazu evtl. eine externe Festplatte im Banktresor oder Familie im anderen Haushalt, falls mal die Bude abbrennt.

https://www.synology.com/de-de/support/nas_selector
 

roedert

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Inwiefern ist es eine sehr schlechtes NAS, wenn man die Anforderungen des TE berücksichtigt.
- Performance
- End of Life ... Administration über unabhängige Weboberfläche nicht möglich, wann Apple das Airport-Dienstprogramm einstellt ist ungewiss
- keine Möglichkeit selbstständig und regelmäßig Backups (auf diverse Ziele) zu machen
 

TKE

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Vielen Dank für die ganzen Antworten. Ich werde jetzt noch etwas recherchieren, um mich mehr in das Thema NAS einzuarbeiten. Danke für die ganzen Anregungen und Hinweise.

@tocotronaut : Wenn du noch etwas zum Thema Fotos und auslagern findest, wäre ich dir für die Infos dankbar.
 

WollFuchs

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In meinem Umfeld sehe ich immer nur QNAP
Wenn ich bei heise von Sicherheitsprobleme lese, sehe ich immer nur QNAP ;)

Eine kleine Syno DS2xxj ist sicher ausreichend, ob man lange Spass hat, wenn man mal
Blut geleckt hat, ist halt die Frage, eine groessere kommt manchmal schneller als
man denkt.
Entdeckt man ploetzlich Docker fuer sich .. oder will doch eine Medienbibliothek
auf dem NAS haben, ist bei der j Serie halt schon Schicht. Dann muss eine + Serie
her.
Daher .. NAS finde ich persoenlich sehr sehr fein aber vorher informieren, was
die einzelnen Modelle koennen, erspart evtl viel Frust.
 

Mel Linus

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- Performance
- End of Life ... Administration über unabhängige Weboberfläche nicht möglich, wann Apple das Airport-Dienstprogramm einstellt ist ungewiss
- keine Möglichkeit selbstständig und regelmäßig Backups (auf diverse Ziele) zu machen
- hoher Stromverbrauch
- preislich jenseits von gut und böse, bzw. bei gebrauchten (oft) unklar wieviele Betriebsstunden die HDD hinter sich hat.
 

lefpik

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- Performance
- End of Life ... Administration über unabhängige Weboberfläche nicht möglich, wann Apple das Airport-Dienstprogramm einstellt ist ungewiss
- keine Möglichkeit selbstständig und regelmäßig Backups (auf diverse Ziele) zu machen
- hoher Stromverbrauch
- preislich jenseits von gut und böse, bzw. bei gebrauchten (oft) unklar wieviele Betriebsstunden die HDD hinter sich hat.
- Performance: ist bei Backups oder Datengrab eher zweitrangig
- End of Life: irgendwann okay, aber dann kann man ja immer noch umsteigen. Kommt ja nicht ohne Vorankündigung.
- Keine Möglichkeit ... Backups zu machen?: TimeMachine reicht doch für die allermeisten aus, und dafür ist es ja gedacht.
- Stromverbrauch: Mehr als ein Synology NAS? Keine Ahnung, würde mich aber wundern.
- Preis: Die TC 1409 (Gen.4) gibts bei ebay im Schnitt für 50-60 Euro. Eine neue Platte mit 4-12 TB würde ich ohnehin einbauen. Beim NAS muss ja auch eine rein. Finde ich total günstig.
 

tocotronaut

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Ich halte eine gebrauchte Time Capsule auch für eine durchaus überlegenswerte Alternative.
Die dann über LAN an den Router hängen und die WLAN funktionalität deaktivieren.

Die bestehende Backupplatte dann nur noch einmal im Monat Anklemmen und ansonsten in die Schublade legen.


Wie alt ist denn der Mac mini, um mal die Schnittstellenfrage zu klären.
Ein NAS ist vermutlich deutlich langsamer als die angehängte Festplatte.
 

carsten_h

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Ein NAS ist vermutlich deutlich langsamer als die angehängte Festplatte.
Ich habe hier eine direkt angeschlossene Festplatte am Mac Pro 2013 und ein NAS im Netzwerk. Auf beide wird abwechselnd per Time Machine geschrieben. Ich kann jetzt nicht sagen, daß die eine oder die andere Platte schneller oder langsamer ist. Die Sicherung zieht sich sowieso hin.

- Stromverbrauch: Mehr als ein Synology NAS? Keine Ahnung, würde mich aber wundern.
Dabei ist es auch wichtig was für Festplatten man in ein NAS einbaut, da die ja normalerweise 24/7 laufen. Die WD Red (inzwischen muß man ja noch Plus (nicht Pro!) sagen, denn diese unsäglichen SMR WD Red sollte man gerade für ein NAS nicht anschaffen) bis 4TB sind da sehr gut, die anderen liegen eigentlich alle darüber.
 
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