Mobbing auf der Arbeit - Vertrag läuft noch zwei Jahre

nonpareille8

unregistriert
Registriert
13.05.2005
Beiträge
6.488
So einfach ist es halt meist nicht.

Behauptet auch niemand, auch unstrittig dass man je nach Unternehmen mit komplexen Zusammenhängen konfrontiert ist.
Mir geht es um die Grundhaltung, die zu haben und dem Angreifer, in dem Falle dem Mobber zu vermitteln ist extrem wichtig.
Ich jedenfalls halte die „andere Wange” nicht hin.

Aber das kann jeder für sich halten wie er will.
 

hakara

Mitglied
Registriert
25.03.2019
Beiträge
207
Das ist ja auch in Ordnung.
Man kann aber auch anständig bleiben und muss sich trotzdem nicht alles gefallen lassen.
Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt. Gestern wie heute.

Mobber brauchen klare Ansprache, Entgegenkommen interpretieren solche einfältigen Lurche als Schwäche.
Sie müssen ans Licht gezerrt werden, das mögen sie überhaupt nicht.

Ja klar, man sollte das Problem nicht unangesprochen lassen. Ich meinte mit leise nicht, dass man sich quasi ohne was zu sagen verziehen soll. Aber manche Leute machen ja durchaus Radau bevor sie ein Unternehmen verlassen (schon erlebt).

Einigen wir uns auf "keine verbrannte Erde hinterlassen" :)
 

nonpareille8

unregistriert
Registriert
13.05.2005
Beiträge
6.488
Einigen wir uns auf "keine verbrannte Erde hinterlassen"

Absolut richtig.

Grundsätzlich scheint das Problem gesellschaftlich erkannt zu sein.
Prävention ist immens wichtig.

Meine Tochter war kurzfristig in der Schule davon betroffen, bei Mädels sehr beliebt Social-Media-Mobbing. Smartphones in Händen von Jugendlichen,
da ist sowas fast vorprammiert.
Am nächsten Tag wurde ich in der Schule vorstellig, habe die Lehrer informiert und darauf bestanden, dass sofort etwas unternommen wird.

Dies geschah auch, mittels Mediation und Einzelgesprächen mit jedem Schüler der Klasse war die Sache nach ca. vier Wochen aus der Welt.
Die Schüler hatten begriffen worum es geht und was Mobbing anrichten kann.

Ein dickes Lob für die Schule, sie hatte direkt die Brisanz erkannt und vorbildlich gehandelt.
 
Zuletzt bearbeitet:

lulesi

Aktives Mitglied
Registriert
25.10.2010
Beiträge
8.000
Bei uns im Unternehmen geht das Mobbing von einem Mitglied der Geschäftsführung aus.
Da wünscht man sich man müsste nur Mobbing durch Kollegen ertragen.
 

urmelchen2009

Aktives Mitglied
Registriert
02.03.2009
Beiträge
1.001
Ich möchte an der Stelle mal anmerken, dass auch der Begriff „Mobbing“ sehr unterschiedlich verstanden wird und oft fälschlich Verwendung findet. Es hat sich inzwischen zu einem Art Containerbegriff etabliert.
Hinter „ich werde gemobbt“ oder „hier wird gemobbt“ findet man nicht selten ganz andere Motive und Ursachen, gerade im beruflichen Umfeld.

Häufig sind die auch vom TE angesprochene mangelnde Führungskompetenz, schlechte Kommunikation oder Missstände im sozialen Umgang sowohl horizontal, als auch über Hierarchien hinweg die Ursache dafür.

Im Beispiel mit der Schulklasse und dem Socialmobbing ist es dagegen sehr eindeutig
 

magfoo

Aktives Mitglied
Registriert
20.10.2019
Beiträge
3.351
Bei uns im Unternehmen geht das Mobbing von einem Mitglied der Geschäftsführung aus.
Ganz so schlimm ist es bei uns nicht. Bei uns ist es aber die Stellvertreterin eines GL.
Die versucht ihre eigene Unfähigkeit durch Mobbing eines ganzen Fachbereiches und speziell noch bestimmter Personen zu kaschieren.
Allen ausser dem einen GL ist das wohl nach jetzt gut 2-3 Jahren endlich mal aufgefallen.
Jetzt wo sie in einem Projekt noch mit einer weiteren Abteilung eng zusammenarbeiten muss fällt endlich auf, das es wohl doch an ihr liegt.
Bis dahin hat sich in der GL nichts gegen dieses Mobbing getan. Es hat sich einfach nur gezeigt, dass dieses Mobbing nur sruch Führungsschwäche möglich ist.
Mal sehen was jetzt passiert wo eine weitere Abteilung beteiligt ist und der dort zuständige Fachbereich Opfer werden soll.

Mobbing hat halt zwei Seiten, den Mobber und den gemobbten. Ist klar das keine Besserung im Aussicht ist sollte man dem Kreis durch Flucht nach vorne durchbrechen.
Lieber Kündigen als sich kaputtachen lassen.
Bei ums war klar, dass die Masche auffällt wenn die zweite Abteilung dazu kommt. Da hat es sich gelohnt durchzuhalten.
 

urmelchen2009

Aktives Mitglied
Registriert
02.03.2009
Beiträge
1.001
Die versucht ihre eigene Unfähigkeit durch Mobbing eines ganzen Fachbereiches und speziell noch bestimmter Personen zu kaschieren.

Ich kann mir lebhaft vorstellen, was da bei Dir passiert. Schuldzuweisungen, raus aus dem Rampenlicht, Ablenkung vom eigenen Verschulden. Das sind oft angewandte negative und destruktive Reakionen (nicht nur) von Führungskräften. Richtig wäre Unterstützung suchen, Teambuilding, gemeinsame Ziele festlegen und Aufgaben verteilen.

Trotzdem nochmal die Frage in die Runde, ab wann von "Mobbing" im definierten Sinn die Rede sein kann, von dem wir hier sprechen wollen.
Wenn man im Allgemeinfall von Mobbing spricht, dann wird meist nicht nur ein schlechtes Betriebsklima gemeint. Vielmehr will man zum Ausdruck bringen, daß dem Mobbingopfer ein Unrecht geschieht und daß dies daher zu unterbleiben hat.

Es gibt dabei in der Beruteilung ob Mobbing vorliegt oder nicht eine allgemeine Definition und eine juristische.
Beide Betrachtungsweisen sind zum Teil sehr unterschiedlich. Dabei gemeinsam jedoch sind beiden Betrachtungsweisen
  1. Der Betroffene wird von Kollegen oder Vorgesetzten angefeindet, schikaniert oder diskriminiert.
  2. Der Betroffene befindet sich in einer unterlegenen Position, d.h. es gibt eine klare Täter-Opfer-Beziehung.
  3. Die feindseligen Handlungen werden über einen längeren Zeitraum hinweg und systematisch vorgenommen.
  4. Die feindseligen Handlungen sind rechtswidrig. d.h. es gibt für diese Handlungen keinen rechtlich zulässigen Grund (wie z.B. harte, aber sachliche Kritik an Arbeitsleistungen). Rechtswidrig sind die feindseligen Handlungen insbesondere dann, wenn der Betroffene zur Aufgabe seines Arbeitsplatzes genötigt werden soll.
Insbesondere der 4. Punkt ist oft ausschlaggebend in unserer Rechtsprechung. Nur bei rechtswidrigen Handlungen, die der Betroffene systematisch und über einen längeren zeitraum hinnehmen muss, wird juristisch von Mobbing gesprochen und geurteilt. Auch wenn es vermutlich nun zu einem Aufschrei kommt. Die Gerichte sagen in anderen Fällen "dass aus juristischer Sicht der Begriff des "Mobbing" nur dann einen Sinn macht, wenn man damit rechtswidrige Schikanen meint, da der Arbeitnehmer andere (= rechtmäßige) Belastungen hinnehmen muß und daher aus einem "rechtmäßigen Mobbing" keine Rechtsfolgen herzuleiten ist.
 

Maringouin

Aktives Mitglied
Registriert
20.11.2016
Beiträge
1.161
Wie genau hast Du das gemacht? Kannst Du ein paar Beispiele nennen? Vielen Dank.

Direkt hingegangen, angesprochen, agressiv, hochaufgerichtet mit etwas gehobener Stimme und deutlich klargemacht, dass ich mir ein derart respekt- und würdeloses Verhalten nicht gefallen lasse.

Und dass das für ihn Folgen hat, wenn er mit dem Benehmen nicht aufhört, und er sich auf seine 20 Jahre im Laden nichts einbilden braucht.

(Ich hab mir dann allerdings auch Mühe gegeben, seine Arbeitsleistung zu übertreffen)

Mir wärs im Übrigen auch egal gewesen, wenns ein direkter Vorgesetzter wäre, wenn er mobbt, kann er sich was anhören. Ist ja kein direkter Kündigungsgrund.
 

magfoo

Aktives Mitglied
Registriert
20.10.2019
Beiträge
3.351
Trotzdem nochmal die Frage in die Runde, ab wann von "Mobbing" im definierten Sinn die Rede sein kann, von dem wir hier sprechen wollen.
Genau deine vier Punkte.
Wenn ich die jetzt einzeln darlege, dann werden Personen und Institution identifizierbar. Deswegen muß ich das leider lassen. Punkt 4 ist auf jeden Fall durch "üble Nachrede" erfüllt.
 

magfoo

Aktives Mitglied
Registriert
20.10.2019
Beiträge
3.351
Direkt hingegangen, angesprochen, agressiv, hochaufgerichtet mit etwas gehobener Stimme und deutlich klargemacht, dass ich mir ein derart respekt- und würdeloses Verhalten nicht gefallen lasse.
Das Stimmt zwar. Hab ich auch gemacht. Im Beisein zweier Geschäftsleiter.
Edit: Details gelöscht wegen Wiedererkennungswert...
 
Zuletzt bearbeitet:

Fritzfoto

Aktives Mitglied
Registriert
30.10.2016
Beiträge
1.230
I Es hat sich inzwischen zu einem Art Containerbegriff etabliert.
Hinter „ich werde gemobbt“ oder „hier wird gemobbt“ findet man nicht selten ganz andere Motive und Ursachen, gerade im beruflichen Umfeld.

Anzeige von der hässlichen Ulla aus dem Büro wegen mobbing. "Er hat mir einen guten Morgen gewünscht und dabei gelacht, das ist sexistische Beleidigung"

Yess.............:hehehe:
 

Granny Schmitz

unregistriert
Registriert
28.03.2009
Beiträge
4.945
Dreh den Spieß einfach um und stelle die Leute vor versammelter Mannschaft bloß. Kein Mensch hat Dich zu unterdrücken!
 

Barry Lyndon

Mitglied
Registriert
02.09.2009
Beiträge
639
Wenn ich Dein Chef wäre und Du kommst und willst eine Abfindung für Deinen Zeitvertrag ... dann stellte ich mich wahrscheinlich sofort auf die Seite der Mobber :D

Einfach eine neue Stelle suchen und möglichst keine verbrannt Erde hinterlassen. Man trifft sich mehrmals im Leben.
 

Granny Schmitz

unregistriert
Registriert
28.03.2009
Beiträge
4.945
Wenn ich Dein Chef wäre und Du kommst und willst eine Abfindung für Deinen Zeitvertrag ... dann stellte ich mich wahrscheinlich sofort auf die Seite der Mobber :D

Einfach eine neue Stelle suchen und möglichst keine verbrannt Erde hinterlassen. Man trifft sich mehrmals im Leben.

Ja das sind Weisheiten aus der Mottenkiste, man trifft sich immer zweimal im Leben und keine verbrannte Erde hinterlassen damit die Leute entweder die Umstände akzeptieren oder still gehen um es woanders zu akzeptieren.

Wir können ja auch noch die Bibel dazu nehmen und die andere Wange hinhalten und so weiter.

Ne, ne, man muss auch mal mit der Faust auf den Tisch hauen wenn so was ist sonst bleiben die Dinge wie sie sind. Man hat im Leben nicht nur Verantwortung für sich sondern auch für seine Mitmenschen. Solche Strukturen müssen gebrochen werden, kommt da ein ganz schwacher, im Sinne des Mobbings, rein und der hängt sich zum Beispiel weg ist man dafür in gewisser Weise auch mit verantwortlich.
 

Barry Lyndon

Mitglied
Registriert
02.09.2009
Beiträge
639
Aber natürlich gibt es dafür eine Abfindung. Die vorher vereinbarte Laufzeit kann wegen dem Arbeitgeber nicht eingehalten werden. Das gilt es zu entschädigen, er opfert hier seine Rechtssicherheit.
Sorry, das ist Unsinn. Das sieht man schon an Deiner Formulierung im Passivmodus: „Die vorher vereinbarte Laufzeit kann wegen dem Arbeitgeber nicht eingehalten werden....“
Wer kann was nicht einhalten? Unser Mitforist will sie nicht einhalten, Punkt. Eine Abfindung zu fordern ist lächerlich. Aber bitte, soll er sich lächerlich machen.

Übrigens konnte man meines Wissens befristete Zeitverträge auch vom Arbeitnehmer aus nicht ohne weiteres „einfach so“ kündigen. Wer kennt sich da aus? Womöglich könnte der Arbeitgeber Ansprüche stellen :D

Ich bin auch schon gemobbt worden, ich geriet unverhofft in eine Schlangengrube ... üüüüübel, sach ich Euch ... aber ich gestehe, ich habe auch gemobbt, erfolgreich gemobbt, hatte natürlich gute Gründe dafür. :D Mobbing kann auch eine hohe Kunst sein, wenn Du als Vorgesetzter einen (in Deinen Augen) Querulanten loswerden willst. Also bitte, Freunde, Mobbing hat auch seine guten Seiten.
 
Oben Unten