MacPro 7.1 Upgrade und erste Eindrücke

Hendrik Ruoff

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Im Folgenden möchte ich mit euch die ersten Eindrücke mit euch teilen und auch fortlaufend immer wieder etwas posten bezüglich Upgrades im MacPro 7.1


Die Konfiguration bei Apple:


Bestellt habe ich die Basisversion mit dem 12Core CPU Upgrade, diese auch selber zu tauschen lohnt sich momentan noch nicht.

CPU: Xeon W-3225 12-Core mit 3,5GHz
RAM: 32GB DDR4 ECC
SSD: 256GB
GPU: Radeon Pro 580X


Die Bestellten Upgrades bzw die, die vorhanden waren vom MacPro 5.1 :

CPU: bleibt die gleiche erstmal

RAM: zusätzliche 4x8GB DDR4 ECC klick

SSDs (bereits vorhanden im MacPro 5.1): 8x 2TB 970Evo Plus klick 2x HighPoint 7101A x16 Riser Board klick

GPU's 2x Radeon Vega VII mit je 16GB vRAM (1x bereits vorhanden vom MacPro 5.1)

Zusätzliche PCIe Erweiterungskarten: 1x Sonnet Allegro Pro USB 3.1 4xUSB-A klick 1x Sonnet Allegro USB-C/TB3 klick


Einbau der Upgrades und was man dabei beachten muss:



Zu den SSD's:

Die Konfiguration habe ich wie folgt zusammengestellt, auf der erste SSD7101A dient eine 2TB Blade als Systemplatte die verbleibenden 3 Blades wurden zu einem NVMe RAI0 zusammengefasst (Hardware RAID mit der HighPoint Software)

macOS 10.15 erfordert die Installation auf einer Einzelplatte, daher dieses vorgehen, des weiteren habe ich den Benutzerordner dann auf die verbleibenden 3 Blades in dieser Karte verschoben:

Systemeinstellungen-> Benutzer&Gruppen->Rechtsklick Erweiterte Optionen-> Benutzerordner:


Also habe ich jetzt eine SSD7101A mit 8TB komplett fürs System mit schnellem Benutzerordner auf dem 3er Verbund.

Die zweite SSD7101A ist als reines Hardware RAID0 zusammengefasst mit einer größe von 8TB.

Die Interne 265GB Apple SSD wird als Clean Backup System genutzt...



Bootcamp und PCIe SSD's im MacPro 7.1

Als langjähriger MacPro User ist es mir bekannt das alle PCIe SSD's die man in einen MacPro steckt immer als "extern" gelistet werden, das ist aber nur ein "kosmetisches" Problem führt aber dazu das man Bootcamp nicht auf einer nachgerüsteten PCIe SSD installieren kann aber dafür gibts schon seit Jahren eine Lösung:

Innie.kext in zusammenarbeit mit Lilu

https://github.com/acidanthera/Lilu Hier gibts die neuste Version: releases

Zum Installieren:

0) SIP deaktivieren (kann man danach wieder aktivieren)
1) Download Lilu.
2) Control-click auf Lilu.kext und Paketinhalte anzeigen, dann in den Ornder "Contents" gehen.
3) In Contents einen neuen Ordner mit dem Namen Plugins erstellen
4) Innie.kext in den neuen Plugins Ordner kopieren
5) Das bearbeite Lilu.kext nach /Library/Extensions kopieren.
6) Danach folgende Terminal Commands eingeben:

Code:
sudo chmod -R 755 /Library/Extensions/Lilu.kext
sudo chown -R root:wheel /Library/Extensions/Lilu.kext
sudo touch /Library/Extensions
sudo kextcache -update-volume /
Und nun werden alle "externen" PCIe Geräte als Intern gelistet und wir können Bootcamp auf unsere 2TB Systemplatte installieren.


Zu den GPU's

Neben den Apple MPX GPU's lassen sich natürlich auch Handelsübliche Grafikkarten verbauen, ich habe mich hierbei für zwei Radeon VII entschieden, NVIDIA liefert ja schon länger keine Treiber mehr für macOS

Der Einbau:

Man sollte eigentlich nur beachten das die GPU's PCIe AUX Strom benötigen, Apple setzt hie wie üblich nicht auf den Industriestandardt und man muss ich das teure Belkin Kit kaufen:


Thunderbolt Displays und machgerüstete GPUs:

Thunderbolt Display Out erfordert eine MPX GPU, ohne MPX GPU können nur Daten über die TB3 Ports gesendet werden und keine Bildsignale, solltet ihr ein TB Display nutzen wollen ist eine MPX GPU Pflicht

Andere Erweiterungskarten:

Beide USB Karten von Sonnet sind Plug&Play, funktionieren im 7.1 ohne Probleme, einstecken und läuft...


Solltet ihr noch weitere Fragen zum MacPro 7.1 und besonders zum Fragen zum Upgraden haben werde ich euch weiterhelfen können , ich selbst werde im laufe der Wochen noch weitere Karten Probieren:

FW800 PCIe Karte
Elgato Game Capture 4K60 Pro wollte ich auch mal ausleihen zumindest


Konfiguration nach den Upgrades:

CPU: Xeon W-3225 12-Core mit 3,5GHz
RAM: 64GB DDR4 ECC
SSD: 256GB +16TB NVMe SSD's
GPU: 2x Radeon VII 2x16GB vRAM
 

Indio

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mich wundert ja nachwievor das die sonnet allegro USB-C/TB3 als TB karte laufen soll,
da ja von sonnet als interfacekarte für ihre chassis verkauft wird - also eigentlich als slave
 

Hendrik Ruoff

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mich wundert ja nachwievor das die sonnet allegro USB-C/TB3 als TB karte läuft,
da sie ja von sonnet als interfacekarte für ihre chassis verkauft - also eigentlich als slave
doch schon... Thunderbolt Display out (oder allgemein Display out) kann ich nicht testen hab ja keine MPX GPU drin...
 

Indio

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ok, also nur für monitore und nicht für drives
dann wärs mir klar
 

FlarMac

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@Hendrik Ruoff Danke für den Bericht! Werden durch den innie.kext/Lilu Patch auch über PCIe-Karten (z.B. Sonnet Tempo SSD) angeschlossene SATA SSD's als intern erkannt, so dass Bootcamp darauf installiert werden kann?
 

Vocalisto

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Darf man mal fragen was du mit so einer Mördermaschine so anstellst? Etwa Weltraumberechnungen a la NASA?
 

MACombat

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Jeder Hackintosh mit einen 3900X ist schneller u kostet nicht mal ein Drittel!
Dein "nicht mal ein Drittel" wird aber mir vorliegend bei relativ objektiv und fair gehaltenen Vergleichen und Nachbauten bereits bei Auswahl eines wertigen Gehäuses, entsprechenden Motherboards, Netzteils und entsprechend effektiver Kühlung schnell erreicht - bereits ohne den Prozessor und mit vielen Abstrichen. Im anderen Thread zum Mac Pro wurden Aussagen getätigt, teilweise unter 1000 Euro entsprechende Systeme zusammenzubauen, dabei kostete zu diesem Zeitpunkt ein entsprechendes Motherboard allein bereits um die 1000 Dollar (gab hier auch teurere inklusive Import, so für 1.300 Dollar) und es wurden unterschiedliche Geräte- und Anwendungsklassen wild durcheinander gewürfelt. Die aufgewendete Arbeitszeit wurde auch nicht berechnet.

Mit genügend Kompromissen und ausreichend Verzicht kann man einen sehr potenten und günstigen Hackintosh bauen, je weniger Kompromisse man eingehen möchte, umso teurer wird es. Was bei solchen Vergleichen oft vergessen wird: Zeit ist Geld. Und ein Hackintosh aus vielen Gründen keine berufliche Option, wenn es um Produktivsysteme und gerade auch Unternehmen geht, in der die investierte Zeit und eventuelle Ausfallzeit sowie Lohnkosten und möglicher Schadenersatz ein solches Hackintosh-Unternehmen zu einem sehr teuren machen können.

Als Einzelunternehmer und ohne Gefahr des menschlichen Faktors (auch bei Mitarbeitern) ist das sicher auch eine individuelle Kalkulation, aber eine ehrliche würde auch hier die investierte Zeit als Arbeitszeit in Rechnung stellen, ebenso das generelle höhere Risiko und die erforderliche Grauzone, Softwaresupport und weitere vertragliche Erfordernisse. Und ist man bezüglich der Zeitinvestition nicht beruflich ausgelastet und hat entsprechend die Zeit, ohne diese gleich anderweitig monetarisieren zu können, kostet dies auch wiederum Freizeit. Und die hat auch einen Wert. Dies erübrigt sich erst dann, wenn dies generell auch ein Hobby für einen darstellt - oder man auch je nach Hackintosh effektiv zwar kein Geld spart über die Zeit (alle Faktoren monetarisiert), das Geld aber nicht Apple überlassen möchte.

Natürlich kann hier mit einem Hackintosh rein von der Prozessorleistung mittlerweile ein Wert erreicht werden, der mit Apple und Intel mangels entsprechender Prozessoren noch nicht möglich ist und mitunter mag es aufgrund von mangelnder Finanzierung und entsprechenden Aufträgen (oder aus prinzipiellen eigenen persönlichen Erwägungen und Ansichten) dennoch sinnvoll sein, diesen Schritt zu gehen - eine sehr individuelle Frage und Situation. Und den Mac Pro gibt es auch erst seit kurzem, die Eintrittshürde ist für viele Berufsanfänger nicht gering und der Mac Pro auch gewollt derart fokussiert, dass der eigene Anwendungsraum nicht selten nur zum Teil gestreift wird. Dennoch ist bei einem Gründerkredit und entsprechender Förderung der Mac Pro 2019 im vorgelegten Businessplan auch nur ein weiterer zusätzlicher Posten. Aufrüsten kann man diesen dann - mit entsprechendem Wachstum - auch später. Das macht diesen nicht gleich günstig, aber das Fundament wäre gelegt.

Die Konkurrenz durch AMD ist selbstverständlich positiv. Viele Hackintosh-Projekte sind faszinierend, aber für die allerwenigsten sicherlich eine Alternative im beruflichen Umfeld. Die höchsten Fixkosten sind hier - wie bereits angesprochen - über die Jahre die aufgewendete Zeit, Ausfallzeit und generell Arbeit, die woanders besser entlohnt wird als am Computer selbst (und nicht an Projekten) zu arbeiten. Das kann natürlich auch variieren.

Die generelle zu Anfang zitierte Aussage kann ich aus eigener Erfahrung - zumindest ohne nähere Ausführungen - somit nicht teilen. Was aber erfreulich ist, sind die vielen Möglichkeiten und die neue Konkurrenz durch AMD. Kein Grund, irgendeine Seite abzuwerten. Nur korrekt vergleichen und umfassend auch über die Jahre kalkulieren, das wäre sinnvoll, um eine ausreichend tragfähige Diskussionsgrundlage zu haben. :)
 

vakuum

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Hallo zusammen,

ich habe eine Frage: Wenn ich eine zweite GPU zu einer MPX Karte einbaue, ist es dann möglich es so einzurichten, dass in Windows die zusätzliche Grafikkarte verwendet wird und in Mac OS das MPX Modul?

Ich installiere Win mit boot camp. Nach der Installation deinstalliere ich die Treiber von der MPX Karte. Schalte den PC ab, baue die zweite Grafikkarte ein, boote in Windows und installiere den Treiber der neuen Karte. Müsste doch klappen? Jetzt stellt sich mir nur die Frage noch, ob die zweite Grafikkarte in Mac OS mit max Lüfterumdrehungen arbeitet. In Windows ist es ja so, dass erst nach dem Laden der Treiber, die Lüfterumdrehungen gedrosselt werden bzw. Lüfter im idle stillsteht. Wie sieht das unter Mac aus?

Danke im Voraus!
 

Hendrik Ruoff

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Hallo zusammen,

ich habe eine Frage: Wenn ich eine zweite GPU zu einer MPX Karte einbaue, ist es dann möglich es so einzurichten, dass in Windows die zusätzliche Grafikkarte verwendet wird und in Mac OS das MPX Modul?

Danke im Voraus!
das hab ich versucht mit eine RTX2080ti Ergebnis= In macOS laufen die Lüfter der NVIDIA auf Anschlag....
 

vakuum

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Hab ich es mir doch gedacht... siehe meinen editierten Beitrag. Da müsste dann auf GraKa BIOS Ebene etwas passieren.

Edit:
wie sieht es denn mit AMD Grakas unter Mac OS aus? Laufen da die Lüfter auch volle Pulle?
 

Hendrik Ruoff

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Nein das geht Problemlos ich nutze ja zwei ganz normale Radeon VII, die sind Leistungstechnisch nur minmal unter der Pro Vega und kosten unter 600€ neu....

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