Macintosh SE Netzteil nach Kondensator eneuerung defekt.

Maxl123

Neues Mitglied
Thread Starter
Registriert
05.03.2021
Beiträge
38
Guten Tag allerseits!
Leider habe ich heute etwas Kurioses. Ich habe nun endlich die Kondensator für meinen Macintosh SE erhalten, welche ich ersetzen wollte. Es handelt sich dabei um die Sony CR 44M Version. Die Neubestückung hat größtenteils gut funktioniert, der Kondensator C162 war etwas knifflig, hat aber schlussendlich funktioniert. Natürlich habe ich auf die richte Polarität der geachtet sowie auf die richtigen Bauteilkennwerte. Die meisten Kondensatoren konnte ich in den originalen Größen kaufen, ein paar wenige musste ich größer annehmen.

Nun zu meinem eigentlichen Problem. Nachdem ich die Lötstellen gereinigt hatte und von allen Überresten an Lötzinn befreit habe, wollte ich das Netzteil testen. Also habe ich es ohne etwas anzuschließen eingeschalten. Dabei hat es kräftig geblitzt und die Sicherung für das Zimmer als auch die 250V / 3A Sicherung des Netzteils selber brannte durch. Nun ergibt das leider für mich keinen Sinn, da soweit alles meines Erachtens richtig gemacht wurde.

Habt ihr irgendwelche Lösungsvorschläge oder Herangehensweisen, die mir helfen könnten?

Mit freundlichen Grüßen

Max
 

Anhänge

  • IMG_1262.JPEG
    IMG_1262.JPEG
    168,9 KB · Aufrufe: 116
  • IMG_1263.JPEG
    IMG_1263.JPEG
    127,1 KB · Aufrufe: 104

Mr. Gulliver

Mitglied
Registriert
09.02.2018
Beiträge
455
Hast du die Polarität nochmal überprüft? Vielleicht hast du ja doch einen vertauscht oder eine Lötbrücke erzeugt? Und Vorsicht beim überprüfen, da manche Kondensatoren jetzt geladen sein könnten.

Joy, dumm gelaufen. Macht ja auch keinen Sinn. Ausser für's Museum.
Hilft ihm bestimmt ... (y)
 

Maxl123

Neues Mitglied
Thread Starter
Registriert
05.03.2021
Beiträge
38
Ich werde später noch alles prüfen, aber eigentlich hatte ich das schon 2x gemacht.
 

Mr. Gulliver

Mitglied
Registriert
09.02.2018
Beiträge
455
Dann vielleicht doch irgendwo ne Brücke gebaut oder Lötspritzer (wobei die Abmessungen ja noch sehr groß sind, weshalb ich das eher ausschließen würde). Sonst nochmal alle Bauteilwerte checken oder mal gucken, ob du eine verbrannte Stelle oder einen schwarzen Widerstand entdeckst, um das Problem weiter einordnen zu können
 

Maxl123

Neues Mitglied
Thread Starter
Registriert
05.03.2021
Beiträge
38
An das habe ich auch schon gedacht, aber nach einer internet rechere hat sich herausgestellt, dass es ohne Last betrieben werden kann. Aber wenn die Schalttransistoren durch wären, dann müsste ich doch auch zwischen Kollektor und Emitter einen kurzschluss messen. Das ist aber auch nicht der Fall.
 

Macschrauber

Aktives Mitglied
Registriert
08.02.2014
Beiträge
8.533
Wenns so geknallt hat wird ein ordentlicher Schluß drauf sein, der sollte doch zu messen sein.

Fang mal am Primärgleichrichter an.

Vielleicht hat auch "nur" ein Kondensator der am Eingang hängt durchgeschlagen, das sieht man aber schon oft mit dem blossen Auge.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: efx

Roman78

Aktives Mitglied
Registriert
02.10.2006
Beiträge
5.270
Mir sehen die beiden unten etwas klein aus.
 

Bolle

Aktives Mitglied
Registriert
09.06.2007
Beiträge
3.082
Mir sehen die beiden unten etwas klein aus.

Wollte ich auch grad sagen. Die Beiden und den ganz Großen tausche ich in der Regel beim CR44 auch garnicht aus. Hab da noch nie einen gehabt, der gemessen nicht noch seine Kapazität gehabt hätte.

C162 sollte mindestens 400V aushalten, C164 und C165 350V. Sicher, dass die kleinen Dinger das können?
 

efx

Mitglied
Registriert
21.01.2005
Beiträge
850
C162 sollte mindestens 400V aushalten, C164 und C165 350V. Sicher, dass die kleinen Dinger das können?
Wo sollen denn da 350-400V her kommen? Die Kondensatoren liegen hinter dem Gleichrichter also unter 230V.
Tippe eher auf einen defekten Brückengeichrichter.
 

Bolle

Aktives Mitglied
Registriert
09.06.2007
Beiträge
3.082
Dann schau nochmal ins Lehrbuch wie Höchstwert und Effektivwert bei einer Wechselspannung zusammenhängen.
 

Maxl123

Neues Mitglied
Thread Starter
Registriert
05.03.2021
Beiträge
38
Hallo!
Das dachte ich anfangs auch, aber der Guide auf YouTube hat dieselbe Größe. Wie auf dem Foto zu sehen ist, sollte er eigentlich mehr als die ursprünglichen Kondensatoren aushalten.
 

Anhänge

  • IMG_1266-2.png
    IMG_1266-2.png
    836,3 KB · Aufrufe: 15

Maxl123

Neues Mitglied
Thread Starter
Registriert
05.03.2021
Beiträge
38
Kann es vielleicht sein, dass der neue Kondensator C162, welcher statt 620uF jetzt 680uF hat und mehr als die ursprünglichen 3A zieht, das könnte deswegen die Sicherung der Schaltung geflogen ist. Da ich keinen Kurzschluss zwischen Eingangs- und Ausgangsklemme messe.
 

Roman78

Aktives Mitglied
Registriert
02.10.2006
Beiträge
5.270
Und wiese hast du keinen 620µF eingebaut? Sollte aber gehen.

Hmmm Ich finde die aber für 400V Kondensatoren recht klein.
 

Maxl123

Neues Mitglied
Thread Starter
Registriert
05.03.2021
Beiträge
38
Weil es die 620uF in dieser Größe nicht mehr gibt, bzw. habe ich keine bei Mouser gefunden.

Hier wäre noch der Link zu den Kondensatoren. Vielleicht habe ich beim Bestellen etwas übersehen, sollten aber so passen.
 

Macschrauber

Aktives Mitglied
Registriert
08.02.2014
Beiträge
8.533
Wo sollen denn da 350-400V her kommen? Die Kondensatoren liegen hinter dem Gleichrichter also unter 230V.
Tippe eher auf einen defekten Brückengeichrichter.

Da schreibt jemand der noch nie in einem Schaltnetzteil gemessen hat.

Ich hab irgendwann mal gelernt das die Gleichspannung die Wechselspannung x Wurzel aus 2 ist. Sprich um die 300 Volt.

In der Regel haben die Elkos 350 oder 400 Volt bei einfachen Brückengleichrichtern.

https://de.wikipedia.org/wiki/Gleichrichter#Br%C3%BCckengleichrichter_(B2)(B2U)
 
Zuletzt bearbeitet:

Macschrauber

Aktives Mitglied
Registriert
08.02.2014
Beiträge
8.533
Aber trotzdem: wenns geknallt hat dann ist entweder die primäre Spannnung gesprungen (Kondensator) oder der Gleichrichter oder der Halbleiter dahinter ist niederohmig.
 
Oben Unten