Linux in der Praxis

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  1. ElectricWizard

    ElectricWizard Mitglied

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    Systemd ist ja nicht was womit der Normaluser herumschlägt.
    Und wenn's ein OS ohne systemd sein soll und man rolling release haben will, kann ich Void Linux sehr empfehlen.
     
  2. cyberfeller

    cyberfeller Mitglied

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    CentOS ist ein RHEL Clon und das ist ein reines Server Linux. Ich würde niemals auf die Idee kommen in einem kritischen System ein anderes Linux zu verwenden.
    CentOS/RHEL Linux setzt noch auf den 3er Kernel und wird für absolute HPC Hochleistungssysteme oder auch für superstabile Storagesysteme genutzt. Aber ganz sicher nutzt das niemand (ernsthaft) für ne Workstation
     
  3. PLE

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    Debian bekommt viel mehr Sicherheitsupdates als CentOS. Bei CentOS/RHEL werden nur wirklich kritische Sicherheitslücken behoben. Beispielsweise bei PHP. Dort ist gestern nach sehr langer Zeit wieder ein Update erschienen, nachdem das vorige PHP Paket vom April 2018 stammt.

    Oracle Linux ist übrigens der schnellste RHEL Clone in Punkto Updates. Dort erscheinen Updates nur wenige Stunden nachdem sie Redhat veröffentlicht hat.
     
  4. wegus

    wegus Mitglied

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    Das ist so nicht (mehr) richtig! Wie ich bereits erwähnte ist Scientific Linux in CentOs aufgegangen und Du kannst Dir problemlos eine gut nutzbare Workstation als Installationsvariante wählen!

    Wie ich bereits sagte ist Fedora die Entwicklungsquelle, Stream wird daraus die Konsolidierte Variante, RHEL die kommerzielle Distribution und CentOS die freie Version mit anderer Lizenz. CentOS ist kein Clon (mehr), das ist alles unter einem Dach angesiedelt und gehört zu Redhat. Mehr zu Stream gibt es hier:

    https://wiki.centos.org/Manuals/ReleaseNotes/CentOSStream


    G
    erade die von Dir angeführte Stabilität ist ein Argument auch für die Workstation!
     
  5. cyberfeller

    cyberfeller Mitglied

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    Alle Workstations die ich die letzten Jahre gesehen habe setzen voll auf Ubuntu. Auch die verwendeten Software ist vollständig auf Ubuntu optimiert.
     
  6. wegus

    wegus Mitglied

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    So mache ich es ja auch! Ales Ubuntus. Das ist jetzt für mich ein Experiment!
     
  7. cyberfeller

    cyberfeller Mitglied

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    Hab jetzt seit ca 2 Jahren Ubuntu auf der Workstation (aktuell die 18 LTS) und absolut 0 Probleme.
     
  8. maba_de

    maba_de Mitglied

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    Mit Ubuntu fährt man auf dem Desktop oder der Workstation nach wie vor am Besten denke ich.
    Egal, ob es um Software Kompatibilitäten oder Hardware Unterstützung (gerade auf aktueller Hardware) geht dürfte Ubuntu vorn dabei sein.
     
  9. Geminga

    Geminga Mitglied

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    äh, du vielleicht nicht.
     
  10. cyberfeller

    cyberfeller Mitglied

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    Gut, es gibt auch Leute die kaufen gern Apple Computer :D
    Ne ehrlich, warum sollte man sich mit dem zu Tode geporteten 3.10er Kernel rumschlagen, da muss man doch für halbwegs aktuelle HW patchen ohne Ende
     
  11. PLE

    PLE Mitglied

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    Von Redhat Enterprise Linux gibt es auch eine Workstation Version:
    https://www.redhat.com/en/store/red-hat-enterprise-linux-workstation

    RHEL Workstation wird normalerweise in Kombination mit zertifizierter Software und Hardware verwendet. Beispielweise wird die Linux Version von DaVinci Resolve offiziell nur auf RHEL unterstützt.

    Im Serverbereich das gleiche, so läuft z.b. das Webhosting Control Panel cPanel nur auf RHEL/CentOS/Cloudlinux Maschinen.

    Ubuntu? Ubuntu besteht zu 99% aus Debian Unstable Paketen die 1:1 übernommen werden. Wirklich gewartet werden nur die Grundpakete, die am Installationsimage drauf sind. Einen wirklichen Vorteil gegenüber einer normalen Debian Installation gibt es im Gegensatz zu früher nicht mehr.
     
  12. Leslie

    Leslie Mitglied

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    CentOS Stream nutzt derzeit den 4.18er Kernel und liegt in der Aktualität irgendwo zwischen Fedora (ist ja eher "bleeding edge") und RHEL (halte ich für sehr konservativ). Aus Sicht von Red Hat ist Stream eine Art Beta für RHEL bzw. CentOS Linux. Da Fedora auf einem nicht ganz aktuellen ThinkPad für Basis-Funktionen wie LibreOffice und FireFox für mich vor ein paar Jahren recht gut funktioniert hat, sich aber manchmal doch ein wenig "experimentell" anfühlte, während RHEL mir zu altbacken war, halte ich CentOS Stream für einen solchen Desktop-Einsatz für durchaus vertretbar als Alternative zu Ubuntu (welches – besser werdend – für meinen Geschmack manchmal zu sehr sein eigenes Süppchen kocht).
     
  13. warnochfrei

    warnochfrei Mitglied

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    Doch, spätestens, wenn er was machen will, was nicht vorgesehen ist (zum Beispiel das System herunterfahren :D), wird er sich damit herumschlagen müssen. Früher oder später. Mit einer Welt, in der es nur "kommerzielle Systeme und alles andere ist Linux" gibt, habe ich aber auch nur wenig Mitleid...

    Zur Frage des TE:

    Meines Erachtens nicht - beziehungsweise: Es hängt davon ab.

    Bei der Wahl der Linuxdistributionen hat man 2019 die Wahl zwischen systemd-Distributionen, die - auch, wenn sie oft versuchen, "wie macOS" oder "wie Windows" zu sein, gerade für Nichtfrickler einfach nur ein riesengroßes Ärgernis darstellen, und Distributionen, die für Nichtfrickler kaum geeignet sind. Die kleinsten Übel scheinen zurzeit die Nicht-systemd-Distributionen Void und MX zu sein, beide sind performant und einigermaßen benutzbar. Void hat sogar ein paar sehr interessante Abweichungen von der Masse, etwa einen eigenen Paketmanager, runit als Initsystem und LibreSSL statt OpenSSL.

    Nichtsdestotrotz ist der Fall von der Windows- oder Macwelt in Linux ein recht tiefer, auch, was die Qualität betrifft. Linux ist halt ein Patchworksystem aus Software von völlig unterschiedlichen Teams: Der Kernel ist vom kernel.org-Team, das Initsystem ist vom Pulseaudio-Team ;), die Systemsicherheit kommt von der NSA, das Userland kommt von GNU und der Desktop von KDE, dem Gnome-Team oder von irgendeinem anderen Bastler. Linuxdistributionen sind einfach unzureichend integriert, kaum etwas verhält sich so wie etwas anderes.

    Hinzu kommt: Gute Anwendungssoftware ist rar. Interesse an Multimedia? Es gibt keine gute Bild- oder Vektorbearbeitung für Linux. Ich glaube, ich kenne sie alle. Selbst das vielgerühmte Gimp ist ein schlechter Witz, vergleicht man es mit Windows- oder macOS-Alternativen. Das ist der Nachteil, wenn ein Entwickler das eher als Hobby macht, weil ihn keiner dafür bezahlt: Es gibt sehr wenig Motivation, der Konkurrenz Paroli zu bieten.

    Der "Vorteil" von Linux für die meisten seiner Nutzer - oder liest du immer erst den Quellcode? - ist: Es kostet nichts. Aber, ganz ehrlich, dafür gibt es wirklich zuverlässigere Systeme, die nicht irgendwelche distributionseigenen Kleinkriege führen. OpenBSD zum Beispiel.
     
  14. electricdawn

    electricdawn Mitglied

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    Auch wenn ich bekennender BSD-Fan bin: OpenBSD ist ALLES, nur nicht endnutzerfreundlich. Wenn, dann wuerde ich es mal mit GhostBSD versuchen. Nachteil ALLER BSD-Distributionen ist aber die weitaus niedrigere Verbreitung als Linux und die daraus auch resultierende niedrigere Hardwarekompatibilitaet.

    Ebenso gibt es z.B. fuer BSD keine "herstellergepflegte" Version von WINE, was fuer viele Leute sehr wichtig sein duerfte. Man kann z.B. nur mit Muehe und Kruecken 32Bit und 64Bit von Wine unter FreeBSD installieren. Fuer OpenBSD gibt es ueberhaupt kein WINE.

    Speziell fuer BSD gilt aber noch mehr als fuer Linux: Man sollte definitv ein Nerd sein, wenn man sich mit BSD befassen will. Als normaler Nutzer bekommt man da nicht viel gebacken.
     
  15. warnochfrei

    warnochfrei Mitglied

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    Andere würden das auch von Windows behaupten.

    Auch eine gute Idee - oder MidnightBSD.

    Die dich erst dann betrifft, wenn du nicht unterstützte Hardware nutzt. Bis dahin ist das ein Zahlenspiel.

    Menschen, für die Windowssoftware wichtig ist, werden mit etwas anderem als Windows nicht glücklich. Das ist eine Nichtdiskussion.

    Ich teile diese Auffassung nicht.

    ---------------

    OpenBSD war ausdrücklich nur ein Beispiel. Benutzer hassende Systeme wie 9front habe ich noch gar nicht aufgeführt ... ;)
     
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