Linux in der Praxis

Diskutiere das Thema Linux in der Praxis im Forum Linux auf dem Mac.

  1. electricdawn

    electricdawn Mitglied

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    Du lebst wirklich in einer ganz eigenen Welt, in der jeder Computernutzer natuerlich sofort intuitiv erfasst, was er mit so einem Steinzeitinterface anfangen soll, und vor allem, wie er ein Minimum an benoetigter Software auf den Rechner bekommt. :faint:

    Die Realitaet sieht anders aus. SEHR anders. Ich habe den Desktop mal meiner Frau gezeigt. Rudimentaere macOS und Windowskenntnisse sind vorhanden. Die hat mich nur gross angeschaut.
     
  2. warnochfrei

    warnochfrei Mitglied

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    pkg_add xfce oder was auch immer...
    Ihr steht hier doch auf Konsolen... ;)
     
  3. Veritas

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    Wer kennt sich denn heute noch aus? Jedem wird überall suggeriert, wie einfach alles ist. Modem/Router hinstellen, QR Code scannen, online. ***, mach dir deine Webseite in 5min, Sprachassistenten helfen dir überall, der Rest geht über Smartphone oder Tablet. Für Privatanwender wird der PC immer uninteressanter. Der TV hat YouTube und Streamingdienste bereits vorinstalliert, die Anlage oder der smarte Lautsprecher kommt mit sämtlichen Streamingdiensten daher, die paar Dokumente in der Cloud, Bilder ebenfalls.
    Das ist nicht so wie Ende der 90er als der PC in immer mehr Haushalte einzog und man noch wissen musste, was man da macht. Und genau da sehe ich nach wie vor Linux bei einem eher unbedarften User. Die brauchen wie bei McDonald's ihre gewohnten Masken. Verändert sich was, werden sie unsicher. Für viele professionelle Software gibt es unter Linux (zumindest für uns) keinen auch nur annähernd vergleichbaren Ersatz ohne erheblichen Mehraufwand. Für alltägliche Aufgaben wie Mails, Surfen, bisschen Office, Multimedia ist es egal ob Windows, Linux oder macOS.
     
  4. electricdawn

    electricdawn Mitglied

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    Es ging hier um den von @warnochfrei spezifisch genannten Einsatz von OpenBSD. OpenBSD ist speziell fuer den Servereinsatz und fuer Nerds ausgelegt. Das ist nichts fuer den normalen Nutzer. Natuerlich kommen hier Linuxe wie Ubuntu und selbst Debian besser weg.

    Und seine Antwort zeigt mir auch, dass er wirklich nicht versteht, worauf ich eigentlich hinaus will.
     
  5. warnochfrei

    warnochfrei Mitglied

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    OpenBSD-Entwickler nutzen - anders als FreeBSD-Entwickler, die meist mit einem Mac rumeiern - in der Regel OpenBSD als Hauptsystem. Eat your own dog food.

    Nö.

    Dass OpenBSD nicht Windows ist, wo alles auf Klickediklick getrimmt ist. Aber dann ausgerechnet Linux als gutes Beispiel herzunehmen...
     
  6. TechGeek

    TechGeek Mitglied

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    Also ich nutze Ubuntu Mate wegen der sehr einfachen Umstellung mit wenigen Klicks der Benutzeroberfläche seit Ubuntu Unity gekillt hat. Mit wenigen Klicks habe ich einen Desktop im "Unity", Windows oder sogar MacOS Stil mit globaler Menüleiste und Dock. Dass sie in Standard-Ubuntu die globale Menüleiste einfach so gekillt haben, habe ich nie verstanden.

    So unterschiedlich können die Wahrnehmungen sein. Ich finde Win hat eben genau gar nichts gelernt. Finde das immer noch ein sehr unübersichtliches System. Man sehe sich nur mal die völlig überladenen Symbolleisten im Explorer oder den Office Programmen oder Outlook an. Oder immer noch ganz schlimm die Systemsteuerung. Nach wie vor völlig unübersichtlich! Vom grafischen Design, welches ich ebenfalls völlig hässlich finde, mal abgesehen. Aber das ist ja sowieso Geschmackssache.

    Geht doch wunderbar mit MacBuntu! https://www.noobslab.com/2018/08/macbuntu-1804-transformation-pack-ready.html
     
  7. warnochfrei

    warnochfrei Mitglied

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    Würg.
     
  8. lanos

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    An macOS gibt es nichts auszusetzen. Solides, schnelles, durchdachtes, stabiles OS. Aus meiner Sicht auch eines der sichersten Systeme :dance::hamma:
    Linux als reine Büro und Surfmaschine ganz gut , aber sobald man iPhone und icloud vollständig nutzen mag, wirds problematisch bis unmöglich :suspect:
    Linux sehe ich für meine Bedürfnisse als netten Zeitvertreib :music::drum:, aber nie ein Ersatz von macOS :sleep:
     
  9. Leslie

    Leslie Mitglied

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    Schön, aber akzeptiert man z. B. Google Services und Dropbox statt iCloud, sieht‘s schon wieder anders aus. So unmöglich ist das nicht. Alles aus einer Hand von Apple ist natürlich super-komfortabel integriert, aber mit etwas Nachdenken und Auswahl Plattform-agnostischer Dienste-Anbieter kann man auch einen Linux-Desktop recht gut integrieren.
     
  10. Bachsau

    Bachsau Mitglied

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    Ich bin seit Jahren Linux Nutzer und finde es einfach nur peinlich wie manche hier darüber reden, die von nichts eine Ahnung haben.

    Zunächst mal sollte man wissen, dass jedes System so kompliziert ist, wie es die eigene Erfahrung sagt. Gerade für Windows-Nutzer ist Linux immer erstmal ein Buch mit sieben Siegeln, und wer sich gut mit Windows auskennt, wird sich noch viel hilfloser fühlen, weil sein ganzes Wissen nichts mehr wert ist. Wer nur mal damit rumspielen will, sollte es deshalb lassen. Ein wenig Durchhaltevermögen und auch Entdeckergeist sollte man mitbringen.

    Wer das aber schafft, der wird irgendwann feststellen, dass sich ihm ein völlig neuer Zugang zum Computer öffnet, weil ein Linux-System sehr viel logischer, strukturierter und simpler aufgebaut ist. Gerade darin ist es Windows voraus, welches eine Black Box ist, bei der es so gut wie unmöglich ist, wirklich zu erfassen, was im Hintergrund alles passiert. Ubuntu ist ein System, das sich für Einsteiger eignet, mit zunehmder Erfahrung aber schnell anfängt, einem auf den Sack zu gehen. Inzwischen bin ich bei Arch Linux angekommen. Das bringt so gut wie keine grafischen Verwaltungswerkzeuge mit, was mir vollkommen recht ist, denn so können die mir nicht dazwischen funken. Dafür ist es immer aktuell, ohne dass man sich immer wieder umgewöhnen oder lange mit Großupdates rumschlagen muss. Aber wer auf Linux unsteigt, wird eine Zeit brauchen, bis er für alle Aufgaben wieder eine passende Software gefunden hat, denn leider laufen die meisten großen unf kommerziellen Programme nicht oder nur über Umwege auf Linux, auch wenn das langsam besser wird.

    macOS liegt irgendwo dazwischen. Es ist ein standardkonformes Unix-System, aber Apple tut viel dafür dies vor dem Nutzer zu verbergen. Man muss etwas herumfrickeln um eine brauchbare Terminal-Umgebung zu bekommen. Dafür ist man hier nicht gänzlich von Monopolisten-Software abgeschnitten. Vom Kernel her ist macOS unbestreitbar das bessere und modernere System. Für das Init-System gilt das Gegenteil. Aber beides ist für einen Umsteiger kaum von Bedeutung. Ich wage zu behaupten, dass, wer bereits an diesen Teilen eines Systems herum hantiert, nicht mehr in ein Forum posten würde, um zu fragen, ob Linux kompliziert ist.
     
  11. lanos

    lanos Mitglied

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    @Leslie
    schon klar, icloud ist das eine, aber wie bekomme ich die Musik aufs iPhone? Eigentlich das Hauptproblem mit Linux.
     
  12. thorstenhirsch

    thorstenhirsch Mitglied

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    Nee, das Hauptproblem des iPhone.
     
  13. lanos

    lanos Mitglied

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    auch wenn, ich nutze nur iPhone, was anderes kommt mir nicht her
     
  14. Schlenk

    Schlenk Mitglied

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    Und nach irgendwelchen Updates funktioniert dies und das jenes nicht mehr, weil es eine gebastelte Lösung ist. Natürlich, kann man das machen. Aber das will ich nicht mehr haben. Über 10 Jahre war ich mit Debian unterwegs. Alles gut und schön. Aber mit steigendem Alter will ich nichts selbstgebasteltes mehr haben, wo immer wieder viel Zeit zu investieren ist. Deshalb Apple. Alles funktioniert - ohne dass ich mich kümmern muss. Wenn man das nicht braucht, ist Linux natürlich die beste Alternative.
     
  15. Bachsau

    Bachsau Mitglied

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    Das ist der Grund, warum sich Debian und auch Ubuntu am Desktop für mich als ungeeignet erwiesen hat. Die Software ist stark veraltet und Probleme werden nicht behoben, bis das nächste große Release kommt, was dann wieder Arbeit bedeutet. Während ich mit Debian auf dem Server sehr zufrieden bin, kommt daher auf dem Desktop nur eine rolling release Distribution in Frage.

    Die Synchronisation von Kontakten und Kalendern mit Google ist keine "gebastelte Lösung". Dafür wird CalDAV und CardDAV genutzt, was beides offene Standards sind, die auch vom iPhone unterstützt werden. Zum Synchronisieren von Dateien kommen ohnehin nur Tresorit oder Spideroak in Frage, da weder iCloud noch all die anderen "Drives" eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung haben.

    ABER: Ich würde niemandem Raten, von macOS auf Linux umzusteigen. Besonders dann nicht, wenn es sich um den einzigen Rechner im Besitz handelt. Wer (auch) in der Apple-Welt zuhause ist, mit iPhone & co., für den macht es keinen Sinn. Es ist tatsächlich unmöglich, eine verlässliche Synchronisation von Musik oder Fotos hinzubekommen. Wer das unbedingt will, der steigt am besten auf eine App um, bei der man Musikdateien über WLAN übertragen kann. So komfortabel wie iTunes wird das aber nie. Also warum?

    Ich habe vor einigen Jahren Windows auf einem PC durch Linux ersetzt und Windows spielt inzwischen keine Rolle mehr in meinem Alltag. Auf meinem MacBook Pro dagegen verwende ich natürlich macOS und habe so das Beste aus beiden Welten. Zusätzlich gibt es dort eine virtuelle Maschine (Parallels) in der ich auch ein Arch Linux habe. So kann ich dennoch jederzeit Linux benutzen, ohne macOS herunterfahren zu müssen.
     
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