Linux in der Praxis

Diskutiere das Thema Linux in der Praxis im Forum Linux auf dem Mac.

  1. boberl

    boberl Thread Starter Mitglied

    Beiträge:
    559
    Zustimmungen:
    14
    Mitglied seit:
    06.05.2005
    Hi Community,
    ich nutze seit Jahren Macs, weil das OS wirklich gut ist. Vorallem für einen Kreativen wie mich, der sich nicht viel um die technischen Hintergründe kümmern möchte.

    Jetzt überlege ich (wieder mal) von Mac auf Linux umzusteigen und habe vorab eine Frage: Wie einfach oder kompliziert ist das Arbeiten auf Linux in der Praxis? Ich finde, dass beim Mac z. B. die Suche einfach unschlagbar gut ist. Ich hatte mehrmals das "Vergnügen" mit Windows und nachdem ich auf Windows-Rechnern einige Male ältere Files sehr lange suchen musste, war das Thema Windows für mich erledigt. Ist die Suche bei Linux ähnlich gut wie am Mac?

    Und eine andere Sache ist dann auch die Time-Machine. Das ist ja auch ein unglaublich tolles Feature: Wenn man ein File aus Versehen gelöscht hat, oder der Rechner den Geist aufgibt, kann man mit der Time-Machine das Problem in Sekunden lösen. Gibt es für Linux eine vergleichbar praktische Lösung?

    Natürlich kann ich mir Linux auch am Mac installieren und alles selbst ausprobieren. Mich interessiert aber eher die Meinung von Leuten, die praktische Erfahrungen haben: Kann man unter Linux ähnlich gut arbeiten (ohne eben Nerd zu sein) wie am Mac?

    Danke für Erfahrungsberichte!
    Raphael
     
  2. chrisbry

    chrisbry Mitglied

    Beiträge:
    121
    Zustimmungen:
    41
    Mitglied seit:
    05.05.2008
    Linux = Server
    für Anwender Windows oder OS X
     
  3. boberl

    boberl Thread Starter Mitglied

    Beiträge:
    559
    Zustimmungen:
    14
    Mitglied seit:
    06.05.2005
    Ach so. in dem Forum geht es nicht um Linux als OS? Ich will keinen Server, ich suche ein OS.
     
  4. Schiffversenker

    Schiffversenker Mitglied

    Beiträge:
    9.624
    Zustimmungen:
    2.856
    Mitglied seit:
    25.06.2012
    Das ist wohl chrisbry Meinung, welches OS er wofür benutzen würde. Nicht das Thema des Unterforums.
     
  5. cyberfeller

    cyberfeller Mitglied

    Beiträge:
    120
    Zustimmungen:
    70
    Mitglied seit:
    10.09.2019
    Ubuntu ist meiner Meinung nach für den einfachen Endanwender nahezu gleichauf mit Windows und macOS.
    LibreOffice ist auch nah an MS Office - finde es der Apple Software (Pages, Numbers) überlegen
     
  6. boberl

    boberl Thread Starter Mitglied

    Beiträge:
    559
    Zustimmungen:
    14
    Mitglied seit:
    06.05.2005
    Na ja... Ich finde Windows um Klassen schlechter als macOS. Wenn z. B. Ubuntu nahe an Windows ist, dann kann ich mit Linux nichts anfangen. Ich brauche meine Arbeitszeit um für Kunden zu arbeiten, nicht um meinen Rechner zu warten.

    Mit dem Mac bin ich super zufrieden. Einfach Plug&Play. Mein Problem mit den modernen Macs ist, dass ich bei einem Neukauf relativ viel Geld für Features ausgeben würde, die ich kaum benötige. Z. B. kann ich ohne Touchbar wunderbar leben.

    Anders sieht es mit der Einfachkeit bei der Nutzung aus.Es kann wohl jedem mal passieren, dass er ein Dokument versehentlich löscht. OK. Mit Timemachine ist das Problem in ein paar Sekunden behoben. Und Time-Machine einrichten geht auch Ruck-Zuck. Oder die Suche im Mac: Die hat mir schon viel Zeit erspart. Auf Windows-Rechnern habe ich (gefühlt) deutlich mehr Zeit für das Suchen aufgewendet.

    Das sind eigentlich die Sachen am Mac, die ich schätze: Programme per Doppelklick installieren, alles finden, was man sucht und Daten über Time-Machine jederzeit ersetzen können. Wenn ich Ähnliches auf Linux auch habe, kann ich mir einen Umstieg vorstellen.

    Features, die einen Mac teuer machen (z. B. eben die Touchbar) würde ich kaum vermissen.
     
  7. Leslie

    Leslie Mitglied

    Beiträge:
    1.469
    Zustimmungen:
    492
    Mitglied seit:
    16.04.2006
    Kommt auf die benötigte Software und Kompatibilität mit anderen Anwendern an. Für den Eigengebrauch mit Office und Internet, Google Services, Dropbox, Spotify ist Ubuntu locker konkurrenzfähig und auch ältere Hardware (kann man ja mal mit einem alten ThinkPad und ausgemustertem Drucker/Scanner antesten) wird top unterstützt. Es ist auch eine feine Bordmittel-Backuplösung eingebaut. Kommt speziellere Anwender-Software ins Spiel, kann es schwieriger werden.
    Ubuntu bzw. Linux ist unixoid wie macOS, das fühlt sich schon sehr ähnlich an und definitiv anders als Windows.
    So einfaches Plug and Play wie am Mac bekommt man aber sonst nirgends, wer Linux nutzt bzw. selbst einrichtet, hat in der Regel vorher schon Zeit in solche Sachen investiert und kommt deshalb gut klar. Wer nicht per se technik-affin ist, kann da durchaus an vermeintlichen Kleinigkeiten scheitern. Da ist Ubuntu bzw. Mint noch die harmloseste bzw. einfachste Wahl.
     
  8. Schiffversenker

    Schiffversenker Mitglied

    Beiträge:
    9.624
    Zustimmungen:
    2.856
    Mitglied seit:
    25.06.2012
    Du hast schon gelesen, daß cyberfeller Ubuntu nahezu gleichauf mit macOS sieht?
    Nicht nur mit Windows? Und, mal ehrlich (frag ich als jemand der kaum mal was mit Windows gemacht hat, nur bei fremden Rechnern) ist Windows heute wirklich immer noch so unkomfortabel?

    TimeMachine überschätzt du. Ist ein Superprogramm, aber wenn du einfach mal so was löschst, kannst du es nur wiederherstellen, wenn TM zwischendurch eine Sicherung gemacht hat. Und das macht es immer noch nicht im Minutentakt.
    Und täglich, wöchentlich, monatlich wird bereinigt, da werden durchaus Dateien entfernt, die nur mal kurz auf dem Rechner waren, aber nicht mehr am Ende des Tages, der Woche, des Monats.

    Ich bin da ganz altmodisch. Was mir wichtig ist, sicher ich nebenher manuell und nicht im festen Takt, sondern dann wenn ich was größeres geändert habe.

    Gegen Danebenklicken beim Löschen haben alle modernen Systeme einen Zwischenspeicher, genannt Papierkorb.
    Wenn man Angst vor Danebenklicken hat, schaut man halt rein, bevor man ihn löscht.
     
  9. pbro

    pbro Mitglied

    Beiträge:
    108
    Zustimmungen:
    42
    Mitglied seit:
    28.06.2014
    Ich nehme an, Du verdienst mit Deiner Arbeit auf dem Mac Deine Brötchen?
    Dann bleib bloss beim Mac, alles andere wird Dich unglücklich machen.

    Out-of-the-box gibt es so etwas einfach zu bedienendes wie Time Machine oder Spotlight nicht auf Linux.
    Und so eine gute Integration, wenn Du z.B. auch noch ein iPad oder iPhone hast, erst recht nicht.

    Auf wenn Macs teuer sind, über die Zeit rechnet sich jeder Cent. In gesparter Lebenszeit, besseren Nerven usw.

    Denn wenn Du umsteigst auf Linux wirst Du dich eher früher als später um die technischen Details kümmern müssen.

    --peter
     
  10. boberl

    boberl Thread Starter Mitglied

    Beiträge:
    559
    Zustimmungen:
    14
    Mitglied seit:
    06.05.2005
    OK, das klingt ja schon recht vielversprechend. Für einige Programme, die ich benötige, würde ich mir ja ohnehin den Mac behalten. Da allerdings 2020 ein Neukauf ansteht, informiere ich mich mal vorab. Wie gesagt: Der Mac ist toll. Aber die Preise für Neue sind - wenn man dann die Features nicht alle nutzen mag, etwas überzogen. Die Frage ist also: Ein altes Macbook Pro oder doch gleich ganz umsteigen?

    Mit Windows bin ich nie warm geworden. Unter dem OS habe ich immer gelitten, wenn ich es mal nutzen musste. Aber wenn du meinst, dass Linux da besser ist, dann könnte ich es ja mal testen.
     
  11. Schiffversenker

    Schiffversenker Mitglied

    Beiträge:
    9.624
    Zustimmungen:
    2.856
    Mitglied seit:
    25.06.2012
    Gilt leider in manchen Bereichen mittlerweile auch auf dem Mac.
    Da braucht man nur in die Foren zu schauen nach jedem Systemupgrade.
    Allein, daß man im Festplattendienstprogramm nicht per se alles angeboten bekommt, sondern die Hardware einblenden lassen muß (der echte Apple-Nutzer schaut natürlich nach kleinen Dreiecken oder Menüeinträgen, die neue Generation, die Apple nehmen, weil's chic ist, vermissen da die frühere intuitive Bedienung - und sie haben recht).
     
  12. cyberfeller

    cyberfeller Mitglied

    Beiträge:
    120
    Zustimmungen:
    70
    Mitglied seit:
    10.09.2019
    Wenn Du das tun musst, machst Du grundlegend was falsch. Das musst Du bei keinem aktuellen OS tun
     
  13. boberl

    boberl Thread Starter Mitglied

    Beiträge:
    559
    Zustimmungen:
    14
    Mitglied seit:
    06.05.2005
    Hi Peter,
    DAS ist genau die Quintessenz meiner Frage. Ich glaube, Du hast jetzt eher für den Mac entschieden. ;) Ja, ich hab einen Computerarbeitsplatz und arbeite den ganzen Tag mit dem Rechner. Allerdings habe ich derzeit fast nur noch Freie Software am Laufen. Mit ein paar Ausnahmen:

    Als Alternative zu Adobe nutze ich Affinity (Affinity Photo und Affinity Designer) und dafür würde ich mir den Mac als Zweitrechner behalten. Da gäbe es natürlich Gimp als Alternative, aber Gimp ist in meinen Augen eher ein Hobbyprogramm, keine Bildbearbeitungssoftware. Und dann hab ich halt auch zum Programmieren ein paar proprietäre Programme, die ich brauche, damit ich nicht im Code steckenbleibe. Aber da gibt es auch Möglichkeiten ohne Ende für Linux. Z. B: https://www.jetbrains.com/phpstorm/download/#section=linux

    Bleibt einfach die große Frage: Wie ist die Praxis: Kann ich mit Linux auch so problemlos arbeiten, oder muss ich mehr Zeit rein stecken? Und da hast du jetzt eher gegen Linux argumentiert.)
     
  14. boberl

    boberl Thread Starter Mitglied

    Beiträge:
    559
    Zustimmungen:
    14
    Mitglied seit:
    06.05.2005
    Wenn ich was tun muss? Natürlich muss ich auch den Mac warten. aber der Aufwand hält sich in Grenzen. Wenn ich bei Linix doppelt oder drei mal so viel Aufwand habe, wie am Mac, macht das keinen Sinn.
     
  15. sutz2001

    sutz2001 Mitglied

    Beiträge:
    3.138
    Zustimmungen:
    539
    Mitglied seit:
    28.02.2005
    Welches war denn das letzte Windows welches du benutzt hast? Windows 10 ist ein gutes und stabiles System.
    Bietet für die meisten User den besten Kompromiss.
    Wie gesagt, kommt halt auch immer drauf an wie deine Umgebung aussieht und womit du kompatibel sein musst.
     
Die Seite wird geladen...
  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite weitersurfst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Akzeptieren Weitere Informationen...