KV-Nachzahlungen durch höheres Einkommen _ Aspekte

Dieses Thema im Forum "Freelancer Forum" wurde erstellt von Al Terego, 28.08.2006.

  1. Al Terego

    Al Terego Thread Starter MacUser Mitglied

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    Also mal angenommen ich kenne einen Grafiker, der über die Künstlersozialkasse bei einer gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist und seit knapp drei Jahren zwar brav in die KV und Rentenversicherung eingezahlt hat.

    Basis seiner Versicherungsbeiträge sind eigene Schätzungen, die er jährlich der KSK und der KV mitgeteilt hat. Ein Einkommensteuerbescheid zur Prüfung ist bis dato von keiner Seite angefordert worden. Was für ein Glück.

    Nun ist das tatsächliche Einkommen doch höher gewesen als das bisher geschätzte, der Versicherungsnehmer sollte also entweder den beiden Institutionen schleunigst darüber Bescheid geben und horrend hohe Beiträge zahlen bzw. auch nachzahlen, oder sich stillschweigend verhalten und naiv hoffen, an einer Prüfung vorbeizukommen, die mit Sicherheit noch höhere rückwirkende Nachzahlungen mit sich bringen würde.

    Da er aber bestimmt ein ehrlicher Grafiker ist, wird er nach reiflicher Überlegung den Weg der Bescheidgabe wählen und zähneknirschend die Beiträge nachzahlen. Die arme Sau. :hamma:

    Fragen dazu an die versammelte erfahrene Gemeinde, bevor er sich bei der KV und der KSK schlau macht und eventuell blöde Antworten bekommt:

    _ Wem sagt er zuerst Bescheid? KSK oder KV?
    _ Gibt es Obergrenzen der zu zahlenden KV-Beiträge (Techniker KK)?
    _ Wenn Beiträge auf Basis eines hohen Einkommens gezahlt werden und am Jahresende das Einkommen wider Erwarten doch wieder niedriger ausgefallen ist, hat der Versicherungsnehmer Anspruch auf Rückerstattung der Differenz durch die KV oder die KSK? Da soll es doch immer wieder Palaver mit den KVs geben. Hört man so läuten.

    Fragen über Fragen. :)
    Gruß, Al
     
    Zuletzt bearbeitet: 28.08.2006
  2. Hunda1b2c3

    Hunda1b2c3 MacUser Mitglied

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    Hallo,
    wenn man der KSK, ein zu hohes Einkommen mitgeteilt hat erstattet diese keine Beiträge mehr zurück. Also meine ich kann sie auch keine rückwirkend geltend machen.
    Gruß
     
  3. in2itiv

    in2itiv MacUser Mitglied

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    ....kann sie!
    ...und sie kann vor allem auch rückwirkend noch den anteil eintreiben, den der kunde zahlen muss.

    ....im Juni hatten sie eine ganze reihe von kunden von mir an der karre .... und wollten rückwirkend für die letzten 5 jahre die beiträge haben.

    ...und dabei zahle ich noch nicht einmal in die KSK ..... schöner staat ist das ;)
     
  4. Al Terego

    Al Terego Thread Starter MacUser Mitglied

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    Definitiv:
    _ Die KV, nicht die KSK, kann rückwirkend Beiträge einfordern. Das ist Gesetz. Leider.
    _ Meine Fragen beziehen sich nicht auf Kunden (=Verwerter im Sinne der KSK), sondern auf die Versicherten.
     
  5. Hunda1b2c3

    Hunda1b2c3 MacUser Mitglied

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  6. below

    below MacUser Mitglied

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    Alles, was ich dazu sagen kann, ist dass die Beiträge zur KV natürlich durch die Beitragsbemessungsgrenze gedeckelt sind. Aber frag mich bitte nicht, wo die aktuell Brutto bzw. Netto liegt. (GROBE Erinnerung: EUR 3.800 Netto )


    Alex
     
  7. gishmo

    gishmo MacUser Mitglied

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    Privat versichern ....
     
  8. Al Terego

    Al Terego Thread Starter MacUser Mitglied

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  9. Al Terego

    Al Terego Thread Starter MacUser Mitglied

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    Vielen Dank für den Vorschlag.
    Mit zwei Kindern und den zu erwartenden Erhöhungen ist er aber leider daneben.

    Ich würde mich wirklich freuen, wenn wir hart an den eingangs gestellten Fragen bleiben können, damit der Thread nicht durch Querfragen verwässert wird. Ist bestimmt auch für andere interessant. Dankeee.

    @below: yep, das hab ich auch so gelesen. das ist also die monatliche obergrenze, die den höchsten beitrag verursacht?

    Gruß, Al
     
    Zuletzt bearbeitet: 28.08.2006
  10. hk1805

    hk1805 MacUser Mitglied

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    Korregiert mich ggfs., aber dem KSK weniger Einnahmen mitzuteilen macht sich doch höchstens bei deinen späteren Ansprüchen (Rente) bemerkbar. Weniger eingezahlt = weniger ausgezahlt bekommen.

    Ansonsten sollte sich die KSK daran nicht stören. Darum auch selbsteinschätzung!

    Anders natürlich mit KV Beiträge bei gesetzlichen Krankenkassen. Diese werden gehaltsabhängig berechnet. Dafür bleibt aber die Leistung meist die selbe.
     
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