Komma vor "als": Stimmt es so?

mcmrks

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@fa66

sehr schön erklärt … man könnte noch das beispiel mit „er hat das bild aufgehangen“ (statt „aufgehängt“) anführen.
das hört man auch allenthalben. :)
 
giesbert

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siehe: »gewunken«. Vielleicht mal als Scherz angefangen,

WEINBERL. O Freund in die öden Gasseln, erlebt man allerhand, das is ja grad das Abentheuerliche. Wie oft hab ich gelesen in die Bücher, „er befand sich ohne zu wissen wie in einem engen abgelegenen Gäßchen, plötzlich gewahrt er an der Ecke einen Mann in einen Mantel, ihm war’s als ob er ihm gewunken, an der andern Eck sieht er auch einen Mann, ihm däucht, als hätt er ihm gewinkt, unentschlossen steht er da, er weiß nicht soll er dem folgen der ihm gewinkt, oder dem der ihm gewunken, da öffnet sich plötzlich ein Fenster […]“

Nestroy, Einen Jux will er sich machen (1842)
 
fa66

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man könnte noch das beispiel mit „er hat das bild aufgehangen“ (statt „aufgehängt“) anführen.
Die gleiche Gruppe von Verben, die ich angeführt habe:

hängen – hing – gehangen vs.
hängen – hängte – gehängt (i.S.v. hängen machen)

der Rechner hing vs. * der Rechner hing sich auf, aber: der Rechner hängte sich auf
 
WollMac

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#Wollmac,
jemanden zu etwas drängen oder in etwas eindringen sind aber sehr unterschiedliche Dinge.
Wird übrigens auch mit anderen Hilfsverben verwendet: (zumindest in meinem Sprachumfeld, wie das in Österreich oder verwandten Grammatik-Versionen ist, vermag ich nicht zu sagen)
Ich vergesse immer wieder: gewisse Witze werden im Süden der Republik einfach nicht verstanden...
:crack:
 
fa66

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Eigenzitat, wegen »Umlaut«:
Dabei passiert vermutlich das Gleiche – oder zumindest etwas Ähnliches – wie bei:
erschrecken₁ – erschrak - erschrockenerschrecken₂ – erschreckte – erschreckt (i.S.v. »erschrecken₁ machen«),dass nämlich die Sprecher die beiden Verben nicht mehr auseinanderhalten. Was bei »erschrecken« m.E. auch wegen Formübereinstimmungen auftreten mag.
Die deutsche Schreibung pflegt die (Un?-)Sitte, nicht jeden <a> ➔ <ä>-Umlaut auch so zu schreiben. Wenn irgendwie mit einem »verblassten« Bezug argumentiert werden kann, schreiben sich diese Fälle dann mit <e>:

Mensch statt Mänsch (zum männ(i)sch zu Mann in der Bedeutung »Mensch« – und eben nicht »Mann«)
Eltern statt Ältern (zu alt, älter)
Menge statt Mänge (gut versteckt in manch oder EN many)
Erde statt Ärde (siehe NL aarde)

Da würde dann die dann systematischer Schreibung
erschrecken₁ – erschrak - erschrocken
via ➔ erschrak ➔ erschräck zu
erschräcken₂ – erschräckte – erschräckt
bereits auf die unterschiedliche Bedeutung hinzuweisen helfen.

Stattdessen sorgte die Rechtschreib(ungs)reform lieber dafür, dass »verbleuen« zugunsten eines falschen Bezugs zu »blau« nunmehr »verbläuen« geschrieben wird. Und der durchaus richtige Bezug von »belämmert« (statt früher »belemmert«) zum Umlaut wird lieber volkstümlich falsch mit dem »dummen Lamm« erklärt, anstelle mit dem historisch zutreffenden »lahm« (auch hier wieder NL lam (kraftlos, schlapp)).

Zuletzt haben wir noch den »Bär«, dessen Schreibung mit <ä> nur seiner standardlautlichen Aussprache [bɛːɐ] zu verdanken ist, obwohl dort keine Umlautung aus <a> vorliegt. Es gibt halt keinen Buchstaben im Deutschen, mit dem nicht-umlautliches [ɛː] geschrieben werden könnte.
Vermutlich ist aber eh die Lautung [beːɐ] die historisch »richtigere«. Dann aber müsste unser Petz gleich »Beer« geschrieben werden.
 
razormax

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"Es gibt kein schöneres Vergnügen einen Menschen dadurch zu überraschen ...

hiermit würde eine 'Mehrfachnennung' mit 'als' wegfallen und besser aussehen, und auch nich als 'lästig' angesehen, definiert werden

so wie bereits im text geschrieben, stimmt das mit dem komma aber
 

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