Kirchgeld - zahlen ohne in der Kirche zu sein!

Dieses Thema im Forum "MacUser Bar" wurde erstellt von biblio, 11.04.2008.

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  1. biblio

    biblio Thread Starter Mitglied

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    Zum ersten Mal ist in meiner Steuererklärung ein Kirchgeld aufgetaucht. Meine Frau und ich sind gemeinsam veranlagt. Meine Fr. ist in der ev.-luth. Kirche und hatte im letzten Jahr kein Einkommen aus nichtselbständiger Arbeit.

    Das Finanzamt berechnet nun auch, das auf meine Frau 0 Eur. entfallen.

    Das mindestens festzusetzende evangelische Kirchengeld beträgt somit 96 Euro. (Ev. Kirche Rheinland)
    :eek:

    Das zahle nun ich! Ich bin in keiner Kirche, ich war nie in einer Kirche, bin weder getauft noch konfirmiert, ich werde auch so bald in keine Kirche eintreten.

    Muss ich das wirklich zahlen? Das Internet kennt nur Fälle, wo der Hauptverdiener mal in einer Kirche war. Das ist bei mir nicht der Fall - nachweislich.

    Und diesen Fall hatte ich noch nie auf meiner Karte und ich wohne nicht das erste Jahr hier und bin auch nicht erst seit gestern verheiratet.

    P.S.: Mir ist auch Ostern und Weihnachten so egal wie der Rammadan oder andere religiöse Feste.
     
  2. lars_munich

    lars_munich Mitglied

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    Ja, lt. einschlägigen Urteilen ja.
    96 EUR für das Jahr, das ist aber SEHR billig. Ist oft sehr viel teurer.
    Für die 96 EUR würde ich keinen Aufstand machen, wenn deine Frau in der Kirche bleiben will. Sonst muesste sie auch austreten.
     
  3. Tazmania

    Tazmania unregistriert

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    Ja, das mußt Du zahlen, gibt es sogar ein Gesetzt für (hatte das FA damals gleich mitgeschickt). Sei froh das es nur 96 Euro sind, wir haben damls 600 Euro berechnet bekommen. Hilft nur, die Frau muß auch austreten.
     
  4. JB27

    JB27 Mitglied

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    Ich kann leider nur mit meiner persönlichen Meinung dienen und die ist: Austreten. Ich bin ebenso wie du nie in der Kirche gewesen und nicht getauft. Als mir (Student) das erste mal Kirchengeld beim Nebenjob abgezogen wurde, hab ich mir die 2,36€ sofort wiedergeholt! ;)
     
  5. submax

    submax Mitglied

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    Das ist doch ein Witz! Ich muss diesem Verein Geld in den Hintern stecken, obwohl ich nie in einer Kirche war? :sick:
     
  6. joestoeb

    joestoeb Mitglied

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    Es geht darum, dass deine Frau in der Kirche ist, und ihr gemeinsam veranlagt wurdet.
    Hättet ihr euch getrennt veranlagen lassen müssen, dann hättest du auch kein Kirchgeld zahlen müssen.
     
  7. JB27

    JB27 Mitglied

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    Schlimm, ne?

    Mich erinnern solche Gespräche immer an einen Kumpel, dessen Vater 27 Jahre Organist in der Kirche war. Nach dessen Tod haben sie dem 15-jährigen Jungen mit 2 Brüdern und einer teilzeitarbeitenden Mutter 10€/mntl. Hakbwaisenrente zugesprochen. Die wurden allerdings direkt wieder gestrichen, als er seinen Studentenausweis letztes Jahr einmal zu spät einreichte.

    Das ist doch Hochhalten der 10 Gebote in Perfektion.
    Und Gebot Nr. 11: Gib keinem, von dem du nicht vorher doppelt so viel genommen hast.

    Amen.
     
  8. joestoeb

    joestoeb Mitglied

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    Habe hier nochmal eine Link gefunden wo dass nochmals bestätigt und erklärt wird, http://www.fm.rlp.de/Steuerrecht/Fragen_und_Antworten/Kirchensteuer.asp

    Edit: Die entsprechende Regelung wurde auch bereits vom Bundesverfassungsgericht geprüft und gebilligt.
     
  9. submax

    submax Mitglied

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    :sick:

    Ich werde nie verstehen, warum ein säkularer Staat Geldeintreiber für die Kirche spielt. Auch werde ich nie verstehen, warum in diesem säkularen Staat Politiker ernsthaft ihren Glauben als Begründung für ihre Meinung zu einem bestimmten Gesetz ins Feld führen.
     
  10. JB27

    JB27 Mitglied

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    Submax hat gesprochen.
     
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