Ist das Bürgergeld/b.l. Grundeinkommen unabwendbar?

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  1. magheinz

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    Ein BGE sagt ja nicht, dass der Markt drumherum unreglementiert sein muss.
    Es gibt diverses Möglichkeiten wie man das Problem löst. Man könnte auch eine freiwillige Müllabfuhr einrichten analog zur Feuerwehr. Bei der freiwilligen Feuerwehr gilt die Freiwilligkeit ja auch nur so lange, wie es genug Freiwillige gibt. Sind es zu wenige gibt's eine Berufsfeuerwehr oder einen Zwangsdienst.
    Edit: das könnte man analog auf alle gesellschaftlich wichtigen Berufe ausweiten.
    Nicht das jetzt jemand denkt das fände ich toll! Ich zeige es nur als eine Möglichkeit auf.
    Die andere wäre es entsprechendes Geld in die Hand zu nehmen und zu schauen ab welcher Summe jemand den Job macht.
     
  2. stonefred

    stonefred Mitglied

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    Wer soll gezwungen werden?
     
  3. nonpareille8

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    Leider nichts als eine neoliberale Phrase.
    Ich bezweifle dass man erwachsenen Menschen Hinweise auf Verantwortung geben muss. Ausnahmen bestätigen die Regel.

    Allerdings sind diese unterschwelligen oder auch deutlichen Hinweise mit dem Zeigefinger, Teil der Methodik „Blame the victims“.
    Nicht das System, in dem Fall Hartz ist mies, nein, die Betroffenen sind die Verusacher ihrer Misere. Das ist der Grundton.
    Irgendetwas muss ja dran sein, sonst wären sie ja nicht in der Lage und bla, bla, bra ...

    Typisch hier die kleinteilige Argumentation der Neoliberalen hinsichtlich Menschen die am Arbeitsmarkt nicht teilnehmen können.
    Da wird sich an Betroffenen abgearbeitet dass die Schwarte kracht.
    Auch die Angst vor Macht- und Einflussverlust bei einem BGE ist deutlich lesbar.

    Bringt doch diese Energie mal auf um die Missstände bei den Reichen und Superreichen aufzuzeigen.
    Ereifert euch mal an den haarsträubenden Plünderaktionen dieser Gruppe inklusive der Kriegsgewinnlerschaft anlässlich der Agenda 2010.
    Eine Wette ? Da wird nichts kommen, weil kein Interesse besteht, man will ja nicht stören.

    Die heilige Kaste der edlen, über anderen stehenden „Leistungsträger“, wer wird denn wagen sie anzutasten.
    Da ist es doch wesentlich geschmeidiger auf die einzudreschen, die sich nicht wehren können.
     
  4. thesaw

    thesaw Mitglied

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    Wahnsinn, was man alles aus einem Beitrag raus lesen kann, was da garnicht steht.
    Zu lesen was ich schreibe und interpretiere da nicht etwas rein, nur damit Du mit der großen Moralkeule hier schwingen kannst.
    Alles nur kommunistische Phrasen was da kommt.

    :Pfeif:
     
  5. nonpareille8

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    ... sagt der Neoliberale, ich lach mich tot.
     
  6. magheinz

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    Das ist dann noch zu definieren. Auf jeden fall nicht nur die Männer ;)
    Wie ist das denn bei der Feuerwehr? Werden da nur Wehrdiensttaugliche verpflichtet? Wie schauts da mit Frauen aus?
     
  7. stonefred

    stonefred Mitglied

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  8. magheinz

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    Ah, also Männer, Frauen und Diverse. Halt "Personen".
    So ein Gesetz gibt es in jedem Bundesland.
     
  9. pmau

    pmau Mitglied

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    Dem würde ich sofort zustimmen, wenn nicht der Staat 40% Einkommenssteuer und 19% Mehrwertsteuer von jedem Euro nimmt, den man da großzügig in die Hand nimmt.

    Versteh mich nicht falsch. Ich bin absolut bei Dir, dass Arbeit auf die wir alle angewiesen sind ordentlich bezahlt wird.
    Das Problem hierbei sind neben den Lohnkosten die tatsächlichen Kosten für z.B. Abfallentsorgung.
    Wenn Du jetzt noch mehr für die Mülltonne zahlen musst, hilft Dir Dein BGE nicht mehr.

    Nochmal, ich bin voll bei Dir. Das Problem ist unser Staat, der sich komplett aus Steuern finanziert oder sagt "Das machen die Kommunen".
    Da kannst Du Dein BGE bei 5.000 Euro monatlich netto ansetzen.

    Würde ich hier mal auflisten für was mein Staat gerade meine Steuern ausgibt und warum ich das nicht mehr will, würde man mich hier vermutlich sperren :)
    Irgendwann werde ich mal schreiben wie meine Lebenssituation aussieht. Ihr würdet Euch wundern.

    PS: Keine Sorge, es geht mir relativ gut.
     
  10. pmau

    pmau Mitglied

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    Ich bin normaler Arbeitnehmer.

    Was mir sofort den Blutdruck auf enorme Werte bringt, ist diese "Wenn wir doch nur das Geld der Reichen umverteilen würden."
    Genau das propagiert der Staat um seine Misswirtschaft zu verstecken.
    Die Politik hat seit Schröder versagt.
    Merkel hat den Rest erledigt.
     
  11. fa66

    fa66 Mitglied

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    Ist aber offenbar kompatibel zu GG Art.12(2):
    Und damit sei nach Einschätzung eines WeLT-Artikels über die Diskussion über eine Einführung einer allgemeinen Dienstpflicht als Ersatz zur Wehrpflicht den…
    Ist also alles nicht so empörend überraschend, wie du es hier zu empfinden beschreibst.
     
  12. thesaw

    thesaw Mitglied

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    Jetzt hab ich es mal so wie du versucht und du verstehst es immer noch nicht :D:D:D
    Hm.... sehe ich eher andersherum.
    Zumindest die letzten paar dutzend Seiten, habe ich in der Richtung nichts gelesen.
    Nur weil du jedem der deine Meinung nicht zu 100% teilt, ständig neoliberal an den Kopf wirfst, wird es nicht besser.
     
  13. stonefred

    stonefred Mitglied

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    Aus dem Artikel zitiert: "... pflichtbewusster Staatsbürgerlichkeit, seinem Land zu dienen ...". Ich fand es damals schon ungerecht, dass nur Staatsbürger zum Zwangsdienst verpflichtet wurden, zu meiner Zeit Frauen und niedergelassene Ausländer aber nicht. Falls so etwas kommt, dann müsste das der Gerechtigkeit Willen angepasst werden. Dann frage ich mich, wie sie das durchsetzen wollen würden, wenn kein Respekt vor Behörden vorhanden ist.
     
  14. JeZe

    JeZe Mitglied

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    Dass Du das Gefühl hast, glaube ich Dir gern. Es ist aber auch nur ein Gefühl, welches dadurch zustande kommt, dass man nicht nachvollzieht, wie Werte in einer Gesellschaft entstehen. Hier explizit die Gegenwerte, die jemand bekommt, wenn er sein BGE ausgibt.

    Man kann es drehen und wenden, wie man will: für Dein BGE muss jemand arbeiten - es kann nur durch die Realwirtschaft mit Wert gedeckt werden, was nichts anderes bedeutet, dass Du (über schön undurchsichtige Umwege) andere wieder dazu versklaven musst um für Dein Grundeinkommen zu arbeiten.

    Die Vorstellung, dass man Geld den Reichen einfach abnehmen würde und es hätte dann noch den selben Wert wie im derzeitigen „Sklavensystem“ ist nicht stichhaltig - das ist meines Erachtens der Hauptdenkfehler.
    Auch das Geld der derzeit Reichen und das Geld des Staates ist nur deswegen etwas wert, weil an irgendeiner Stelle jemand dafür eine Arbeitsleistung erbringt bzw. sich verpflichtet hat in der Zukunft eine Arbeitsleistung zu erbringen (Kredit).


    Generisches Maskulinum, im Englischen „the employee“. Auch wenn es hier lustig gemeint ist, erkenne ich in dieser Diskussion den selben Mangel an abstraktem Denkvermögen wie beim BGE.
     
  15. nonpareille8

    nonpareille8 Mitglied

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    So simpel wie du das darstellst ist es nicht. Und auch nicht so gemeint.
    Fakt ist, seit Schröder fand eine gigantische Einkommens- und Vermögensverschiebung von „unten“ nach „oben“ statt.

    Das muss dringend verändert werden.

    thesaw schrieb:
    Nur weil du jedem der deine Meinung nicht zu 100% teilt, ständig neoliberal an den Kopf wirfst, wird es nicht besser.
    Jetzt komm mir nicht mit der schlichten rhetorischen Nummer, hier gibt es reichlich neoliberalen Input und der ist nicht deckungsgleich mit meinen Ansichten.
    Das ist korrekt. :)

    JeZe schrieb:
    Auch wenn es hier lustig gemeint ist, erkenne ich in dieser Diskussion den selben Mangel an abstraktem Denkvermögen wie beim BGE.
    Ist doch nicht tragisch, wie gut dass wir dich haben und du uns angesichts unserer beschränkten geistigen Perfomance die Welt erklärst. :D
     
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