Ist Apple beim Datenschutz auch nicht viel besser als Google oder Facebook?

davedevil

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Meine Güte. Es gab und gibt auch bei Apple Datenskandale. Wie zB die Mitarbeiter, die wie bei Alexa über Siri Gesprächsdaten transkribiert hatten. Apple setzte das Prozedere aus, aber nicht für immer.

zB hier: https://onlinemarketing.de/news/siri-hoert-mit-kontrolle-intime-gespraeche-handlungen

Anscheinend sind die Daten zwar nicht Personen bezogen, das kann sich trotzdem indirekt ergeben, oder in Zukunft einfacher ermittelbar sein.
 
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lulesi

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Die Sirigeschechite hast Du jetzt schon mehrfach aufgeführt,
für Dich ist es ein Skandal, für andere war das ein Sturm im Wasserglas.
 
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Dextera

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Und ein Datenskandal würde da einen verheerenden Einfluss haben.
Was ist denn bei dir ein Datenskandal? Schau dir doch die vergessliche Gesellschaft an, würd keine Sau interessieren sowas. Und Apple hatte in letzter Zeit genügend Sicherheitsprobleme und war damit in den Medien.

Ich find die Vergleiche immer gut ... dass Apple ja kein solches Interesse an Daten hätte als bspw. Google oder Facebook. Da lacht ja selbst der Cook noch mit ...
 
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MaccaR

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Ich find die Vergleiche immer gut ... dass Apple ja kein solches Interesse an Daten hätte als bspw. Google oder Facebook. Da lacht ja selbst der Cook noch mit ...
Genau das. Nur weil Apple nebenbei noch eine Hardwaresparte hat, heißt es nicht, dass sie im Rahmen der "Services" anfallende Daten einfach links liegen lassen. Diese Logik ist einfach nur naiv.
 

Moriarty

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Wichtiger Aspekt des Datenschutzes ist ja die Datensicherheit, d.h. kann der Anbieter überhaupt gewährleisten, dass Daten nicht in falsche Hände geraten?

https://t3n.de/news/hacker-windows-sicherer-macos-1187017/

Ein Schaden durch ausspionierte Zugangsdaten ist sicherlich zunächst höher als ein solcher durch personalisierte Werbung.
 
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giffut

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Google bezahlt Apple viel Geld für den Zugang auf ihre Kundendaten, indem sie als Standard Suchmaschine in iOS voreingestellt sind. 2018 waren das knapp 8 Milliarden Dollar, 2019 ca. 12 Milliarden. Apples scheinbarer Kampf für die Privatsphäre seiner Kunden ist reines Blendwerk. Sie sind keinen Deut besser als jeder andere Datensammler wie Facebook oder Google. Immer noch geht ein Großteil der Service Einkommen auf diese Zahlungen zurück. Auch Apple arbeitet mit den Daten seiner Nutzer rein ökonomisch zum eigenen Vorteil. Ihr Hauptinteresse ist es, indirekt damit Gelder zu erwirtschaften.

Siehe dazu u.a.

https://www.theatlantic.com/technol...les-hypocritical-defense-data-privacy/581680/
https://www.washingtonpost.com/tech...night-do-you-know-who-your-iphone-is-talking/
 
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picknicker1971

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Google bezahlt Apple viel Geld für den Zugang auf ihre Kundendaten, indem sie als Standard Suchmaschine in iOS voreingestellt sind.
Das sind keine Kundendaten von Apple an Google, sondern Daten die u.a. Applenutzer bereit-/freiwillig Google über die Benutzung der Suchmaschine zur Verfügung stellen.
Selbst wenn Google nicht Default SearchEngine wäre, würden >99% (meine Einschätzung) diesen benutzen.
 

maccoX

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Apple ist beim Datenschutz besser, ja, definitiv!

Google und Facebook verdienen ihr Geld hauptsächlich durch Kundendatenauswertung.
Apple verdienst sein Geld hauptsächlich durch teure Hardware.

Somit hat Apple potentiell schon deutlich weniger Interesse an unseren Daten, ausserdem wird das Datenschutzthema extrem vermarktet, wenn da eine Bombe platz hat man einen Image- und Vertrauensschaden.

Natürlich sind die Daten auch bei Apple nicht sicher, es gibt schlecht überlegte Lösungen, Pannen und Tore für FBI etc - z.B. ist das iCloud Backup offen und kann weitergegeben werden. Auch gab es ja z.B. den Siri Skandal usw.

Trotzdem ist man mit seinen Daten bei Apple sicherer, man kann auch ein lokales Backup machen und Apple macht sich einige Gedanken zum Datenschutz. Ein Beispiel das mir gerade einfällt: Routen in der Karten App werden intern in einzelne, anonymisierte Teilrouten zerlegt und landen somit nirgends als Komplettroute und schon gar nicht zuortenbar auf einem Server. Apple weis also nicht so du rum fährst. Hier wurde also aktiv daran gearbeitet, viel Zeit und Entwicklergeld investiert um einen Datenschutz hinzubekommen.

Apple ist beim Datenschutz definitiv besser. Aber alles was lokal geht sollte man eh am besten lokal halten und nicht in einer Cloud.
 
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Porschinger

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Apple verkauft alles wenn es nur genügend Geld gibt. Sie haben keine Seele mehr, falls es je anders war.
 

maccoX

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Wieso denn das? Die Services Sparte bei Apple nicht höher wie die Hardware Bereiche und Google verkauft kaum Hardware, schon gar nicht teuer. Die unterschiedlichen Geschäftsmodelle sind ja bestens bekannt.
 

electricdawn

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Sagen wir mal so... Ich traue keinem der milliardenschweren grossen IT-Unternehmen. Egal wer es ist.
 
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davedevil

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Apple ist beim Datenschutz besser, ja, definitiv!

Google und Facebook verdienen ihr Geld hauptsächlich durch Kundendatenauswertung.
Apple verdienst sein Geld hauptsächlich durch teure Hardware.

Somit hat Apple potentiell schon deutlich weniger Interesse an unseren Daten, ausserdem wird das Datenschutzthema extrem vermarktet, wenn da eine Bombe platz hat man einen Image- und Vertrauensschaden.
Das ist doch schon lange keine Strategie mehr. Apple geht auf Dienste und immer mehr in den Fitnessbereich. Dazu muss man seine Kunden kennen. Da sind Daten relevant. Hardware, Software und Dienste sind bei Apple eng verzahnt. So lässt man keinen Bereich zum Abschöpfen aus.

Wozu zB benötigt ein iPhone ein Kundenkonto bei Apple. Es würde auch so funktionieren.
 

maccoX

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Das stimmt schon, dem will ich auch gar nicht widersprechen.

Trotzdem versucht Apple meines Erachtens etwas datensparsam zu sein und die Daten der Kunden zu schützen. Siehe mein Apple Maps Beispiel. Da wurde aktiv dran gearbeitet die Routen nicht nachvollziehbar zu machen. Auch Health samt aller Apple Watch Daten kann man komplett lokal betreiben.

Ich finde nicht das man sagen kann das eh überall Daten abfließen und es eh egal ist, das alle gleich schlimm sind. Das sehe ich nicht so, es gibt Unterschiede. Apple ist besser aber natürlich auch kein Engel.

Wie gesagt, das Beste ist selbst datensparsam zu agieren und nach Möglichkeit lokal. So mach ich es. 20cm Kabelstrecke zum Mac statt Weltrundreise für meine Daten.
 
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oglimmer

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Um mal bei der Frage des OP zu bleiben:

>> Wie sieht es mit dem YouTube-Video aus - stimmt das alles?

Ich würde sagen: da ist immer etwas Wahres dran, man könnte also sagen: "ja vom Prinzip schon", aber die Welt ist kompliziert und wenn ich einen Kritikpunkt gegen das Video habe, dann dass es versucht eine komplexe Welt in einfach "richtig" und "falsch" zu unterteilen.

Jeder muss selbst wissen, wo er seine roten Linien hat. Ein Bekannter von mir hat kein Handy, weil er sich überwacht fühlt. Er mag damit das Problem gelöst haben, aber zu einem sehr hohen Preis.
 

Veritas

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Wozu zB benötigt ein iPhone ein Kundenkonto bei Apple. Es würde auch so funktionieren.
Klar, aber wer nimmt denn z.B. an Kundenbefragungen teil? So haben sie ihre Zielgruppe, das Nutzungsverhalten uvm. und können daraufhin optimieren. Für die erweiterte Garantie habe ich auch bei meinem Exzenterschleifer und dem Schlagbohrer ein Konto, auch für die Nutzung via App. Bei Bosch funktioniert das auch ohne Konto. Die Hersteller brauchen ja die Daten um Produkte anzubieten, die der Markt erfordert.
 

Tekanewa

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Sagen wir mal so... Ich traue keinem der milliardenschweren grossen IT-Unternehmen. Egal wer es ist.
Sehe ich genauso, aber komplett entsagen scheidet als Alternative aus. Obwohl in den 60ern geboren und somit viele teils unnötige Entwicklungen miterlebt, möchte ich auf einiges heute nicht mehr verzichten. Dazu gehört dann eben auch, dass man einen Preis zahlt.
 
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picknicker1971

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Daten sind nicht gleich Daten - es ist ein Unterschied anonymisiert zu erheben z.B. wieviele iPhone User übergewichtig sind und sich wieviel bewegen oder Lieschen Müller ist Übergewichtig und platziere Werbung für Pizza und Diatmittel